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Vorrichtung zur photochemischen Behandlung belichteter photographischer
Bogen in mehreren nebeneinanderliegenden, oben offenen Behältern Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zur photochemischen Behandlung belichteter photographischer Bogen
in mehreren, nebeneinanderliegenden, oben offenen Behältern mit selbsttätiger Förderung
des Behandlungsgutes durch die verschiedenen Behandlungsbäder.
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Es sind Vorrichtungen dieser Art bekannt, bei der zur Förderung des
Behandlungsgutes durch, die Behandlungsflüssigkeit hindurch in jedem Behälter ein
aus mindestens je drei Einheiten bestehender Satz endloser Transportbänder angeordnet
ist, deren aneinanderliegende Trume sich in gleicher Richtung bewegen, und bei der
zwischen diesen Sätzen je eine Transportvorrichtung vorgesehen ist, die das aus
dein einen Behälter austretende Behandlungsgut der Transportvorrichtung des nächsten
Behandlungsbehälters zuführt. Bei diesen bekannten Vorrichtungen sind entweder sämtliche
Transportbandsätze mit ihren Antriebs- und Führungswalzen auf einem gemeinsamen
Einsatzgestell angeordnet, oder es ist für den Behandlungsbehälter ein dessen Transporthan.dsatz
aufnehmendes Einsatzgestell vorgesehen.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung kennzeichnet sich diesen bekannten
Vorrichtungen gegenüber dadurch, daß iede Transportbandeinheit eines Satzes mit
ihren Führungs- bzw. Antriebswalzen auf einem gesonderten, einzeln ausbaufähigen
Einsatzgestell angeordnet ist und daß zur Überleitung des Transportgutes eine gesondert
ausbaufähige Transportwalze vorgesehen ist.
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Es besteht infolge dieser neuen Ausführung die 1lögliclilzeit, die
Einsatzgestelle aus den Behältern einzeln herauszuheben, so daß ein fehlerhaftes
Transportband herausgenommen und ausgewechselt werden kann. was bei der bekannten
Vorrichtung nicht möglich war. Außerdem können die einzelnen Einsatzgestelle gegebenenfalls
gegeneinander so verstellt werden. daß die sich in derselben Richtung bewegenden
Trume der Transportbänder das Transportgut bei der Förderung im Behälter einwandfrei
erfassen.
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Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung an Hand der Zeichnungen.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein Längsschnitt der Behandlungsvorrichtung.
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Fig. 2 eine vergrößerte Teilseitenansicht des oberen Teiles der Vorrichtung,
Fig. 3 ein Teilschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 eine vergrößerte Teilseitenansicht
des oberen Teiles der Maschine von der entgegengesetzten Seite der Ansicht nach
Fig. 2, Fig. 5 ein Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 1, Fig. 6 eine Vorderansicht
eines Gestenaufbaues, Fig. 7 eine Seitenansicht des Gestenaufbaues nach Fig. 6,
Fig.8 eine Vorderansicht der zwischen zwei Behältern vorgesehenen Transporteinrichtung,
Fig. 9 eine Seitenansicht des Aufbaues nach Fig. 8, Fig. 10 eine obere Teilseitenansicht
des hinteren Abschnittes der Maschine, Fig.ll eine vergrößerte perspektivische Darstelhing
einer Gruppe von Lagerkonsolen und Lagerteilen oder Lagerzapfen zum Tragen der Förderriemengestelle.
und zwar abgelöst von dem Haupttraggestell, und Fig.12 eine Teildraufsicht des Vorderteiles
der Maschine.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Maschine: enthält mehrere Behälter
für photographische Behandlungslösungen, von denen jeder Behälter eine Vorrichtung
aufweist, die das photographische Material durch den Behälter hindurchfördert und
das Material der in dem Behälter befindlichen Lösung für eine bestimmte Zeit aussetzt.
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Die Maschine besteht aus einer Gruppe von oben offenen Behältern,
die getrennt sein oder aus einem gemeinsamen Bauteil bestehen können, und aus einem
einheitlichen Traggestell, das sich über die Oberseiten der Behälter erstreckt,
den Träger für die anderen Teile der Maschine bildet und diese Teile in ihrer
gegenseitigen
Lage und in genauem Abstand zueinander festhält. Die nach unten in die Behälter
ragenden Förderer nehmen die Bogen aus belichtetem photographischem Material auf
und tauchen die Bogen. während bestimmter Zeitdauer in die Behandlungslösungen ein.
