DE19508840A1 - Waschvorrichtung für beim Backen von Lebensmitteln verwendete Backunterlagen - Google Patents
Waschvorrichtung für beim Backen von Lebensmitteln verwendete BackunterlagenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Waschvorrichtung für beim Backen
von Lebensmitteln verwendete Backunterlagen.
Die in Bäckereien und Konditoreien beim Herstellen von Back
waren benutzten Backunterlagen sollten laufend gereinigt werden.
Diese Tätigkeit ist, wird sie von Hand ausgeführt, beschwer
lich, da die Backunterlagen durch anhaftende Lauge, Zuckerguß
usw. regelmäßig stark verschmutzt sind.
Um das Säubern von Backblechen zu erleichtern, gibt es bereits
eine Waschvorrichtung, bei der das jeweilige Backblech zwischen
zwei Walzen hindurchgeführt und hinter dem Walzenpaar mittels
einer rotierenden Drahtbürste abgebürstet wird. Nachteilig
hierbei ist, daß die Walzen auf der gesamten Fläche des Bleches
abrollen und somit mit sämtlichen Verunreinigungen in Berührung
kommen, so daß sie stark verschmutzen und selbst verhältnismäßig
häufig gereinigt werden müssen. Ferner verschmutzt auch die
Drahtbürste sehr stark, so daß auch hier eine häufige
Reinigung von Nöten ist. Dabei wird außerdem die Umgebung in
Mitleidenschaft gezogen, da die abgebürsteten Verunreinigungen
in die Umgebung geschleudert werden. Schließlich ergibt sich
durch die Drahtbürste am Backblech ein Abrieb, so daß dieses
immer dünner wird.
Außer Backblechen gibt es auch flexible Backunterlagen in Ge
stalt von Backpapier oder Backfolie. Letztere kann beispiels
weise von einem Glasfasergewebe mit Kunststoffbeschichtung ge
bildet werden.
Backpapier ist praktisch ein Einwegartikel und wird weggeworfen,
wenn es verschmutzt ist. Im Falle von Backpapier gibt es also
keine Reinigungsprobleme. An deren Stelle treten jedoch die
üblichen Abfallprobleme.
Backfolien werden dagegen nach Gebrauch nicht weggeworfen,
so daß sie immer wieder gesäubert werden müssen. Hierfür sind
die für Backbleche im Einsatz befindlichen Waschvorrichtungen
jedoch ungeeignet, so daß die Reinigung der Backfolien bisher
von Hand vorgenommen wird. Da dies, wie bereits erwähnt, je
doch mühsam ist, unterbleibt die Reinigung häufig, so daß mit
verschmutzter Backfolie gebacken wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
eine Waschvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
die insbesondere für Backfolien gedacht, jedoch auch für
Backbleche verwendbar ist, wobei die Waschvorrichtung außerdem
selbst kaum verschmutzen und außerdem die Backunterlage nicht
beschädigen soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Waschvorrichtung eine Zufuhreinrichtung mit einer unteren und
einer oberen endlos umlaufenden Bandfördereinrichtung aufweist,
die einander zugewandte, parallel zueinander verlaufende Trume
zum Hindurchführen der jeweiligen Backunterlage bilden, daß
die beiden Bandfördereinrichtungen jeweils von mit Abstand zu
einander verlaufenden, die hindurchgeführte Backunterlage
größtenteils freilassenden, streifenartig schmalen Schmalbändern
gebildet werden, und daß eine Flüssigkeits- oder Dampfstrahl
einrichtung vorhanden ist, die in einem Waschbereich einen
Reinigungsstrahl gegen die Oberseite der Backunterlage richtet.
Mit Hilfe der Bandfördereinrichtung erhält man eine in Durch
laufrichtung für eine flexible Backunterlage ausreichend lange
Führung. Dabei kommen die Bandfördereinrichtungen nur sehr
kleinflächig mit ihren Schmalbändern mit der Backunterlage in
Berührung, so daß die an dieser haftenden Verunreinigungen ledig
lich mit Ausnahme der von den Schmalbändern gebildeten Streifen
sozusagen im unberührten Ausgangszustand in den Waschbereich
gelangen, wo sie von der Strahleinrichtung weggespült werden.
Dabei kann die Anordnung noch so getroffen sein, daß die je
weilige Strahleinrichtung so angeordnet und ausgebildet ist,
daß der Reinigungsstrahl auch auf die Schmalbänder der zuge
wandten Bandfördereinrichtung der Zufuhreinrichtung trifft,
so daß diese Schmalbänder andauernd gereinigt werden.
Somit ergibt sich ein sehr sauberes Arbeiten, ohne daß sich an
der Vorrichtung Schmutz ablagert. Die Verunreinigungen werden
einfach weggeschwemmt. Ferner schädigt der Spritzstrahl das
Material der Backunterlage nicht.
Es ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Waschvorrichtung
nicht nur für Backfolien sondern prinzipiell auch für Back
bleche geeignet und somit vielseitig einsetzbar ist.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen angegeben.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemaßen Waschvorrichtung
werden nun anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die erfindungsgemäße Waschvorrichtung in einer
einfachen Ausführungsform in schematischer Seitenan
sicht,
Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1 in Draufsicht von oben
gemäß Pfeil II in Fig. 1,
Fig. 3 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
in der Fig. 1 entsprechender Seitenansicht, eben
falls in schematischer Darstellung,
Fig. 4 die Anordnung nach Fig. 3 in Draufsicht von oben
gemäß Pfeil IV in Fig. 3 und
Fig. 5 und 6 jeweils eine Variante der Waschvorrichtung
nach den Fig. 3 und 4 in Seitenansicht in Teildarstellung,
wobei in Fig. 5 im Waschbereich eine zweite Strahleinrichtung
vorhanden ist, so daß die Backunterlage beidseitig gereinigt
werden kann, und die Variante nach Fig. 6 eine Rückführein
richtung für die gereinigte Backunterlage aufweist.
Die aus den Fig. 1 und 2 bzw. 3 und 4 hervorgehende Waschvor
richtung 1; 101 dient zum Reinigen von beim Backen von Lebens
mitteln, also beim Herstellen von Backwaren verwendeten Back
unterlagen, wobei in der Zeichnung eine die Waschvorrichtung
1; 101 durchlaufende Backunterlage 2; 102 schematisch ange
deutet ist. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Back
folie, die aus flexiblem Material, insbesondere aus mit Kunst
stoff beschichtetem Glasfasergewebe besteht.
Die Waschvorrichtung 1; 101 weist eine Zufuhreinrichtung 3; 103
mit einer unteren endlos umlaufenden Bandfördereinrichtung 4;
104 und einer oberen endlos umlaufenden Bandfördereinrichtung
5; 105 auf, die einander zugewandte und parallel zueinander
verlaufende Trume 4a, 5a; 104a, 105a bilden, die am eingangs
seitigen Vorrichtungsende 6; 106 von Hand zugeführte Back
unterlagen 2; 102 oben und unten erfassen, so daß die Backunter
lage zwischen den beiden Trumen 4a, 5a; 104a, 105a angeordnet
ist und durch die Vorrichtung geführt wird. Dabei wird die
gemeinsame Wegstrecke der beiden Trume 4a, 5a; 104a, 105a in
Anpassung an die übliche Länge der Backunterlagen so gewählt,
daß die Backunterlagen ausreichend sicher und stabil geführt
werden.
Aus der Zeichnung geht ferner hervor, daß die beiden Bandförder
einrichtungen 4, 5; 104, 105 jeweils von streifenartig schmalen
Schmalbändern 7, 8 bzw. 9, 10; 107, 108 bzw. 109, 110 (in der
Seitenansicht gemäß Fig. 1 bzw. 3 sind die hinteren Schmal
bänder durch die dem Betrachter zugewandten Schmalbänder ver
deckt, wobei jedoch auch für die hinteren Schmalbänder Bezugs
ziffern eingetragen sind) gebildet werden, die mit Abstand zu
einander verlaufen und die hindurchgeführte Backunterlage 2; 102
größtenteils freilassen. Dabei sind bei jeder Bandförderein
richtung zweckmäßigerweise nur zwei Schmalbänder 7, 8 bzw. 9, 10;
107, 108 bzw. 109, 110 vorhanden, die an den beiden Längsrand
bereichen 11, 12; 111, 112 der Backunterlage 2, 102 angreifen, so
daß diese den Schmalbändern entsprechend nur streifenartig ge
führt ist. Die Bandfördereinrichtungen 4, 5; 104, 105 kommen da
her nur mit einem sehr geringen Anteil der auf der Backunter
lage 2; 102 befindlichen Verunreinigungen in Berührung.
