DE19607922C2 - Vorrichtung zum endoskopischen Injizieren mindestens einer Flüssigkeit - Google Patents
Vorrichtung zum endoskopischen Injizieren mindestens einer FlüssigkeitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum endoskopischen
Injizieren mindestens einer Flüssigkeit.
Bei endoskopischen Operationen werden in natürlichen oder
künstlichen Körperhöhlen verschiedenste Manipulationen vorge
nommen, wobei es immer wieder darauf ankommt, Gewebe zu entfer
nen und/oder Blutungen zu stillen. Hierbei wird unter anderem
mit Injektionstechniken gearbeitet. Beispielsweise kann man Po
lypen, die auf einem hinreichend langen Stiel sitzen, relativ
einfach (mittels einer Schlinge) entfernen, jedoch ist dies
nicht möglich, wenn es sich um sogenannte sessile Polypen han
delt, also solche, die lediglich als kleine Erhebungen im Ge
webe erscheinen. In solchen Fällen ist es nötig, den Polypen
anzuheben, indem man in das darunterliegende Gewebe Flüssig
keit, insbesondere physiologische Kochsalzlösung mittels einer
Injektionsnadel spritzt. Der so angehobene sessile Polyp kann
dann wiederum mit den bekannten Techniken entfernt werden.
Ein anderer Fall, in welchem Flüssigkeiten zu injizieren sind,
liegt dann vor, wenn Blutungen gestillt werden sollen. Zum
einen geschieht eine solche Stillung von Blutungen dadurch, daß
durch Injizieren von physiologischer Kochsalzlösung und Bilden
von Depots rings um ein Blutgefäß dieses mechanisch ver
schlossen wird, zum anderen kann durch Injektion von Medikamen
ten, insbesondere von Vasokonstriktiva, eine entsprechende Wir
kung erzielt werden. Eine andere Methode, Blutungen zu stillen,
liegt in der Injektion von Fibrinklebern.
Schließlich soll noch eine weitere Anwendung von Injektionen
erwähnt werden, und zwar die Markierung von Operations- oder
Behandlungsstellen. Es muß nämlich oftmals nach einer Behand
lung, z. B. nach dem Entfernen einer Wucherung im Darm, diese
Stelle in regelmäßigen Abständen wieder untersucht werden, um
festzustellen, wie das Behandlungsergebnis war bzw. wie die
Heilung verläuft. Insbesondere bei kleinflächigen Operations
stellen und gut verlaufenden Heilungen ist es sehr schwer, die
behandelten Stellen wiederzufinden. Zu diesem Zweck ist es
sinnvoll, die behandelte Stelle einzufärben bzw. Markierungs
punkte in ihre Nähe zu setzen.
Aus der Patentschrift DE 29 22 511 C2 ist eine endoskopische
Injektionsvorrichtung bekannt, die eine flexible Röhre enthält,
die in einen menschlichen Körperhohlraum eingeführt werden
kann. Innerhalb der Röhre befindet sich ein Kanal, durch den
ein abdominaler Injektor eingeführt wird. Der Injektor enthält
eine flexible längliche äußere Hülle, die zwei flexible Röhren
umschließt. Diese flexiblen Röhren dienen der Zuführung einer
medizinischen Flüssigkeit bzw. als Antriebselement. An der
proximalen Seite des Injektors ist ein Griffkörper angebracht,
mit dem eine Injektionsnadel aus dem distalen Ende der äußeren
Hülle hinausgeschoben werden kann. Des weiteren kann mittels
des Griffkörpers eine am distalen Ende der äußeren Hülle
angebrachte Klauenanordnung geöffnet und geschlossen werden.
Die Injektionsvorrichtung ist so ausgestaltet, daß die äußere
Hülle aus dem distalen Ende der flexiblen Röhre hervortritt.
Aus der Patentschrift DE 39 00 635 C2 ist eine Injektionsvor
richtung für ein Endoskop bekannt, bei der sich durch einen
rohrförmigen Halter ein Führungskanal erstreckt. Am distalen
Ende dieses Führungskanals schließt sich ein flexibler Füh
rungsschlauch an, in dem nebeneinander zwei flexible Schlauch
leitungen verlaufen, deren distale Enden in ein gemeinsames
Kanülenrohr münden.
Aus der Patentschrift DE 37 22 904 C2 ist ebenfalls eine Injek
tionsvorrichtung für ein Endoskop bekannt, die einen sich in
einem rohrförmigen Halter erstreckenden Führungskanal aufweist.
Am distalen Ende dieses Führungskanals schließt sich ein
flexibler Führungsschlauch an, in dem ebenfalls nebeneinander
zwei flexible Schlauchleitungen verlaufen. Diese beiden
flexiblen Schlauchleitungen enden an ihren distalen Enden in zu
einer Einheit verbundenen Kanülenrohren einer Doppelkanüle. Da
durch wird es ermöglicht, eine aus zwei Flüssigkeitskomponenten
bestehende Substanz, wie beispielsweise einen Zwei-Komponenten-
Gewebeklebstoff, zu injizieren, wobei die beiden Flüssigkeits
komponenten erst unmittelbar am Injektionsort miteinander ver
mischt werden.
Aus der Offenlegungsschrift DE/WO 32 33 720 A1 ist ein nadello
ser Vakuum-Druckinjektor bekannt, bei dem Gewebe gegen eine
Öffnung stillgesetzt wird und anschließend durch Eindringen von
Druckluft ein Medikament durch diese Öffnung in das Gewebe ein
gebracht wird.
Aus der Patentschrift US 5,116,313 ist ebenfalls ein nadelloser
Injektor bekannt, bei dem zunächst eine bestimmte kleine Menge
von Flüssigkeit unter einem sehr hohen Anfangsdruck und einer
hohen Anfangsgeschwindigkeit durch eine Öffnung des Injektors
in das Gewebe eingebracht wird. Diese kleine Menge von Flüssig
keit erzeugt in dem Gewebe einen Kanal, durch den anschließend
eine Hauptmenge der Flüssigkeit mit einer geringeren Geschwin
digkeit in das Gewebe eingebracht wird, ohne den erzeugten Ka
nal in dem Gewebe zu vergrößern. Der zu verwendende Druck und
die zu verwendende Geschwindigkeit können mittels einer Steue
rung auf verschiedene Situationen, wie beispielsweise die not
wendige Eindringtiefe der Flüssigkeit oder die Hautbedingungen,
eingestellt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
aufzuzeigen, mittels der bei endoskopischen Operationen
Flüssigkeiten injiziert werden können.
Diese Aufgabe wird durch die technische Lehre des Patentanspru
ches 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße endoskopische Injektionsvorrichtung, die
zum Injizieren mindestens einer Flüssigkeit, insbesondere einer
Lösung, einer Suspension oder einer Emulsion sowie Mischungen
hiervon in ein Gewebe in einem Hohlorgan, einer Körperhöhle
oder einer künstlichen Höhle in einem menschlichen oder tie
rischen Körper dient, umfaßt einen Schlauch mit einem distalen
sowie einem proximalen Ende, der durch einen Arbeitskanal eines
Endoskops derart hindurchführbar oder in ein Endoskop derart
eingebaut ist, daß das distale Schlauchende aus einem distalen
Ende des Endoskops hervortritt oder aber im wesentlichen beim
Endoskopende ebenfalls endet. Es ist eine Pumpeinrichtung vor
gesehen, die mit dem proximalen Schlauchende in dichter Verbin
dung steht und derart ausgebildet ist, daß sie auf ein Steuer
signal hin eine definierte Flüssigkeitsmenge mit definiert ein
stellbaren hydraulischen Parametern wie Druck, Druckanstiegsge
schwindigkeit, Dauer und/oder Geschwindigkeit aus dem distalen
Schlauchende mit einer solchen Energie ausstößt, daß die
Flüssigkeit in das Gewebe eindringt. Es wird also bei der
erfindungsgemäßen Vorrichtung keine Injektionsnadel verwendet,
die in die Gewebestelle eingestochen werden müßte, an welcher
man die Flüssigkeit appliziert haben will. Dadurch ist die
Eignung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Applizieren von
Flüssigkeiten bei endoskopischen Operationen besonders gut.
Insbesondere kann durch die entsprechende Einstellung der
hydraulischen Parameter gewährleistet werden, daß die
Flüssigkeit bis zu einer definierten Tiefe in das Gewebe
eindringt, in der die Flüssigkeit dann die gewünschte Wirkung
entfalten kann. Dadurch kann auch eine erheblich vergrößerte
Sicherheit gegenüber ungewollten Wirkungen erzielt werden. Dann
z. B., wenn man eine Stelle im Darm markieren will, ist es au
ßerordentlich gefährlich, mit einer Injektionsnadel zu arbei
ten, da die Darmwand sehr leicht durchstochen werden kann. Bei
Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist diese Gefahr
erheblich geringer.
Das distale Ende des Schlauches ist hierbei vorzugsweise derart
geformt oder mit einer Düse derart versehen, daß sich das im
Gewebe beim Injizieren entstehende Loch schließt, ohne im we
sentlichen die injizierte Flüssigkeit zuvor zu entlassen. Dies
bedeutet, daß der Durchmesser des Schlauchendes bzw. der Düse
vorzugsweise sehr gering ist.
Die Pumpeinrichtung ist vorzugsweise derart ausgebildet, daß
eine gewünschte Flüssigkeitsmenge in einer Vielzahl von nach
einander injizierten kleinen Einzelvolumina injizierbar ist. Es
kommt also darauf an, daß die Pumpeinrichtung sehr kleine
Flüssigkeitsvolumina in relativ kurzer Zeit nacheinander aus
stoßen kann. Dadurch ist einerseits gewährleistet, daß im we
sentlichen jede Flüssigkeitsmenge injiziert werden kann, ande
rerseits aber die hydraulischen Parameter, also diejenigen Pa
rameter, welche die Injektionstiefe, den Durchmesser der im Ge
webe sich ausbildenden Öffnung usw. bestimmen, bei einem kon
stanten Wert gehalten werden können, so daß das Injektionser
gebnis optimal ist.
Vorzugsweise sind am distalen Ende des Schlauches Ziel- und/oder
Positioniereinrichtungen vorgesehen, um das distale
Ende in einem vorbestimmten Abstand vom Gewebe und/oder in ei
ner vorbestimmten Richtung zum Gewebe zu halten. Hier sind eine
Vielzahl von Zielvorrichtungen vorstellbar. Vorzugsweise sind
diese Ziel- und/oder Positioniervorrichtungen derart ausgebil
det, daß die Flüssigkeit unter einem Winkel von etwa 30° bis
60° in das Gewebe injizierbar ist. Überraschenderweise haben
sich dadurch die besten Injektionsergebnisse erzielen lassen.
Es kommt also darauf an, die Zielvorrichtungen für diesen Fall
so auszubilden, daß der die Vorrichtung Handhabende abschätzen
kann, unter welchem Winkel die Düse bzw. das Schlauchende auf
die Gewebeoberfläche gerichtet ist.
Für besondere Anwendungszwecke weist der Schlauch mindestens in
seinem proximalen Abschnitt mehrere, insbesondere zwei Lumina
auf. Die Pumpeinrichtungen umfassen mehrere Einzelpumpen, um
mehrere, insbesondere zwei Flüssigkeiten zu deren Vermischung
zu injizieren. Dies ist z. B. dann angebracht, wenn Zwei-Kompo
nenten-Kleber, z. B. Fibrinkleber, injiziert werden soll. Be
sonders bei Flüssigkeitsgemischen, bei denen die Einzel-Flüs
sigkeiten sehr schnell miteinander reagieren, insbesondere sich
verfestigen oder verkleben, ist die Injektion von Flüssigkeiten
nacheinander ein hervorragendes Mittel, um eine Reaktion in der
eigentlichen Injektionsvorrichtung (Düse oder Schlauchende) und
damit eine Zerstörung der Apparatur zu verhindern.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfaßt der
Schlauch vorzugsweise ein Gas- und/oder Flüssigkeitsrückfüh
rungslumen, das derart beim distalen Ende in den Schlauch mün
det, daß im Schlauch enthaltene Flüssigkeit am Austreten aus
dem distalen Ende gehindert wird. Hierzu ist es von Vorteil,
wenn eine Saugeinrichtung zum Absaugen von Flüssigkeit aus dem
Flüssigkeitsrückführungslumen vorgesehen ist, die im wesentli
chen ständig in Betrieb ist. Diese Saugeinrichtung kann bei
spielsweise eine in einem Operationssaal oftmals vorhandene Ab
saugvorrichtung sein.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt der Schlauch bei
oder an seinem distalen Ende einen einlumigen Abschnitt oder
eine Düse, was sowohl das Führen von eventuell austretender
Flüssigkeit erleichtert, als auch beim Ausstoßen von zwei ver
schiedenen Flüssigkeit deren Vermischung noch im Schlauch bzw.
in der Düse ermöglicht.
Der Schlauch ist vorzugsweise aus einem derartigen Material und
derart drucksteif ausgebildet und/oder mit Versteifungseinrich
tungen derart versehen, daß ein in sein proximales Ende einge
führter Druckpuls im wesentlichen ungedämpft oder unverändert
aus seinem distalen Ende austritt. Wichtig ist hierbei auch ein
Material zu wählen, das eine geringe innere Dämpfung hat. Man
kann den Schlauch nun derart gestalten, daß er einen Druckpuls
in seinem Resonanzbereich ähnlich einem Wellenleiter hindurch
läßt. Erstaunlicherweise konnte gezeigt werden, daß ein
Schlauch mit einem Lumen-Durchmesser von etwa 0,2 mm einen der
artigen Druckpuls im wesentlichen ungedämpft über eine Länge
von etwa 2 m mit hinreichender Anstiegsgeschwindigkeit und hin
reichendem Druck hindurchläßt.
Vorzugsweise wird der Schlauch mit gegebenenfalls vorgesehener
Düse zusammen mit einem Flüssigkeitsreservoir zum Speichern
größerer, während der Dauer einer längerer Anwendung oder Ope
ration zu injizierender Flüssigkeitsmenge als einheitlich hand
habbare, sterile Injektionseinheit ausgebildet. Dadurch ist es
möglich, mit wenigen Handgriffen und in kürzester Zeit auch
dann während einer endoskopischen Operation eine Injektion vor
zubereiten und durchzuführen, wenn dies zunächst gar nicht be
absichtigt war. Hierbei ist es von besonderem Vorteil, wenn man
die Injektionseinheit als nur einmal zu verwendendes Teil aus
bildet, so daß sichergestellt wird, daß keine Abnutzungser
scheinungen (Verstopfungen und dergleichen) auftreten und auch
keine unsterilen Einrichtungen Verwendung finden.
Vorzugsweise umfaßt die Injektionseinheit die Pumpeinrichtung
zumindest teilweise. Eine Möglichkeit besteht darin, die Pump
einrichtung mit einer Membran, einem Kolben oder einem derart
bewegbaren Element als Druckerzeugungsteil auszustatten, wel
ches das Flüssigkeitsreservoir oder ein Zwischen-Reservoir im
Schlauch dicht abschließt. Zum Bewegen der Membran bzw. zum Er
zeugen des Drucks kann eine ebenfalls mit der Gesamteinrichtung
fest verbundene (Einmal-) Vorrichtung vorzugsweise aber eine
gesonderte, wiederverwendbare Antriebseinrichtung mit vorgese
hen sein, welche die Kolben oder die Membran mit einer ein
stellbaren Pumpkraft beaufschlagt. Hierzu ist ein entsprechen
der Impulsgenerator vorgesehen.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Abbildungen näher er
läutert. Hierbei zeigen:
Fig. 1.1 bis 1.7 verschiedene Ausführungsformen von
Schlauchenden;
Fig. 2 eine schematisierte Darstellung einer Pumpein
richtung mit Steuerschaltung;
Fig. 3 einen schematisierten Längsschnitt einer anderen
bevorzugten Ausführungsform einer Injektionsein
richtung samt Pumpeinrichtung;
Fig. 4 ein Schnitt entlang der Linie IV-IV aus Fig. 3;
Fig. 5 eine Antriebseinrichtung für die Pumpeinrichtung
nach den Fig. 3 und 4;
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform einer Antriebsein
richtung für die Pumpeinrichtung nach den Fig. 3
und 4; und
Fig. 7 eine schematisierte Darstellung einer weiteren
Ausführungsform der Injektionseinrichtung.
Bei der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und
gleichwirkende Teile dieselben Bezugsziffern verwendet.
Bei der hier dargestellten Vorrichtung dreht es sich um die Injektion von Flüssigkei
ten verschiedenster Art während endoskopischer Operationen. Ein
Hauptproblem bei derartigen Injektionen liegt darin, daß die
Manipulation schwierig und aufwendig ist, insbesondere aber ein
hohes Maß an Erfahrung fordert. Wenn man mittels einer Nadel
injiziert, so muß nicht nur der Punkt auf der Gewebeoberfläche
gefunden werden, in welchen die Flüssigkeit
(Markierungsflüssigkeit, Medikament, Kochsalzlösung, usw.)
appliziert werden soll, es muß auch noch die Nadel in eine be
stimmte Tiefe eingestochen werden. Erst danach folgt das ei
gentliche Applizieren der Flüssigkeit, was wiederum Finger
spitzengefühl erfordert. Dies bedeutet, daß neben dem zweidi
mensionalen "Zielen" noch die dritte Dimension (Einstichtiefe)
sowie die Injektionsmenge zu kontrollieren sind.
Verwendet man die erfindungsgemäße Vorrichtung, so kann mittels
einer Pumpvorrichtung durch einen in Fig. 1.1 gezeigten
Schlauch 10 bzw. dessen Lumen 11 die Flüssigkeit mit hinrei
chend hoher Geschwindigkeit derart ausgestoßen werden, daß sie
in das Gewebe eindringt. Die Eindringtiefe wiederum hängt davon
ab, wie groß der Durchmesser d des Lumens 11 des Schlauches 10
ist und mit welcher Geschwindigkeit die Flüssigkeit ausgestoßen
wird. Andere Parameter, wie beispielsweise der Abstand des
Schlauches 10 von der Gewebeoberfläche, spielen auch noch eine
Rolle.
Bei der in Fig. 1.2 gezeigten Variante ist im Ende des
Schlauches 10 eine Düse 13 vorgesehen, die einen Endabschnitt
14 des Lumens 11 des Schlauches 10 bildet, dessen Durchmesser
in Richtung auf die Öffnung im wesentlichen exponentiell sinkt.
Durch diese besondere Steigung ist es möglich, den durch das
Lumen 11 ankommenden Druckstoß im wesentlichen verlustlos zu
"konzentrieren", also eine Geschwindigkeitserhöhung der strömen
den Flüssigkeit zu bewirken.
Bei der in Fig. 1.3a gezeigten Ausführungsform der Erfindung
weist der Schlauch 10 an seinem Ende eine Zieleinrichtung 20
auf, die hier als "Abstandsfinger" ausgebildet ist. Mittels
dieses -Fingers kann der Benutzer nicht nur den Abstand des
Schlauches 10 von der Gewebeoberfläche besser beurteilen, er
kann auch die Stelle besser abschätzen, an welcher die ausge
stoßene Flüssigkeit voraussichtlich auftrifft.
Bei der in Fig. 1.3b gezeigten weiteren Ausführungsform der Er
findung ist in den Schlauch 10 ein Lichtleiter 22 mit einge
baut, der die Zieleinrichtung 20 bildet. Der Lichtleiter 22
weist hierbei eine derart ausgebildete Endfläche auf, daß das
aus ihm austretende (Laser-) Licht im wesentlichen geradlinig
als "Lichtzeiger" abgestrahlt wird, dessen Auftreffort auf der
Gewebeoberfläche im wesentlichen mit dem Ort übereinstimmt, in
welchen dann die Flüssigkeit injiziert wird.
Bei der in Fig. 1.4 gezeigten Ausführungsform der Erfindung um
faßt die Zieleinrichtung 20 Markierungen 23 auf dem Endab
schnitt des Schlauches 10. Diese Markierungen 23 sind im Blick
feld der Endoskop-Optik und erleichtern es dem Benutzer Entfer
nungs- und/oder Richtungsabschätzungen vorzunehmen. Selbstver
ständlich sind die genannten Maßnahmen auch miteinander kombi
nierbar.