Oberhalb und zwischen benachbarten Behältern befinden sich Zwischenförderer oder
Übertragungsförderer, die das photographische Material aus dem einen Behälter aufnehmen
und es an den nächsten Behälter zur weiteren Behandlung abgeben. Dem letzten Behälter
ist eine Ouetschvorrichtung nachgeschaltet, die die Bogen aus diesem letzten Behälter
aufnimmt, die überschüssige Flüssigkeit von den Bogen abquetscht und die Bogen in
einem halbtrockenen Zustand abliefert, worauf der Bogen in einer der üblichen und
auf diesem Gebiet bekannten Trockenvorrichtungen behandelt und fertiggetrocknet
wird.
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Das Gestell (Fig.4 und 5) besteht vorzugsweise aus zwei parallelen
waagerechten Winkeleisen, 21 und 22, die oberhalb der Behälter 24, 25 und 26 angeordnet
sind. Es sind zwar drei Behälter dargestellt, doch kann jede beliebige Behälterzahl
verwendet werden, was von der Zahl der erforderlichen Behandlungsflüssigkeiten abhängt.
Eine Reihe von. Tragkonsolen 30, 31, 32 (Fig. 11) ist an den Winkeleisen 21, 22
mittels Schrauben 33 befestigt. Die Tragkonsolen 30 und 32 haben an ihren oberen
Enden drei halbkreisförmige, oben offene Lagerflächen oder Sättel 35, 36 und 37,
von denen der Mittelsattel 36 höher liegt als die beiden Außensättel. je eine der
Konsolen 30 und 32 ist auf den Winkeleisen 21 und 22 über jedem Behälter 25 und
26 angeordnet. Die Lagerkonsole 32 für den vorderen. Behälter 24 ist der Lagerkonsole
30 ähnlich, mit der Ausnahme. jedoch, daß der vordere untere Sattel 40 in Richtung
auf die Vorderseite der Maschine etwas versetzt ist, und zwar um die Breite der
Stufe, 41 (Fig.11). Zwei dieser abgeänderten Konsolen 32 sind auf dien Winkeleisen
21 und 22 auf gegenüberliegenden Seiten des ersten Behälters 24 angeordnet. Die
Gründe hierfür werden später erläutert. Zwischen je zwei Lagerkonsolen 30 und 32
ist über der Stoßstelle zwischen benachbarten Behältern auf den Winkeleisen 21 und
22 je eine weitere Konsole 31 angeordnet, die, einen einzigen halbkreisförmigen
Sattel 45 in ihrem oberen Abschnitt besitzt.
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Die in die Behälter ragenden Fördervorrichtungen werden in den Lagern
oder Sätteln getragen. jede Fördervorrichtung besteht aus drei Riemengestellen 50,
51 und 52 (Fig. 1). Das mittlere Gestell 51 (Fig. 6 und 7) besteht aus zwei parallelen
Seitenschienen 54 und 55, die: durch Querstreben. 56 verbunden und versteift sind.
Die oberen Enden der Schienen 54 und 55 haben nach außen gerichtete Teile oder Zapfen
58 und 59 mit ebenen oberen Flächen und abgerundeten unteren Flächen, die in einen
der beschriebenen halbkreisförmigen Sättel passen. In Fig. 11 ist einer dieser Zapfen
59 von seinem Gestell gelöst und in den Sattel der Konsole 32 eingesetzt gezeichnet.
Das obere und das untere Ende der Schienen 54 und 55 weisen Bohrungen auf, die Lager
bilden und die Wellen 61 und 62 aufnehmen. Die obere Welle 61 trägt abwechselnd.
ballige Treib-Scheiben 64 und gezahnte Scheiben 65. Die untere Welle 62 trägt eine
ähnliche Gruppe von Balligen Treibscheiben 67, die durch Abstandsstücke 68 auf dem
erforderlichen Abstand gehalten werden. Endlose Riemen 70 laufen über die entsprechenden
Scheiben 64 und 67 der oberen Welle 61 und der unteren Welle 62. Das Außenende jeder
oberen Welle 61 trägt an dem einen Ende ein Zahnrad 72 und an dem anderen Ende ein
Kettenrad 73 zum Antrieb der Welle.
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Die beiden anderen Riemengestelle 50 und 52 gleichen dem Riemengestell
51, unterscheiden sich aber in der Anordnung der gezahnten Scheiben und der Riemenscheiben
auf den Querwellen. Außerdem fehlt das Kettenrad. Die Gestelle 50 und 52 haben gezahnte
Scheiben 78 und 79 auf den. unteren Wellen 75 und 76, jedoch nicht auf den oberen
Wellen 80 und 81 (Fig. 1). Außerdem weist die untere Welle 75 des Gestells 50 an
einem Ende ein breites Abstandsstück 77 (Fig. 5) auf, um die gezahnten Scheiben
78 so zu versetzen, daß sie nicht mit den Scheiben 79 der unteren Welle 76 des Gestells
52 fluchten (Fig. 5).
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Die Riemengestelle werden, mittels Zapfen 58 und 59 in den, nach oben
offenen Tragflächen oder Sätteln 35. 36, 37 der Tragkonsolen 30 und 32 getragen.
Die Seitenschienen 54, 55 ragen nach unten in die Behälter und berühren gleitend
die federnd nachgiebigen, einwärts gerichteten und schräg nach oben: und außen laufenden
Schenkel 82 und 83 einer Blechführung oder eines Abstandsstückes, das auf der Innenseite
des Behälters befestigt ist. Dieses AbstaMsstück hält die Gestelle in dem für das
Anliegen der benachbarten Abschnitte der Riemen erforderlichen Abstand und hält
die Gestellenden in der gewünschten Stellung zum Behälter, wie Fig. 1 zeigt. In
dieser Stellung sind die Wellen 61 genau waagerecht und quer zu den Winkeleisen
21 und 22, und, die nach außen ragenden Abschnitte der Welle stehen: lotrecht über
den Winkeleisen 21, 22.
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Die Antriebsvorrichtung weist vorzugsweise eine lange Rinne 85 auf
(Fig. 5), die auf dem waagerechten Schenkel des Winkeleisens 21 angeordnet ist.
Die Rinne 85 dient als Führung für eine Doppelkette 86, die beispielsweise mittels
eines Elektromotors (nicht dargestellt) angetrieben wird. Das auf dem nach außen
gerichteten Abschnitt der Welle 61 aufgesetzte Kettenrad 73 greift in den Innenabschnitt
der Doppelkette 86 ein. Die längs der Rinne 85 gleitende und in das Kettenrad 73
eingreifende Kette 86 treibt also die obere Welle 61. Hierdurch werden, die. Riemen.
70 angetrieben, die die untere Welle 62 treiben. Gleichzeitig treibt das auf dem
anderen Ende der oberen Welle 61 befestigte Zahnrad 72 die damit im Eingriff stehenden
Zahnräder 88 und 89 (Fig. 2), die auf den oberen Wellen 80 und 81 der Gestelle 50
und 52 befestigt sind. Alle Zahnräder haben die gleiche Zähnezahl, so da.ß sich
alle Wellen mit der gleichen Drehzahl drehen.
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Die in dem ersten Behälter 24 befindliche Fördervorrichtung unterscheidet
sich von der vorstehend beschriebenen Fördervorrichtung, die in allen nachfolgenden.
Behältern verwendet wird, dadurch, daß sich an der oberen Welle 96 des mittleren
Gestells 91 keine Zahnscheiben befinden, da diese Zahnscheiben das Einschieben der
Papiere behindern würden. Eine Gruppe schräg liegender Finger 99 ist. an dem oberen
Ende des Gestells 91 dieses Behälters (Fig. 1) befestigt, um das Papier in der nachstehend
beschriebenen Weise zu führen. Ein weiterer Unterschied besteht in dem bereits erwähnten
seitlichen Versatz des unteren Sattels 40 des Lagerblockes 32, wodurch das obere
Ende des Gestells 90 von dem benachbarten Gestell 91 in diesem Behälter auf größeren
Abstand gestellt wird. Da also der Abstand zwischen den oberen Wellen 95 und 96
vergrößert ist, hat das auf der Welle 96 befestigte und mit. dem auf der Welle 95
befestigten Zahnrad 98 (Fig. 12) im Eingriff stehende
Zahnrad 97
einen größeren Durchmesser als die Zahnräder 72.