Die Schmalbänder laufen an den Enden der Zufuhreinrichtung
3; 103 über Umlenkscheiben 13; 113, die der Einfachheit halber
bei jedem Ausführungsbeispiel insgesamt mit der gleichen
Bezugsziffer bezeichnet worden sind. Dabei sitzen bei jeder
Fördereinrichtung 4, 5; 104, 105 die beiden am gleichen Ende
der Zufuhreinrichtung 3; 103 angeordneten Umlenkscheiben 13;
113 der beiden Schmalbänder 7, 8 bzw. 9, 10; 107, 108 bzw. 109, 110
an einer quer zur Durchlaufrichtung 14; 114 der Backunterlage 2;
102 durchgehenden Achse, wobei in Fig. 2 nur die beiden Achsen
15, 16 und in Fig. 4 nur die eingangsseitige Achse 115 der
oberen Bandfördereinrichtung 5; 105 sichtbar ist. Bei der
unteren Bandfördereinrichtung 4; 104 liegen die gleichen Ver
hältnisse vor.
Der über eine der Umlenkscheiben 13; 113 erfolgende motorische
Bandantrieb ist üblicher Bauart und daher nicht dargestellt.
Die Zufuhreinrichtung 3; 103 führt die Backunterlage 2; 102
zu einem Waschbereich 17; 117, in dem eine Flüssigkeits- oder
Dampfstrahleinrichtung 18; 118 vorhanden ist, die einen Reini
gungsstrahl (aufgefächerte Linien in der Zeichnung) gegen die
Oberseite (diese ist beim Backen dem Backgut zugewandt) der
Backunterlage 2; 102 richtet. Die Strahleinrichtung 18; 118 ist
üblicher Bauart und wird von einem Rohr mit entlang einer
Mantellinie verteilten Düsenaustritten gebildet. Die Strahlein
richtung 18; 118 ist an eine nicht dargestellte Hochdruckpumpe
angeschlossen, mit deren Hilfe das regelmäßig im wesentlichen
von Wasser gebildete Reinigungsmittel zugeführt wird.
Der Reinigungsstrahl schwemmt alle Verunreinigungen von der
Backunterlage 2; 102 weg. Dabei kann die jeweilige Strahlein
richtung 18; 118 so angeordnet und ausgebildet werden, daß der
Reinigungsstahl nicht nur über die gesamte Breite auf die
Backunterlage 2; 102 sondern außerdem auch auf die Schmalbänder
9, 10; 109, 110 der zugewandten Bandfördereinrichtung 5; 105
trifft, so daß auch die mit den Verunreinigungen in Berührung
kommenden Schmalbänder gesäubert werden. Es versteht sich,
daß der Reinigungsstrahl die Schmalbänder in einem Bereich
trifft, wo sie sich nicht mehr in Anlage an der Backunterlage
befinden.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Waschvorrichtung 1 ist von
sehr einfacher Bauart. In diesem Falle ist der Waschbereich
17 bei der Zufuhreinrichtung 3 angeordnet, so daß der Wasser
strahl im Bereich der Zufuhreinrichtung 3 aufgebracht wird,
d. h. das Reinigen erfolgt sozusagen innerhalb der Zufuhrein
richtung 3. Die Strahleinrichtung 18 erstreckt sich dabei
im dargestellten Falle quer über die gesamte obere Band
fördereinrichtung 5 der Zufuhreinrichtung 3. Der Reinigungs
strahl trifft auf den von den Schmalbändern 9, 10 freien Bereich
der Backunterlage 2 und reinigt diesen.
Bei dieser Ausführungsform tritt die Backunterlage 2 also
in gereinigtem Zustand aus der Zufuhreinrichtung 2 aus.
Nachteilig ist allerdings, daß die von den Schmalbändern 9, 10
gebildeten Streifen auf der Backunterlage 2 ungereinigt bleiben,
so daß sie nachträglich noch abgewischt werden sollten.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 und der zugehö
rigen Variante gemäß Fig. 5 ist dagegen vorgesehen, daß der
Waschbereich 117 in Durchlaufrichtung 114 im Anschluß an
die Zufuhreinrichtung 103 zwischen dieser und einer ausgangs
seitigen Führungseinrichtung für die jeweilige Backunterlage
102 angeordnet ist. Dabei ist diese Führungseinrichtung 119
ebenso wie die Zufuhreinrichtung 103 zu einer die Backunter
lage 102 in Durchlaufrichtung 114 antreibenden Förderbe
wegung antreibbar.
In diesem Falle wird die Backunterlage 102 also nicht im
Bereich der Zufuhreinrichtung 103 sondern anschließend an
diese gereinigt. Dies hat den Vorzug, daß die Backunterlage
102 im Waschbereich 117 über ihre gesamte Breite freiliegt
und somit ganzflächig abgewaschen wird.
Die Backunterlage 102 wird also im schmutzigen Zustand am
eingangsseitigen Vorrichtungsende 106 der Zufuhreinrichtung
103 zugeführt, nach deren Durchlaufen sie in den Waschbereich
117 gelangt, aus dem sie mittels der ausgangsseitigen Führungs
einrichtung 119 in sauberem Zustand weggefördert wird.
Die ausgangsseitige Führungseinrichtung 119 kann gleich wie die
Zufuhreinrichtung 103 aufgebaut sein. Dementsprechend kann die
ausgangsseitige Führungseinrichtung 119 eine untere endlos um
laufende Bandfördereinrichtung 120 und eine obere endlos um
laufende Bandfördereinrichtung 121 aufweisen die einander zu
gewandte, parallel zueinander verlaufende Trume 122, 23 zum
Hindurchführen der jeweiligen Backunterlage 102 bilden. Dabei
weisen die beiden Bandfördereinrichtungen 120, 121 wiederum
jeweils mit Abstand zueinander verlaufende, die hindurchge
führte Backunterlage 102 größtenteils freilassende, streifen
artig schmale Schmalbänder 124, 125 bzw. 126, 127 auf. Diese
Schmalbänder laufen an den Enden der ausgangsseitigen Führungs
einrichtung 119 über Umlenkscheiben 128, die auch hier der
Einfachheit halber sämtliche mit der gleichen Bezugsziffer
bezeichnet worden sind. Dabei sitzen bei jeder Bandförder
einrichtung 120, 121 die beiden am gleichen Ende der Führungs
einrichtung 119 angeordneten Umlenkscheiben 128 der beiden
Schmalbänder 124, 125 bzw. 126, 127 an einer quer zur Durch
laufrichtung 114 durchgehenden Achse. In Fig. 4 sind nur die
beiden Achsen 129 und 130 der oberen Bandfördereinrichtung
121 erkennbar. Bezüglich der unteren Bandfördereinrichtung
120 liegen die gleichen Verhältnisse vor.
Die Schmalbänder 124, 125, 126, 127 der ausgangsseitigen Führungs
einrichtung 119 können fluchtend oder in Querrichtung versetzt
zu den Schmalbändern 107, 108, 109, 110 der Zufuhreinrichtung 103
angeordnet sein.
Um die jeweilige Backunterlage 2; 102 möglichst großflächig
unabgedeckt zu lassen, ist es zweckmäßig, daß zumindest die
Bandfördereinrichtungen der Zufuhreinrichtung 3; 103 vorteil
hafterweise auch die Bandfördereinrichtungen der ausgangs
seitigen Führungseinrichtung 119, von zwei an den Längsrand
bereichen der Backunterlage 2; 102 angreifenden Schmalbändern
gebildet wird, wie es in der Zeichnung bei allen Bandförder
einrichtungen der Fall ist.
Falls die Backunterlage 2; 102 beidseitig gereinigt werden soll,
kann sie zweimal durch die Waschvorrichtung 1; 101 geführt werden,
so daß der Reinigungsstrahl beim einen Mal auf die Oberseite
und beim anderen Mal auf die Unterseite der Backunterlage
trifft. In diesem Zusammenhang kann wie bei der Variante nach
Fig. 5 jedoch auch vorgesehen sein, daß im ansonsten dem Wasch
bereich 117 entsprechenden Waschbereich 117′ eine zweite
Flüssigkeits- oder Dampfstrahleinrichtung 118′ vorhanden ist,
die einen Reinigungsstrahl gegen die Unterseite der Backunter
lage 102 richtet. Im Waschbereich 117′ ist also zu beiden
Seiten der hindurchzuführenden Backunterlage 102 jeweils eine
Strahleinrichtung 118 bzw. 118′ vorhanden, so daß die Back
unterlage 102 bei einem einzigen Durchgang durch die Wasch
vorrichtung an beiden Seiten gesäubert wird.
Insbesondere im Falle von Backunterlagen aus flexiblem
Material wie Backfolien sollte im Waschbereich an der dem je
weiligen Reinigungsstrahl entgegengesetzten Seite der hindurch
geführten Backunterlage eine die Backunterlage gegen den Reini
gungsstrahl abstützende Stützfläche angeordnet sein. Beim
Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 ist diese Stütz
fläche 31 in Fig. 1 der Obersichtlichkeit wegen weggelassen
und in Fig. 2, da von der Backunterlage 2 verdeckt gestrichelt
angedeutet worden. Im Falle der Ausführungsform nach den
Fig. 3 und 4 ist sie mit der Bezugsziffer 131 versehen. Bei
der Variante nach Fig. 5 sind zwei solche Stützflächen 131′
und 131′′ vorhanden, die jeweils einer der Deiden Strahlein
richtungen 118 bzw. 118′ zugeordnet sind und sich jeweils an
der der zugeordneten Strahleinrichtung entgegengesetzten Seite
der Backunterlage befinden. Dabei sind in diesem Falle die
beiden Strahleinrichtungen 118, 118′ und somit auch die beiden
Stützflächen 131′, 131′′ in Durchlaufrichtung 114 aufeinander
folgend angeordnet.
Der jeweilige Reinigungsstahl trifft mit ziemlich großer Kraft
auf die Backunterlage, die hierbei durch die zugehörige Stütz
fläche abgestützt wird.
Die Stützfläche 31; 131; 131′ bzw. 131′′ sollte von einem durch
brochenem Stützelement gebildet werden, so daß zur Seite der
Stützfläche gelangendes Reinigungsmittel auch durch die
Stützfläche hindurch abfließen kann. Aus Fig. 4 ist ersicht
lich, daß das die Stützfläche bildende Stützelement ein Loch
blech 132 sein kann. Es könnte sich jedoch auch um ein Stütz
gitter od. dgl. handeln.
Insbesondere bei der Ausführungsform nach den Fig. 3 und 4 und
den zugehörigen Varianten und dabei vor allem in Zusammenhang
mit Backunterlagen aus flexiblem Material kann es vorteilhaft
sein, die Backunterlage innerhalb der Zufuhreinrichtung 3; 103
bzw. der ausgangsseitigen Führungseinrichtung 119 zwischen den
Schmalbändern, also wo die Backunterlage freiliegt, mit Hilfe
von Stabilisierungselementen beidseitig zu stabilisieren. Auf
diese Weise kann verhindert werden daß die Backunterlage
aufgrund des im Waschbereich auftreffenden Reinigungsstrahls
sozusagen eine Flatterbewegung ausführt. Solche Stabilisierungs
elemente sind in der Zeichnung nur beim Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 3 und 4 bzw. den Varianten nach Fig. 5 u. 6 vorge
sehen. Es handelt sich hier um die innerhalb der Zufuhrein
richtung 103 beiderseits des Wegs der Backunterlage 102 ange
ordneten Stabilisierungselemente 133, 134 sowie um die beiden
zur ausgangsseitigen Führungseinrichtung 119 gehörenden
Stabilisierungselemente 135, 136, die ebenfalls beiderseits des
Wegs der Backunterlage 102 angeordnet sind.
