DE1930480C - Vorrichtung zum Wechseln einer Sauerstoff-Blaslanze - Google Patents
Vorrichtung zum Wechseln einer Sauerstoff-BlaslanzeInfo
- Publication number
- DE1930480C DE1930480C DE1930480C DE 1930480 C DE1930480 C DE 1930480C DE 1930480 C DE1930480 C DE 1930480C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lance
- exhaust hood
- carriage
- pivotable
- holder
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 8
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 title claims description 8
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 title claims description 8
- 238000007664 blowing Methods 0.000 claims description 14
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 3
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 2
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 2
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 2
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 2
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 2
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 1
- 241001071861 Lethrinus genivittatus Species 0.000 description 1
- 229910000805 Pig iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 1
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 1
- 238000000746 purification Methods 0.000 description 1
- 238000007670 refining Methods 0.000 description 1
- 238000005070 sampling Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wechseln einer Sauerstoff-Blaslanze in einer schwenkbaren
oder längsverschiebbaren Abgashaube, die einem um seine geneigte Längsachse rotierenden, metallurgischen
Konverter zugeordnet und mit einem in senkrechter Ebene schwenkbaren Halter für die Blaslanze
ausgerüstet ist, wobei die Blaslanze mittels eines sie tragenden Lanzen-Wagens auf Führungsbahnen des
schwenkbaren Halters verschiebbar ist.
Bei derartigen Konvertern reicht die Blaslanze während des Frischens, wenn sich die Abgashaube
ν or der öffnung de·-, Konverters befindet und letzterer
unter einem Winkel von etwa IJ ois 30° in bezug auf
die Horizontale geneigt ist, durch eine auf der beweglichen, an den vertikalen Abgasabzugkamin angeschlossenen
Abgä3haube angeordnete Muffe in den Konverter.
Man kennt Frischöfen nach Art des Kaldo-Ofens, bei welchen die Abgashaube, die 2n einen vertikalen
Abzugkarnin angeschlossen ist, auf einem zum Kamin koaxialen Drehzapfen ruht, an welchem eine schwenkbare
Auflage oder ein Halter für die Blaslanze unabhängig montiert ist. Diese werden hauptsächlich
von zwei mit Führungsbahnen versehenen und schwenkbar an einer durch den Drehzapfen gestützten
Achse gelagerten Wangen und von einem auf den Führungsbahnen beweglichen, die Blaslanze tragenden
Lanzenwagen gebildet.
Es gibt außerdem eine andere Abgashaube für nach dem Kaldo-Verfahrsn arbeitende Konverter. Um die
Konverteröffnung freizugeben, wird die Abgashaube auf einer geradlinigen Bahn durch einfache Verschiebung
zurückgefahren.
Wenn die Blaslanze ausgewechselt werden muß, wird die Konverteröffnung zunächst freigegeben, indem
man die Abgashaube wegnimmt, sei es durch einfaches Zurückziehen nach hinten, sei es durch
s Drehung der Abgashaube. Dann wird der Lanzer.-wagen mit Hilfe von Flaschenzügeii bis zum Ende
seiner Bahn zurückgezogen, und man nimmt die Blaslanze weg. Bei dieser Arbeitsweise riskiert rran nicht
nur, die Blaslanze auf die Innenfläche der Abgashaube zu stoßen und die Muffe, durch welche sie in
die Abgashaube eingeführt wird, zu beschädigen, sondern außerdem ist jede Bewegung auf der oberen
. Bühne um die Abgasnaube herum schwierig. Andererseits können in dem Moment, in dem eine neue
Blaslanze eingeführt wird, die dabei auftretenden Stöße eine frühzeitige Beschädigung der neuen Blaslanze
bewirken.