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Die zwischen den Behältern befindlichen Cbertragungsvorrichtungen
liegen in, dem Sattel 45 am Scheitel der Konsolen 31, die zwischen den Behältern
und oberhalb der Wände der Behälter aufgestellt sind. Die Übertragungsvorrichtungen
(Fig.8 und 9) enthalten ein Gestell mit zwei lotrechten Schienen. 101 und 102 (Fig.9),
die durch Querbleche 103 verbunden sind. Eine mit der Öffnung nach unten gerichtete
U-förmige Blechhaube oder Tropfleiste 106 (Fig. 1) deckt die zwischen den Behältern.
befindlichen Wände ab und leitet alle Flüssigkeiten in die Behälter zurück.
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An den oberen Enden der lotrechten Schienen 101 und 102 sind nach
außen ragende Zapfen 108 und 109 befestigt, von denen jeder eine ebene obere Fläche
und eine abgerundete zapfenförmige Unterfläche hat, die in die halbkreisförmige
Sattelfläche 45 der Konsole 31 pa.ßt. Die Teile 108 und 109 tragen zwei aus einem
Stück bestehende keilförmige Arme 112 und 113 (Fig. 9 und 11). Die oberen und. unteren
Enden der Schienen 101 und 102 haben Bohrungen zur Aufnahme von oberen und unteren
Wellen 115 und. 116. Die obere Welle 115 trägt mehrere Zahnscheiben 118, die. von
Abstandsstücken 119 getrennt sind. Die untere Welle 116 trägt eine Reihe von Walzen
121. An dem einen, Ende der oberen Welle 115 ist ein Kettenrad 122, und nahe dem
anderen Ende dieser Welle ist ein Zahnrad 123 befestigt, das mit einem auf der unteren
Welle 116 befestigten, Zahnrad 125 im Eingriff steht (Fig.3). Das Kettenrad. 122
greift in den. äußeren Abschnitt der Kette 86 ein (Fig. 5).
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Die außenliegenden Riemengestelle 50 und 52 sind in den Sattellagern
35 bzw. 37 gelagert. Ist das Zwischengestell 51 in den Sattel 36 eingesetzt. und
greift das auf der oberen Welle 61 befindliche Zahnrad 72 in die auf den oberen
Wellen 80 und 81 der Außengestelle 50 und 52 bcfind,lich,en Zahnräder 88 und 89
ein (F ig. 2), dann werden die Außengestelle sicher gehalten, da sie sich nicht
aus den. Sätteln 35 und 37 herausheben können. Das Zwischengestell 51 wird. in seinem
Lager von denn vorspringenden Armen 112 und 113 der Teile 108 und 109 der Übertragungsvorrichtung
gehalten, die sich auf die Oberseiten der Zapfen 58 und 59 (Fig. 2 und 11) legen.
Die Bauteile 108 und 109 werden lösbar von einem herausnehmbaren, kegelförmigen
Zapfen 130 gehalten, der in. eine Bohrung des Lagerblockes 31 eingeschoben wird.
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Am Ende der Maschine ist vorzugsweise eine Quetsch- und Fördervorrichtung
vorhanden, die die Flüssigkeit aus dem Papier entfernt. wenn das Papier den letzten
Behälter verläßt. Sie besteht in bekannter Weise aus zwei parallelen Walzen 140
und 141 aus Gummi oder aus einem a'nd'eren elastischen Material, die federnd nachgiebiggegeneinande.rgedrücktwerden
(Fig. 10). Eine Gruppe von scharfkantigen Führungsplatten 143, 144 und 145 ist federnd,
nachgiebig auf Pfosten 147, 148 und 149 mittels Federn. 151, 152 und 153 gehalten,
um das Papier in der nachstehend beschriebenen Weise zu führen. Die Walzen liegen
auf Welle:, in. Lagern, die den vorstehend, beschriebenen Lagern ähnlich sind. Die
obere Welle trägt an dem einen Ende ein Kettenrad (nicht d'argest'ellt), das in
die Kette. 86 eingreift. Das andere Ende der Welle trägt ein Zahnrad, das mit einem.
auf der unteren Quetschwelle 141 befindlichen, Zahnrad, im Eingriff steht. Das Zahnrad
kämmt mit einem auf der Zwischenwelle 155 befindlichen drittem Zahnrad, das mit
einem vierten Zahnrad im Eingriff steht, dessen Welle 156 eine Gruppe von Riemenscheiben
157 aufweist. Eine Gruppe von endlosen Riemen 160 läuft über diese Rienenscheiben
und eine. zweite Gruppe, deren Welle 161 auf dem nach außen ragenden Gestell 162
gelagert ist. Die Riemen und die Walzen, fördern, das behandelte oder entwickelte
Papier aus der Maschine heraus und liefern es zur weiteren Behandlung ab.
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Die Arbeitseinheiten der Maschine sind, also genau und sicher auf
den Winkeleisen 21 und. 22 in Stellung gehalten.. Die beschriebene Lagerung hat
sich. als sehr vorteilhaft erwiesen, da die Arbeitsteile getrennt und lösbar ausgeführt
und gehalten sind und aus den Behältern herausgenommen werden können, um Zugang
zu irgendeinem Teil, beispielsweise einem bestimmten Riemengestell oder Riemen,
zu schaffen. Da die Arbeitsteile genau auf dem Gestell gehalten. werden, ist bei
der Herstellung oder der Anfertigung der Behälter nicht auf genau Toleranzgröße
zu achten.
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Die gesamte Vorrichtung wird in der Betriebsstellung von den. lösbaren
Zapfen 130, die die Zwischen. übertragungsvorrichtungen in ihren Lagern halten,
gesichert. Nach Herausziehen, der Zapfen 130 kann jede Übertragungsvorrichtung als
ein gemeinsamer Bauteil aus der Maschine herausgenommen, werden, wobei das Kettenrad
122 aus der darunterliegenden Kette 86 herausgehoben wird. Danach kann das mittlere
Riemengestell 51, das von den, vorspringenden, Armen 112 und 113 der Übertragungsvorrichtung
an seiner Stelle gehalten wird., durch Hochheben aus dem Behälter als Ganzes herausgehoben
werden. Hierdurch wird das Zahnrad 72 ans den unteren Zahnrädern 88 und 89 der Außengestelle:
50 und. 52 herausgehoben, so daß diese Gestelle frei sind und sich entfernen lassen.
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Jede Arbeitseinheit läßt sich also aus der Maschine herausnehmen,
ohne daß die Maschine auseinandergeno,ininen werden muß und ohne daß die Kra.ftübertragungskette
86 oder der Antrieb der Kette gestört wird. Die Maschine und, ihre Bestandteile
können daher leicht gereinigt, untersucht, in einwandfreier, Betriebszustand gehalten
oder ausgewechselt werden.
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Beim Betrieb nimmt die Maschine einen belichteten Papierbogen oder
ein anderes photographisches Material aus einer Kamera oder einer Kopiervorrichtung
auf. Das Papier wird in senkrechter Richtung in den Leittrichter 170 eingeführt,
wie der Pfeil in Fig. 1 zeigt. Da das erste Gestell 90 im Behälter 24 nach vorn
geneigt ist, liegen die oberen Teile der Riemen dieses Gestells nicht mit den entsprechenden
Riemen des benachbarten Gestells 91 in Berührung, sondern es bleibt zwischen diesen
beiden Gestellen ein Aufnahmeraum. Das Papier gleitet daher schnell in diesem zwischen
den Riemen befindlichen Spalt nach unten, und wird schnell in die im Behälter 24
befindliehe Lösung eingetaucht. Sobald. die Vorderkante des Papiers eine nahe dem
unteren Ende der Riemen befindliche Stellung erreicht, wird das Papier von, den,
Riemen erfaßt und in Richtung auf den Boden des Behälters gefördert.
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Die Erfahrung hat gezeigt, daß die, Verwendung von breiten flachen
Riemen in den Entwicklungsabschnitten von Maschinen. dieser Art manchmal ungleiche
Entwicklungen der Abschnitte der belichteten Bogen hervorruft, d,ie sich in unmittelbarer
Berührung mit den Riemen befinden. Dadurch ergeben sich unerwünschte Markierungen
auf der Überzugsemulsion. Diese Schwierigkeit kann in bekannter Weise dadurch behoben,
werden, daß in einem oder mehreren Gestellen der Behälter Riemen, kleineren
Durchmessers
oder kleinerer Querschnittsfläche, beispielsweise runde oder dreieckige Riemen,
verwendet werden, die mit den, belichteten Bogen im wesentlichen eine Linienberührung
haben. Da, die Berührungsfläche dieser Riemen mit einer flachen Papierbahn sehr
klein ist. werden Ungleichmäßigkeiten in der Entwicklung behoben und die nachteiligen
Markierungen ausgeschaltet.
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Wenn die Vorderkante des Papiers die umlaufende Kante der gezahnten
Scheibe 79 berührt, wird die Vorderkante abgebogen.. Hier kommt. die Kante in Berührung
mit der Kante der Scheibe 78, die die Papierkante. nach oben in eine Stellung bringt,
in der sie von dem Riemen der Gestelle 91 und, 92 erfaßt wird, die den Bogen nach
oben fördern. Über dem Behälter wird die Papierkante mittels der Finger 99 zur Übertragungsvorrichtung
geleitet. Das Papier wird dann in Richtung auf den benachbarten Behälter 25 von
der sich bewegenden gezahnten Kante der Scheibe 118 abgelenkt und läuft in waagerechter
Richtung über die Walze 121, bis das Papier von der Kante der sich bewegenden Scheiben
65 nach unten gebogen wird und den benachbarten Behälter 25 durchläuft. Die von
dem Papier bei seinem Übergang von dem einen Behälter zum anderen abtropfen.dc Flüssigkeit
wird von dem Tropfleisten 106 aufgefangen und in die Behälter zurückgeleitet. Das
Papier läuft also stoßlos und gleichmäßig von Behälter zu Behälter und wird den
in den Behältern befindlichen Entwicklungslösungen ausgesetzt.
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Beim Austreten des Papiers aus dem letzten Behälter der Reihe wird
das Papier zur Hinterseite der Maschine von den Scheiben 65 (Fig. 10) abgelenkt.
Das Papier bewegt sich in waagerechter Richtung und wird von den Führungsplatten
144 und 145 den Förde-r- und Quetschwalzen 140 und: 141 zugeleitet, wobei der gesamte
Überschuß an. Behandlungsflüssigkeit von der Oberfläche abgestreift wird. Die scharfen
Kanten der Platten 143, die nachgiebig federnd von der Feder 151 an der Ouetschwa:lze
140 gehalten werden, verhindern, daß das Papier an, dieser Walze 140 haftet und
daß es sich auf diese aufwickelt. Der teilweise getrocknete Abzug wird dann zum
weiteren Trocknen oder zu irgendeiner anderen gewünschten Behandlung auf die Förderriemen
160 abgelegt.
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Die Erfindung schafft also eine -Maschine, in der die Arl-eitsteile
genau und sicher aufgestellt sind und in Arbeitssteliunggehalten werden, wobei Anordnung
und Aufbau so getroffen sind, daß die Arbeitsteile zur Reinigung, Ausbesserung oder
Auswechselung ohne Verwendung von Werkzeug von Hand auseinandergen@ymmen werden
können. Die Teile haben eine iil)liclic austauschbare Form mit einer -Mindestzahl
;-en -,-cr:chiedenen Ausführungen, so daß die Herstellun- und der Zusammenbau erleichtert
und der Betriebszustand mit geringsten Kosten aufrechterhalten wird. Die Arbeitsvorrichtung
als Ganzes kann jede beliebige Zahl von: Behältern, die entweder Einzelbehälter
sind oder zusammenhängen, umfassen, wobei die Behälter aus Blech wirtschaftlich
günstig mit üh:ichcm Toleranzbereich in den Abmessungen angefertigt werden können.
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Die Erfindung erreicht also die erstrebten Ziele. Wenn auch Einzelheiten
einer bevorzugten Ausführung dargestellt sind, so ist diese Darstellung nicht in
einem begrenzenden Sinne, sondern nur als Erläuterung zu werten, da verschiedene
Änderungen in der Ausführung und Anordnung der Teile ausgeführt «-erden können,
ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen.