DE1920135B2 - Elektrischer lichtbogenofen mit drehkessel - Google Patents
Elektrischer lichtbogenofen mit drehkesselInfo
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- DE1920135B2 DE1920135B2 DE19691920135 DE1920135A DE1920135B2 DE 1920135 B2 DE1920135 B2 DE 1920135B2 DE 19691920135 DE19691920135 DE 19691920135 DE 1920135 A DE1920135 A DE 1920135A DE 1920135 B2 DE1920135 B2 DE 1920135B2
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
- F27D3/00—Charging; Discharging; Manipulation of charge
- F27D3/18—Charging particulate material using a fluid carrier
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
Description
40
30
In Zusammenhang mit elektrischen Lichtbogenofen mit großem Fassungsvermögen ist es bekannt, den Ofen
mit einer sogenannten Drehwanne auszurüsten, um den Einschmelzvorgang zu beschleunigen und somit wirtschaftlicher
zu gestalten. Dutch das ein- oder zweimalige Drehen der Ofenwanne um einen bestimmten Winkel
und erneutes Einfahren der Elektroden werden die noch ungeschmolzenen Teile der Ofeiifüllung rasch niedergeschmolzen
und eine vollständige Verschmelzung erreicht.
Bei den bekannten Lichtbogenofen dieser Art ist die Ofenwanne mit einer äußeren ringförmigen Laufbahn
versehen, die auf Rollen ruhen, die ihrerseits auf einer zum Ausgießen und Abschlacken kippbaren Wiege
befestigt sind. Die Rollen werden über ein Übersetzungsgetriebe durch einen Elektromotor angetrieben
um die gewünschte Drehung der Ofenwanne zu erreichen.
Bei dieser Art Lagerung der Wanne stellt sich aber das Problem einer gleichmäßigen Verteilung des
Kesselgewichtes auf die Rollen. Dieses Problem ist nämlich statisch unbestimmt und läßt sich infolge der
unvermeidlichen Kesseldeformationen konstruktiv schwer lösen. Die Rollen müssen deshalb übermäßig
kräftig bemessen werden, und zwar unter der Annahme, daß von den insgesamt vorhandenen Rollen nur ein Teil
im ungünstigsten Fall sogar nur drei zum Tragen kommen. Diese Forderung wirkt sich selbstverständlich
auf den Preis des Ofens ungünstig aus, da die Rollenböcke relativ teuer sind.
Der Zweck der vorliegenden Hi'n dung ist nunmehr,
einen elektrischen Lichtbogeno'i η mit drehbarer
Ofenwanne /u schaffen, die mit oner auf Schienen abrollenden Kippwiege versehen im der die erwähnten
Nachteile nicht aufweist. Gemäß di-r Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die beiden Schienen der
Kippwiege mittels eines starren rirf lormigen Rahmens
vereiniet sind, der auf seiner UnttTwue tine Lauffläche
60 aufweist, die auf einer entsprechenden festen Gleitfläche
ruht, die mit Aussparungen versehen ist, die für die Zufuhr einer Druckflüssigkeit zwecks Anheben der
Ofenwanne dienen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anschließend anhand der Zeichnung erläutert.
In der Fig. 1 bedeutet 1 die Ofenwanne eines Lichtbogenofens, die in üblicher Weise mit einer
Kippwiege 2 versehen ist, die beim Kippen des Ofens !bzw. der Ofenwanne auf Schienen 3 abrollt, die mittels
eines starren, ringförmigen Rahmens 4 vereinigt sind. Auf der Unterseite dieses Rahmens 4 ist eine Lauffläche
5 angebracht, die auf einer entsprechenden, ringförmigen Gegengleitfläche 6 ruht, die in einem Fundament 7
einbetoniert ist.
Wie aus der Fig.2, die einen Querschnitt durch die
beiden Gleitflächen in größerem Maßstab veranschaulicht, hervorgeht, ist die feste untere Gleitfläche 6 mit
einer ringförmigen Aussparung 8 versehen, die über Bohrungen 9 in Verbindung mit einer unter Druck
stehenden Flüssigkeit, beispielsweise nichtbrennbiires
Öl gebracht b/w. an einer Flüssigkeitspumpe angeschlossen wird.
Sobald die Ofenwanne verdreht werden muß. werden die Elektroden hochgezogen und gleichzeitig die
Flüssigkeitspumpe in Betrieb gesetzt. Die von der Pumpe geförderte Flüssigkeit geiangt dann in die
Aussparung 8. wobei die Pumpe so bemessen sein muß. daß die Flüssigkeit einen genügend hohen Druck
aufweist, um die obere Lauffläche 5 zusammen mit der Kippwiege 2 und der Ofenwanne 1 soweit anzuheben,
daß sich ein Ölfilm zwischen der Lauffläche 5 und der festen Gleitfläche 6 ausbilden kann, wobei der Ölfluß in
F 1 g. 2 mit Pfeilen angedeutet ist. Auf diese Weise ergibt sich ein hydrostatisches Lager für die Ofenwanne,
welches die erforderliche Verdrehung der letzteren mit nur sehr kleinem Kraftaufwand ermöglicht. Nach
erfolgter Verdrehung der Ofenwanne wird die Pumpe abgestellt und die Elektroden wieder gesenkt.
