DE1953918A1 - Scheuermittel mit bleichender und desinfizierender Wirkung - Google Patents

Scheuermittel mit bleichender und desinfizierender Wirkung

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DE1953918A1 DE19691953918 DE1953918A DE1953918A1 DE 1953918 A1 DE1953918 A1 DE 1953918A1 DE 19691953918 DE19691953918 DE 19691953918 DE 1953918 A DE1953918 A DE 1953918A DE 1953918 A1 DE1953918 A1 DE 1953918A1
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Description

  • "Scheuermittel mit bleichender und desinfizierender Wirkung" Die Erfindung betrifft Scheuermittel, die zum Reinigen und gleichzeitigen Bleichen und Desinfizieren von harten Oberflächen geeignet sind.
  • Bleichende und desinfizierende Scheuermittel mit einem Gehalt an aktivchlorabspaltenden Verbindungen sind bereits bekannt. Derartige Mittel haben jedoch den Nachteil, einen unangenehmen und nachhaltigen Chlorgeruch zu verbreiten.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aktivchlorabspaltenden Verbindungen durch geruchsfreie, bleichende und desinfizierende Wirksubstanzen zu ersetzen. Als derartige geruchsfreie Wirksubstanzen bieten sich zwar bekannte aktivsauerstoffabspaltende Verbindungen - im folgenden Perverbindungen genannt - an, doch ist ebenfalls bekannt, daß diese Perverbindungen bei niedrigen Temperaturen nicht in ausreichender Menge Aktivsauerstoff abspalten, so daß sie für Scheuermittel, die meist bei niedrigen Temperaturen ihre volle Wirksamkeit entfalten sollen,- als bleichender und desinfizierender Zusatz nicht ohne weiteres in Frage kommen können.
  • Gegenstand der Erfindung sind pulverförmige Scheuermittel mit bleichender und desinfizierender Wirkung, bestehend aus größeren Mengen wasserunlöslicher, mechanisch reinigend wirkender Bestandteile und geringeren Mengen im wesentlichen wasserlöslicher, in wäßriger Lösung reinigend wirkender Bestandteile, wobei die im wesentlichen wasserlöslichen Bestandteile Perverbindungen und als Aktivator wirkende 1,3-Dacyl-4,5-diacyloxy-imidazolidine der Formel I enthalten, in der Rl Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen, und R5 Wasserstoff oder Alkylreste mit 1 - 3 Kohlenstoffatomen, und R3 und R4 Alkylreste mit 1 - 4 Kohlenstoffatomen oder gegebenenfalls substituierte Arylreste bedeuten, Die 1,3-Diacyl-4,5-diacyloxy-imidazolidine der Formel I werden durch Acylierung der entsprechenden 1,3-Diacyl-4,5-dihydroxy-imidazolidine mit Carbonsäureanhydriden bzw.
  • -chloriden erhalten. Die als Ausgangsverbindungen dienenden 1 ,3-Diacyl-4,5-dihydroxy-imidazolidine können durch Kondensation der N,N'-Diacylalkylendiamine mit Glyoxal (S.L. Vail, C.M. Moran, H.B. Moore und R.M.H. Kullmann, J. org. Chemistry 27, 2071 (1962)) hergestellt werden.
  • In den Verbindungen der Formel I sind die Alkylreste R2 und R ferner die Reste R3 und R4 vorzugsweise jeweils identisch. Als Alkylreste R2 und R5 bzw. R3 und R4 kommen geradkettige oder verzweigte Alkylreste in Betracht.
  • Gegebenenfalls substituierte Arylreste R3 und R4 sind z.B. die Phenyl-, Chlorphenyl-, Tolyl-, Xylyl-, Anisyl-oder Nitrophenylreste.
  • Beispielsweise können folgende Verbindungen der Formel I als Wirkstoffe gemäß der Erfindung verwendet werden: 1,3-Diformyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, 1,3-Diformyl-4,5-dipropionyloxy-imidazolidin, 1,3-Diformyl-4,5-dibenzoxy-imidazolidin, l,3-Diformyl-4,5-di-p-toluoyloxy-imidazolidin, 1,3-Diacetyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, 1,3-Diacetyl-4,5-dipropionyloxy-imidazolidin, 1,3-Diacetyl-4,5-dibutyryloxy-imidazolidin, 2-Methyl-1,3-diacetyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, 2-Äthyl-1,3-diacetyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, 1,3-Diacetyl-4,5-dibenzoxy-imidazolidin, l,3-Diacetyl-4,5-di<p-methoxybenzoyloxy-imidazolidin, 1,3-Diacetyl-4,5-di-p-nitrobenzoyloxy-imidazolidin.
  • Von den erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen der Formel I ist bisher das 1,3-Diformyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin ohne Angabe einer technischen Verwertung beschrieben worden.