Bei solchen Vorrichtungen besteht also die Schwierigkeit, die Blaslanze zusammen mit dem Lanzen-
ao wagen aus dem Bereich des Konverters zu entfernen, da infolge der Platzverhältnisse die Bewegungsfreiheit
eingeschränkt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Auswechseln der Blaslanze bei einer Vorrichtung der
a5 vorn beschriebenen Art durch geschickte konstruktive
Weiterentwicklung der Anlass zu erleichtern. Zur
Lösung dieser Aufgabe beidient sich die Erfindung einiger Teilmerkmale, die bei Konvertern ganz anderer
Arbeits- und Bauweise in ähnlicher Form be-
3= reits bekannt sind, jedoch nicht ohne weiteres auf Konverter übertragen werden können, die nach dem
Kaldo-Verfahren arbeiten.
Es ist nämlich aus dem deutschen Gebrauchsmuster 1 858 333 bekannt, für Trommelofen, bei denen zum
Frischen des Roheisens Sauerstoff oder mit Sauerstoff angereicherte Luft durch eine Blaslanze in den
Ofen von einer TrommeJstirnscite her eingefül.rt
wird, zur Leistungssteigerung mehrere Ofentrommeln nebeneinander anzuordnen. Bei solchen Anlagen
braucht der fortlaufende Frischbetrieb für die Dauer der Neuzustellung einer der Ofeuirommeln nicht
unterbrochen zu werden. Zur Minderung des Aufwandes ohne Leistungsverzicht wird dabei für zwei
Ofentrommeln nur eine Blaslanze vorgesehen und diese so angeordnet, daß sie wahlweise vor eine Stirnseite
einer der beiden Trommeln eingestellt werden kann. Auf diese Weise wird der Umstand ausgenutzt,
daß von der gesamten Chargendauer nur die Hälfte auf das Frischen, die übrige Zeit auf das Beschicken,
so Entschlacken, Probeentnehmen und Entleeren entfällt.
Hier geht es also um die Einsparung einer zweiten Blasvorrichtung für eine aus zwei oder mehr
Trommeln bestehende Anlage. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß bei dem Trommelofen nicht das
Wechseln oder Auswechseln, also der Austa-^ch oder Ersatz einer abgenutzten oder beschädigten Blaslanze
durch eine neue oder arbeitsfähige Blaslanze im Vordergrund steht. Außerdem unterscheidet sich der
Aufbau des Rotorofens von jenem des Kaldo-Ofens.
no so daß gerade die beim Kaldo-Ofen auftretenden oder
aurch die vorliegende Erfindung zu lösenden Probleme beim Rotorofen gar nicht vorhanden sind. Der
Rotorofen ist an seinen beiden Enden offen, an dem zur Lanzeneinführung dienenden Ofenende fehlt die
Abgashaube. Nach der Einführung der Primär-Lanze, die ins Metallbad eintaucht, wird die eine Ofenöffnung
so dicht wie möglich verschlossen, und zwar durch den konischen Stopfen der Sekundär-Lanze,
930
die den Ofenraum oberhalb des Metallbads mit Sauerstoff versorgt. Die Abgashaube ist hingegen der
der Blaslanze abgewandten Ofenöffnung zugeordnet. Die Abgashaube eines Rotorofens ist im allgemeinen
auch unverschwenkbar, da der Rotorofen um eine vertikale Achse in die verschiedenen Arbeitsstellungen
(Frischen, Entleeren, Beschicken usw.) drehbar ist. Beim Rotorofen ist der Lanzenhalter unabhängig
von der Abgashaube und direkt am Lanzenwagen gelagert, dessen Führungsschienen auf einer vom
Lanzennalter bzw. von der Abgashavbe unabhängigen Bühne gelagert sind. Bei der bekannten Anordnung
wird nun vorgeschlagen, an der Kreuzung der zu zwei nebeneinander angeordneten. Drehöfen führenden
Schienen eine Drehscheibe anzuordnen, derart, daß ein und dieselbe Blaslanze abwechselnd für einen der
beiden öfen verwendet werden kann. Das Problem des Austausches einer Lanze ist hier nicht angesprochen,
bietet aber auch keine Schwierigkeiten, weil die Schienen der Drehscheibe und die Führungsschienen
zusammen eine Länge haben, die größer als jene der Blaslanze ist, so daß diese oluie Behinderung
»us dem Drehofen vollständig ausgefahren und dann mittels eines Krans von der Bühne abgehoben und
wegtransporiiert werden kann. Dabei wird aber das 2weite der Führungsschienenpaare nicht benötigt. Ein
Austausch der Blaslanze unter Verwendung der Drehscheibe uud beider Führungsschienenpaare ist nicht
möglich, da eine neue Blaslanze samt Lanzenwagen nur auf eines der Fühningsschienenpaare aulgesetzt
werden kann, wenn die alte Blaslanze von dem Führungsschienenpaar abgehoben ist. So kann mit dieser
bekannten Anordnung in der von der Erfindung erstrebten Hinsicht keine Verbesserung erzielt werden.
Um nun aufgabengemäß das beschädigungsfreie Auswechseln der Blaslanze bei einer Vorrichtung, wie
sie ganz vorn umrissen ist, bei den engen und die Bewegungsfreiheit beeinträchtigenden Platzverhältnibsen
zu ermöglichen, sieht die Erfindung vor, daß für wenigstens eine von der Arbeitsstellung der Abgashaube
abweichende Stellung wenigstens eine Laufbahn für den Lanzmwagen der Blaslanze in Verlängerung
der an dem schwenkbaren Halter vorgesehenen Führungsbahnen des Lanzenwagens ortsfest
angeordnet ist Während bei der bekannten Anordnung bis an den Konverter geführte feste Laufbahnen
und im Abstand vom Konverter auf einer Drehscheibe vorgesehene schwenkbare Laufbahnen
vorgesehen sind, die nur bei Rotoröfen möglich sind, wählt die Erfindung in vorteilhafter Weise nicht nur
eine einfache Umkehr. Bei ihr sind die beweglichen Führjngsbahnen mit der beweglichen Abgashaube
verbunden und die ortsfesten Führungsbahnen in entsprechendem Abstand vorgesehen, so daß die Blaslanze
nun trotz des kleinen aui der Bühne zur Verfügung stehenden Raumes ohne Beschädigung schnell
ausgewechselt werden kann.
Aus der belgischen Paten'schrift 567 545 ist es bereits
bekannt, Laufbahnen in einer geneigten Ebene vorzusehen. Demgegenüber sieht eine Weiterbildung
der Erfindung vor, daß die ortsfeste Laufbahn jeweils
in einer geneigten Ebene angeordnet ist, die parallel zu der Ebene de- Führungsbahnen in deren Stellung
beim Ein- und Ausfahren der Blaslanze liegt. Man kann den Lanzenwagen dann schnell und ungehindert
in der geneigten Stellung ein- und ausfahren. Wenn man zwei Laufbahnen vorsieht, ist es möglich, eine
neue Blaslanze auf einer der Laufbahnen vorzubereiten, während die andere Laufbahn dazu dient,
die abgenutzte Blaslanze zurückzuziehen. So kann sich der Auswechselvorgang besonders schnell vollziehen,
da man nicht erst die abgenutzte Blaslanze aus dem Arbeitsbereich mit einem Kran od. dgl. herauszunehmen
braucht, ehe man eine neue Lanze vorbereiten kann.
Aus der belgischen Patentschrift 656 846 ist es bekannt,
eine Lanze mit Hilfe einer an einem Kran ίο vorgesehenen Winde in ihre Halterung zu setzen qder
aus ihrer Halterung herauszunehmen. Demgegenüber sieht eine Weiterbildung der Erfindung vor, daß zum
•Verschieben des Vsnzenwagens zusammen mit der
Blaslanze auf der ortsfesten Laufbahn jeweils eine Winde mit Umlenkrolle vorgesehen ist. Mittels dieser
kann der Lanzenwagen leicht und schnell verfahren werden, ohne daß ein großer Platzbedarf vorhanden
w?re. Außerdem wird der Zugang zu den Laufbahnen für das Abheben mittels f Ί-.es Kranes nicht behindert.
so Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der
Erfindung sind in der nachfolgenden, an Hand der Zeichnungen gegebenen Beschreibung eines vorteilhaften,
nicht begrenzenden Ausführungsbeispieles der Erfindung behandelt. Es zeigt F i g. 1 einen Vertika'schnitt durch die schwenkbare
Abgashaube und d'.e Vorrichtung, welcher durch die Längsachse der in die Abgashaube ragenden Blaslanze
verläuft, und
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung der
Abgashaube und die auf dem Lanzenwagen befestigte Blaslanze.
Die schwenkbare Abgashaube 1 ist, wie in Fig. 1 dargestellt, an ein gekrümmtes Rohr 2 angeschlossen.
Das andere Ende dieses Rohres 2 ist an der Basis eines Schornsteines 3 (Fig. 1) angeordnet. Die Abgashaube
ruht ausschließlich auf einem Drehzapfen 4. dessen Basis einen Seitenarm S trägt. Am Ende dieses
Seitenarmes 5 ist ein brückenartiges Gerüst 6 befestigt.
Auf dem Körper der Abgashaube 1 sind Muffen 7 und 8 zum Einführen vorgesehen, und zwar einerseits
zum Einführen von Zusatzmitteln oder Zuschlagstoffen, wie Erz, Kalk usw., und zum anderen zum
Einführen der Blaslanze 9.
Der Sauerstoff wird in. den Konverter mit einer doppeiwandigen Lanze 9 eingeführt. Diese ist mit
Anschlußstücken 10 versehen, die mit Hilfe der flexiblen Leitungen 10 α an die Kreisläufe für die
Zufuhr und den Rücklauf des Kühlmediums und an
•Ίο eine Quelle für das einzublasende Gas angeschlossen
sind. Diese Blaslanze 9 dringt in die Abgashaube 1 über eine Muffe 8 ein, welche Doppelwände 11 aufweist,
die denen der Abgashaube 1 und der Muffe 7 gleichen.
Zwischen den beiden Wändenil zirkuliert das Kühlmittel, welches Wasser sein kann. In der Muffe 7
ist eine Einlaufüchurre 12 angeordnet, die mit einem
Trichter versehen ist, welcher außerhalb der Abgashaube 1 mündet, während das innere Ende der Einlaufschurre
12 auf dem Niveau der Ausgießöffnung des nicht dargestellten Konverters oder Frischofens
liegt.
Die Blaslanze 9, welche in Neigung und Eindringtiefe, d. h. axialer Verschiebung, einstellbar ist, ist
mittels Bundringen oder Kragen 14 auf einem Lanzer. wagen
13 befestigt, der auf einem schwenkbaren Halter beweglich und mit Laufrollen 15 versehen ist,
welche auf Führungsbahnen, d.h. auf Führungs-
schienen 16, laufen. Diese sind auf zwei Wangen 17 einer geneigten Ebene angeordnet, die parallel zu der
ies erwähnten Halters vorgesehen und um eine hori- Ebene liegt, welche durch die horizontale Schwenkjontale
Achse 18 schwenkbar. Die Achse 18 ist sehr achse 18 des schwenkbaren Halters 17 und das Zendicht
an der Muffe 8 und in deren Achse angeordnet trum der öffnung der die Blaslanze 9 aufnehmenden
und in einem Lager- oder Stützbock gelagert. Dieser 5 Muffe 8 an der Abgashaube 1 bestimmt wird,
ist direkt auf dem brückenartigen Gestell 6 des Seiten- Die Wangen 23 und 23' werden von einem Tragarmes
5 montiert. Die Bahn, welche durch die Füh- werk gehalten, welches aus Profileisen 25 gebildet ist.
rungsschienen bestimmt ist, wird im folgenden Füh- die an der oberen Bühne 26 des Stahlwerkes befestigt
iungsbahn 16 genannt. sind. Zum anderen sind öffnungen in der Bühne 26
Man verändert die Neigung und die Eindringtiefe io vorgesehen, um die Handhabung des Lanzenwagen',
der Blaslanze 9, sei es getrennt oder gleichzeitig, mit 13 zu gestatten.
Hilfe eines mechanischen Systems 19 mit einem An dem einen, oberen Ende der Wangen 23 und
Untersetzungsgetriebemotor, einem Zahnsegment und 23' ist eine Haspel oder Aufzugwinde 27 angebracht,
einer. Triebschraube für die Neigung und mit einem die ein Seil 28 auf- oder abrollt. Das Seil 28 läuft über
Vorschub- oder Rückzugsystem, welches in seiner 15 zwei Umlenkrollen 29, und ein Ende kann bei 33 am
Gesamtheit mit 20 bezeichnet ist und von einer Zahn- hinteren Ende des Lanzenwagens 13 befestigt sein,
stange, die an der äußeren unteren Vorderseite des Diese Aufzugwinde 27 steuert folglich die axiale Ver-Lanzenwagens
13 vorgesehen ist, und von einem Schiebung des Lanzenwagens 13 auf den festen Lauf-Zahnritzel,
welches beispielsweise am Ende eines bahnen 24 und 24'.
Schnecken-Untersetzungsgetriebes angeordnet ist, ge- ao Schließlich sind andere Mittel zum Handhaben des
bildet wird, wobei das Ritzel in die Zahnstange ein- Wagens 13 vorgesehen. Sie sind hauptsächlich von
greift. einem Laufkran 30 gebildet, der in geeigneter Weise Anschläge 21 und 22, die an den Enden der Wan- im Tragwerk des Stahlwerkes über den öffnungen der
gen 17 angeordnet sind und gegen welche ein am Bühne 26 angeordnet ist und einen Kranhaken 31
Lanzenwagen 13 angeordneter Finger anschlägt, be- »5 aufweist, dessen Winde an einer Laufkatze des Laufgrenzen
die Längsbewegung des Lanzenwagens 13 für kraucs angeordnet ist. Der Kranhaken dient zum Abdie
maximale Eindringung der Blaslanze 9 in den heben des Wagens 13 der Lanze 9. Ofen und seine maximale, nach hinten zurück- In der Arbeitsstellung I der Abgashaube 1, wenn
gezogene Stellung. sich keine Blaslanze auf dei festen Laufbahn 24 oder
In dem Fall, in welchem man zwei Laufbahnen 30 ?4' befindet, decken ausreichend starke Metallplatten
vorsieht, ist die Vorrichtung, welche Gegenstand der die in der oberen Bühne 16 angebrachten öffnunvorliegenden
Erfindung ist, von zwei Paar fester gen ab.
Wangen 23 und 23' gebildet, von denen jedes eine Vor Durchführung des Wechselvorganges der Blas-
der Führungsbahn 16 des schwenkbaren Halters lanze sperrt man, während sich die Abzugkappe 1 in
gleiche Laufbahn 24 oder 24'bestimmt. Diese Paare 35 der in Fig. 2 gestrichelt dargestellten Arbeitsstel-
von Wangen 23 und 23' sind in den Verlängerungen lung I befindet, zunächst die Sauerstoffzufuhr sowie
der Wangen 17 für zwei von der Arbeitsstellung ver- den Zu- und Abfluß des Kühlmediums ab und zieht
schiedene Stellungen der Abgashaube 1 angeordnet den Lanzenwagen 13 zurück, bis sein hinterer Finger
(F i g. 2). zur Anlage an dem Anschlag 22 kommt; man bein einem bevorzugten Ausfühningsbeispiel der Er- ♦<>
tätigt die Schwenkung der Abgashaube 1, bis der
findung schwenkt die Abzugkappe 1 zwischen zwei schwenkbare Halter bzw. die Führungsbahnen 16 in
Extrem-Stellungen, von denen eine die ist, in welcher derselben vertikalen Ebene wie die Achse der festen
die Mündung der Abgashaube 1 vor dem Ofen ist Laufbahn 24 sind, und man stellt die Neigung des
(Arbeitsstellung, in F i g. 2 mit 1 bezeichnet und ge- schwenkbaren Halters durch Schwenkung um die
strichelt dargestellt), und deren andere diejenige ist, 45 horizontale Achse 18 derart ein, daß die beiden
in welcher die Abgashaube 1 vollkommen nach hin- Achsen übereinstimmen, d. h. fluchten (F i g. 2,
ten zurückgeschwenkt ist (dargestellt durch die strich- Pos. III der Haube).
