DE1930480C - Vorrichtung zum Wechseln einer Sauerstoff-Blaslanze - Google Patents

Vorrichtung zum Wechseln einer Sauerstoff-Blaslanze

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DE1930480C
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Jean-Claude Guenange Moselle Daudu (Frankreich)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sollac SA
Original Assignee
Lorraine de Laminage Continu SA SOLLAC
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wechseln einer Sauerstoff-Blaslanze in einer schwenkbaren oder längsverschiebbaren Abgashaube, die einem um seine geneigte Längsachse rotierenden, metallurgischen Konverter zugeordnet und mit einem in senkrechter Ebene schwenkbaren Halter für die Blaslanze ausgerüstet ist, wobei die Blaslanze mittels eines sie tragenden Lanzen-Wagens auf Führungsbahnen des schwenkbaren Halters verschiebbar ist.
Bei derartigen Konvertern reicht die Blaslanze während des Frischens, wenn sich die Abgashaube ν or der öffnung de·-, Konverters befindet und letzterer unter einem Winkel von etwa IJ ois 30° in bezug auf die Horizontale geneigt ist, durch eine auf der beweglichen, an den vertikalen Abgasabzugkamin angeschlossenen Abgä3haube angeordnete Muffe in den Konverter.
Man kennt Frischöfen nach Art des Kaldo-Ofens, bei welchen die Abgashaube, die 2n einen vertikalen Abzugkarnin angeschlossen ist, auf einem zum Kamin koaxialen Drehzapfen ruht, an welchem eine schwenkbare Auflage oder ein Halter für die Blaslanze unabhängig montiert ist. Diese werden hauptsächlich von zwei mit Führungsbahnen versehenen und schwenkbar an einer durch den Drehzapfen gestützten Achse gelagerten Wangen und von einem auf den Führungsbahnen beweglichen, die Blaslanze tragenden Lanzenwagen gebildet.
Es gibt außerdem eine andere Abgashaube für nach dem Kaldo-Verfahrsn arbeitende Konverter. Um die Konverteröffnung freizugeben, wird die Abgashaube auf einer geradlinigen Bahn durch einfache Verschiebung zurückgefahren.
Wenn die Blaslanze ausgewechselt werden muß, wird die Konverteröffnung zunächst freigegeben, indem man die Abgashaube wegnimmt, sei es durch einfaches Zurückziehen nach hinten, sei es durch s Drehung der Abgashaube. Dann wird der Lanzer.-wagen mit Hilfe von Flaschenzügeii bis zum Ende seiner Bahn zurückgezogen, und man nimmt die Blaslanze weg. Bei dieser Arbeitsweise riskiert rran nicht nur, die Blaslanze auf die Innenfläche der Abgashaube zu stoßen und die Muffe, durch welche sie in die Abgashaube eingeführt wird, zu beschädigen, sondern außerdem ist jede Bewegung auf der oberen . Bühne um die Abgasnaube herum schwierig. Andererseits können in dem Moment, in dem eine neue Blaslanze eingeführt wird, die dabei auftretenden Stöße eine frühzeitige Beschädigung der neuen Blaslanze bewirken.
Bei solchen Vorrichtungen besteht also die Schwierigkeit, die Blaslanze zusammen mit dem Lanzen-
ao wagen aus dem Bereich des Konverters zu entfernen, da infolge der Platzverhältnisse die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Auswechseln der Blaslanze bei einer Vorrichtung der
a5 vorn beschriebenen Art durch geschickte konstruktive Weiterentwicklung der Anlass zu erleichtern. Zur Lösung dieser Aufgabe beidient sich die Erfindung einiger Teilmerkmale, die bei Konvertern ganz anderer Arbeits- und Bauweise in ähnlicher Form be-
3= reits bekannt sind, jedoch nicht ohne weiteres auf Konverter übertragen werden können, die nach dem Kaldo-Verfahren arbeiten.
Es ist nämlich aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1 858 333 bekannt, für Trommelofen, bei denen zum Frischen des Roheisens Sauerstoff oder mit Sauerstoff angereicherte Luft durch eine Blaslanze in den Ofen von einer TrommeJstirnscite her eingefül.rt wird, zur Leistungssteigerung mehrere Ofentrommeln nebeneinander anzuordnen. Bei solchen Anlagen braucht der fortlaufende Frischbetrieb für die Dauer der Neuzustellung einer der Ofeuirommeln nicht unterbrochen zu werden. Zur Minderung des Aufwandes ohne Leistungsverzicht wird dabei für zwei Ofentrommeln nur eine Blaslanze vorgesehen und diese so angeordnet, daß sie wahlweise vor eine Stirnseite einer der beiden Trommeln eingestellt werden kann. Auf diese Weise wird der Umstand ausgenutzt, daß von der gesamten Chargendauer nur die Hälfte auf das Frischen, die übrige Zeit auf das Beschicken,
so Entschlacken, Probeentnehmen und Entleeren entfällt. Hier geht es also um die Einsparung einer zweiten Blasvorrichtung für eine aus zwei oder mehr Trommeln bestehende Anlage. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß bei dem Trommelofen nicht das Wechseln oder Auswechseln, also der Austa-^ch oder Ersatz einer abgenutzten oder beschädigten Blaslanze durch eine neue oder arbeitsfähige Blaslanze im Vordergrund steht. Außerdem unterscheidet sich der Aufbau des Rotorofens von jenem des Kaldo-Ofens.
no so daß gerade die beim Kaldo-Ofen auftretenden oder aurch die vorliegende Erfindung zu lösenden Probleme beim Rotorofen gar nicht vorhanden sind. Der Rotorofen ist an seinen beiden Enden offen, an dem zur Lanzeneinführung dienenden Ofenende fehlt die Abgashaube. Nach der Einführung der Primär-Lanze, die ins Metallbad eintaucht, wird die eine Ofenöffnung so dicht wie möglich verschlossen, und zwar durch den konischen Stopfen der Sekundär-Lanze,
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die den Ofenraum oberhalb des Metallbads mit Sauerstoff versorgt. Die Abgashaube ist hingegen der der Blaslanze abgewandten Ofenöffnung zugeordnet. Die Abgashaube eines Rotorofens ist im allgemeinen auch unverschwenkbar, da der Rotorofen um eine vertikale Achse in die verschiedenen Arbeitsstellungen (Frischen, Entleeren, Beschicken usw.) drehbar ist. Beim Rotorofen ist der Lanzenhalter unabhängig von der Abgashaube und direkt am Lanzenwagen gelagert, dessen Führungsschienen auf einer vom Lanzennalter bzw. von der Abgashavbe unabhängigen Bühne gelagert sind. Bei der bekannten Anordnung wird nun vorgeschlagen, an der Kreuzung der zu zwei nebeneinander angeordneten. Drehöfen führenden Schienen eine Drehscheibe anzuordnen, derart, daß ein und dieselbe Blaslanze abwechselnd für einen der beiden öfen verwendet werden kann. Das Problem des Austausches einer Lanze ist hier nicht angesprochen, bietet aber auch keine Schwierigkeiten, weil die Schienen der Drehscheibe und die Führungsschienen zusammen eine Länge haben, die größer als jene der Blaslanze ist, so daß diese oluie Behinderung »us dem Drehofen vollständig ausgefahren und dann mittels eines Krans von der Bühne abgehoben und wegtransporiiert werden kann. Dabei wird aber das 2weite der Führungsschienenpaare nicht benötigt. Ein Austausch der Blaslanze unter Verwendung der Drehscheibe uud beider Führungsschienenpaare ist nicht möglich, da eine neue Blaslanze samt Lanzenwagen nur auf eines der Fühningsschienenpaare aulgesetzt werden kann, wenn die alte Blaslanze von dem Führungsschienenpaar abgehoben ist. So kann mit dieser bekannten Anordnung in der von der Erfindung erstrebten Hinsicht keine Verbesserung erzielt werden.
Um nun aufgabengemäß das beschädigungsfreie Auswechseln der Blaslanze bei einer Vorrichtung, wie sie ganz vorn umrissen ist, bei den engen und die Bewegungsfreiheit beeinträchtigenden Platzverhältnibsen zu ermöglichen, sieht die Erfindung vor, daß für wenigstens eine von der Arbeitsstellung der Abgashaube abweichende Stellung wenigstens eine Laufbahn für den Lanzmwagen der Blaslanze in Verlängerung der an dem schwenkbaren Halter vorgesehenen Führungsbahnen des Lanzenwagens ortsfest angeordnet ist Während bei der bekannten Anordnung bis an den Konverter geführte feste Laufbahnen und im Abstand vom Konverter auf einer Drehscheibe vorgesehene schwenkbare Laufbahnen vorgesehen sind, die nur bei Rotoröfen möglich sind, wählt die Erfindung in vorteilhafter Weise nicht nur eine einfache Umkehr. Bei ihr sind die beweglichen Führjngsbahnen mit der beweglichen Abgashaube verbunden und die ortsfesten Führungsbahnen in entsprechendem Abstand vorgesehen, so daß die Blaslanze nun trotz des kleinen aui der Bühne zur Verfügung stehenden Raumes ohne Beschädigung schnell ausgewechselt werden kann.
Aus der belgischen Paten'schrift 567 545 ist es bereits bekannt, Laufbahnen in einer geneigten Ebene vorzusehen. Demgegenüber sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß die ortsfeste Laufbahn jeweils in einer geneigten Ebene angeordnet ist, die parallel zu der Ebene de- Führungsbahnen in deren Stellung beim Ein- und Ausfahren der Blaslanze liegt. Man kann den Lanzenwagen dann schnell und ungehindert in der geneigten Stellung ein- und ausfahren. Wenn man zwei Laufbahnen vorsieht, ist es möglich, eine neue Blaslanze auf einer der Laufbahnen vorzubereiten, während die andere Laufbahn dazu dient, die abgenutzte Blaslanze zurückzuziehen. So kann sich der Auswechselvorgang besonders schnell vollziehen, da man nicht erst die abgenutzte Blaslanze aus dem Arbeitsbereich mit einem Kran od. dgl. herauszunehmen braucht, ehe man eine neue Lanze vorbereiten kann.
Aus der belgischen Patentschrift 656 846 ist es bekannt, eine Lanze mit Hilfe einer an einem Kran ίο vorgesehenen Winde in ihre Halterung zu setzen qder aus ihrer Halterung herauszunehmen. Demgegenüber sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß zum •Verschieben des Vsnzenwagens zusammen mit der Blaslanze auf der ortsfesten Laufbahn jeweils eine Winde mit Umlenkrolle vorgesehen ist. Mittels dieser kann der Lanzenwagen leicht und schnell verfahren werden, ohne daß ein großer Platzbedarf vorhanden w?re. Außerdem wird der Zugang zu den Laufbahnen für das Abheben mittels f Ί-.es Kranes nicht behindert.
so Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung sind in der nachfolgenden, an Hand der Zeichnungen gegebenen Beschreibung eines vorteilhaften, nicht begrenzenden Ausführungsbeispieles der Erfindung behandelt. Es zeigt F i g. 1 einen Vertika'schnitt durch die schwenkbare Abgashaube und d'.e Vorrichtung, welcher durch die Längsachse der in die Abgashaube ragenden Blaslanze verläuft, und
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung der
Abgashaube und die auf dem Lanzenwagen befestigte Blaslanze.
Die schwenkbare Abgashaube 1 ist, wie in Fig. 1 dargestellt, an ein gekrümmtes Rohr 2 angeschlossen. Das andere Ende dieses Rohres 2 ist an der Basis eines Schornsteines 3 (Fig. 1) angeordnet. Die Abgashaube ruht ausschließlich auf einem Drehzapfen 4. dessen Basis einen Seitenarm S trägt. Am Ende dieses Seitenarmes 5 ist ein brückenartiges Gerüst 6 befestigt.
Auf dem Körper der Abgashaube 1 sind Muffen 7 und 8 zum Einführen vorgesehen, und zwar einerseits zum Einführen von Zusatzmitteln oder Zuschlagstoffen, wie Erz, Kalk usw., und zum anderen zum Einführen der Blaslanze 9.
Der Sauerstoff wird in. den Konverter mit einer doppeiwandigen Lanze 9 eingeführt. Diese ist mit Anschlußstücken 10 versehen, die mit Hilfe der flexiblen Leitungen 10 α an die Kreisläufe für die Zufuhr und den Rücklauf des Kühlmediums und an
•Ίο eine Quelle für das einzublasende Gas angeschlossen sind. Diese Blaslanze 9 dringt in die Abgashaube 1 über eine Muffe 8 ein, welche Doppelwände 11 aufweist, die denen der Abgashaube 1 und der Muffe 7 gleichen.
Zwischen den beiden Wändenil zirkuliert das Kühlmittel, welches Wasser sein kann. In der Muffe 7 ist eine Einlaufüchurre 12 angeordnet, die mit einem Trichter versehen ist, welcher außerhalb der Abgashaube 1 mündet, während das innere Ende der Einlaufschurre 12 auf dem Niveau der Ausgießöffnung des nicht dargestellten Konverters oder Frischofens liegt.
Die Blaslanze 9, welche in Neigung und Eindringtiefe, d. h. axialer Verschiebung, einstellbar ist, ist mittels Bundringen oder Kragen 14 auf einem Lanzer. wagen 13 befestigt, der auf einem schwenkbaren Halter beweglich und mit Laufrollen 15 versehen ist, welche auf Führungsbahnen, d.h. auf Führungs-
schienen 16, laufen. Diese sind auf zwei Wangen 17 einer geneigten Ebene angeordnet, die parallel zu der ies erwähnten Halters vorgesehen und um eine hori- Ebene liegt, welche durch die horizontale Schwenkjontale Achse 18 schwenkbar. Die Achse 18 ist sehr achse 18 des schwenkbaren Halters 17 und das Zendicht an der Muffe 8 und in deren Achse angeordnet trum der öffnung der die Blaslanze 9 aufnehmenden und in einem Lager- oder Stützbock gelagert. Dieser 5 Muffe 8 an der Abgashaube 1 bestimmt wird, ist direkt auf dem brückenartigen Gestell 6 des Seiten- Die Wangen 23 und 23' werden von einem Tragarmes 5 montiert. Die Bahn, welche durch die Füh- werk gehalten, welches aus Profileisen 25 gebildet ist. rungsschienen bestimmt ist, wird im folgenden Füh- die an der oberen Bühne 26 des Stahlwerkes befestigt iungsbahn 16 genannt. sind. Zum anderen sind öffnungen in der Bühne 26 Man verändert die Neigung und die Eindringtiefe io vorgesehen, um die Handhabung des Lanzenwagen', der Blaslanze 9, sei es getrennt oder gleichzeitig, mit 13 zu gestatten.
Hilfe eines mechanischen Systems 19 mit einem An dem einen, oberen Ende der Wangen 23 und Untersetzungsgetriebemotor, einem Zahnsegment und 23' ist eine Haspel oder Aufzugwinde 27 angebracht, einer. Triebschraube für die Neigung und mit einem die ein Seil 28 auf- oder abrollt. Das Seil 28 läuft über Vorschub- oder Rückzugsystem, welches in seiner 15 zwei Umlenkrollen 29, und ein Ende kann bei 33 am Gesamtheit mit 20 bezeichnet ist und von einer Zahn- hinteren Ende des Lanzenwagens 13 befestigt sein, stange, die an der äußeren unteren Vorderseite des Diese Aufzugwinde 27 steuert folglich die axiale Ver-Lanzenwagens 13 vorgesehen ist, und von einem Schiebung des Lanzenwagens 13 auf den festen Lauf-Zahnritzel, welches beispielsweise am Ende eines bahnen 24 und 24'.
Schnecken-Untersetzungsgetriebes angeordnet ist, ge- ao Schließlich sind andere Mittel zum Handhaben des bildet wird, wobei das Ritzel in die Zahnstange ein- Wagens 13 vorgesehen. Sie sind hauptsächlich von greift. einem Laufkran 30 gebildet, der in geeigneter Weise Anschläge 21 und 22, die an den Enden der Wan- im Tragwerk des Stahlwerkes über den öffnungen der gen 17 angeordnet sind und gegen welche ein am Bühne 26 angeordnet ist und einen Kranhaken 31 Lanzenwagen 13 angeordneter Finger anschlägt, be- »5 aufweist, dessen Winde an einer Laufkatze des Laufgrenzen die Längsbewegung des Lanzenwagens 13 für kraucs angeordnet ist. Der Kranhaken dient zum Abdie maximale Eindringung der Blaslanze 9 in den heben des Wagens 13 der Lanze 9. Ofen und seine maximale, nach hinten zurück- In der Arbeitsstellung I der Abgashaube 1, wenn gezogene Stellung. sich keine Blaslanze auf dei festen Laufbahn 24 oder In dem Fall, in welchem man zwei Laufbahnen 30 ?4' befindet, decken ausreichend starke Metallplatten vorsieht, ist die Vorrichtung, welche Gegenstand der die in der oberen Bühne 16 angebrachten öffnunvorliegenden Erfindung ist, von zwei Paar fester gen ab.
Wangen 23 und 23' gebildet, von denen jedes eine Vor Durchführung des Wechselvorganges der Blas-
der Führungsbahn 16 des schwenkbaren Halters lanze sperrt man, während sich die Abzugkappe 1 in gleiche Laufbahn 24 oder 24'bestimmt. Diese Paare 35 der in Fig. 2 gestrichelt dargestellten Arbeitsstel-
von Wangen 23 und 23' sind in den Verlängerungen lung I befindet, zunächst die Sauerstoffzufuhr sowie
der Wangen 17 für zwei von der Arbeitsstellung ver- den Zu- und Abfluß des Kühlmediums ab und zieht
schiedene Stellungen der Abgashaube 1 angeordnet den Lanzenwagen 13 zurück, bis sein hinterer Finger
(F i g. 2). zur Anlage an dem Anschlag 22 kommt; man bein einem bevorzugten Ausfühningsbeispiel der Er- ♦<> tätigt die Schwenkung der Abgashaube 1, bis der
findung schwenkt die Abzugkappe 1 zwischen zwei schwenkbare Halter bzw. die Führungsbahnen 16 in
Extrem-Stellungen, von denen eine die ist, in welcher derselben vertikalen Ebene wie die Achse der festen
die Mündung der Abgashaube 1 vor dem Ofen ist Laufbahn 24 sind, und man stellt die Neigung des
(Arbeitsstellung, in F i g. 2 mit 1 bezeichnet und ge- schwenkbaren Halters durch Schwenkung um die strichelt dargestellt), und deren andere diejenige ist, 45 horizontale Achse 18 derart ein, daß die beiden
in welcher die Abgashaube 1 vollkommen nach hin- Achsen übereinstimmen, d. h. fluchten (F i g. 2,
ten zurückgeschwenkt ist (dargestellt durch die strich- Pos. III der Haube).
punktierte Linie II in F i g. 2). Die Wangen 23 und Mit Hilfe einer Winde oder eines Linschienen-
23' und ihre Laufbahnen 14 und 24' sind derart vor- aufzuges 32, der unter der oberen Bühne 26 des Stahlgesehen, daß in zwei hinteren Stellungen II und III der 5<> werkes befestigt ist, nimmt man die flexiblen Leitun-
Abgashaube 1 die durch jede der Laufbahnen 24 und gen 10 α ab, welche provisorisch an den Seiten des
24' bestimmte Ebene entsprechend in der Verlange- schwenkbaren Halters angebracht werden. Der An-
rung der Ebene der Führungsschienen 16 der Wangen schlag 22 wird entfernt. Man befestigt das Seil 28 air
17 liegt, wenn diese in die günstigste Stellung für das hinteren Ende 33 des Lanzenwagens 13 und ver-Zurückziehen der Lanze durch ihren Wagen 13 ge- 55 schiebt den Lanzen wagen 13 mit Hilfe der Winde 2"
neigt sind. auf eine der Laufbahnen 24 und 24', beispielsweise
Die Abgashaube 1 kann zwischen den Extrem- auf die Laufbahn 24 bis in die in F i g. 2 dargestellt
Stellungen für bestimmte Operationen, wie Ent- Maximalstellung.
nehmen von Proben, Messen von Temperatur u. dgl., Wenn dieser Arbeitsgang abgeschlossen ist teilweise zurückgeschwenkt werden. 6° schwenkt man die Abgashaube 1 nach hinten in dii
Um zwischen der Führungsbahn 16 des schwenk- in F i g. 2 strichpunktiert dargestellte Endstellung I
baren Halters und den festen Führungsbahnen 24 und so weit, bis die Führungsbahn 16 in der Verlängeruni
24' eine möglichst vollkommene Stetigkeit zu ha.. der Laufbahn 24' liegt, und wenn nötig, richtet mai
sind die Enden der verschiedenen Bahnen 16,24 und die Achse der Führungsbahn 16 des schwenkbare] 24' derart bearbeitet, daß sie praktisch auf demselben 65 Halters mit derjenigen der Laufbahn 24, auf welch
Kreisbogen liegen, dessen Zentrum die Schwenkachse zuvor eine neue, an ihrem Lanzenwagen befestigt
der Abgashaube 1 ist. Blaslanze mit Hilfe des Laufkranes 30 gebrach
Zum anderen ist die feste Laufbahn 24 oder 24' in wurde, aus.
Andere Mittel gleich oder ähnlich der Winde 27 und dem Seil 27 gestatten, den neuen Lanzenwagen und seine Blaslanze auf die Führungsbahn 16 des schwenkbaren Halters 17 zu bringen. Man bringt die Anschläge 22 wieder in ihre Position. Nötigenfalls schwenk» man danach die Abgashaube, um die neue Blaslanze unter den Aufzug 32 zu bringen, mit dessen Hilfe man die Befestigung der flexiblen Leitungen 10 α vornimmt.
Es bleibt nur noch, die Abgashaube 1 zu schwenken, um sie in die Arbeitsstellung I zu bringen. Das Abtransportieren der abgenutzten Blaslanze von ihrer festen Laufbahn kann später besorgt werden, ohne Störungen an dem Rohr des Ofens hervorzurufen.
Es versteht sich, daß man eine Sicherheitsvonichtung vorsehen kann, um jedes Anheben des Lanzenwagens auf der festen Laufbahn solange zu verhindern, wie der Anschlag 22 nicht entfernt wurde.
Obwohl das Ausführungsbeispiel der Erfindung in Verbindung mit einer schwenkbaren Abgashaube he-
o schrieben wurde, kann die Erfindung ebenso bei längsbeweglichen Abgashauben angewandt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
209 645/269
2685

Claims (3)

1 Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Wechseln einer Sauerstoff-Blaslanze in einer schwenkbaren oder längsverschiebbaren Abgasbaube, die einem um seine geneigte Längsachse rotierenden, metallurgischen Konverter zugeordnet und mit einem in senkrechter Ebene schwenkbaren Halter für die Blaslanze ausgerüstet ist, wobei die Blaslanze mittels eines sie tragenden Lanzenwagens auf Führungsbahnen des schwenkbaren Halters verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß für wenigstens eine von der Arbeitsstellung (I) der Abgashaube (1) abweichende Stellung (II oder III) in an sich bekannter Weise wenigstens eine Laufbahn (24 oder 24') für den Lanzenwagen (13) der
"Blaslanze (9) in Verlängerung der an dem schwenkbaren Halter (17) vorgesehenen Führungsbahnen (16) des Lanzenwagens (13) ortsfest angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfeste Laufbahn (24, 24') jeweils in einer geneigten Ebene angeordnet ist, die parallel zu der Ebene der Führungsbahnen (16) in deren Stellung beim Ein- und Ausfahren der Blaslanze (9) liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschieben des Lanzenwagens {13) zusammen mit der Blaslanze (9) auf der ortsfesten Laufbahn (24 oder 24') jeweils eine Winde (27) mit Umlenkrollen (29) vorgesehen ist.

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