DE19352C - Neuerungen an Pichapparaten mit erhitzter. Luft - Google Patents
Neuerungen an Pichapparaten mit erhitzter. LuftInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Februar 188a ab.
Das Pichverfahren mittelst erhitzter Luft birgt in der bisher üblichen Anwendung bei dem
Pichen grofse Gefahren, in sich. Wenn nämlich der vermittelst Gebläses in und durch glühende
Koke getriebene Luftstrom nicht ausreichend ist, also nicht genug Sauerstoff dem Koks zur
Verbrennung darbietet, so bildet sich Kohlenoxydgas oder vielmehr ein Gemenge von
Kohlenoxydgas und Kohlensäure.
Diese Verbrennungsgase treten durch das Heifsluftrohr, welches dieselben ableitet, in das
Innere des Fasses, mengen sich mit der darin enthaltenen atmosphärischen Luft und bilden
ein explosibles Gemenge von Sauerstoff (atmosphärischer Luft) und Kohlenoxydgas. Dasselbe
entzündet sich an der glühend heifsen Luft, welche durch das Heifsluftrohr in das Innere
des Fasses strömt. Alsdann erfolgt eine Explosion oder Verpuffung. Solche Verpuffungen
kommen anfangs, wenn die Zuströmung der 'Verbrennungsgase in das Fafs beginnt, oft mehrere
Male nach einander vor und lassen erst dann nach, wenn der Sauerstoff der atmosphärischen
Luft bereits verbrannt ist oder wenn dieselbe durch die einströmende heifse Luft
vertrieben wurde.
Die Explosionen sind verschieden heftig, je nachdem sich mehr Kohlenoxyd und weniger
Kohlensäure bei der Verbrennung des Koks entwickelt, und umgekehrt. Dies hängt aber
wieder von der Stärke des Luftstromes, welcher durch den Koks bläst, oder auch von der
Menge des glühenden Koks und endlich auch von der Intensität der Glühhitze des Brennmaterials
ab.
Je mehr Kohlenoxydgas als Verbrennungsproduct in das Innere des Fasses gelangt, desto
heftiger sind die Explosionen. Diese können nun so stark werden, dafs sie das Fafs sprengen,
den einen oder anderen Boden herausreifsen, sogar zersplittern und die Arbeiter gefährden.
Zur Vermeidung dieser Uebelstände bringt der Erfinder noch ein Zuströmungsrohr für
atmosphärische, ebenfalls geprefste Luft beliebig oberhalb des Koksraumes an, welches dazu
dient, nachdem die Verbrennungsgase die Brennmateriälschicht verlassen, haben, dieser
Sauerstoff an einem beliebigen Punkt oberhalb der Koksschicht zuzuführen. Angenommen nun,
wie es meistens der Fall ist, dafs die Verbrennungsgase viel Kohlenoxyd enthalten, so tritt
dieses mit der oberhalb zuströmenden" frischen Luft in Berührung und es wird durch deren
Sauerstoff dasselbe zu Kohlensäure verbrannt.
Dadurch ist nun nicht allein die Explosionsgefahr beseitigt, sondern es ergiebt sich durch
diese Erfindung der wichtige Umstand, dafs durch die erfolgende zweite Verbrennung, d. i.
des Kohlenoxydgases zu Kohlensäure, auch eine neue Hitzeerzeugung stattfindet und nur der
halbe Koksverbrauch gegen das frühere Verfahren statthat.
In der beiliegenden Zeichnung bedeuten: A die Luftleitung vom Gebläse; B den Ofen; C
und Ό die Leitung für die heifse Luft zum Fafs E in der Anordnung, wie dieselbe dem
Erfinder unterm 30. April 1881, No. 16447,
patentirt wurde; F die neu angebrachte Luftleitung, welche jedoch nicht gerade an der in
der Zeichnung ersichtlichen Stelle befindlich sein mufs, sondern selbst am Ofen B oberhalb
der Brennmaterialschicht oder an der Leitung D C wo immer einmünden kann; G ist eine
Vorrichtung (Hahn, Ventil oder dergleichen), um die Zuführung der frischen Luft entsprechend
regulären eventuell absperren zu können; H endlich ist eine ähnliche Vorrichtung in der
Leitung A, um auch hier die Luftzuströmung zum Ofen reguliren eventuell ganz absperren zu
können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei Fafspichapparaten mit erhitzter Luft die Anbringung eines Zuleitungsrohres mit einer Regulirvorrichtung zum Einlassen beliebiger Luftmengen für frische Luft in den Raum oberhalb der Brennstoffschicht entweder im Ofen B oder in der Leitung CD.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19352C true DE19352C (de) |
Family
ID=296173
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT19352D Active DE19352C (de) | Neuerungen an Pichapparaten mit erhitzter. Luft |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19352C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2975668A (en) * | 1957-07-01 | 1961-03-21 | Lockheed Aircraft Corp | Optical scanning device |
-
0
- DE DENDAT19352D patent/DE19352C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2975668A (en) * | 1957-07-01 | 1961-03-21 | Lockheed Aircraft Corp | Optical scanning device |
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