DE193708C - - Google Patents
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- DE193708C DE193708C DENDAT193708D DE193708DA DE193708C DE 193708 C DE193708 C DE 193708C DE NDAT193708 D DENDAT193708 D DE NDAT193708D DE 193708D A DE193708D A DE 193708DA DE 193708 C DE193708 C DE 193708C
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- G—PHYSICS
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- G01C17/00—Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
- G01C17/38—Testing, calibrating, or compensating of compasses
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ml93708 -
KLASSE 42 c. GRUPPE
HERMANN GERCKE in BERLIN.
wirkender Einflüsse.
Zusatz zum Patente 178528 vom 1. August 1903.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. April 1906 ab.
Längste Dauer: 31. Juli 1918.
Die Erfindung-betrifft eine Abänderung der in der Patentschrift 178528 erläuterten
Vorrichtung zur Aufhebung ablenkend auf die durch das Erdmagnetfeld festgelegte Richtung eines Magneten oder Magnetsystems
wirkender Einflüsse, die insbesondere bei Kompassen selbsttätig die etwaige Deviation
kompensieren soll. Während nach dem Hauptpatent der entgegenwirkende ungleicharmige
Pol in dem Polschuh zwischen dem auf Ablenkung beeinflußten Teil und dem
ablenkenden Pol erzeugt wird, wird nach der vorliegenden Erfindung ein gleicharmiger
kompensierender Pol geschaffen, welcher aber auf der dem ablenkenden Magnetfelde
abgekehrten Seite liegt. Hierdurch wird vermieden, daß die den kompensierenden Pol
in Richtung ihrer Lage erzeugenden Teile unter der Einwirkung des ablenkenden Poles
über letzteren Pol hinaus ausschlagen und dadurch eine schnelle und sichere Einstellung
der Magnetnadel verhindern. Die Erzeugung des kompensierenden Poles auf der dem ablenkenden
Pol abgekehrten Seite des Magneten bedingt eine von der Anordnung nach dem Hauptpatent abweichende Einrichtung,
die aus dem Hauptmagnetsystem, einem Hilfsmagnetsystem, welches beim Auftreten
ablenkender Einflüsse durch später näher erläuterte Mittel in der Ablenkung des Hauptsystems
entgegengesetzter Richtung abgelenkt wird, und einem dritten Magnetsystem besteht,
welches seinerseits das Hauptmagnetsystem und das Hilfsmagnetsystem mit dem Erfolge beeinflußt, daß die Ablenkungen
beider aufgehoben werden.
Das Hilfsmagnetsystem und das . zweite, das Zwischenmagnetsystem, bilden bei Kompassen
gewissermaßen einen Kompaß im Kompaß. Um die' Wirkungsweise der Vorrichtung besser verständlich zu machen, ist
das System und seine Wirkung in den Fig. 1 bis 9 schematisch veranschaulicht. Die Fig. 10
bis 20 zeigen die Gesamtanordnung einer derartigen Einrichtung bei einem Kompaß bzw.
Teile dieser Anordnung. Fig. 10 ist ein senkrechter Schnitt durch den ganzen Kompaß,
Fig. II eine Oberansicht mit gestrichelten Spulen bzw. Anker, Fig. 12 ein senkrechter
Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 10. Fig. 13 ist das Schema des Stromlaufes.
Fig. 14 zeigt Einzelheiten der Achse in zwei um 90° gegeneinander verdrehten Stellungen.
Fig. 15 ist eine Oberansicht der Fig. 14. Fig. ιό zeigt die Anordnung der senkrechten
Zwischenmagnete J fx in Seitenansicht und Oberansicht, Fig. 17 die gleichen Ansichten
des oszillierenden Hilfsmagneten a. Fig. 18
und 19 zeigen Reguliervorrichtungen, Fig. 20' eine abweichende Lagerungsform des Hilfsmagneten
a.