Da die Ofenwanne kein symmetrisches Gebilde ist. befindet sich der Schwerpunkt der zu drehenden und
lagernden Teile nicht im geometrischen Schwerpunkt des tragenden Ölfilmes, sondern er wird etwas
außerhalb desselben liegen. Dies hat zur Folge, daß sich die Gleitflächen in den wenigen belasteten Zonen mehr
voneinander abheben wurden, als in den mehr belasteten und bei extremen Verhältnissen könnte sogar
der Fall eintreten, daß sich die Gleitflächen an den stärker belasteten Stellen trotz großem Druckmittelverbrauches
sich dort berühren würden. Um dies zu vermeiden, kann es daher gegebenenfalls zweckmäßig
sein, die tragende ringförmige Gleitfläche 6 in mehrere Abschnitte 10 zu unterteilen und jeden Abschnitt für
sich an eine Pumpe 11 oder an eine weitere druckerzeugende Zelle ein und derselben Pumpe
anzuschließen, wie in der F i g. 3 schematisch gezeigt ist. Dadurch steigt beim Anheben der Last der Druck in
jedem Abschnitt 10 so hoch bis das Gleichgewicht zwischen der Fördermenge der entsprechenden Pumpe
bzw. Pumpenzelle einerseits und der Druckmittelverbr.uich der Abschnitte andererseits, gegeben durch
Diiick. Spaltweite und geometrische Verhältnisse
besteht Auf diese Weise wird ein sicheres Theben der
gau/en Lauffläche 5 stets gewährleistet.
I ichibogenöfen mit Drehwanne, die mit der beschriebenen
hydrostatischen Lagerung ausgerüstet werden, können leichter und billiger gebaut werden als solche
mn Rollenlagerung. Infolge des kleinen Drehmomentes
an der Wanne ergibt sich für den Drehantrieb ein geringerer Aufwand. Die sonst üblichen Elemente für
die Wannenhalterung beim Kippen des Ofens fallen weg. Die Bewegung der Gieß-Schnau/.e beim Abgießen
wird in horizontaler und vertikaler Richtung gleich groß, wie bei einem Ofen ohne Drehkessel, denn die
Ausbildung des Kesselunterbaues als kippbare Wiege ergibt aus Gründen der Kesselstabilität einen Wälzbogen
mit größerem Radius als eine direkt am Kessel befestigte Wiege aufweist. Dadurch wird auch die
Bewegung der Schnauze größen
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Elektrischer Lichtbogenofen mil drehbarer Ofenwanne, die mit einer auf Schienen abrollenden
Kippwiege versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schienen (3) der
Kippwiege (2) mittels eines starren, ringförmigen Rahmens (4) vereinigt sind, der auf seiner Unterseite
eine Lauffläche (5) aufweist, die auf einer entsprechenden festen Gleitfläche (6) ruht, die mit
Aussparungen (8) versehen ist, die für die Zufuhr einer Druckflüssigkeit zwecks Anheben der Ofenwanne
dienen.
2. Elektrischer Lichtbogenofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Gleitfläche (6)
in mehrere Abschnitte (10) unterteilt ist, vvcbei jeder
:T/;ilabschnitt (10) eine eigene Druckflüssigkeitszu·
'fuhr aufweist.
3. Elektrischer Lichtbogenofen nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß jeder Teilabschniu
von einer anderen Pumpe (11) mit Druckflüssigkeit gespeist wird.
4. Elektrischer Lichtbogenofen nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß jeder Teilabschnitt (10)
mit einer selbständigen druckerzeugenden Zelle ein und derselben Pumpe (11) verbunden ist.
IO
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1089968A CH485995A (de) | 1968-07-19 | 1968-07-19 | Elektrischer Lichtbogenofen mit Drehkessel |
| CH1089968 | 1968-07-19 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1920135A1 DE1920135A1 (de) | 1970-04-09 |
| DE1920135B2 true DE1920135B2 (de) | 1977-01-27 |
| DE1920135C3 DE1920135C3 (de) | 1977-09-15 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3106825A1 (de) * | 1980-02-27 | 1982-06-16 | Elkem A/S, Oslo | Vorrichtung zum intermittierenden bzw. schrittweisen drehen des ofenkoerpers eines elektrometallurgischen schmelzaggregats |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3106825A1 (de) * | 1980-02-27 | 1982-06-16 | Elkem A/S, Oslo | Vorrichtung zum intermittierenden bzw. schrittweisen drehen des ofenkoerpers eines elektrometallurgischen schmelzaggregats |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2013244A1 (en) | 1970-03-27 |
| AT282984B (de) | 1970-07-27 |
| DE1920135A1 (de) | 1970-04-09 |
| SE339735B (de) | 1971-10-18 |
| CH485995A (de) | 1970-02-15 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |