DE1925452B2 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung feinster fasern aus glas - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur herstellung feinster fasern aus glasInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B37/00—Manufacture or treatment of flakes, fibres, or filaments from softened glass, minerals, or slags
- C03B37/01—Manufacture of glass fibres or filaments
- C03B37/06—Manufacture of glass fibres or filaments by blasting or blowing molten glass, e.g. for making staple fibres
- C03B37/065—Manufacture of glass fibres or filaments by blasting or blowing molten glass, e.g. for making staple fibres starting from tubes, rods, fibres or filaments
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zur Herstellung von feinsten Fasern aus Glas oder
ähnlichen Stoffen zur Verwendung als Dämmstoffe, z. B. zum Lärmschutz (Gehörschutzwatte) oder als Grundstoff
für Filter und Filterpapiere.
Zur Herstellung von feinsten Fasern aus Glas über die vorherige Fertigung von Primärfäden sind grundsätzlich zwei Verfahren bekannt, das Ziehen der Primärfäden
unmittelbar aus der Glasschmelze und das Ziehen von Glasstäben.
Die Herstellung von feinsten Fasern über Primärfäden aus der Glasschmelze erfolgt in der Weise, daß aus
einer kleinen Schmelzwanne, bestehend aus feuerfestem Material, in den meisten Fällen Platin, Primärfäden aus
an der Unterseite der Schmelzwanne befindlichen Düsen gezogen werden. Der durch die Düsen
herabfallende Glastropfen wird einem Walzenpaar zugeführt, welches einen Primärfaden vertikal aus den
Düsen nach sich zieht. Durch Führungselemente gelangen die vertikal gezogenen Primärfäden vor einen
Brenner, aus welchem eine nahezu horizontal geführte, mit hoher Geschwindigkeit austretende Flamme dieselben
zerfasert. Die Fasern werden dann über entsprechende Auffangvorrichtungen ihrer Weiterverarbeitung
zugeleitet.
Ein weiteres bekanntes Verfahren befaßt sich mit der Herstellung von feinsten Fasern aus Glasstäben. Bei
diesem Verfahren werden aus vorher gefertigten Glasstäben Primärfäden durch Erweichen des Glasstabes
vertikal nach unten gezogen und diese vor einem Brenner durch eine nahezu horizontal geführte Flamme
mit hoher Austrittsgeschwindigkeit zerfasert.
Beide Verfahren zeigen den Nachteil auf, daß die Primärfäden durch die vertikale Führung nur von einer
Seite der Flamme zugeführt werden. Hierdurch wird die Flamme nicht voll genutzt, so daß das Verfahren äußerst
energieaufwendig ist Bedingt durch die vertikale Primärfadenführung und die horizontale Flammenführung werden entstehende Spieße und abgebrochene
Primärfäden in die Faser befördert und verunreinigen das Produkt. Dies wirkt sich sehr nachteilig beispielsweise bei Gehörschutzwatte aus und kann zu Schädi-
gungen des menschlichen Gehörganges führen.
Bei anderen bekannten Verfahren werden Primärfäden in horizontaler Lage von zwei Seiten einer vertikal
nach unten gerichteten Flamme zugeführt und durch diese zerfasert Diese Verfahren weisen ebenfalls den
Nachteil auf, daß entstehende Spieße und abgebrochene Primärfäden das Produkt verunreinigen und nicht von
ihm abgetrennt werden können.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Anlage zur Herstellung feinster Fasern aus Glas zu schaffen, bei welchem bei weitgehender Ausnutzung der
Flamme reinste Fasern, die nicht durch Spieße oder Tropfen verunreinigt sind, hergestellt werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren und d>e dazu benötigte Anlage weisen gegenüber den bisher bekannten
wesentliche Vorteile auf. Durch die senkrechte Führung der gefeitigten Faser nach oben durch ein
geeignetes Kanalsystem und einem geeigneten Abscheider werden vorhandene Schmelzperlen und Spieße
von der Faser getrennt, so daß als Endprodukt ein völlig sauberes Erzeugnis entsteht.
Das erfindungsgemäße Verfahren sowie eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Anlage werden
nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die dazu gehörige Zeichnung zeigt in der
Fig. 1 den schematischen Aufbau einer Anlage zur Herstellung feinster Fasern aus Glas.
Die erfindungsgemäße Anlage besteht aus einem vertikal r.ach oben gerichteten Blasbrenner 7, zweiseitig
zu diesem angeordneten Förderwalzenpaaren 3 mit zugeordneten Brennern 4 und Fertigungswalzenpaaren
5.
Oberhalb des Brenners ist ein Kanal 8 mit Abscheider 9 angebracht, an dessen Ende sich ein Gebläse 11 zum
Absaugen der Faser auf Band 10 befindet. Die beispielsweise zur Verarbeitung bestimmten Glasstäbe
2 werden, geführt durch Auflageschienen 1 und Förderwalzenpaare 3, einer Flamme des Brenners 4
zugeführt, dort erweicht und ein Primärfaden abgezo-
gen. Die Primärfäden 6 werden von zwei Seiten dem Brenner 7 zum Zerfasern zugeführt. Das Zerfasern
erfolgt durch eine Gas-Luft-Gemisch-Flamme, bei welcher die Auslrittsgeschwindigkeit des Gas-Luft-Gemisches
größer als die Zündgeschwindigkeit des verwendeten Gases ist Die entstehenden Fasern
werden in den Kanal 8 mit geeigneter Länge und geeigneten Durchmesser geblasen und durch den vom
Gebläse It erzeugten Luftstrom auf das luftdurchlässige Band 10 transportiert, wo in bekannter Weise das Vlies
abgenommen wird. Abgesetzte Verunreinigungen der Fasern werden in den Abscheider 9 gebracht und
entfernt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von feinsten Fasern aus Glas oder ähnlichen Stoffen zur Verwendung als
Dämmstoff, beispielsweise zum Lärmschutz oder als Grundlage für Filter und Filterpapiere, bei welchem
Primärfäden von einer Flamme mit hoher Geschwindigkeit zu Faser verblasen werden, indem
Primärfäden in nahezu horizontaler Lage von ein oder zwei Seiten einen Flammenband zugeführt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Flammenband nach oben gerichtet ist, wobei die
entstehenden Fasern durch einen Kanal geführt und schwere Teile in diesem abgesetzt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen
nahezu vertikal nach oben gerichteten Blasbrenner (7), zweiseitig ?u diesem angeordneten Förderwal
zenpaaren (3) mit zugeordneten Brennern (4) und Fertigungswalzenpaaren (5) sowie einen oberhalb
des Blasbrenners (7) nahezu vertikal nach oben angeordneten in nahezu horizontale Lage übergehenden
Kanal (8) mit Abscheider (9) und am Ende befindlichen Gebläse (11) mit zugeordnetem Transportband
(10).
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD13374368 | 1968-07-26 | ||
| DD13374368 | 1968-07-26 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1925452A1 DE1925452A1 (de) | 1970-03-05 |
| DE1925452B2 true DE1925452B2 (de) | 1976-11-04 |
| DE1925452C3 DE1925452C3 (de) | 1977-06-08 |
Family
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1925452A1 (de) | 1970-03-05 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |