DE1935552B2 - Einrichtung zum austragen von durchgefallenem sintergut aus den windboxen eines sinter-rundkuehlers - Google Patents
Einrichtung zum austragen von durchgefallenem sintergut aus den windboxen eines sinter-rundkuehlersInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
- F27D15/00—Handling or treating discharged material; Supports or receiving chambers therefor
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- C22B1/20—Sintering; Agglomerating in sintering machines with movable grates
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zum Austragen von durchgefallenem Sintergut aus den
Windboxen eines Sinter-Rundkühlers.
Es ist bekannt, den in einer Sinteranlage anfallenden heißen Sinter in einem nachgeschalteten Rundkühler
mittels Luft zu kühlen. Diese Luft wird durch Gebläse in eine größere Anzahl Windboxen gedrückt, die unter
dem Rundkühler vorgesehen sind, und gelangt durch auf einer Kreisbahn bewegte Rostwagen zu dem darauf
liegenden Sinter. Durch die Rostspalte fällt nun Sinter in die Windboxen, je nach Spaltgröße der Roste Sinter bis
etwa 10 mm Kantenlänge, der aus den Windboxen wieder entfernt werden muß.
Bisher wurden die Windboxen von Hand in eine Schubkarre entleert, wobei während der Öffnungszeit
Kühlluft entweichen konnte. Bei großen Sinterschichthöhen erhöht sich zwangsläufig der Druck der
durchzublasenden Kühlluft, so daß es schwierig wird, das durchgefallene Sintergut ohne eine Schleuse aus den
Windboxen abzuziehen. Für diese Arbeiten muß ein Mann pro Schicht eingesetzt werden.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine Einrichtung vorzusehen, die einen automatischen
Abzug des durchgefallenen Sinters aus den Windboxen gestattet. Hierzu wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß die Ausläufe mehrerer oder aller Windboxen gasdicht mit einer darunter angeordneten geschlossenen
Fördereinrichtung, bestehend aus einem Kettenförderer oder einer pneumatischen Fördereinrichtung oder
Vibrationsförderern, verbunden sind, die zu einer Austrageschleuse führt.
Es ist zwar bereits aus der DT-PS 8 78 625 und der DT-AS 10 22 958 bekannt, bei Zementklinkerkühlern
das durch den Rost hindurchgefallene Gut mittels eines Schneckenförderers auszutragen, doch ist diese Maßnahme
nicht ohne weiteres auf Rundkühler für Sinter übertragbar. Zum einen handelt es sich bei den
bekannten Einrichtungen nämlich jeweils um eine einzige geradlinige Förderstrecke, zum anderen sind
Schneckenförderer für den Transport von Eisenerzsinter ungeeignet, da sie hierbei einem außerordentlich
hohen Verschleiß unterworfen wären.
Bei der erfindungsgemäßen Verwendung eines rundlaufenden und in einer geschlossenen Rinne
angeordneten Kettenförderers gelangt das durchgefallene Sintergut aus den Windboxen in diese Rinne und
wird zu einer Entleerungsstelle transportiert, wo es durch eine Austrageschleuse beispielsweise auf ein
Transportband aufgegeben und damit zur Sinteranlage zurückbefördert wird. Das Ausiragesystem steht hierbei
unter dem in den Windboxen herrschenden Druck.
Wird eine pneumatische Fördereinrichtung benutzt, so kann man beispielsweise bei einem Rundkühler mit
10 Windboxen jeweils 5 Boxen mit einem Rohr verbinden, an dessen Ende je ein Gebläse angeschlossen
ist. Der damit erzeugte Druck muß über dem in den Windboxen herrschenden liegen. Um ein Eindringen der
Förderluft in die Windboxen zu vermeiden, werden diese durch Klappen geschlossen, die in bestimmten
Zeitabständen oder durch Gewichtsbelastung kurzzeitig geöffnet werden, so daß das auszutragende Sintergut in
die Rohre fallen kann. Die beiden Rohre können in einen gemeinsamen Zyklon zünden, in dem der Sinter
abgeschieden und über eine Austrageschleuse z. B. auf ein Transportband geleitet wird. Die staubhaltige Luft
kann vom Zyklon einer der Windboxen zugeführt werden.
Bei Verwendung von Vibrationsförderern schließlich, vorzugsweise in Rohrform, werden die Windboxen
durch die geschlossenen Vibrationsförderer miteinander verbunden und fördern das anfallende Gut in einen
Behälter, der zur Atmosphäre hin mit einer Austrageschleuse abgedichtet ist. Diese Schleuse übergibt das
Sintergu; einem Transportband. Das ganze System steht wiederum unter dem in den Windboxen herrschenden
Druck.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch eine Windbox, wobei die Schnittebene in radialer Richtung des
Rundkühlers liegt, und
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-Il der F i g. 1.
Mit 1 ist die Windbox bezeichnet, die einen Anschluß 2 zu einem hier nicht dargestellten, die Kühlluft
zuführenden Gebläse aufweist. Der Auslauf 3 der Windbox, der mit einem Schieber 4 versehen ist, ist
gasdicht mit einer allseitig geschlossenen Rinne 5 verbunden. In dieser Rinne läuft ein mit 6 angedeuteter
Kettenförderer, der das aus der Windbox in die Rinne gelangte Sintergut zu einer Entleerungsstelle 7 transportiert.
Dort ist eine Austrageschleuse 8 vorgesehen, durch die das Sintergut auf ein darunter laufendes
Plattenband 9 gegeben wird.
Der Schieber 4 gemäß F i g. 1 ist, wenn als Austrageinrichtung wie hier ein Kettenförderer oder
aber auch ein Vibrationsförderer vorgesehen ist, normalerweise immer geöffnet. Soll jedoch eine
pneumatische Austragung Anwendung finden, so muß das Absperrorgan zur Windbox hin bis auf gelegentliche
kurzzeitige Öffnungen geschlossen bleiben. Hierzu empfiehlt sich der Einbau einer Klappe 10, wie in F i g. 2
angedeutet.
Bei allen Systemen erhalten die Windboxen seitlich noch einen Verschluß 11, durch den bei Störungen der
Fördereinrichtung der Sinter in Schubkarren abgelassen werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zum Austragen von durchgefallenem Sintergut aus den Windboxen eines Sinter-Rundküh- s lers, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausläufe (3) mehrerer oder aller Windboxen (1) gasdicht mit einer darunter angeordneten geschlossenen Fördereinrichtung, bestehend aus einem Kettenförderer (6) oder einer pneumatischen Fordereinrichtung oder Vibrationsförderern, verbunden sind, die zu einer Austrageschleuse (8) führt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691935552 DE1935552B2 (de) | 1969-07-12 | 1969-07-12 | Einrichtung zum austragen von durchgefallenem sintergut aus den windboxen eines sinter-rundkuehlers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691935552 DE1935552B2 (de) | 1969-07-12 | 1969-07-12 | Einrichtung zum austragen von durchgefallenem sintergut aus den windboxen eines sinter-rundkuehlers |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1935552A1 DE1935552A1 (de) | 1971-01-21 |
| DE1935552B2 true DE1935552B2 (de) | 1977-09-22 |
Family
ID=5739686
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691935552 Withdrawn DE1935552B2 (de) | 1969-07-12 | 1969-07-12 | Einrichtung zum austragen von durchgefallenem sintergut aus den windboxen eines sinter-rundkuehlers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1935552B2 (de) |
-
1969
- 1969-07-12 DE DE19691935552 patent/DE1935552B2/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1935552A1 (de) | 1971-01-21 |
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