DE1934034U - Farbabstreifvorrichtung in farbeimern zum abstreifen ueberschuessiger farbe von weichen farbwalzen. - Google Patents
Farbabstreifvorrichtung in farbeimern zum abstreifen ueberschuessiger farbe von weichen farbwalzen.Info
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Description
Die Patentanwälte
Dipl„-Ing.E„Jourdan ■ . . ■
Dipl.-Ing. W.Beyer
Frankfurt/Main' ' Freiherr-vom-Stein-Str.
In Sachen:
Axel Schäfer
6O79 Sprendlingen
Schulstrasse I5
6O79 Sprendlingen
Schulstrasse I5
Gebrauchsmusteranmeldung
Farbabstreifvorrichtung in Farbeimern
zum Abstreifen überschüssiger Farbe von weichen Farfcwalzen.'
Die Erfindung betrifft eine Farbabstreifvorrichtung in Farbeimern zum Abstreifen überschüssiger Farbe von weichen
Farbwalzen. Derartige Vorrichtungen sind nötig, um die nach einem ,Eintauchen, der weichen'Walze in den Farbinhalt
eines Farbeimers auf und in der Walze haftende übermässige Farbmenge noch in dem Farbeimer beim Herausziehen der Walze
aus demselben abzustreifen. Auf diese Weise w,ird eine
gleichmässige Benetzung der Walze mit Farbe, z.B. Leim-
oder Dispersionsfarbe, und damit auch ein gleichmässiger . Wandanstrich 'erreicht. Außerdem wird das unerwünschte
Abspritzen von Farbe von der Walze weitgehend vermieden.
Aber noch eine andere Aufgabe erfüllen Farbabstreifvorrichtungen.
YQn Zeit zu Zeit während des Anstreichens sowie
nach Beendigung der Arbeit muß die Farbwalze gesäubert werden. Zu diesem?Zweck enthält ein Färbeimer eine die betreffende
Farbe lösende Flüssigkeit. In diese wird die farbverschmierte
Walze eingetaucht und dann an einer Farbabstreifvorrichtung ausgedrückt. Das Eintauchen und Ausdrücken wird so oft wiederholt,
bis die Walze gereinigt ist.
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Gebräuchlich als Farbabstreifvorrichtung ist eine Siebplatte, welche diagonal in den Farbeimer gestellt wird«
Man muß hierbei jedoch mehrere Nachteile'in Kauf nehmen:
Erstens kann der Farbeimer während des Anstreichens nicht
mittels der Farbwalze bis auf den Grund geleert werden, da das schrägstehende Sieb je nach dem Durchmesser der Walze nur
ein mehr oder minder tiefes Eintauchen derselben in den Eimer gestatjteto
Zweitens wirkt eine Siebplatte mit ihrer glatten Oberfläche .
nicht genügend tief in die Walze ein. Das macht sich besonders bei dem erwähnten Reinigen bermerkbar»
Drittens stellt die Siebplatte einen zusätzlichen Einzelgegenstand
dar, der nicht nur an der Arbeitsstelle sondern auch bei den täglichen Fahrten dorthin und zurück Handgriffe erfordert,
leicht vergessen wird und eigentlich als Ballast empfunden·wird.
Der erstgenannte Nachteil,.bei feststehendem schrägen Sieb
beträchtliche Farbreste nicht ausnutzen zu können oder b.ei niedrigem Farbstand im Eimer zum Eintauchen der Walze das
Sieb jedesmal bewegen oder entfernen zu müssen, ließe sich nur umständlich dadurch beseitigen, daß das Sieb senkrecht mit
Abstand an einer Eimerinnenwand angebracht wirdi Außerdem ist
die 'Wirkung eines senkrecht stehenden Siebes nicht so gut wie die eines schräggestellten.
Es ist deshalb auch bereits vorgeschlagen worden, einen ebenen Bereich der Eimerinnenwand mit parallelen linienförmigen
Erhöhungen oder Prägungen in Gestalt liegender I!V" ähnlich einer Pfeilverzahnung zu versehen. Bei dieser
Vorrichtung ist jedoch sowohl die Sieb- als auch die Tiefenwirkung
unbefriedigend.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Farbabstreifvorrichtung
der genannten Art zu schaffen, welche die aufgezeigten Mangel beseitigt, und gleichzeitig gute Sieb- und gute Tiefenwirkung
aufweist« Diese Aufgabe wird gelöst durch die Ausbildung
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eihes Dornenrasters auf einer Abstreiffläche. In vorteilhafter
Ausgestaltung der Erfindung erstreckt sich die Abstreiffläche in einer zur Eimerwand parallelen Ebene vom oberen Rand
des Farbeimers bis auf dessen Grund. Die Abstreiffläche kann dabei auf einer besonderen Platte, die in den Eimer
eingehängt oder eingesetzt wird, oder direkt auf der Innenwand des Farbeimers ausgebildet sein» Im letzteren Fall
ist es wegen der Herstellungskosten vorteilhaft, den Farbeimer aus Kunststoff herzustellen»
In weiterer vorteilhafter Ausbildung der Erfindung sind die Dornen in Reihen angeordnet, wobei die Dornen einer
Re'ihe gegenüber den Dornen der vorhergehenden Reihe jeweils um eine halbe Teilung versetzt sind» Zweckmäßig sind die
Dornen etwa 15 bis 20 mm lang und 3 bis 5 nun stark»
Weitere Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines anhand der Zeichnung erläuterten
Ausführungsbeispiels, Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäß ausgeführten Farbeimer j. ■ in perspektivischer Ansicht mit Blickrichtung
' schräg zur Öffnung,
Fig» 2 das Abrollen einer Farbwalze auf der Farbab-
: streifvorrichtung in Seitenansicht,
Figo 3 als Ausschnitt eine Draufsicht auf das Dornenraster
der Farbabstreifvorrichtung»
Der in Fig» 1 dargestellte Farbeimer 1 mit einem Traghaüsel 2
ist von der gebräuchlichen, langgestreckten Form, die der länglichen Form der Farbwälzen entspricht. Die Längsseiten
des Farbeimers 1 sind eben» Die Innenfläche einer von ihnen, oder aber auch beider, ist als Abstreiffläche 3 ausgebildet»
Die Abstreiffläche 3 ist mit Dornen 4 besetzt und reicht vom
Rand des Farbeimers 1 bis auf dessen Grund»
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Die Dornen 4 "bilden in ihrer Gesamtheit ein Dornenraster,
dessen grundsätzlicher Aufbau aus Pig» 3 hervorgeht» Danach
sind die 'Dornen 4 mit Bezug auf den stehenden Farbeimer in horizontalen Reihen angeordnet, wobei die Dornen aufeinander
folgender Reihen in horizontaler Richtung gegeneinander versetzt sind. Auf diese Weise wird bei einem in senkrechter
Richtung erfolgenden Abrollen einer Farbwalze 5? äie hier
aus einem als Farbbehälter dienenden Farbschwamm 6 mit einem darüber befindlichen Fell 7 besteht, auf dem Dornenraster
gemäß Fig» 2 die Walze 5 über ihre gesamte Länge gleichmäßig durchwalkt und ausgedrückt« Die Dornenanordnung kann wie nach
Fig. 5 so getroffen sein, daß die Dornen jeder zweiten Reihe
untereinander liegen und gegenüber den Dornen der vorhergehenden Reihe jeweils um eine halbe Teilung versetzt sind«
Es ist jedoch auch möglich, die Dornen in einer anderen Reihenfolge und mit anderem Abstandsverhältnis zu versetzen.