Die Stabilisierungselemente sollten die Backunterlage 102
trotz ihrer stabilisierenden Funktion möglichst großflächig
freilassen. Zu diesem Zwecke können die Stabilisierungselemente 133, 134, 135, 136,
wie aus Fig. 4 hervorgeht, im wesentlichen
von in Durchlaufrichtung 114 verlaufenden, in Querrichtung mit
Abstand zueinander angeordneten Stabilisierungsstäben 137 ge
bildet werden. Beim Ausführungsbeispiel sind diese Stabili
sierungsstäbe endseitig jeweils durch einen nicht näher be
zeichneten Querstab miteinander verbunden, so daß sich ein
gitterartiges Aussehen der Stabilisierungselemente ergibt.
Die Antriebseinrichtung für die ausgangsseitige Führungsein
richtung 119 ist wie die der Zufuhreinrichtung 103 nicht
dargestellt. Hinsichtlich des Antriebs ist die Anordnung je
doch zweckmäßigerweise so getroffen, daß die ausgangsseitige
Führungseinrichtung 119 zu einer Umlaufbewegung mit einer
etwas größeren Geschwindigkeit als die der Zufuhreinrichtung
103 antreibbar ist. Auf diese Weise wird auf die durchlaufende
Backunterlage 102, so bald sie von der ausgangsseitigen
Führungseinrichtung 119 erfaßt ist, eine sie spannende Zug
kraft ausgeübt.
Die im Waschbereich 17; 117; 117′ abgewaschene Backunterlage 2; 102
ist naß. Daher besteht eine weitere zweckmäßige Maßnahme darin,
daß in Durchlaufrichtung nach dem Waschbereich eine Trocknungs
einrichtung 138 zum Trocknen der Backunterlagen angeordnet ist.
Eine solche Trocknungseinrichtung 138 ist nur in Fig. 3 sche
matisch strichpunktiert angedeutet. Sie kann beispielsweise
einen gegen die gewaschene Backunterlage gerichteten Warmluft
strom erzeugen.
Damit die die Backunterlage behandelnde Reinigungsflüssigkeit
nicht all zu sehr in die Umgebung spritzt, sollte die Wasch
vorrichtung einen entsprechenden Spritzschutz aufweisen. In
diesem Zusammenhang ist bei der Ausführungsform nach den Fig.
3 und 4 vorgesehen, daß am ausgangsseitigen Vorrichtungsende
139 die obere Bandfördereinrichtung 121 auf ihrer die dortigen
Umlenkscheiben 128 der Schmalbänder 126, 127 tragenden Achse
130 zwischen den Schmalbändern 126, 127 eine Walze 140 trägt,
die eine Spritzwand bildet. Die Walze 140 kann beispielsweise
aus sogenanntem Moosgummi bestehen. Eine entsprechende Walze
könnte auch am ausgangsseitigen Vorrichtungsende 39 der Wasch
vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 vorhanden sein. Ferner
könnte man einen ebenfalls von einer derartigen Walze gebil
deten Spritzschutz auch unten sowie am eingangsseitigen
Vorrichtungsende 6; 106 vorsehen.
Damit die gereinigte Backunterlage 102 nicht mit Entfer
nung zur am eingangsseitigen Vorrichtungsende 106 befind
lichen Bedienungsperson am ausgangsseitigen Vorrichtungsende
139 weggenommen werden muß oder dort möglicherweise nach
unten fällt, kann gemäß Fig. 6 eine Rückführeinrichtung 141
zum Zurückführen der gereinigten Backunterlage 102 vom aus
gangsseitigen Vorrichtungsende 139 in Richtung zum eingangs
seitigen Vorrichtungsende 106 hin vorhanden sein, so daß die
Handhabung bequemer wird und zum Bedienen der Vorrichtung
eine einzig Person ausreicht.
Diese Rückführeinrichtung 141 kann im wesentlichen von die
Backunterlage 102 am ausgangsseitigen Vorrichtungsende 139
umlenkenden und anschließend zum eingangsseitigen Vorrich
tungsende 106 hin führenden Führungsstäben 142 oder dgl.
gebildet werden.
In jedem Falle bildet die Rückführeinrichtung 139 zweckmäßi
gerweise einen Führungsspalt 143, durch den die Backunter
lage 102 läuft.
Eine solche Rückführeinrichtung 141 kann auch bei dem Aus
führungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 angewendet werden.
Claims (19)
1. Waschvorrichtung für beim Backen von Lebensmitteln ver
wendete Backunterlagen, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine
Zufuhreinrichtung (3; 103) mit einer unteren und einer oberen
endlos umlaufenden Bandfördereinrichtung (4 bzw. 5; 120 bzw. 121)
aufweist, die einander zugewandte, parallel zueinander ver
laufende Trume (4a, 4a; 104a, 105a) zum Hindurchführen der je
weiligen Backunterlage (2; 102) bilden, daß die beiden Band
fördereinrichtungen (4, 5; 104, 105) jeweils von mit Abstand zu
einander verlaufenden, die hindurchgeführte Backunterlage
(2; 102) größtenteils freilassenden, streifenartig schmalen
Schmalbändern (7, 8 bzw. 9, 10; 107, 108 bzw. 109, 110) gebildet wer
den, und daß eine Flüssigkeits- oder Dampfstrahleinrichtung
(18; 118) vorhanden ist, die in einem Waschbereich (17; 117; 117′)
einen Reinigungsstrahl gegen die Oberseite der Backunterlage
(2; 102) richtet.
2. Waschvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Waschbereich (17) bei der Zufuhreinrichtung (3) ange
ordnet ist.
3. Waschvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Waschbereich (117; 117′) in Durchlaufrichtung (114) der
Backunterlage (102) im Anschluß an die Zufuhreinrichtung (103)
zwischen dieser und einer ausgangsseitigen, zu einer Förderbe
wegung antreibbaren Führungseinrichtung (119) für die jeweilige
Backunterlage (102) angeordnet ist.
4. Waschvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die ausgangsseitige Führungseinrichtung 119 eine untere
und eine obere endlos umlaufende Bandfördereinrichtung (120 bzw.
121) aufweist, die einander zugewandte, parallel zueinander
verlaufende Trume (122, 123) zum Hindurchführen der jeweiligen
Backunterlage (102) bilden, wobei die beiden Bandfördereinrich
tungen (120, 121) jeweils von mit Abstand zueinander verlaufen
den, die hindurchgeführte Backunterlage (102) größtenteils frei
lassenden, streifenartig schmalen Schmalbändern (124, 125 bzw. 126,
127) gebildet werden.
5. Waschvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schmalbänder der ausgangsseitigen Führungseinrichtung
fluchtend zu den Schmalbändern der Zufuhreinrichtung angeordnet
sind.
6. Waschvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schmalbänder (124, 125, 126, 127) der ausgangsseitigen
Führungseinrichtung (119) in Querrichtung versetzt zu den
Schmalbändern (107, 108, 109, 110) der Zufuhreinrichtung (103) ange
ordnet sind.
7. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bandfördereinrichtungen (4, 5; 104, 105) der
Zufuhreinrichtung (3; 103) und/oder die Bandfördereinrichtungen
(120, 121) der ausgangsseitigen Führungseinrichtung (119) von
zwei an den Längsrandbereichen der Backunterlage angreifenden
Schmalbändern gebildet wird.
8. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß im Waschbereich (117′) eine zweite flüssig
keits- oder Dampfstrahleinrichtung (118′) vorhanden ist, die
einen Reinigungsstrahl gegen die Unterseite der Backunterlage
(102) richtet.
9. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß insbesondere für Backunterlagen aus flexiblem
Material im Waschbereich (17; 117; 117′) an der dem jeweiligen
Reinigungsstrahl entgegengesetzten Seite der hindurchgeführten
Backunterlage (2; 102) eine diese gegen den Reinigungsstrahl ab
stützende Stützfläche (31; 131; 131′, 131′′) angeordnet ist.
10. Waschvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stützfläche von einem Stützgitter, Stütz-Lochblech (132)
od. dgl. durchbrochenem Stützelement gebildet wird.
11. Waschvorrichtung nach Anspruch 8 und 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Strahleinrichtungen (118, 118′)
mit jeweils zugeordneter Stützfläche (131′, 131′′) in Durchlaufrich
tung aufeinanderfolgend angeordnet sind.
12. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß insbesondere für Backunterlagen aus flexib
lem Material bei der Zufuhreinrichtung (103) und/oder der aus
gangsseitigen Führungseinrichtung (119) die jeweilige Backunter
lage (102) zwischen den Schmalbändern beidseitig stabilisierende
Stabilisierungselemente (133, 134 bzw. 135, 136), insbesondere
gitterartige Stabilisierungselemente, angeordnet sind.
13. Waschvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stabilisierungselemente (133, 134, 135, 136) im wesentlichen
von in Durchlaufrichtung (114) verlaufenden, in Querrichtung
mit Abstand zueinander angeordneten Stabilisierungsstäben
(137) gebildet werden.
14. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß die ausgangsseitige Führungsein
richtung (119) zur Erzeugung einer die Backunterlage (102)
spannenden Kraft zu einer Umlaufbewegung mit einer etwas größeren
Geschwindigkeit als die Zufuhreinrichtung (103) antreibbar ist.
15. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß in Durchlaufrichtung (114) nach dem Wasch
bereich (117) eine Trocknungseinrichtung (138) zum Trocknen
der Backunterlagen (102) angeordnet ist.
16. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens am ausgangsseitigen
Vorrichtungsende (39; 139) mindestens die obere Bandförder
einrichtung (5; 105) auf ihrer die dortigen Umlenkscheiben
(13; 128) der Schmalbänder tragenden Achse (16; 130) zwischen
den Schmalbändern eine eine Spritzwand bildende Walze (140)
trägt.
17. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Strahleinrichtung
(18; 118) so angeordnet und ausgebildet ist, daß der
Reinigungsstrahl auch auf die Schmalbänder (9, 10; 109, 110)
der zugewandten Bandfördereinrichtung (5; 105) der Zufuhrein
richtung (3; 103) trifft.
18. Waschvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Rückführeinrichtung zum
Zurückführen der gereinigten Backunterlage (102) vom aus
gangsseitigen Vorrichtungsende (139) in Richtung zum ein
gangsseitigen Vorrichtungsende (106) hin vorhanden ist.
19. Waschvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Rückführeinrichtung im wesentlichen von
die Backunterlage (102) am ausgangsseitigen Vorrichtungs
ende (139) umlenkenden und anschließend zum eingangsseitigen
Vorrichtungsende (106) hin führenden Führungsstäben od. dgl.
gebildet wird.
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|---|---|---|---|
| DE1995108840 DE19508840B4 (de) | 1995-03-11 | 1995-03-11 | Waschvorrichtung für beim Backen von Lebensmitteln verwendete Backunterlagen |
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| DE1995108840 DE19508840B4 (de) | 1995-03-11 | 1995-03-11 | Waschvorrichtung für beim Backen von Lebensmitteln verwendete Backunterlagen |
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|---|---|
| DE (1) | DE19508840B4 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1852191A1 (de) * | 2006-05-02 | 2007-11-07 | Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG | Vorrichtung und Verfahren zur Stabilisierung von Werkstücken während eines Reinigungsvorgangs |
| US11065651B1 (en) * | 2017-06-30 | 2021-07-20 | Julien Awad | Vehicle-towed portable power-washing apparatus |
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|---|---|---|---|---|
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1995
- 1995-03-11 DE DE1995108840 patent/DE19508840B4/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1852191A1 (de) * | 2006-05-02 | 2007-11-07 | Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG | Vorrichtung und Verfahren zur Stabilisierung von Werkstücken während eines Reinigungsvorgangs |
| US11065651B1 (en) * | 2017-06-30 | 2021-07-20 | Julien Awad | Vehicle-towed portable power-washing apparatus |
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| DE19508840B4 (de) | 2005-06-09 |
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