In Fig. ι ist α ein drehbar aufgehängter
Magnet, der, wenn nicht abgelenkt, mit seinem Nordpol nach Norden zeigt, bei Ablenkung
durch das Element — E aber gegen den Kontakt b stößt. Hierdurch wird ein
elektrischer Strom geschlossen, der einen Motor gegen den Zeiger der Uhr in Drehung
versetzt, wie es der Pfeil andeutet. Da durch den Motor auch der Kontakt b gedreht
wird, und b gegen α anliegt, wird auch a in gleichem Sinne gedreht. Diese Drehung
hält so lange an, bis der negative Pol von a das negative Feld (oder den Pol) E passiert
(Fig. 2). In diesem Augenblicke wird die Drehung von α durch die abstoßende Wirkung
der gleichen Pole beschleunigt. FoIglieh hebt sich α vom Kontakt b ab, unterbricht
den Strom und die Drehung des Motors hört auf. Nunmehr stößt α gegen
den Kontakt b. -Der wieder geschlossene Strom dreht den Motor jetzt aber mit dem
Zeiger der Uhr, wie es der Pfeil in Fig. 3 anzeigt. Diese Drehung hält an, bis wieder
die negativen Pole von α und E aneinander vorbeikommen, worauf wieder ein Unterbrechen
des Stromes, ein Schließen des Kontaktes b und ein Umkehren der Drehrichtung
erfolgt. Der negative Pol von α wird somit gezwungen, gegen den gleichnamigen
Pol hier von E zu oszillieren.
Denkt man sich den Magneten α mit seinem negativen Pol nach Norden eingelegt (Fig.4),
so wird der negative Magnetismus des Nordpols der Erde an Stelle des Elements E
treten und mit Hilfe der erwähnten Vorrichtung den Magneten α zwingen, mit seinem
negativen Pol nach Norden zu oszillieren.
Setzt man nun den Magneten α mit der Kontaktvorrichtung und dem Motor in die
Mitte einer Kompaßrose (Fig. 5), so werden die positiven Pole der beiden in Linie angeordneten
Rosenmagnete c nach Norden zeigen, das Hilfssystefti dagegen wird mit seinem
negativen Pol gegen die negativen Pole der nördlichen Magnete oszillieren (Fig. 5), d. h.
also auch gegen den negativen Erdmagnetismus des Nordpols.
Tritt nun eine ablenkende Kraft — E auf
(Fig. 6), so werden beide Systeme nach
\ Osten abgelenkt werden, nämlich der positive Pol des nördlichen Rosenmagneten C durch
Anziehung vom negativen Ei der negative
Pol von α dagegen infolge der Wirkung des Motors, welche, wie erläutert, das Gegeneinanderschwingen
gleichnamiger Pole hervorruft.
Um nun, wie es in Änderung des Hauptpatentes beabsichtigt ist, α zu zwingen, eine
entgegengesetzte Ablenkung wie der Rosen-' magnet c einzunehmen, ist zwischen α und
die Rosenmagnete c ein weiteres Magnetsystem eingelegt, in welchem die Magnete/^1
senkrecht stehen (Fig. 7 und 8).
Zeigen (Fig. 8) die Rosenmagnete c mit t ■
ihren positiven Polen nach Norden, so legen sich die oberen Pole von Jf1 an die ungleichnamigen
inneren Pole von c, und a oszilliert mit gleichnamigen Polen nunmehr
gegen die oberen Pole von f fL- So ist a
wieder gezwungen, mit seinem Nordpol nach Norden zu zeigen, also wieder in seine
normale Lage gebracht.
Wenn jetzt (Fig. 9) ein ablenkendes Element — E auftritt, so wird c nach Osten
abgelenkt, f fx wird wegen der senkrechten
Lage der Magnete garnicht abgelenkt und a wird nach ganz geringem Ausschlag nach
Osten wieder wie in Fig. 1 bzw. 2, gegen Kontakt b stoßen, d. h. durch die Tätigkeit
des Motors nach Westen abgelenkt werden. Jetzt wirken also die positiven Pole von a
und f auf den negativen Pol des nördlichen Rosenmagneten, bzw. die negativen Pole von
α und J1 auf den positiven Pol des südlichen
Rosenmagneten gemeinsam auf .Rückdrehung der ■ Rosenmagnete c in die magnetische
Nordsüdlinie. Der Einfluß von f fj auf c
ist schon an sich größer, als derjenige von E auf c, ebenso wie auch der Einfluß von
f f-y auf α größer ist als derjenige von E
auf a. Es wird also nicht nur c nach links, sondern auch ά nach rechts herum wieder in
die Nordsüdlinie (Fig. 8) gezwungen, d. h. die Deviation wird aufgehoben. Das gute Arbeiten
des Apparates hängt von der richtigen Stärke der Magnete ab.. Es ist sehr schwer,
jedem Magneten die richtige magnetische Kraft zu geben. Aus diesem Grunde ist ein
weiteres Hilfssystem dem Apparate hinzugefügt. Dieses System besteht aus zwei senkrechten
Elektromagneten d und d{, die unterhalb f J1 angebracht sind (Fig. 7). Diese
Elektromagnete werden im Nebenstrom erregt, sobald die Kontakte b oder ^1 geschlossen
werden und haben, da sie mit der Achse des Ankers fest verbunden sind, dieselbe
Bewegung wie der Magnet a. Darum beeinflussen sie α nicht, wohl aber/ und c.