Länge und Durchmesser der Dornen 4- sind entsprechend, der
Festigkeit und Steifigkeit des Materials, aus idem der Farbeimer
1 hergestellt wird, sowie nach der Art der zur Verwendung
kommenden Farbwalzen zu xiählen» Bei Eimern aus Kunststoff und
Fellwalzeh wurden gute Erfahrungen mit einem Dornenraster gemacht, dessen Dornen etwa 15 bis 20 mm lang und 3 bis 5 sun
stark waren» Der Abstand der Dornen untereinander war größer gehalten als ihr Durchmesser, sollte jedoch nicht zu groß
sein, um mit einer großen Anzahl.von Dornen auf die Walze einwirken zu können„
Auf den ersten Blick sieht es aus, als ob die Herstellung derartiger, mit Dornen versehener Kunststoffeimer Schwierigkeiten
bereiten würde» Dem ist nicht so·. Um einen für die Formgebung
der Innenwand des Farbeimers verwendeten .Kern nach dem Formgebungsvorgang wieder aus dem Eimer herausziehen zu können,
ist es nur nötig, ihn in den Längsseiten des Farbeimers
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parallelen Ebenen zu teilen» Die Kernsegmente werden dann
nacheinander, zuletzt die die Dornenformen'enthaltenden
Segmente aus dem fertiggeformten Eimer herausgezogen«
Die vorgeschlagene Farbabstreifvorrichtung ist zum Abstreifen überschüssiger Farbe,- z.B, Leim- oder Dispersionsfarbe, von
einer weichen Walze und zum Säubern und Durchspülen dieser Walze in einem ein Lösungsmittel für die Farbe enthaltenden
Eimer gleichermaßen gut geeignet ο Zu der Siebwirkung des Domenrasters tritt eine von den bekannten Farbabstreifsieben
her nicht bekannte Tiefenwirkung, die in einem Durch-w'alken ■
auch innerer Schichten der Farbwalzen zum Ausdruck kommt.
Die genannte Doppelwirkung läßt sich auch mit anderen, äouivialenten, mit einem Dornenraster versehenen Abstreiffiächen
erreichen. Als eine solche,, in den Rahmen der Erfin- ' dung fallende. Ausführung sei beispielhaft die, Ausbildung
eines Dornenrasters auf 'einer besonderen Platte genannt,die
entweder·: in der Weise in einen_Farbeimer eingehängt wird,
daß sie flach an einer Längsfläche desselben anliegt, oder die, wie bisher die Siebe, diagonal in den Farbeimer hinein- gestellt
'wird. Im letzteren Fall.kann sie, zum besseren ■
Ablaufen der aus der Walze gedrückten Flüssigkeit, siebartig durchlöchert sein.
Schutzansnrüche /
Schae 7601/4.I.1966 ' . - 6
Claims (1)
- Schutzansprüche1 ο Farbabstreifvorrichtung in Farbeimern zum Abstreifen überschüssiger Farbe von weichen Farbwalzen, gekennzeichnet durch ein auf einer Abstreiffläche (3) ausgebildetes Dornenraster (4)„2. : Farbabstreifvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreif-.fläche'1 (3) eben ist und die Dornen (4) im wesentlichen senkrecht ,auf ihr stehen«i 3· Farbabstreifvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, d;a'durch gekennzeichnet, daß sich die Abstreiffläche (3) im wesentlichen in einer zur Eimerwand parallelen Ebene vom oberen Hand des Farbeimers (1) bis auf dessen Grund erstreckt.4ο Farbabstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3? dadurch gekennzeichnet-, daß die Abstreiffläche (3) mit dem Dornenraster (4) auf einer besonderen Platte ausgebildet ist, die in den Eimer (1) eingehängt oder eingesetzt ist.' 5· Farbabstreifvorrichtung nach Anspruch 4, d a d'urch gekennzeichnet, daß die Platte siebartig durchlöchert ist.,6I Farbabstreifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1, bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreiffläche (3) mit dem Dornenraster (4) auf der Innenwand des Farbeimers (1) ausgebildet ist.Schae 7601/4.1,1966 - . , - 7 -.7. Farbabstreifvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Farbeimer (1) aus Kunststoff besteht«8. Farbabstreifvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch. gekennzeichnet , daß Dornenraster (4-) auf gegenüberliegenden Innenwänden des Farbeimers (1) angebracht sind ο9 ο Farbabstreifvorrichtung nach einem oder mehreren djer vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge-i kennzeichnet, daß die Dornen (4-) in Reihen angeordnet sind, wobei die Dornen (4) einer Reihe gegenüber den Dornen (4-) der vorhergehenden Reihe .jeweils um eine halbe Teilung versetzt sind* ;1Oo Farbabstreifvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet 9 daß'die Dornen. (4) etwa 15 "bis 20 mm lang und 3 bis- 5 mm stark sind»Schae/7601./13.1.1966
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