DE1917396C - Einrichtung zur Überwachung des Lau fes eines fadenförmigen Gebildes - Google Patents
Einrichtung zur Überwachung des Lau fes eines fadenförmigen GebildesInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Überwachung des Laufes eines fadenförmigen Gebildes.
Eine solche Überwachung ist bekanntlich erforderlich, um ein Abreißen des fadenförmigen Gebildes
sofort zu signalisieren und gegebenenfalls die Verarbeitungsmaschine abzustellen. Unter einem fadenförmigen
Gebilde werden dabei neben multifilen Fäden und Fasergarnen für die textile Verarbeitung auch
Bändchen, Monofile, Kabel, Cords, Seile od. dgl. verstanden.
Man hat derartige Einrichtungen bereits so aufgebaut, daß auf dem laufenden fadenförmigen Gebilde
ein Fühlorgan aufliegt, das durch dessen Spannung aus einer Ruhelage abgelenkt wird. Bei Fadenbruch
verschwindet die Fadenspannung, so daß das Fühlorgan in seine Ruhelage zurückkehren kann, wobei es
bei einer durch das deutsche Gebrauchsmuster 1 989 744 bekannten Vorrichtung mittels eines Magneten
einen Ankerkontakt (Schutzgaskontakt) zwecks Signalgabe betätig1.. Da hierbei das Fühlorgan
durch den Faden selbst ausgelenkt wird, übt dieses eine gewisse Reibung auf den Faden aus, was insbesondere
bei sehr leicht dehnbaren Fäden zu Schwierigkeiten führen kann.
Es sind weiterhin aus der Siemens-Zeitschrift, Februar 1960, S. 86 bis 89 Stillslandwächier für umlaufende
Wellen bekannt, die nach Art eines Kraftfahrzeugunterbrechers arbeiten, wobei mittels eines auf
der Welle sitzenden Nockens ein Kontakt betätigt wird, der Impulse zu einer Auswertschaltung überträgt.
Eine derartige Einrichtung ist zur Überwachung der Zuführung eines Fadens ungeeignet, da sie einerseits
eine erhebliche Antriebsenergie benötigt und andererseits den zusätzlichen Aufwand der auf Impulse
ansprechenden Auswerteeinrichtung erfordert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Einrichtungen zur Überwachung des Laufes
von fadenförmigen Gebilden zu verbessern und einen Fadenbruch mit größerer Sicherheit zu signalisieren.
Ausgegangen wird von einer bekannten Einrichtung zur Überwachung des Fadenlaufes mit einem Fühlorgan,
durch das ein Magnet in eine ein Signal oder eine Abstellvorrichtung auslösende Stellung auslenkbar
ist. Gelöst wird das Problem dadurch, daß das Fiihlorgan als von dem fadenförmigen Gebilde zumindest
teilweise umschlungenes Reibrad ausgebildet ist, das durch Wirbelstrommitnahme den Magneten gegen
eine Rückstellkraft während des Fadenlaufs auslenkt.
Die erfindungsgemäße Einrichtung nutzt also die Bewegung des fadenförmigen Gebildes selbst aus, indem
es feststellt, ob diese Bewegung bei der Zuführung noch besteht oder nicht. Im Falle eines Fadenbruchs
hinter der Einrichtung bleibt das Reibrad sofort stehen, wodurch der Stillstand des fadenartigen
Gebildes und damit der Fadenbruch signalisiert wird. Diese Signalisierung erfolgt völlig unabhängig davon,
ob auf das hinter dem Reibrad folgende Fadenende noch ein Zug ausgeübt wird oder nicht, so daß Zugspannungen
in diesem Bereich, die ja, wie oben dargelegt, völlig unvermeidbar sind und leicht einen intakten
Faden vortäuschen, die Signalisierung nicht beeinflussen können.
Zweckmäßig läßt man den Magneten in seiner ausgelenkten Lage einen Kontakt, insbesondere einen
Ankerkontakt (Schutzgaskontakt) betätigen, dessen Kontaktzungen von dem Magnetfeld direkt erregt
werden. Bei Verdrehung des Magneten gegen eine Rückstellkraft durch die Wirbelsirommitnahme wird
der Ankerkoniakt vom Streufeld des Magneten erregt, wodurch die ständige ordnungsgemäße Zuführung des
Fadens angezeigt wird. Bei Fadenbruch kehrt der Magnet durch die Rückstellkraft in seine Ruheinge zurück,
wodurch der Ankerkontakt abfällt. Die hier-
durch auftretende Unterbrechung eines Stromkreises stellt das Signal für den Fadenbruch dar. Dieses kann
dann in verschiedener Weise ausgewertet werden, beispielsweise als akustisches oder optisches Signal und
als Signal für die Abstellung der Verarbeitungsma- 5, schine.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf die Einrichtung,
F i g. 2 einen Schnitt durch die Einrichtung gemäß Fig. 1.
Die Einrichtung gemäß den F ι g. 1 und 2 enthält
als Reibrad die Trommel 1, die außen eine nach innen gewölbte Lauffläche für die Mitnahme durch einen
Faden 5 besitzt, der hier die Trommel 1 einmal umschließt. Es ist aber auch möglich, bei ausreichender
Reibung mit einem geringeren Umschlingungswinkel auszukommen. Die Trommel ist auf einem Kugellagero
gelagert, das in einer Nabe 7 läuft, die an einer ortsfesten Grundplatte 8 angebracht ist. Innerhalb der
Trommel ist ein Ringmagnet 2 drehbar gelagert, und zwar auf einem weiteren Kugellager 9, das sich auf der
Außenfläche der Nabe 7 abwälzt. Der Ringmagnet 2 ist diametral zu der Trommel 1 magnetisiert, was
durch die Buchstaben N und S angedeutet ist. Die Ruhelage des Ringmagneten 2 wird durch eine als Rückstellkraft
wirkende Stabfeder 4 herbeigeführt, die an ihrem einen Ende über einen Stift IO an der Grundplatte
8 befestigt ist und deren anderes Ende über eine Verlängerung Il mit der einen Seite des Magneten 2
verbunden ist. Die Verlängerung 11 greift durch ein Fenster 12 in der Grundplatte 8 hindurch, an dessen
einer Seite die Verlängerung 11 unter der Wirkung der Spannung der Feder 4 in der Ruhelage anliegt. Wenn
sich der Faden 5 in Pfeilrichtung bewegt und dadurch die Trommel I gedreht wird, so erfolgt wegen der
Ausbildung der Trommel I aus Metall, insbesondere aus Aluminium, eine Verdrehung des Magneten 2 auf
Grund eines Wirbelstromeffektes, wobei sich der Magnet gegen die Spannung der Feder 4 soweit verdrehen
kann, bis diese die gestrichelt gezeichnete Lage einnimmt,
in welcher die Verlängerung 11 gegen die andere Seite des Fensters 12 anliegt.
Neben dem Magneten 2 in der Ebene senkrecht zur Achse der Trommel 1 ist ein Schutzgaskontakt 3 an
der Grundplatte 8 angebracht. Wie ersichtlich, liegt er zu der in der Fig. 1 dargestellten Ruhelage des Ma
gneten 2 in einem bestimmten Winkel, in welchem das
Streufeld des Magneten 2 noch nicht ausreicht, den Kontakt 3 zu betätigen. Bei Verdrehung des Magnuten
2, die im Uhrzeigersinn erfolgt, nähert sich dessen Nord-Südrichtung einer Parallelen zu der Längsachse
des Schutzgaskontaktes 3 an, wodurch sich das diesen durchsetzende Feld verstärkt und der Kontakt noch
vor Erreichen der gestrichelt gezeichneten Lage ik-Feder
4 zum Ansprechen gebracht wird. In dieser t\ schlosseiien Lage des Kontaktes 3 win· angezeigt. ·.];■:.■
ein Faden5 kontinuierlich bewegt wird, tici Fadenbriu.'·■,
bleibt infolge Wirbelstrombremsung die Trommel j sofort stehen, so daß der Magnet 2 unter der Wirkir^
der Spannung der Feder 4 in die dargestellte Ruheln^.·
zurückkehren kann, wodurch das den Schutzgaskontakt 3 durchsetzende Feld sich soweit abschwächt.
daß der Kontakt abfallen kann. Mit dem Abfall de··.
Kontaktes wird der Fadenbruch signalisiert.
Die vorstehende Beschreibung eines Ausführung
beispiels der Erfindung bezieht sich auf die Mitnahme
durch einen Textilfaden. Eine solche Mitnahme kai,-aber,
wie oben bereits erwähnt, auch durch ein Seil. einen Treibriemen od. dgl. erfolgen. Ebenso ist es
möglich, den Lauf eines Förderbandes mit der erfindungsgemäßen Einrichtung zu überwachen, indem
man das Reibrad mit dem Förderband in Berührung bringt.
Claims (8)
1. Einrichtung zur Überwachung des Laufes eines fadenförmigen Gebildes mit einem Fühlorgan,
durch das ein Magnet in eine ein Signal oder eine Abstellvorrichtung auslösende Stellung auslenkbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Fühlorgan als von dem fadenförmigen Gebilde (5) zumindest teilweise umschlungenes
Reibrad (1) ausgebildet ist, das durch Wirbelstrommitnahme den Magneten (2) gegen eine
Rückstellkraft während des Fadenlaufs auslenkt.
2. Hinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reibrad (1) eine metallische
Trommel enthält, in deren Innenraum der Magnet (2) mit einer Magnetisierungsrichtung untergebracht
ist, die die Trommel diametral durchsetzt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (2) in seiner
ausgelenkten Lage einen Kontakt (3), insbesondere einen Ankerkontakt (Schutzkontakt) betätigt.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankerkontakt (3)
neben dem Magneten (2) in einer Ebene senkrecht zur Trommelachse angebracht ist, und zwar in
einem solchen Winkel zu seiner Längsachse, daß in der Ruhestellung des Magneten' (2) dessen
Streufeld nicht ausreicht, den Ankerkontakt (3) zu betätigen, jedoch bei Verdrehung des Magneten
(2) um einen bestimmten Winkel der Ankerkontakt (2) geschlossen wird.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Reihrad (1)
und der Magnet (2) auf koaxialen Kugellagern (6, 9) gelagert sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugellager auf einer an
einer Grundplatte (8) angebrachten Nabe (7) ruhen, die innen das Kugellager (6) für das Reibrad
(1) und außen das Kugellager (9) für den Magneten (2) trägt.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellkraft eine Federkraft
ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte eine Stabfeder
(4) trägt, die durch ein Fenster (12) in der Grundplatte (8) hindurchgeführt und an der einen Seite
des Magneten (2) befestigt ist.
l>. Hinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Fenster zugleich einen Anschlag für die Verdrehung des Magneten (2) bildet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691917396 DE1917396C (de) | 1969-04-03 | Einrichtung zur Überwachung des Lau fes eines fadenförmigen Gebildes |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19691917396 DE1917396C (de) | 1969-04-03 | Einrichtung zur Überwachung des Lau fes eines fadenförmigen Gebildes |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1917396A1 DE1917396A1 (de) | 1970-11-12 |
| DE1917396B2 DE1917396B2 (de) | 1972-09-14 |
| DE1917396C true DE1917396C (de) | 1973-04-12 |
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