DE1953751C - Vorrichtung zur Granulierung von Schmelzen - Google Patents
Vorrichtung zur Granulierung von SchmelzenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Granulierung von Schmelzen, bestehend,
aus einer um ihre vertikale Achse drehbaren Kammer mit gelochter Seitenwandung, wobei eine
Rohrleitung zum Zuführen der Schmelze in die Kammer vorgesehen ist.
Es ist zweckmäßig, diese Vorrichtung zur Granulierung der Schmelzen von Ammoniaksalpeter und
Harnstoff auszunutzen.
Bereits bekannt ist eine Einrichtung zur Granulierung von Schmelzen (s. beispielsweise USA.-Patentschrift
3 083 406), die eine mit gelochter Seitenwandung versehene Kammer mit einem Antrieb zum
Drehen derselben um ihre vertikale Achse sowie einen Rohrstutzen zum Zuführen der Schmelze in
die Kammer enthält.
Die Vorrichtung zur Granulierung von Schmelzen wird an der Oberdecke eines Granulationsturmes befestigt.
Die bei Drehung der Kammer über Rohrstutzen in diese eintretende Schmelze fließt unter der
Einwirkung der Fliehkraft aus den in den Seitenwänden befindlichen Löchern in Form zahlreicher
Strahlen heraus. Die Strahlen zerfallen im weiteren in einzelne Tropfen, die dann beim freien Fall im
Gegenstrom der durch den Granulationsturm hindurchgeblasenen Kühlluft erstarren und sich am
Boden des Turmes in Form von sphärischem Granulat ansammeln.
Die Tropfen der Schmelze werden bei der bekannten Einrichtung unter der Einwirkung der Fliehkraft
<hireh die perforierte Wand in Richtung zum Umfang
de; Querschnittes des Granulationsturmes durch
Massenkräfte geschleudert. Der Mittelteil des Quer-Schnittes des Granulationsturmes aber wird mit den
iTropfen der Schmelzmasse nicht berieselt.
Eine bekannte derartige Anordnung weist den Nachteil auf, daß der Innenraum des Granulationsturmes und dessen Bodenfläche nur unwirtschaftlich
ausgenutzt wird und auch der Gegenstrom der Kühlluft nicht effektiv genug genutzt wird. Diese Nachteile
verursachen eine Steigerung der Investitionen und des Energieaufwande* und bedingen auch ein,·
Preiserhöhung des granulierten Produktes.
Das Ziel der Erfindung ist die Beseitigung des
obenerwähnten Nachteils.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ,ine
derariioe Vorrichtung zur Granulierung von ScnmctzmasserTzu
entwickeln, die baulich einfach ist und mn der eine gleichmäßige, möglichst vollständige Berieselung
des inneren Raumes des Granulationsturmes
und dessen Bodenfläche erzielbar ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im untcicp.
Bereich der drehbaren Kammer eine feststehende Kammer mit gelochter Bodenfläche angeordnet im.
wobei die feststehende Kammer mit einem die Schmelze zuführenden Rohrstutzen versehen ist.
Es ist vorteilhaft, wenn die drehbare Kammer unter Aussparung eines freien Mittelraumes, welcher
durch die Innenwandung der drehbaren Kammer bcrcnzt ist, ringförmig ausgebildet ist, und der Rohrstutzen
der feststehenden Kammer mit einem vor, oben durch den freien Mittelraum führenden Rohr
verbunden ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel de Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung zur G;α
nulierung von Schmelzen,
F i g. 2 die Verteilung der Tropfen der Schmelze
über den Querschnitt des Granulationsturmes bei deren freiem Fall in schematischer Darstellung.
Die Vorrichtung zur Granulierung von Schmelzen enthält eine drehbare Kammer 1 (Fig. 1) mit gelochter
Seitenwandung 2 und eine feststehende Kammer 3 mit gelochter Bodenfläche 4, die in bezug zur
ersten Kammer 1 koaxial angeordnet ist.
Die Kammer 1 kann ringförmig ausgeführt werden. Durch den mit der Innenwandung 6 gebildeten freien
Mittelraum 5 der Kammer 1 führt ein Rohr 7 hindurch, das mit einem Heizmantel 8 versehen ist und
mit einem zur Zuführung der Schmelzmasse zur Kammer 3 dienenden Stutzen 9 verbunden ist. Am
Rohr 7 ist mittels einer Tragstütze 10 und mittels Lagern 11 eine mit einer Riemenscheibe 13 versehene
Hülse 12 gelagert, mit welcher der die Kammer 1 in Drehung versetzende Antrieb (der Antrieb ist in der
Zeichnung nicht angedeutet) verbunden ist.
Die Kammer 1 ist am unteren Ende der Hülse 12 mit Hilfe eines Ringes 14 und eines Trägers 15 befestigt.
Das Rohr 7 ist in der Oberdecke 16 des Granulationsturmes 17 befestigt und mit einem Druckbehälter
18 verbunden.
Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:
Aus dem Druckbehälter 18 fließt die Schmelze durch das Rohr 7 und durch den Stutzen 9 der Kammer
3 und durch den Stutzen 19 der Kammer 1 zu.
Beim Drehen der Kammer I werden die aus den Löchern der gelochten Seitenwandung 2 herausfließenden
Strahlen der Schmelzmasse über die Umfangszone
des Querschnittes des Granulationsturmes 17 (s. Fig. 2) zerstreut, wobei sich das fertige Granulat
über einen ringförmigen Bereich der Bodenfläche verteilt.
Die Strahlen der Schmelze aber, weiche aus den in der Bodenfläche 4 (F i g. 1) der unbeweglichen Kammer
3 befindlichen Bohrungen herausfließen, verteilen sich über die mittlere Zone der Querschniitsfläche
des Granulationsturmes 17 (Fig. 2) und über die mittlere kreisförmige Zone der Bodenfläriie desselben.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Granulierung von Schmelzen wird der Vorteil erzielt,
daß es möglich wird, eine gleichmäßige und konti- „,„ir.mnau- .-.
iiuierliche Berieselung der ganzen Querschnittsfläche Investition!»- sowie energy ^
des Granulationsturmes zu erreichen, was für zylin- 5 des granulierten Produktes nc 5
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Granulierung von Schmelzen, bestehend aus einer um ihre vertikale Achse
drehbaren Kammer mit gelochter Seitenwandung, wobei eine Rohrleitung zum Zuführen der
Schmelze in die Kammer vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren
Bereich der drehbaren Kammer (1) eine feststehende Kammer (3) mit gelochter Bodenfläche
(4) angeordnet ist, wobei die feststehende Kammer (3) mit einem die Schmelze zuführenden
Rohrstutzen (9) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die drehbare Kammer (1) unter
Aussparung eines freien Mittelraumes (5), welcher durch die Innenwandung (6) der drehbaren
Kammer (1) begrenzt ist, ringförmig ausgebildet ist, und der Rohrstutzen (9) der feststehenden ao
Kammer (3) mit einem von oben durch den freien Mittelraum (5) führenden Rohr (7) verbunden ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SU1281113 | 1968-10-28 | ||
| SU681281113A SU1318276A1 (ru) | 1968-10-28 | 1968-10-28 | Устройство дл гранулировани плавов |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1953751A1 DE1953751A1 (de) | 1970-11-26 |
| DE1953751C true DE1953751C (de) | 1973-06-07 |
Family
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