Wenn f zu träge ist, so kann man durch Ein- bzw. Ausschalten von Widerstand, der
mit d in Serie liegt, die Pole von d schwächen oder stärken. Durch Umdrehen des Stromes
und folglich Umdrehen der Polarität von d und J1 kann man den Einfluß von d auf f
und c in jeder beliebigen Form ändern. Wenn z. B. der obere Pol von d in Fig. 7
links negativ ist, und α wie in Fig. 9 abgeletlkt
ist, so wird f nach rechts abgelenkt werden, weil der obere negative Pol von d
den unteren negativen Pol von f (in Fig. 9 durch — bezeichnet) abstößt. Wird der
Strom umgekehrt, so wird auch die Polarität von d und Ii1 umgekehrt, und statt der abstoßenden
Wirkung wird eine anziehende eintreten.
An der Hand der Fig. 10 bis· 20 soll nunmehr
eine derartige Einrichtung bei einem Kompaß beschrieben werden. Zwei Magnete c c
sind an der Rose befestigt. Die Rose wird von der Pinne e getragen, welche mit der
äußeren Haube g angeordnet ist. Letztere ruht auf dem Boden des Kompaßfußes über
der Eisenplatte h, welche die äußeren Enden der Spulen i verbindet. Zwischen den inneren
Enden der Spulen i liegt der Anker k, welcher mit zwei Wicklungen versehen und an
der Achse/ befestigt ist, die mit ihrem unteren Ende in einem Lager der Bodenplatte des
Kompaßkessels liegt. Das obere Ende der Achse liegt in einer sich aus dem Deckel der
inneren Haube m nach unten erstreckenden \'ertiefung. Die Spulen i und der Anker k
bilden zusammen mit dem Kollektor n, den Bürsten 0 und O1, dem Arm p, den Kontakten
b und bx, den Schleifringen q qx q2, den
Schleiffedern r T1 r2 und der Batterie den
Motor (Fig. 10 und 12). Der· Zwischenraum
zwischen der äußeren Haube g und der inneren Haube in ist mit Glyzerin, Alkohol
oder einer Mischung je einer dieser Flüssigkeiten mit Wasser angefüllt. In diese Flüssigkeit
tauchen die unteren Enden der senkrechten Magnete^1Z1 ein. Es wird hierdurch
verhindert, daß das System ffx in Drehung
gerät, wenn man den elektrischen Strom anstellt. Die Achse / trägt an ihrem oberen
Ende einen Rahmen I1 (Fig. 10, 12 und 14), der
zur Aufnahme der Achse s des Hufeisenmagneten α dient (Fig. 20). Der Rahmen Ix
steht auf einer Platte t (Fig. 14), welche die
Kontakte b und bv sowie eine kleine Stange u
trägt, auf welcher der Arm ρ wagerecht beweglich angebracht ist, der in seiner Mitte
durchlocht ist, um für die Achse 5 des Hufeisenmagneten α Platz zu schaffen (Fig. 10
und 20). An einem Ende trägt der Arm ρ ein Kontaktplättchen, das je nachdem an die Kontakte
b oder bx stößt. Das andere Ende von ρ
trägt ein Gegengewicht, und wird von einer vom Hufeisenmagneten α abwärts zeigenden
Gabel- umfaßt (Fig. 17 und 20).
An der Platte t sind zwei Arme befestigt, welche die Elektromagnete d und dx tragen
(Fig. 14). Von der Platte t erstrecken sich ferner die Bürsten 0 und O1 nach unten, die
am Kollektor η schleifen (Fig. 12).
Die den Anker k tragende Achse I ist von
der Platte: t nach unten zu hohl zur Aufnähme
der nicht dargestellten Leitungsdrähte, welche einerseits, von den Schleifringen q qx
und q.2 mit Hilfe der kleinen um die Stange u
liegenden Spiralfeder ν (Fig. 14) nach dem
Arme ρ und den Kontakten b und bx, andererseits
nach den Elektromagneten d und dx sowie nach dem Kollektor η und den Spulen i
führen.
Die Magnete / und./j (Fig. 16) sind an
ihren unteren Enden mittels eines Messingoder Aluminiumringes w, an ihren oberen
Enden mit einem Querbalken verbunden, in dessen Mitte sich die nach unten erstreckende
Pinne χ befindet, die in der abwärts ruhenden Vertiefung im Deckel der inneren Haube m
ruht.
Der Stromlauf (Fig. 13) ist folgender:
Vom positiven Pole der Batterie durch Schleiffeder r, Schleifring q, eine (oder die
andere) Wicklung des Ankers k, nach. Kontakt b (oder bj), nach Arm p, Spiralfeder v.
Hier teilt sich der Strom. Ein Teil fließt durch Bürste 0 nach dem Kollektor«. Hier
teilt sich der Strom abermals. Ein Teil fließt durch die Hälfte der -Spulen i in einer,
der andere Teil fließt durch die andere Hälfte der Spulen in der entgegengesetzten Richtung,
wodurch beide Hälften der Spulen in entgegengesetztem Sinne erregt werden. Beide
Teile des Stromes vereinigen sich wieder in dem gegenüberliegenden Segment des KoI-lektors
n, wo die Bürste O1 anliegt. Der Strom fließt nun von diesem Segment des
Kollektors η nach dem Schleifring qv Schleiffeder
T1 nach dem negativen Pole der Batterie. Der vorhin genannte andere Teil des Stromes,
welcher bei ν abzweigte, fließt durch die Elektromagnete d und dx nach dem Schleifring
q.2, nach der Schleiffeder r2, durch einen
veränderlichen Widerstand und ebenfalls nach dem negativen Pol der Batterie. .
Die Pole von α und d müssen so genau
wie möglich untereinander liegen, so daß der Weg von α (und folglich auch p) von seiner
Mittellage bis zu jedem Kontakte b und bx
derselbe ist. Zur genauen Regelung dient die aus Fig. 18 ersichtliche Vorrichtung. Die
Platte t ist aus zwei aufeinanderliegenden Zeilen derart zusammengesetzt, daß mit Hilfe
des Kammrades \ und der Schraube ^1 die
eine Hälfte gegen die andere verdreht werden kann.
Wenn es nötig wird, den Weg von ρ zwischen b und bx zu verändern, so kann
dieses durch Drehen der Schraube {3 geschehen,
wodurch die kleine Platte \.2, welche
die Kontakte b und bx trägt, der Stange u
genähert oder entfernt wird, so daß der Weg von ρ zwischen b und bx vergrößert bzw.
verkleinert wird.
Es ist auch eine Vorrichtung zur Regelung der Bewegung des Motors vorgesehen (Fig. 19).
Sind die beiden Wicklungen des Ankers k
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Aufhebung ablenkend auf die durch das Erdmagnetfeld
oder eine andere Kraft festgelegte Richtung eines Magneten oder Magnetsystems
wirkender Einflüsse nach Patent 178528,
insbesondere für Kompasse, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor das innerhalb des Hauptmagnetsystems angeordnete Hilf smagnetsystem,
welches · sich mit seinen Polen gleichnamigen Polen eines weiteren
Zwiscbenmagnetsystems gegenüber zu legen trachtet, beim Auftreten ablenkender Einflüsse
in der dem Hauptmagnetsystem entgegengesetzten Richtung dreht bzw. ablenkt,
um dort einen auf Rückdrehung des abgelenkten Hauptmagnetsystems wirkenden, dem ablenkenden Pol gleichnamigen
Pol zu erzeugen.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
ein zwischen das Haupt- (c) und das Hilfsmagnetsystem (a) eingeschaltetes Zwischenmagnetsystem
aus senkrechten Magneten (ff-J und die Anordnung von Elektromagneten
(d dj gegenüber dem Hilfsmagnetsystem (α), so daß das Zwischenmagnetsystem
(ff) und die Elektromagnete (d dj gemeinsam auf Rückdrehung des
nach verschiedenen Seiten ■ abgelenkten Haupt- und Hilfsmagnetsystems c bzw. a
in die Normallage wirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE193708C true DE193708C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT193708D Active DE193708C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE193708C (de) |
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- DE DENDAT193708D patent/DE193708C/de active Active
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