Bei der in Fig. 1.5 gezeigten Ausführungsform der Erfindung ist
der Schlauch 10 mit zwei Lumina 11 und 12 ausgebildet. Diese
zwei Lumina 11 und 12 können nun sowohl dazu dienen, zwei ver
schiedene Flüssigkeiten zu injizieren - dann stehen sie mit
zwei gleichartigen Pumpeinrichtungen in Verbindung - oder aber
das eine Lumen 11 zum Injizieren, das andere Lumen 12 zum Ab
saugen zu verwenden. Selbstverständlich ist es auch möglich,
das eine Lumen zum Injizieren von Flüssigkeiten, das andere Lu
men aber zum Spülen zu verwenden.
Bei der in Fig. 1.6 gezeigten Ausführungsform der Erfindung
sind wieder zwei Lumina 11 und 12 im Schlauch 10 vorgesehen,
jedoch münden diese in einen gemeinsamen Endabschnitt 14. Diese
Anordnung dient nun bevorzugterweise entweder dazu, bei gemein
samem Ausstoßen von Flüssigkeit durch die Lumina 11 und 12 zum
Zwecke des Injizierens diese Flüssigkeit sich schon im Endab
schnitt 14 vermischen zu lassen. Es ist allerdings auch mög
lich-, durch die Lumina 11 und 12 sehr schnell hintereinander
Einzelquanten von Flüssigkeit abzugeben, die dann nacheinander
durch den Endabschnitt 14 hindurch ausgestoßen werden und in
das selbe Loch im Gewebe eintreten, so daß sich die Flüssigkei
ten im Gewebe vermischen.
Die in Fig. 1.7 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von
der nach Fig. 1.6 lediglich dadurch, daß der Endabschnitt 14
symmetrisch zu den beiden Lumina 11 und 12 angeordnet ist.
Sowohl diese Ausführungsform als auch die anhand von Fig. 1.6
beschriebene Ausführungsform eignen sich weiterhin dazu, das
eine Lumen 11 zum Injizieren von Flüssigkeiten, das andere Lu
men 12 jedoch zum Absaugen zu verwenden. Wenn man nämlich bei
spielsweise an einem Operationsfeld eine Markierung anbringen
will, eine Tätowierungsmarke setzen will, so darf die Tätowie
rungsflüssigkeit in keinem Fall ungewollt austreten. Anderer
seits muß das Lumen 11 des Schlauches 10 im wesentlichen voll
ständig gefüllt sein, will man einen zum Injizieren geeigneten
Druckstoß durch den Schlauch 10 hindurchschicken, der ja oft
mals eine nicht unbeträchtliche Länge (1 bis 2 m) aufweist. Um
also den Schlauch zu füllen, läßt man durch das eine Lumen 11
zunächst langsam Flüssigkeit strömen und schließt das proximale
Ende des zweiten Lumens 12 an eine Unterdruckquelle an. Sobald
die Flüssigkeit aus dem zweiten Lumen 12 am proximalen Ende
austritt, weiß man, daß der Schlauch hinreichend gefüllt ist.
Man kann dann weitersaugen, so daß Luft (oder auch Flüssigkeit)
vom Operationsort in das distale Ende 14 eintritt und durch das
Lumen 12 abgesaugt wird. Das Lumen 11 bleibt dennoch gefüllt,
da ja keine Flüssigkeit nachströmt. Sobald dann ein Druckstoß
auf das proximale Ende des Lumens 11 gegeben wird, "schießt"
eine entsprechende Flüssigkeitsportion aus dem distalen Ende 14
des Schlauches 10 heraus und dringt in das Gewebe ein.
Es ist nun von besonderem Vorteil, wenn die gesamte Anordnung
als einzeln handhabbares Teil derart ausgebildet ist, daß die
zu applizierende Flüssigkeit in einer Pumpeinrichtung
gespeichert ist und die Pumpeinrichtung mit dem Schlauch fest
verbunden ist. Die gesamte Anordnung ist weiterhin steril. Auf
diese Weise ist es möglich, sehr schnell dann eine Injektion
vorzunehmen, wenn sie nötig ist, ohne daß für jede Operation
besondere Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen wären. Es ent
spricht die Anordnung sozusagen einer bereits gefüllten Einmal
spritze.
Die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform der Erfindung umfaßt zu
diesem Zweck einen Zylinder 31, an welchen der Schlauch 10
angeschlossen ist und der in seinem Inneren ein
Flüssigkeitsreservoir 39 aufweist, das einerseits mit dem Lumen
11 des Schlauches 10 kommunizierend verbunden, andererseits
durch einen Kolben 32 abgeschlossen ist.
Der Kolben 32 weist an seinem hinteren, dem Schlauch 10 abge
wandten Ende einen verjüngten Abschnitt auf, auf welchem ein
als zylindrische Hülse ausgebildeter Hammer 33 axial verschieb
lich entgegen der Kraft einer Feder 34 derart angeordnet ist,
daß der Hammer 33 entgegen der Kraft der Feder 34 beschleunigt
werden kann und auf den verdickten Teil des Kolbens 32 trifft,
so daß diesem ein Vorwärtsimpuls mitgeteilt wird, der dann wie
derum als Druckimpuls auf die im Reservoir 39 befindliche
Flüssigkeit gelangt.
Am entgegengesetzten Ende des Kolbens 32 ist eine Rückrutsch
sperre 35 vorgesehen, die bewirkt, daß der Kolben 32 nur in
eine Richtung derart wandern kann, daß das Volumen des Flüssig
keitsreservoirs 39 verringert wird. Der Hammer 33 ist aus einem
magnetisierbaren Material, während alle anderen Bauteile dieser
Anordnung unmagnetisierbar sind.
Rings um den Zylinder 31 ist eine Spule 36 angeordnet, deren
Wicklungsenden mit dem Ausgang eines Leistungsverstärkers 60 in
Verbindung stehen. Wenn der Verstärker 60 entsprechend ange
steuert wird, fließt eine Strom durch die Spule 36 und be
schleunigt dadurch den Hammer 33 in Richtung auf den Kolben 32,
auf den er auftrifft. Bei einer entsprechenden impulsartigen
Ansteuerung baut sich das Magnetfeld bereits wieder ab, wenn
der Hammer 33 kurz vor dem Auftreffen ist.
Die Ansteuerung des Leistungsverstärkers 60 erfolgt mittels ei
ner Steuerschaltung 50, die eingangsseitig einen Steuergenera
tor 51 aufweist, der im wesentlichen rechteckförmige Impulse
erzeugt, deren Dauer über ein erstes Einstellorgan 52 und deren
Wiederholfrequenz durch ein zweites Einstellorgan 53 einge
stellt werden. Mit 54 ist ein Startschalter bezeichnet, der die
vom Generator 51 erzeugten (hinsichtlich Dauer und Frequenz de
finierten) Impulse einem Zähler 55 zuführt, dessen Inhalt einem
Komparator 56 über entsprechende Verbindungsleitungen mitge
teilt wird. Der Komparator 56 vergleicht den Inhalt des Zählers
55 mit einem voreingestellten Wert aus einem Vorwähler 57. So
bald der Wert des Zählers 55 und der Wert des Vorwählers 57
übereinstimmen, wird das Ausgangssignal aus dem Generator, das
bis zum Gleichstand der beiden Zahlen durch ein NAND-Gatter 58
auf einen Eingang eines Verstärkers 59 gelangte, gesperrt. Dies
bedeutet, daß nach Drücken der Taste 54 (ein dem Fachmann ge
läufiges Zurücksetzen des Zählers 55 erfolgt gleichzeitig) eine
durch den Vorwähler 57 vorbestimmte Anzahl von Impulsen zum
Eingang des Verstärkers 59 und mit einer, durch eine Amplitu
deneinstellung 61 vorgewählte Amplitude auf den Eingang des
Leistungsverstärkers 60 gelangt, der wiederum einen dem Ein
gangssignal entsprechenden Strom durch die Spule 36 fließen
läßt. Man kann also über eine Steuerung der elektrischen Größen
bzw. eine Steuerung der den Kolben 32 beschleunigenden Parame
ter sowie die Anzahl der Einzelstöße, welche der Kolben 32 er
fährt, festlegen, welche Flüssigkeitsmenge (in Einzel-Quanten)
wie tief injiziert wird.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Variante ist kein Kolben, sondern
eine Membran 37 in der Pumpeinrichtung 30 vorgesehen. Diese
Membran schließt einen Pumpraum 38 ab, der über ein erstes
Rückschlagventil 40 mit einem Flüssigkeitsreservoir 39 und über
ein zweites Rückschlagventil 41 mit dem Lumen 11 eines
Schlauches 10 in Verbindung steht. Die Rückschlagventile 40 und
41 sind hierbei derart ausgestaltet, daß Flüssigkeit vom
Flüssigkeitsreservoir 39 zum Lumen 11 des Schlauches 10 aber
nicht umgekehrt strömen kann. Wie in den Fig. 3 und 4 angedeu
tet, bildet die Pumpeinrichtung 30 zusammen mit dem Flüssig
keitsreservoir 39 und dem Schlauch 10 einen insgesamt handhab
baren Körper, eben ein Einweg-System. Um nun die erwähnten
Druckstöße abgeben zu können, muß die Membran 37 bewegt werden.
Hierfür kann beispielsweise ein Piezoantrieb 42 gemäß Fig. 5
Verwendung finden, wobei aufgrund der sehr hohen Grenzfrequenz
eines solchen Systems kein "Schlag" im eigentlichen Sinn erfol
gen muß, da sich der Piezokristall bei einer entsprechend stei
len Impulsanstiegsflanke der ihm zugeführten elektrischen Lei
stung sehr schnell ausdehnt und über die Membran 37 der
Flüssigkeit im Pumpraum 38 einen entsprechenden Druckimpuls
mitteilen kann. Ein entsprechend ausgebildetes elektrodynami
sches System wäre hierzu ebenfalls in der Lage.
Bei dem in Fig. 6 gezeigten Antrieb handelt es sich wieder um
ein elektromagnetisches Antriebssystem ähnlich dem nach Fig. 2,
bei welchem ein Hammer 33 entgegen der Kraft einer Feder 34
durch die elektromagnetische Kraft einer Spule 36 beschleunigt
wird und auf die Membran 37 auftrifft, so daß ein Druckimpuls
in die Flüssigkeit geleitet wird, die sich im Pumpraum 38 unter
der Membran 37 befindet. Die Ansteuerung der in den Fig. 5 und
6 gezeigten Ausführungsformen der Erfindung kann durch eine
Steuerschaltung 50 erfolgen, wie sie anhand der Fig. 2 be
schrieben wurde.
Das Gesamtsystem sieht in einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung nun so aus, wie in Fig. 7 gezeigt. Mit der Bezugs
ziffer 1 ist ein Endoskop angedeutet, durch dessen Arbeitskanal
2 der Schlauch 10 geschoben ist. Der Schlauch 10 ist in diesem
Fall zweilumig und teilt sich in zwei Einzelabschnitte 10′ und
10′′ (mit jeweils einem Lumen), wobei der eine Abschnitt 10′ in
eine Pumpeinrichtung 30 führt, welche Flüssigkeit aus einem Re
servoir 39 ansaugt und - gesteuert durch eine Steuereinrichtung
50 - eine entsprechende Anzahl von Flüssigkeits-Quanten in ein
Gewebe injizieren kann. Der andere Schlauchabschnitt 10′′ steht
über eine Steckverbindung 5 mit einer Saugquelle 4 in Verbin
dung. Dadurch wird im Endabschnitt des Schlauches 10 befindli
che Flüssigkeit, die gegebenenfalls über das Ende des
Schlauches 10 austreten könnte, wenn das Endoskop 1 beim Han
tieren verbogen wird und sich so das Volumen des Schlauches 10
ändert, abgesaugt.
Bezugszeichenliste
1 Endoskop
2 Arbeitskanal
4 Saugquelle
5 Steckverbindung
10 Schlauch
11 Lumen
12 Lumen
13 Düse
14 Endabschnitt
20 Zieleinrichtung
21 Abstandsfinger
22 Lichtleiter
23 Markierung
30 Pumpeinrichtung
31 Zylinder
32 Kolben
33 Hammer
34 Feder
35 Rück-Sperre
36 Spule
37 Membran
38 Pumpraum
39 Flüssigkeitsreservoir
40 erstes Rückschlagventil
41 zweites Rückschlagventil
42 Piezoantrieb
50 Steuerschaltung
51 Steuergenerator
52 Dauer-Einstellung
53 Wiederholfrequenz-Einstellung
54 Startschalter
55 Zähler
56 Komparator
57 Vorwähler
58 NAND-Gatter
59 Einstell-Verstärker
60 Leistungs-Verstärker
61 Amplitudeneinstellung.
2 Arbeitskanal
4 Saugquelle
5 Steckverbindung
10 Schlauch
11 Lumen
12 Lumen
13 Düse
14 Endabschnitt
20 Zieleinrichtung
21 Abstandsfinger
22 Lichtleiter
23 Markierung
30 Pumpeinrichtung
31 Zylinder
32 Kolben
33 Hammer
34 Feder
35 Rück-Sperre
36 Spule
37 Membran
38 Pumpraum
39 Flüssigkeitsreservoir
40 erstes Rückschlagventil
41 zweites Rückschlagventil
42 Piezoantrieb
50 Steuerschaltung
51 Steuergenerator
52 Dauer-Einstellung
53 Wiederholfrequenz-Einstellung
54 Startschalter
55 Zähler
56 Komparator
57 Vorwähler
58 NAND-Gatter
59 Einstell-Verstärker
60 Leistungs-Verstärker
61 Amplitudeneinstellung.
Claims (14)
1. Endoskopische Injektionsvorrichtung zum Injizieren minde
stens einer Flüssigkeit, insbesondere einer Lösung, Sus
pension oder Emulsion in ein Gewebe in einem Hohlorgan,
einer Körperhöhle oder einer künstlichen Höhle in einem menschlichen oder tierischen Körper, umfassend
einen Schlauch (10) mit einem distalen sowie einem proximalen Ende, der durch einen Arbeitskanal (2) eines Endoskops (1) derart hindurchführbar oder in ein Endoskop (1) derart eingebaut ist, daß das distale Ende des Schlauches (10) aus einem distalen Ende des Endoskops (1) hervortritt;
eine Pumpeinrichtung (30), die mit dem proximalen Ende des Schlauches (10) in dichter Verbindung steht und derart ausgebildet ist, daß auf ein Steuersignal einer Steuerschaltung (5) hin eine definierte Flüssigkeitsmenge mit definiert einstellbaren hydraulischen Parametern, wie Druck, Druckanstiegsgeschwindigkeit, Dauer oder Geschwin digkeit aus dem distalen Schlauchende mit einer solchen Energie ausgestoßen wird, daß die Flüssigkeit in das Ge webe eindringt.
einer Körperhöhle oder einer künstlichen Höhle in einem menschlichen oder tierischen Körper, umfassend
einen Schlauch (10) mit einem distalen sowie einem proximalen Ende, der durch einen Arbeitskanal (2) eines Endoskops (1) derart hindurchführbar oder in ein Endoskop (1) derart eingebaut ist, daß das distale Ende des Schlauches (10) aus einem distalen Ende des Endoskops (1) hervortritt;
eine Pumpeinrichtung (30), die mit dem proximalen Ende des Schlauches (10) in dichter Verbindung steht und derart ausgebildet ist, daß auf ein Steuersignal einer Steuerschaltung (5) hin eine definierte Flüssigkeitsmenge mit definiert einstellbaren hydraulischen Parametern, wie Druck, Druckanstiegsgeschwindigkeit, Dauer oder Geschwin digkeit aus dem distalen Schlauchende mit einer solchen Energie ausgestoßen wird, daß die Flüssigkeit in das Ge webe eindringt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das distale Ende des Schlauches (10) derart geformt oder
mit einer Düse (13) versehen ist, daß sich das im Gewebe
beim Injizieren entstehende Loch schließt, ohne im wesent
lichen die injizierte Flüssigkeit zuvor zu entlassen.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Pumpeinrichtung (30) derart ausgebildet ist, daß eine
gewünschte Flüssigkeitsmenge in einer Vielzahl von nach
einander injizierten kleinen Einzelvolumina injizierbar
ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
am distalen Ende des Schlauches (10) Ziel- und/oder Posi
tioniereinrichtungen (20) vorgesehen sind, um das distale
Ende in einem vorbestimmten Abstand vom Gewebe und/oder
einer vorbestimmten Richtung zum Gewebe zu halten.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Ziel- und/oder Positioniereinrichtungen (20) derart
ausgebildet sind, daß die Flüssigkeit unter einem Winkel
von etwa 30° bis 60° in das Gewebe injizierbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Schlauch (10) mindestens in seinem promaximalen Abschnitt
mehrere, insbesondere zwei Lumina (11, 12) aufweist, und
daß die Pumpeinrichtung (30) mehrere Einzel-Pumpen umfaßt,
um mehrere, insbesondere zwei Flüssigkeiten zu deren Ver
mischung zu injizieren.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Schlauch (10) ein Gas- und/oder Flüssigkeitsrückfüh
rungslumen (12) umfaßt, das derart beim distalen Ende des
Schlauches (10) in den Schlauch (10) mündet, daß im
Schlauch (10) enthaltene Flüssigkeit am Austreten aus dem
distalen Ende gehindert wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Saugeinrichtung (4) zum Absaugen von Flüssigkeit aus
dem Flüssigkeitsrückführungslumen (12) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Schlauch (10) bei seinem distalen Ende einen einlumi
gen Abschnitt (14) oder eine Düse (13) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Schlauch (10) aus einem derartigen Material und derart
drucksteif ausgebildet und/oder mit Versteifungseinrich
tungen derart versehen ist, daß ein in sein proximales
Ende eingeführter Druckpuls im wesentlichen ungedämpft
oder unverändert aus dem distalen Ende austritt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Schlauch (10) mit gegebenenfalls vorgesehener Düse
(13) und ein Flüssigkeitsreservoir (39) zum Speichern
großer, während der Dauer einer längeren Anwendung oder
Operation zu injizierender Flüssigkeitsmengen als einheit
lich handhabbare sterile Injektionseinheit ausgebildet
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Injektionseinheit als nur einmal zu verwendendes Teil
ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Injektionseinheit die Pumpeinrichtung (30) mindestens
teilweise mitumfaßt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Pumpeinrichtung (30) ein Kolben (32), eine Membran
(37) oder dergleichen bewegbares Element als Druckerzeu
gungsteil umfaßt und durch eine gesonderte, vorzugsweise
wiederverwendbare Antriebseinrichtung (36, 42) mit einer
einstellbaren Pumpkraft beaufschlagbar ist.
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|---|---|---|---|
| DE19607922A DE19607922C2 (de) | 1996-03-01 | 1996-03-01 | Vorrichtung zum endoskopischen Injizieren mindestens einer Flüssigkeit |
| PCT/EP1997/001039 WO1997031667A1 (de) | 1996-03-01 | 1997-02-28 | Verfahren und vorrichtung zum endoskopischen injizieren mindestens einer flüssigkeit |
| DE59712884T DE59712884D1 (de) | 1996-03-01 | 1997-02-28 | Verfahren und vorrichtung zum endoskopischen injizieren mindestens einer flüssigkeit |
| JP9530640A JP2000507124A (ja) | 1996-03-01 | 1997-02-28 | 一種以上の液体を内視鏡的に注入する方法及び装置 |
| EP97914183A EP0959917B8 (de) | 1996-03-01 | 1997-02-28 | Verfahren und vorrichtung zum endoskopischen injizieren mindestens einer flüssigkeit |
| US09/142,375 US6752799B2 (en) | 1996-03-01 | 1997-02-28 | Method and device for endoscopic injection of at least one fluid |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19607922A DE19607922C2 (de) | 1996-03-01 | 1996-03-01 | Vorrichtung zum endoskopischen Injizieren mindestens einer Flüssigkeit |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19607922A1 DE19607922A1 (de) | 1997-09-04 |
| DE19607922C2 true DE19607922C2 (de) | 1998-01-29 |
Family
ID=7786939
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19607922A Expired - Fee Related DE19607922C2 (de) | 1996-03-01 | 1996-03-01 | Vorrichtung zum endoskopischen Injizieren mindestens einer Flüssigkeit |
| DE59712884T Expired - Lifetime DE59712884D1 (de) | 1996-03-01 | 1997-02-28 | Verfahren und vorrichtung zum endoskopischen injizieren mindestens einer flüssigkeit |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59712884T Expired - Lifetime DE59712884D1 (de) | 1996-03-01 | 1997-02-28 | Verfahren und vorrichtung zum endoskopischen injizieren mindestens einer flüssigkeit |
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| US (1) | US6752799B2 (de) |
| EP (1) | EP0959917B8 (de) |
| JP (1) | JP2000507124A (de) |
| DE (2) | DE19607922C2 (de) |
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Effective date: 20121002 |