  • Die errindungsgemäßen Mittel sind; praktisch geruchsfrei und entwickeln beim Anfeuchten bereits bei Normaltemperatur eine ausgezeichnete desinfizierende Wirkung. Diese Wirkung beruht wahrscheinlich darauf, daß sich aus den organischen, acylgruppenhaltigen Aktivatoren der oben beschriebenen Konstitution und deIi Perverbindungen bleichend und desinfizierend wirkende organische Persäuren bilden.
  • Das Mengenverhältnis zwischen Aktivator und Perverbindung soll im allgemeinen so gewählt werden, daß pro Molekül organisch oder anorganisch gebundenem H202 lO - O,1, insbesondere 4 - 0,5 Acylgruppen vorhanden sind.
  • Die Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Scheuermittel kann im Bereich der folgenden allgemeinen Rezeptur liegen: ; 60 - 95, vorzugsweise 80 - 90 Gew.- wasserunlösliche, mechanisch reinigend wirkende Bestandteile, 40 - 5, vorzugsweise 20 - 10 Gew.-% eines im wesentlichen wasserlöslichen Gemisches bestehend aus: 5 - lOO, vorzugsweise 10 - 50 Gew.-% einer Kombination aus Perverbindungen und organischen, acylgruppenhaltigen Aktivatoren der oben beschriebenen Konstitution, wobei das Mengenverhältnis zwischen Perverbindung und Aktivator im oben angegebenen Bereich liegt, 95 - O, vorzugsweise 90 - 50 Gew.-% sonstigen üblichen Bestandteilen im wesentlichen wasserlöslicher Reinigungsmittel.
  • Als übliche Bestandteile im wesentlichen wasserlöslicher Reinigungsmittel kommen hauptsächlich Tenside und/oder neutral bis alkalisch reagierende Gerustsubstanzen in Betracht. Derartige Reinigungsmittelbestandteile können zu 0 - 95, vorzugsweise 10 - 60 Gew.- aus anionischen, nichtionischen und/oder zwitterionischen Tensiden, 0 - 95, vorzugsweise 10 - 50 Gew.-% aus insbesondere alkalisch reagierenden anorganischen Gerüstsubstanzen und organischen Komplexbildnern, und zu o - 20, vorzugsweise 1 - 10 Gew.- aus sonstigen, in Scheuermitteln üblichen Bestandteilen wie zum Beispiel Schmutzträgern, antimikrobiellen Substanzen, Hautschutzstoffen bzw. Uberfettungsmitteln, Korrosionsinhibitoren, gegebenenfalls umhüllten oder stabilisierten Enzymen sowie Farb- ijind Duftstoffen bestehen.
  • Als wasserunlösliche, mechanisch reinigend wirkende Bestandteile können mineralische Reibstoffe wie Quarz, Feldspat, Marmor oder Flußspatmehl, Kaolin und Bimsstein eingesetzt werden. Anstelle mineralischer Reibmittel können auch feingemahlene Kunstharzgranulate oder deren Gemische mit mineralischen Scheuerkomponenten Verwendung finden, Auch mit einem Kunstharzfilm überzogene mineralische Reibstoffe können verwendet erden.
  • Die einzuarbeitenden Perverbindungen können organischer oder anorganischer Natur sein. Geeignet sind beispielsweise Perverbindungen wie Harnstoff- und Melaminperhydrat und insbesondere anorganische Persalze wie zum Beispiel Alkaliperborate, Percarbonate, Perpyrophosphate und Persilikate. Unter den bevorzugt einzusetzenden anorganischen Persalzen hat das Natriumperborattetrahydrat besondere praktische Bedeutung. An dessen Stelle können auch teilweise oder vollständig, das heißt bis zu der ungefähren Zusammensetzung NaBO2.H2O2 entwässerte der borate verwendet werden. Schließlinh sind auch Aktivsauerstoff enthaltende Borate NaBo2.H2O2 brauchbar, in dellen das Verhältnis Na20 : B2C3 kleiner ist als 0,5 : 3 und vorzugsweise im Bereich von 0,4 - 0,15 : 1 liegt, wihrend das Verhältnis H2O2 : Na in den Bereich von 0,5 - 4 : 1 fällt. Diese Produkte sind in der deutschen Patentschlift 901 287 bzw. in der amerikanischen Patentschrift 2 491 789 beschrieben. Diese Perborate können ganz odci teilweise durch die oben angegebenen anorganischen Perserbindungen ersetzt werden.
  • Die anionischen, zwitterionischen oder nichtionischen Tenside enthalten im Molekül wenigstens einen hydrophoben Rest von meist 8 - 26, vorzugsweise 10 -22 und insbesondere 10 - 18 C-Atomen und wenigstens eine anionische, nichtionische oder zwitterionische wasserlöslichmachende Gruppe.
  • Der vorzugsweise gesättigte hydrophobe Rest ist meist aliphatischer, ggf. auch alicyclischer Natur; er kann mit den wasserlöslichmachenden Gruppen direkt oder über Zwischenglieder verbunden sein. Als Zwischenglieder kommen z. B.
  • Benzolringe, Carbonsäüreester- oder Carbonamidgruppen, äther-oder esterartig gebundene Reste mehrwertiger Alkohole, wie z. B. die des thylenglykols, des Propylenglykols, des Glycerins oder entsprechender Polyätherreste infrage.
  • Der hydrophobe Rest ist vorzugsweise ein aliphatischer Kohlenwassestoffrest mit etwa 10 - 18, vorzugsweise 12 - 18 C-Atomen, wobei aber Je nach der Natur des jeweiligen Tensids Abweichungen von diesem bevorzugten Zahlenbereich möglich sind.
  • Als anionische Waschaktivsubstanz sind Seifen aus natürlichen oder synthetischen Pettsauren, ggf. auch aus Harz- oder Naphthensäuren brauchbar, insbesondere wenn diese Säuren Jodzahlen von höchstens 30 und vorzugsweise von weniger als 10 aufweisen.
  • Von den synthetischen anionischen Tensiden besitzen die Sulfonate und Sulfate besondere praktische Bedeutung.
  • Zu den Sulronaten gehören beispielsweise die Alkylarylsulfonate, insbesondere die Alkylbenzolsulfonate, die' man u. a. aus vorzugsweise geradkettigen aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit 9 - 15, insbesondere 10 - 14 C-Atomen durch Chlorieren und Alkylieren von Benzol oder aus entsprechenden end- oder innenständigen Olefinen durch Alkylieren von Benzol und Sulfonieren der erhaltenen Alkylbenzole erhält. Weiterhin sind aliphatische Sulfonate von Interesse, wie sie z. B. aus vorzugsweise gesättigten, 8 - 18 und vorzugsweise 12 - 18 C-Atome im Molekül enthaltenden Kohlenwasserstoffen durch Sulfochlorierung mit Schwefeldioxid und Chlor oder Sulfoxydation mit Schwefeldioxid und Sauerstoff und Uberführen der dabei erhaltenen Produkte in die Sulfonate zugänglich sind, Als aliphatische Sulfonate sind weiterhin Alkensulfonate, Hydroxyalkansulfonate und Disulfonate enthaltende Gemische brauchbar, die man z. B. aus end- oder mittelständigen C8-18- und vorzugsweise C12-18-Olfinen durch Sulfonierung mit Schwefeltrioxid und saure oder alkalische Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte erhält. Bei den so hergestellten aliphatischen Sulfonaten befindet sich die Sulfonatgruppe vielfach an einem sekundären Kohlenstoffatom; man kann aber auch durch Umsetzen endständiger plefine mit Bisulfit erhaltene Sulfonate mit endständiger Sulfonatgruppe einsetzen.
  • Zu den erfindungsgemäß zu verwendenden Sul fonaten gehören weiterhin Salze, vorzugsweise Dialkalisalze von α-Sulfofettsäuren sowie Salze von Estern dieser Säuren mit ein- oder mehrwertigen, 1 - 4 und vorzugsweise 1 - 2 C-Atome enthaltenden Alkoholen.
  • Weitere brauchbare Sulfonate sind Salze von Fettsäureestern der Oxäthansulfonsäure oder der Dioxypropansulfonsäure, die Salze der Fettalkoholester von niederen, 1 - 8 Atome enthaltenden aliphatischen oder aromatischen Sulfomono- oder -dicarbonsäuren, die Alkylglyceryläthersulfonate sowie die Salze der amidartigen Kondensationsprodukte von Fettsäuren bzw. Sulfonsäuren mit Aminoäthansulfonsäure. 4? Als Tenside vom Sulfattyp sind Fettalkoholsulfate zu neriflen, insbesondere aus Kokosfettalkoholen, Talgfettalkoholen oder aus Oleylalkohol hergestellte. Auch aus end- oder innenständigen C8-18-Olefinen sind brauchbare Sulfonierungsprodukte vom Sulfattyp erhältlich. Weiterhin gehören zu dieser Gruppe von Tensiden sulfatierte Fettsäurealkylolamide oder Fett -säuremonoglyceride sowie sulfatierte Allcoxylierungsprodukte von Alkylphenolen (C8 l5-Alkyl), Fettalkoholen, Fettsäureamiden oder Fettsällrealkylolamiden, die im Molekül 0>5 - 20, vorzugsweise 1 - 8 und insbesondere 2 - 4 Athylen- und/oder Propylenglykolreste enthalten können.
  • Als anionische Tenside vom Typ der Carboxylate eignen sich z. B. die Fettsäureester oder Fettelkoholäther von Hydroxycarbonsäuren sowie die amidartigen Kondensationsprodukte von Fettsäuren oder Sulfonsäuren mit Aminocarbonsäuren, z. B. mit Glykokoll, Sarkosin oder mit Eiweißhydrolysaten.
  • Zu den nicht ionischen Tensiden, hier der Einfachheit halber als "Nonicnics" bezeichnet, gehören Produkte, die ihre Wasserlöslichkeit der Anwesenheit von Pclyätherketten, Aminoxid-, SulSoxid- oder Phosphinoxidgruppen, Alkylolamidgruppierungen sowie ganz allgemein einer Häufung von Hydroxylgruppen verdanken.
  • Von besonderem praktischem Interesse sind die durch Anlagerung von fithylenoxid und/oder Glycid an Fettalkohole, Alkylphenole, Fettsäuren, Fettamine, Fettsäure- oder Sulfonsäureamide erhältlichen Produkte, wobei diese Nonionics 4 - 100, vorzugsweise 6 - 40 und insbesondere 8 - 20 Atherreste, vor allem Athylenglykolätherreste pro Molekül enthalten können.
  • Außerdem können in diesen Polyätherketten bzw. an deren Ende Propylen- oder Butylenglykolätherreste bzw. -polyätherketten vorhanden sein.
  • Weiterhin zählen zu den Nonionics die unter den Handelsnamen 2'Pluronics" bzw. "Tetronics" bekannten Produkte. Man erhält sie aus an sich wasserunlöslichen Polypropylenglykolen oder aus wasseruniöslichen propoxylierten niederen, 1 - 8, vorzugsweise 3 - 6 C-Atome enthaltenden aliphatischen Alkoholen bzw. oder aus wasserunlöslichen propoxylierten Alkylendiaminen. Diese wasserunlöslichen (d.h. hydrophoben) Propylenoxidderivate werden durch Äthoxylieren bis zur Wasserlöslichkeit in die genannten Nonionics überführt. Schließlich sind als Nonionics auch die als "Ucon-Fluid" bekannten, z.T. noch wasserlöslichen Reaktionsprodukte der oben genannten aliphatischen Alkoholen mit Propylenoxid brauchbar.
  • Zu den Nonionics gehören auch Fettsäure- oder Sulfonsäurealkylolamide, die sich z. B. vom Mono- oder Diäthanolaminj vom Dihydroxypropylamin oder anderen Polyhydroxyalkylaminen, z. B. den Glycaminen ableiten. Sie lassen sich durch Amide aus höheren primären oder sekundären Alkylaminen und Polyhydroxycarbonsäuren ersetzen.
  • Zu den kapillaraktiven Aminoxiden gehören z. B. die von hoheren tertiären, einen hydrophoben Alkylrest und zwei kürzere, bis zu je 4 C-Atome enthaltende Alkyl- und/oder Alkylolreste aufweisenden Aminen abgeleiteten Produkte.
  • Zwitterionische Tenside enthalten im Molekül sowohl saure als auch basische hydrophile Gruppen. Zu den sauren Gruppen gehören Carboxyl-, Sulfonsäure-, Schwefels.aurehalbester-, Phosphonsäure- und Phosphorsäureteilestergruppen. Als basische Gruppen kommen primare, sekundäre, tertiäre und quaternäre Ammoniumgruppierungen infrage. Zwitterionische Verbindungen mit quaternären Ammoniumgruppen gehören zum Typ der Betaine.
  • Carboxy-, Sulfat- und Sulfonatbetaine haben wegen ihrer guten Verträglichkeit mit anderen Tensiden besonderes praktisches Interesse, Geeignete Sulfobotaine erhält man beispielsweise dadurch Umsetzen von tertiären, wenigstens einen hydrophoben Alkylrest enthaltenden Aminen mit Sultonen, beispielsweise Propan- oder ButanOultont Entsprechende Carboxybetaine erhält man durch Umsetzen der genannten tertiären Amine mit Chloressigsäure, deren Salzen oder mit Chloressigsäureestern und Spalten der Esterbildung.
  • Das Schäumvermögen der Tenside läßt sich durch Kombination geeigneter Tensidtypen steigern oder verringern, ebenso wie es durch Zusätze nicht tensidartiger organischer Substanzen verändert werden kann. Als Schaumstabilisatoren eignen sich vor allem bei Tensiden vom Sulfonat- oder Sulfattyp kapillaraktive Carboxy- oder Sulfobetaine sowie die oben erwähnten Nonionics vom Alkylolamidtyp; außerdem sind für diesen Zweck Fettalkohole oder höhere endständige Diole brauchbar.
  • Als Gerüstsubstanzen eignen sich schwach sauer, neutral und alkalisch reagierende anorganische oder organische Salze, insbesondere anorganische oder organische Komplexbildner.
  • Erfindungsgemäß brauchbare, schwaoh sauer, neutral oder alkalisch reagierende Salze sind z.B. die Borate, Bicarbonate, Carbonate oder Silikate der Alkalien, weiterhin Mono-, Di- oder Trialkaliorthophosphate, Di- oder Tetraalkalipyrophosphate, als Komplexbildner bekannte Metaphosphate, Alkalisulfate sowie die Alkalisalze von organischen, nicht kapillaraktiven, 1 - 8 C-Atome enthaltenden Sulfonsäuren, Carbonsäuren und Sulfocarbonsäuren. Hierzu gehören beispielsweise wasserlösliche Salze der Benzol-, Toluol- oder Xylolsulfonsäure, wasserlösliche Salze der Sulfoessigsäure, Sulfobenzoesäure oder Salze von Sulfodicarbonsäuren sowie die Salze der Milchsäure, Zitronensäure und Weinsäure.
  • Weiter sind als Gertstsubstanzen die wasserlöslichen Salze höhermolekularer Polycarbonsäuren brauchbar, insbesondere Polymerisate der Maleinsäure, Itaconsäure, Mesaoonsäure, Fumarsäure, Aconitsäure, Methy',len-malonsäure und Zitraconsäure. Auch Mischpolymerisate dieser Säuren untereinander oder mit anderen polymerisierbaren Stoffen, wie z.B. mit Xthylen, Propylen, Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, 3-13utenc arbonsäure, 3-Methyl-3-butencarbonsäure sowie mit Vinylmethyläther, Vinylacetat, Isobutylen, Aorylamid und Styrol sind brauchbar.
  • Als komplexbildende Gerüstsubstanzen eignen sich auch die schwach sauer reagierenden Metaphotphate sowie die alkalisch reagterenden Polyphosphate, insbesondere' das Tripolyphosphat.
  • Sie können ganz oder teilweise durch organische Komplexbildner ersetzt werden.@ Zu den organischen Xomplexbildnern gehören beispielsweise Nitrilotriessigsäure, Athylendiamintetraessigsäure, N-Hydroxyäthyl-äthylendiamintriessigsäure, Polyalkylen-polyamin-N-polycarbonsäuren und andere bekannte orhganische Komplexbildner, wobei auch Kombinationen verschiedener Komplexbildner eingesetzt werden können. Zu den anderen bekannten Komplexbildnern gehören auch Di- und Polyphosphonsäuren folgender Konstltutionen: worin R Alkyl- und-R' Alkylenreste mit 1 - 8, vorzugsweise mit 1 - 4 C-Atomen, X und Y Wasserstoffatome oder Alkylreste mit 1 - 4 C-Atomen und Z die Gruppen -OH/ -NH2 oder -NXR darstellen. Für eine praktische Verwendung kommen vor allem die folgenden Verbindungen in Frage: Methylendiphosphonsäure, 1-Hydroxyäthan-1,1-diphosphonsäure, 1-Aminoäthan-1,1-diphosphonsäure, Amino-tri-(methylenphosphonsäure), Methylamino- oder Äthylamino-di-(methylenphosphonsäure) sowie Äathylendiamin-tetra-(methylenphosphonsäure). Alle diese Komplexbildner können als freie Säuren, bevorzugt als Alkalisalze vorliegen.@@ Die erfindungsgemäßen Scheuermittel können hergestellt werden, indem man die festen Bestandteile in üblicher Weise vermischt, oder indem man mit den wasserlöslichen, zur Zerstäubungstrocknung geeigneten Bestandteilen in bekannter Weise ein pulverförmiges Vorprodukt bereitet und mit den übrigen festen Bestandteilen des Mittels vermischt, oder indem man die festen Bestandteile vermischt und auf die festen Partikel des Gemisches gegebenenfalls flüssig oder pastös vorliegende Bestandteile in an sich bekannter Weise aufsprüht, wodurch vorzUglich nichtstäubende Präparate erhalten werden.
  • B e i s p i e l e Die Imidazolidine der Formel I können nach folgender Methode hergestellt werden: 1,3-Diformyl-4,5-dipropionyloxy-imidazolidin Die Suspension von 102 g (1 Mol) N,N'-Diformylmethylendiamin (nach P. Knudsen, Ber. dtsch. chem. Ges. 47, 2699 (1914)) in 193,5 g (1 Mol) 30 %igem Glyoxal und 200 ml Wasser wird mit konz. Natronlauge auf pH 8 - 9 eingestellt und solange geschUttelt, bis alles klar in Lösung gegangen ist. Man läßt die Reaktionslösung 6 Tage bei Raumtemperatur stehen, dampft dann bis zur Trockne ein und behandelt den Rückstand mit Isopropanol. Nach dem Umkristallisieren aus Isopropanol erhält man l,3-Diformyl-4,5-dihydroxy-imidazolidin, F. 143 -145° C.
  • Die Suspension tan 40 g (0,25 Mol) 1,3-Diformyl-4,5-dihydroxy-imidazolidin in 450 ml Propionsäureanhydrid wird bis zur Lösung auf 1400 C erhitzt und dann noch 1 Stunde bei 1200 C gehalten. Danach dampft man die Reaktionslösung im Vakuum bis zur'Trockne ein, behandelt den Rückstand mit Isopropanol und erhält so nach Umkristallisieren aus Äthanol 1,3-Diformyl-4,5-dipropionyloxy-imidazolidin, F. 66 - 69,5° C.
  • Auf analoge Weise werden unter Verwendung des entsprechenden Carbonsäureanhydrids bzw. -chlorids Z.B. auch die anderen, in den folgenden Rezepturbeispielen verwendeten Wirkstoffe der Formel I erhaltens 1,3-Diformyl-4,5-dibenzoxy-imidazolidin, F. 222 - 224° C; 1,3-Diacetyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, F. 139 - 140,5° C; 1,3-Diacetyl-4,5-dipropionyloxy-imidazolidin, F. 86 - 87;50 Cß 1,3-Diacetyl-4,5-dibenzoxy-imidazolidin, F. 200,5 - 201° C; 1,3-Diformyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, F. 160 - 161,5° C.
  • Die folgenden Beispiele beschreiben die Zusammensetzung einiger erfindungsgemäßer Präparate. Die dar 1, n enthaltenen salzartigen Bestandteile -salzartige rrens ide andere organische Salze sowie anorganische Salze - liegen als Natriumsalze vor. Die in den folgenden Rezepturen verwendeten Bezeichnungen sind wie folgt zu erläutern: "Alkylbenzolsulfonat" ist das Salz einer durch Kondensieren von geradkettigen Olefinen mit Benzol und Sulfonieren des so entstandenen Alkylbenzols erhaltenen Alkylbenzolsulfonsäure mit lo - 15, bevorzugt; 11 - 13 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette.
  • "Fettalkohol + ÄO" bezeichnet die Anlagerungsprodukte von Äthylenoxid (ÄO) an technischen Oleylalkohol, wobei die Zahl die an ein Mol Alkohol angelagerte molare Menge an Äthylenoxid kennzeichnet.
  • "Olefinsulfonat" ist ein aus Olefingemischen mit 12 - 18 C-Atomen durch Sulfonieren mit SO. und Hydrolysieren des Sulfonierungsproduktes mit Lauge erhaltenes Sulfonat, das im wesentlichen aus Alkensulfonat und Oxyalkansulfonat besteht, daneben aber auch noch geringe Mengen cn Disulfonaten enthält. Jedes olefinsulfonathaltige Präparat wurde unter Verwendung zweier verschiedener Olefinsulfonattypen hergestellt: das eine war aus einem Gemisch geradkettiger endständiger Olefine, das andere aus einem Gemisch innenständiger Olefine hergestellt worden.
  • "Fettalkohol-2 ÄO-sulfat" bedeutet ein sulfatiertes Anlagerungsprodukt von 2 Mol Äthylenoxid an ein Mol Kokosfettalkohol "Fettalkoholsulfat" ist sulfatierter Kokosalkohol, "Fettsäurediäthanolamid" ist das Amid aus Kokosfettsäure und Diäthanolamin.
  • "Alkansulfonat" ist ein aus Paraffinen mit 12 - 16 Kohlenstoffatomen auf dem Wege über die Sulfoxidation erhaltenes Sulfonat.
  • "Seife" bedeutet die Natriumsalze eines Fettsäuregemisches folgender Zusammensetzung: 20 % C12-Fettsäuren 12 % C14-Fettsäuren 25 ffi C16-Fettsäuren 43 ffi C18-Fettsäuren -"Perborat" ist ein etwa 10 Aktivsauerstoff enthaltendes Produkt der ungefähren Zusammensetzung NaB02 . H202 . 3 H20 Die Erläuterungen der übrigen Tensidbezeichnungen ergeben sich sinngemäß aus dem Vorhergesagten, wobei der Begriff Fettsäure jeweils als Kokosfettsäuregemisch zu interpretieren ist.
  • Beispiel 1 3 Gew.-% Alkylbenzolsulfonat, 1 Gew.- Fettalkohol + 10 ÄO, 1,5 Gew.-% Pyrophosphat, 2 Gew.-% Soda, 2 Gew.-% Perborat, 2 Gew.-% 1,3-Diformyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, 88,5 Gew.-% Quarzmehl.
  • Beispiel 2 2,5 Gew.-% Alkylbenzolsulronat, 2 Gew.-% Fettalkoholsulfat, 2 Gew.-% Borax, 2 Gew.- Perborat, 3 Gew.-% 1,3-Diformyl-4,5-dibenzoxy-imidazolidin, 88,5 Gew.-% Marmormehl.
  • Beispiel 3 3 Gew.-% Alkylbenzolsulfonat, 1 Gew.-% Fettalkohol-2 ÄO-sulfat, 0,5 Gew.-% Fettsäurediäthanolamid, 0,5 Gew.-% Aminotriacetat, 2 Gew.-% Perborat, 2 Gew.-% 1,3-Diacetyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, 41 Gew.- Quarzmehl, 50 Gew.-% Idarmormehl.
  • Beispiel 4 4,5 Gew.-% Seife, 3 Gew.-% Orthophosphat, 2 Gew.- Perborat, 3 Gew.-% 1,3-Diacetyl-4,5-dibenzoxy-imidazolidin, 87,5 Gew.-% Quarzmehl.
  • Beispiel 5 3 Gew.-% Alkansulfonat, 1 Gew.- Fettalkohol-10 AO-sulfat, 3,5 Gew.- Bicarbonat, 3 Gew.-% Perborat, 2,5 Gew.-% 1,3-Diacetyl-4,5-dipropionyloxy-imidazolidin, 87 Gew.- Quarzmehl.
  • Beispiel 6 4 Gew.-% Fettalkoholsulfat, 1 Gew.-% Nonylphenol + 3 ÄO-sulfat, 2,5 Gew.-% Pyrophosphat, 1,5 Gew.- Soda, 4 Gew.-% Perborat, 3 Gew.-% 1,3-Diacetyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, 50 Gew.-% Marmormehl, 34 Gew.-% Bimssteinmhl.
  • Beispiel 7 3 Gew." Olefinsulfonat, 1,5 Gew.-% Fettalkohol-4 ÄO-sulfat, 2 Gew.-% Triphosphat, 2 Gew.-% Perborat, 2,5 Gew.-% 1,3-Diacetyl-4,5-dipropionyloxy-imidazolidin, 89 Gew.-% Quarzmehl.
  • Beispiel 8 5 Gew.-% Alkylbenzolsulfonat, 2 Gew.-% Triphosphat, 3 Gew.-% Natriumsulfat, 2 Gew.- Perborat, 2 Gew.-% 1,3-Diacetyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, 86 Gew.-% Quarzmehl.
  • Von den vorgenannten Beispielen werden die Beispiele 2,5,45 und 8 durch Vermischen der Bestandteile, die Beispiele 6 und 7 durch Vermischen des durch Zerstäubungstrocknung hergestellten Vorproduktes aus den anionischen Tensiden und Pyrophosphat bzw. Triphosphat mit den übrigen Bestandteilen, und das Beispiel 1 durch Aufsprühen der nichtionischen Tensid-Komponente auf das übrige Gemisch erhalten.
  • Beispiel 9 Unter Verwendung eines Scrheuermittels gemäß Beispiel 8 wird eine Dispersion hergestellt, die aus 3 Teilen Scheuermittel und 2 Teilen Wasser besteht. Jeweils 3 g dieser Dispersion werden auf Tonteller aufgebracht, die mit Kaffee bzw. Tee bzw. Möhrensaft kAnstlich angeschmutzt worden sind. Die Bleichbehandlung erfolgt bei 200 C. Nach unterschiedlichen Einwirkungszeiten wird das Scheuermittel abgespült und die Bleichwirkung mit Prüfnoten wiedergegeben.
  • FUr eine vollständige Bleichwirkung wird hierbei die Note 1, für eine nichterkennbare Bleichwirkung die Note 6 vergeben. Die in der folgenden Tabelle wiedergegebenen Noten sind Durchschnittswerte aus 3 Einzelbestimmungen. Ein Vergleichsversuch wird mit einem Scheuermittel der gleichen Zusammensetzung durchgerührt, in dem jedoch der erfindungsgemäß einzusetzende Aktivator durch die gleiche Gewichtsmenge Quarzmehl ersetzt ist.
    |Anschmutzung |Einwirkungs- | Prüfnoten
    zeit in mit Aktivator ohne Aktivator
    Minuten
    Kaffee 0.5 3,5 4,o
    l.Q 3,0 4,0
    2,0 2,0 3,0
    Tee 0,5 2,0 3,5
    1,0 | 2,0 | 3,5
    2,0 2,0
    Möhren 2,0 4,5 6,0
    5,0 | 4,0 | 6,0
    10,0 3,5 6,o
    Beispiel 10 Scheuermittel mit verschiedenen Gehalten an Perborat und Aktivator werden im Vergleich zu entsprechenden Mischungen ohne Aktivator auf die antimikrobielle Wirksamkeit nach dem Flächendesinfektionstest geprüft. Dazu werden 6 x 6 cm große Unterlagen aus rohem Holz bzw. Kacheln mit 3 Tropfen einer Keimsuspension gleichmäßig infiziert und die Suspension antrocknen gelassen. Die Keimsuspensionen werden durch Abschwemmen von 24 Stunden alten Kulturen auf Merck-Standard-I-Agar in normal großen Petrischalen mit Je 5 ml steriler Merck-Standard-I-Douillon, Schütteln mit sterilen Glasperlen und Filtrieren durch sterile Glaswolle hergestellt. Die Flächen werden anschließend mit dem mit Wasser angeteigten Prüfprodukt gleichmäßig benetzt (Prurverdunnung 5 g Produkt + 5 ml Wasser>. Die Probeentnahme erfolgt durch Abreiben jeweils eines Viertels der Proberläcne mit einem leicht angefeuchteten Wattebausch, Ausstrich desselben auf Merck-Standard-I-Bouillon' und Verimpfung des Tupfers in Bouillon. Die Bebrütung wird bei 370C bis maximal 8 Tage durchgeführt. Als Testkeime werden Escherichia coli (Keimzahl: 132 x 108 /ml), Pseudomonas aeruginosa (119 x 108 /ml) und Staphylococcus aureus (186 , 108 Xml) verwendet.
  • Folgende Scheuermittel-Produkte werden getestet: a) oin Scheuermittel gemäß Beispiel 8; b) ein Scheuermittel mit 1 Gew.-% Perborat, 1 Gew.-% 1,3-Diacetyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin, 2 Gew.-% Quarzmehl, und im übrigen gleicher Zusammensetzung wie das Scheuermittel gemäß Beispiel 8; c) ein Scheuermittel mit 0,5 Gew.-% Perborat, 0,5 Gew.-% 1,3-Diacetyl-4,5-diacetoxy-imidaæo}idinJ 3 Gew.-% Quarzmehl, und im Ubrigen gleicher Zusammensetzung wie das Scheuermittel gemäß Beispiel 8.
  • Als Kontrolle dienen Scheuermittel gleicher Zusammensetzung, in denen jedoch der Aktivator durch jeweils gleiche Gewichtsmengen Quarzmehl ersetzt ist. In der nachstehenden Tabelle sind die Abtötungszeiten ftlr die verwendeten Testkeime in Minuten angegeben.
    Produkt Abtötungszeiten in Minuten
    rohes Holz Kachel
    Sta. E.coli Ps.aeru- Sta. E.coli Ps.aeru-
    aureus ginosa aureus ginosa
    Beispiel 10a)
    2% Perborat
    15 15 10 15 15 15
    2% Aktivator
    Beispiel 10b)
    1% Perborat
    15 15 15 15 15 15
    1% Aktivator
    Beispiel 10c)
    0,5% Perborat
    30 20 15 20 15 15
    0,5% Aktivator
    Kontrolle >60 >60 >60 >60 >60 >60

Claims (8)

  1. Patent ans p?' üc he 1. Pulverförmige Scheuermittel mit bleichender und desinfizierender Wirkung, bestehend aus größeren Mengen wasserunlöslicher, mechanisch reinigend wirkender Bestandteile und geringeren Mengen im wesentlichen wasserlöslicher, in wäßriger Lösung reinigend wirkender Bestandteile, wobei die im wesentlichen wasserlöslichen Bestandteile Perverbindungen und als Aktivator wirkende 1,3-Diacyl-4,5-diacyloxy-imidazolidine der Formel I enthalten, in der R1 Wasserstoff oder einen Alkylrest mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen, R2 und R5 Wasserstoff oder Alkylreste mit 1 - 3 Kohlenstoffatomen, und R3 und Rk Alkylreste mit 1 - 4 Kohlenstoffatomen oder gegebenenfalls substituierte Arylreste bedeuten.
  2. 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Aktivator 1,3-Diacetyl-4, 5-diacetoxy-imidazolidin enthält.
  3. 3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Aktivator 1,3-Diformyl-4,5-diacetoxy-imidazolidin enthält.
  4. 4. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Aktivator 1,3-Diformyl-4,5-dipropionyloxy-imidazolidin enthält.
  5. 5. Mittel nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß es als Aktivator 1,3-Diacetyl-4,5-dipropionyloxy-imidazolidin enthält.
  6. 6. Mittel nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie die folgende Zusammensetzung aufweisen: 60 - 95, vorzugsweise 80 - 90 Gew.-% wasserunlösliche, mechanisch reinigend wirkende Bestandteile, 40 - 5, vorzugsweise 20 - 10 Gew.-% eines im wesentlichen wasserlöslichen Gemisches bestehend aus: 5 - lOO, vorzugsweise 10 - 50 Gew.-% einer Kombination aus Perverbindungen und organischen, acylgruppenhaltigen Aktivatoren der in Anspruch 1 definierten Formel I, wobei das Mengenverhältnis zwischen Perverbindung und Aktivator so zu wählen ist, daß pro Molekül organisch oder anorganisch gebundenem H202 lO - O,l, insbesondere 4 - 0,5 Acylgruppen vorhanden sind, 95 - O, vorzugsweise 90 - 50 Gew.- sonstigen üblichen Bestandteilen im wesentlichen wasserlöslicher Reingüngsmittel.
  7. 7. Mittel nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die sonstigen üblichen Bestandteile im wesentlichen wasserlöslicher Reinigungsmittel gemäß Anspruch 6 hauptsächlich aus Tensiden und/oder aus neutral bis alkalisch reagierenden Gerüstsubstanzen bestehen.
  8. 8. Mittel nach Anspruch 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß die sonstigen üblichen Bestandteile im wesentlichen wasserlöslicher Reinigungsmittel gemäß Anspruch 6 und 7 zu O - 95, vorzugsweise 10 - 60 Gew.- aus anionischen, nichtionischen und/oder zwitterionischen Tensiden, O - 95, vorzugsweise 10 - 50 Gew.- aus insbesondere alkalisch reagierenden anorganischen Gerüst substanzen und organischen Komplexbildnern, und zu 0 - 20, vorzugsweise 1 - 10 Gew.- aus sonstigen in Scheuermitteln üblichen Bestandteilen wie zum Beispiel Schmutzträgern, antimikrobiellen Substanzen, Hautschutzstoffen bzw. Uberfettungsmitteln, Korrosionsinhibitoren, gegebenenfalls umhüllten oder stabilisierten Enzymen sowie Farb- und Duftstoffen bestehen.
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