punktierte Linie II in F i g. 2). Die Wangen 23 und Mit Hilfe einer Winde oder eines Linschienen-
23' und ihre Laufbahnen 14 und 24' sind derart vor- aufzuges 32, der unter der oberen Bühne 26 des Stahlgesehen,
daß in zwei hinteren Stellungen II und III der 5<>
werkes befestigt ist, nimmt man die flexiblen Leitun-
Abgashaube 1 die durch jede der Laufbahnen 24 und gen 10 α ab, welche provisorisch an den Seiten des
24' bestimmte Ebene entsprechend in der Verlange- schwenkbaren Halters angebracht werden. Der An-
rung der Ebene der Führungsschienen 16 der Wangen schlag 22 wird entfernt. Man befestigt das Seil 28 air
17 liegt, wenn diese in die günstigste Stellung für das hinteren Ende 33 des Lanzenwagens 13 und ver-Zurückziehen
der Lanze durch ihren Wagen 13 ge- 55 schiebt den Lanzen wagen 13 mit Hilfe der Winde 2"
neigt sind. auf eine der Laufbahnen 24 und 24', beispielsweise
Die Abgashaube 1 kann zwischen den Extrem- auf die Laufbahn 24 bis in die in F i g. 2 dargestellt
Stellungen für bestimmte Operationen, wie Ent- Maximalstellung.
nehmen von Proben, Messen von Temperatur u. dgl., Wenn dieser Arbeitsgang abgeschlossen ist
teilweise zurückgeschwenkt werden. 6° schwenkt man die Abgashaube 1 nach hinten in dii
Um zwischen der Führungsbahn 16 des schwenk- in F i g. 2 strichpunktiert dargestellte Endstellung I
baren Halters und den festen Führungsbahnen 24 und so weit, bis die Führungsbahn 16 in der Verlängeruni
24' eine möglichst vollkommene Stetigkeit zu ha.. der Laufbahn 24' liegt, und wenn nötig, richtet mai
sind die Enden der verschiedenen Bahnen 16,24 und die Achse der Führungsbahn 16 des schwenkbare]
24' derart bearbeitet, daß sie praktisch auf demselben 65 Halters mit derjenigen der Laufbahn 24, auf welch
Kreisbogen liegen, dessen Zentrum die Schwenkachse zuvor eine neue, an ihrem Lanzenwagen befestigt
der Abgashaube 1 ist. Blaslanze mit Hilfe des Laufkranes 30 gebrach
Zum anderen ist die feste Laufbahn 24 oder 24' in wurde, aus.
Andere Mittel gleich oder ähnlich der Winde 27 und dem Seil 27 gestatten, den neuen Lanzenwagen
und seine Blaslanze auf die Führungsbahn 16 des schwenkbaren Halters 17 zu bringen. Man bringt die
Anschläge 22 wieder in ihre Position. Nötigenfalls schwenk» man danach die Abgashaube, um die neue
Blaslanze unter den Aufzug 32 zu bringen, mit dessen Hilfe man die Befestigung der flexiblen Leitungen
10 α vornimmt.
Es bleibt nur noch, die Abgashaube 1 zu schwenken, um sie in die Arbeitsstellung I zu bringen. Das
Abtransportieren der abgenutzten Blaslanze von ihrer festen Laufbahn kann später besorgt werden, ohne
Störungen an dem Rohr des Ofens hervorzurufen.
Es versteht sich, daß man eine Sicherheitsvonichtung vorsehen kann, um jedes Anheben des Lanzenwagens auf der festen Laufbahn solange zu verhindern, wie der Anschlag 22 nicht entfernt wurde.
Es versteht sich, daß man eine Sicherheitsvonichtung vorsehen kann, um jedes Anheben des Lanzenwagens auf der festen Laufbahn solange zu verhindern, wie der Anschlag 22 nicht entfernt wurde.
Obwohl das Ausführungsbeispiel der Erfindung in Verbindung mit einer schwenkbaren Abgashaube he-
o schrieben wurde, kann die Erfindung ebenso bei
längsbeweglichen Abgashauben angewandt werden.
209 645/269
2685
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Wechseln einer Sauerstoff-Blaslanze
in einer schwenkbaren oder längsverschiebbaren Abgasbaube, die einem um seine geneigte
Längsachse rotierenden, metallurgischen Konverter zugeordnet und mit einem in senkrechter
Ebene schwenkbaren Halter für die Blaslanze ausgerüstet ist, wobei die Blaslanze mittels eines
sie tragenden Lanzenwagens auf Führungsbahnen des schwenkbaren Halters verschiebbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß für wenigstens eine von der Arbeitsstellung (I) der Abgashaube
(1) abweichende Stellung (II oder III) in an sich bekannter Weise wenigstens eine Laufbahn
(24 oder 24') für den Lanzenwagen (13) der
"Blaslanze (9) in Verlängerung der an dem schwenkbaren Halter (17) vorgesehenen Führungsbahnen
(16) des Lanzenwagens (13) ortsfest angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfeste Laufbahn (24,
24') jeweils in einer geneigten Ebene angeordnet ist, die parallel zu der Ebene der Führungsbahnen
(16) in deren Stellung beim Ein- und Ausfahren der Blaslanze (9) liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschieben des
Lanzenwagens {13) zusammen mit der Blaslanze (9) auf der ortsfesten Laufbahn (24 oder 24') jeweils
eine Winde (27) mit Umlenkrollen (29) vorgesehen ist.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2250695A1 (de) | Vorrichtung zum abschlacken von giesspfannen | |
| EP0112540B1 (de) | Anlage zum Führen und Wechseln von Tauchlanzen | |
| DE1909326A1 (de) | Vorrichtung zum OEffnen und Verschliessen des Stichlochs von metallurgischen OEfen | |
| DE1930480C (de) | Vorrichtung zum Wechseln einer Sauerstoff-Blaslanze | |
| EP0005692B1 (de) | Konverteranlage mit einem kippbaren Konverter | |
| DE2136146C3 (de) | Stranggießanlage mit verkürzter Rüstzeit | |
| DE2935297C2 (de) | Anlage zum Beschicken von Lichtbogenöfen | |
| DE3834245C2 (de) | ||
| DE2605365C3 (de) | Vorrichtung zur Entnahme von Proben bzw. zur Durchführung einer Messung in einem metallurgischen Gefäß, insbesondere bei einem Konverter | |
| DE1508298A1 (de) | Stahlwerk | |
| DE1930480B (de) | Vorrichtung zum Wechseln einer Sauer stoff Blaslanze | |
| DE1508154A1 (de) | Metallurgischer Ofen,insbesondere Herdofen,Drehofen,Konverter od.dgl.,mit Blaslanzenwagen | |
| DE3917231C2 (de) | Abstichmaschine | |
| DE2723664C3 (de) | Vorrichtung zum Auswechseln und/oder Instandsetzen des Ausgusses und des AusguBsteins bei einer Stahlpfanne | |
| DE2707734A1 (de) | Einrichtung zum einbringen eines mit einem anfahrkopf versehenen flexiblen anfahrstranges in eine stranggiessanlage | |
| DE2405358C2 (de) | Langgestrecktes, verfahrbares Transportgefäß für flüssige Metalle | |
| DE1433669A1 (de) | Blaseinrichtung zur Durchfuehrung von Aufblaseverfahren | |
| DE1254167B (de) | Metallurgischer Ofen mit Sauerstofflanze | |
| DE1930480A1 (de) | Vorrichtung zum Wechseln eines Sauerstoff-Strahlrohres fuer einen Frischofen | |
| DE3112398C2 (de) | ||
| EP0039303B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Ein- und Ausbringen einer Anfahrkette beim Formatwechsel in einer Stranggiessanlage | |
| DE2851259A1 (de) | Spritzanlage zur mindestens teilweisen heissreparatur von schmelzgefaessen fuer stahl | |
| DE154587C (de) | ||
| DE939831C (de) | Giesswagen | |
| DE1433507C (de) | Konverter-Blasvorrichtung mit mehreren Blaslanzen, die zur wechselweisen Absenkung in einen Konverter an Haltern befestigt sind |