DE1908C - Neuerungen in der Aufhängungsweise der Last an pendelnden an der Wagenachse hängenden Ketten bei Lastwagen etc - Google Patents

Neuerungen in der Aufhängungsweise der Last an pendelnden an der Wagenachse hängenden Ketten bei Lastwagen etc

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DE1908C
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P. LETALLE in Paris
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C1/00Types of vehicles

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Description

1878.
PAUL LETALLE in PARIS.
Neuerungen in der Aufhängungsweise der Last an pendelnden an der Wagenaxe hängenden
Ketten etc. bei Lastwagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Januar 1878 ab.
Gegenstand dieser Erfindung ist ein neues System von Lastwagen, welches sich auf eine neue Art der Aufhängung der Last unter dem Mittelpunkt der Räder gründet, wodurch diese Last in Beziehung auf die Axen ungehindert vorwärts, rückwärts und seitwärts schwingen kann. Hierdurch wird hauptsächlich bezweckt, die Last der directen Einwirkung der durch die Unebenheiten des Bodens hervorgerufenen Rüttlungen und Stöfse zu entziehen, und im Hinblick hierauf, nach Ansicht des Erfinders, folgende Vortheile zu erreichen:
1. Die Stöfse sind zum grofseri Theile aufgehoben und hierdurch die Abnutzung und Zerstörung derjenigen Theile des Fuhrwerks, welche diesen ausgesetzt sind, verzögert.
2. Die zur Ueberwindung der Unebenheiten des Bodens nothwendige mechanische Arbeit wird zum Theil wieder ersetzt, d. h. die zur Erhebung der Last über Unebenheiten geringerer Dimension aufgewendete Arbeit wird theilweise zurückerstattet.
3. Verminderung der Zugkraft, welche bei grofser Geschwindigkeit bis auf ein Drittel derjenigen des bisherigen Wagensystems herabgebracht werden kann.
4. Die Möglichkeit der Vergröfserung der Schnelligkeit der auf den gewöhnlichen Strafsen verkehrenden Beförderungsmittel.
Bei diesem System wirkt die Zugkraft in der Weise auf das Fuhrwerk, dafs sie direct an der Last angreift, und dafs die Bewegung . den Rädern von den schwingenden Aufhängungspunkten der Last mitgetheilt wird, welche unter dem Mittelpunkt der Räder liegen.
Diese Art der Aufhängung mit freier Schwingung der Last wird dadurch erreicht/ dafs die Axe oder die Axen des Wagens mit dem Wagenkasten vermittelst biegsamer Bänder, als Ketten, „Riemen von Leder oder Kautschuk etc. oder durch Gelenkstangen verbunden werden
Die Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnungen zeigen ein Beispiel dieser Aufhängungsart. Ein ähnliches Resultat, wenn auch unvollkommener, soll dadurch erreicht werden, dafs man die Axe, wie in Fig. 3 angegeben, abkröpft, wobei α die Nabe des Rades darstellt, b den Theil der Axe, welcher die Ladung unterstützt und sich in den Lagern c c drehen kann; oder indem man die Last oder den Wagenkasten, wie in Fig. 4 dargestellt, mittelst der Aufhängungsstücke e auf die abgekröpfte Schwinge b setzt, wo alsdann die Axe α gerade ist und h in den Lagern b' und e in den Lagern e' be^ weglich sind.
Das erwähnte System kann auf mancherlei Art, je nach der Gattung der Fuhrwerke, welche demselben angepafst werden soll, ausgeführt werden.
Die gewöhnliche Anordnung (Fig. 1 und 2) besteht in der Anbringung metallener Bogen B unter dem Gestell oder dem Kasten A des Fuhrwerks. Diese Bogen sind durch Schraubenbolzen am Wagenkastengestell befestigt und an ihrem unteren Theil mit einem Ring versehen, durch welchen ein Lederband C oder ein anderes Verbindungsmittel gezogen ist, dessen oberes Ende an einer um die Axe D gelegten Schleife befestigt ist. Aus dieser Anordnung ergiebt sich nicht nur die ungehinderte Schwingung der Last in der Längsrichtung des Wagens, sondern auch nach der Seite desselben, wenn auch nach letzterer schwächer, sobald die Räder einen senkrecht gegen ihre Fläche gerichteten Stofs erhalten oder sich auf einem Terrain bewegen, welches auf der einen Seite des Wagens höher ist, als auf der anderen. Diese Anordnung erlaubt auch eine leichte Abweichung der Axe aus der waagerechten Linie, wenn z. B. eines der Räder einem Hindernifs begegnet oder irgend einem Stofs unterworfen wird.
In gewissen Fällen ist es nützlich, die quer gegen das Fuhrwerk gehenden Schwingungen zu begrenzen. Die Fig. 5 und 6 zeigen eine sehr einfache Anordnung, welche diesen Zweck im Auge hat und in welcher gleichzeitig das durch rasches Fahren auf dem Strafsenpflaster hervorgerufene Rütteln des Wagens durch Federn aufgehoben wird.
Die auf das Gestell α aufgelegte Ladung ruht vermittelst einer Feder b auf einem starken metallenen Rahmen c, der in Form eines Kreisausschnitts ausgehöhlt ist und dessen unterster Theil ein Auge besitzt, dazu bestimmt, die parallel der Axe querlaufende Stange d, welche

Claims (3)

die zu beiden Seiten des Wagens angebrachten beiden Rahmen c miteinander verbindet, aufzunehmen. Ein Bügel C umfafst das Auge- von beiden Seiten und wird gleich diesem von der Stange d durchdrungen. An diesem Bügel ist die Aufhängungskette f befestigt, deren oberes Ende entweder durch einen die Axe umschliefsenden zweiten Bügel oder durch einen an der Axe h befestigten metallenen Ring mit jener verbunden wird, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist. An dem den Wagen zugekehrten Theile des Bügels e ist ein Ring oder Auge angebracht, in welchem eine Kette i eingehängt ist. Das andere Ende derselben ist an der Axe h befestigt. Diese Kette begrenzt die Querschwingungen der Ladung. Versieht man die Kette / mit einer Spannschraube, um sie verlängern oder verkürzen zu können, so hat man die Gröfse der Querschwingungen ganz in seiner Hand, was je nach der Natur der Ladung von sehr grofsem Vortheil sein kann. Diese äufserst einfache Anordnung ändert in nichts den gewöhnlichen Bau der Wagen, die Axen behalten ihre gewöhnliche Form und Dimensionen. Das System kann auf die einfachste Art jeder Gattung von existirenden Fuhrwerken mit zwei oder vier Rädern mit oder ohne Aufhängung angepafst werden. Patenτ-Ansprüche:
1. Das beschriebene Wagensystem, welches im wesentlichen auf der Aufhängung der Last unter der Drehungsaxe der Räder beruht, welche Aufhängung die in gewissen Grenzen ungehinderte Schwingung der Last nach allen Richtungen unter der ziehenden und stofsenden Einwirkung des direct daran gespannten Zngthiers oder Motors gestattet; dieses Resultat wird erreicht mit Hülfe von biegsamen Bändern oder gegliederten Stücken, Ketten etc.
2. Die oben beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten besonderen Anordnungen, welche es ermöglichen, das oben bezeichnete Resultat zu erreichen.
3. Die Anwendung dieses Princips auf alle Beförderungsmittel mit oder ohne Aufhängung, welche auf gewöhnlichen Strafsen oder auf Schienenwegen verkehren, ferner auf Zugmaschinen auf Strafsen, Felder oder Eisenbahnen, auf militairische Trainwagen, auf Kanonenlafetten, überhaupt auf alle Objecte, an welchen man die gewöhnlichen Räder in Anwendung bringt..
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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