DE1908799U - Brille, insbesondere sonnenschutzbrille, mit auswechselbaren brillenglaesern. - Google Patents

Brille, insbesondere sonnenschutzbrille, mit auswechselbaren brillenglaesern.

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DE1908799U
DE1908799U DEW33747U DEW0033747U DE1908799U DE 1908799 U DE1908799 U DE 1908799U DE W33747 U DEW33747 U DE W33747U DE W0033747 U DEW0033747 U DE W0033747U DE 1908799 U DE1908799 U DE 1908799U
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r.A,/öd
DIPL.-ING. H. STEHMANN 85 Nürnberg 2
ESSENWEINSTRASSE 4-6
DIPL.-PHYS. DR. K.SCHWEINZER tel.: kanzlei 0911/203727 privat= 743 ο«
TELEGRAMM-ADRESSE: STEHPATENT PATENTANWÄLTE BANKKONTEN:
DEUTSCHEBANKA-G-NORNBERG NR. 14540 POSTSCHECKKONTO: NÜRNBERG 67081
Nürnberg, den 6.11.1964 17/26
Firma Winter Gesellschaft für Optik und Augenschutz mbH. Fürth/Bay.
Salzstr. J.8
"Brille, insbesondere Sonnenschutzbrille, mit auswechselbaren
Brillengläsern"
Die Neuerung betrifft Brillen, insbesondere Sonnenschutzbrillen, bei welchen das Brillengestell aus einem Oberbügel besteht, an wel-.ehern die auswechselbaren Brillengläser durch Klemmverbindung gehalten sind, wie sie beispielsweise bei der Sportausübung zu jeder Jahreszeit zu Land, zu Wasser und in der Luft, oder auch bei der Freizeitgestaltung, wie Wandern oder dergl. Verwendung finden.
Die Neuerung kann aber auch vorteilhaft bei Brillen der verschiedenartigsten anderen Verwendungsarten Gebrauch finden, wie beispielsweise bei Schutzbrillen in der Industrie, bei Brillen mit optischen Gläsern und dergl. mehr.
Bei Brillen, insbesondere bei Sonnenschutzbrillen, ist die Verwendung auswechselbarer Brillengläser an sich bekannt. Die bekannten Befestigungsarten beruhen im wesentlichen auf der Ausnutzung des Prinzipes der Klemmverbindung. Für die Herstellung solcher Klemmverbindungen bestehen naturgemäss verschiedenartige Ausführungsmöglichkeiten.-- Diesen bekannten Ausführungsmöglichkeiten haftet jedoch der
Für das Auftragsverhältnis gilt die Gebührenordnung der Deutschen Patentanwaltskammer. - Gerichtsstand für Leistung und Zahlung: Nürnberg.
Gespräche am Fernsprecher haben keine rechtsverbindliche Wirkung.
Mangel an, dass die Festigkeit solcher Klemmverbindungen zwischen Brillengestell und Brillengläsern nur dann ausreichend gewährleistet werden kann, wenn die Klemmwirkung der Klemmverbindung ausreichend groß ist. Diese Forderung steht aber im Widerspruch zu den Forderung der leichten und einfachen Auswechselbarkeit der Brillengläser. Andererseits ist aber klar, dass im Falle einer Herabsetzung der Klemmwirkung zur Erleichterung der Auswechselbarkeit die Festigkeit dieser Klemmverbindung zwischen Brillengestell und Brillengläsern nicht mehr1 ausreichend gewährleistet ist, insbesondere in Fällen unsachgemässer Behandlung beim Auswechseln oder nach Ausführung einer größeren Anzahl von Auswechselvorgängen. Die Sicherheit der Verbindung zwischen Brillengestell und den auswechselbaren Brillengläsern ist aber von besonderer Bedeutung insbesondere in solchen Fällen, wo einerseits die Beanspruchung verhältnismässig groß ist, auf der anderen Seite aber von der Zuverlässigkeit dieser Verbindung in nicht geringem Maße auch die Sicherheit des Brillenträgers abhängig ist, wie z.B. beim Skifahren, beim Autofahren, bei industiellen Schutzbrillen, bei Brillen mit optischen Gläsern und dergleichen mehr. Auswechselbarkeit auch durch ungeübte Hand einerseits und ausreichende Gewährleistung der Festigkeit der Klemmverbindung zwischen Brillengestell und Brillengläsern ist aber für die Brillen der genannten Art von besonderer Bedeutung.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, alle diese Nachteile bekannter Brillen mit auswechselbaren Brillengläsern zu vermeiden und eine Verbindung zwischen Brillengestell und auswechselbaren Brillengläsern so auszubilden, dass einerseits in jedem Falle ausreichende Zuverlässigkeit der Verbindung zwischen Gestell und Brillenglas gewährleistet ist;, andererseits aber auch eine leichte AuswechselbarkeJt
auch durch ungeübte Hand sichergestellt wird. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass bei Brillen., insbesondere Sonnenschutzbrillen, bei welchen das Brillengestell aus einem Oberbügel besteht, an welchem die auswechselbaren Brillengläser durch Klemmverbindung gehalten sind, der Oberbügel in einer Längsnut einer Wulst eingebettet ist, die am oberen Rand der Brillengläser sich befindet.
Bei einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel der neuen Brille wird die Klemmverbindung des Oberbügels in der Nut der Wulst mittels einer zusätzlichen Renkverbindung (Bajonettverschluss) gesichert.
Durch diese erfindungsgemässe Einbettung des Oberbügels in die Längsnut der Wulst wird als weiterer Vorteil eine Verstärkung der Steifheit des gesamten Brillengestelles erzielt, so dass der Oberbügel aus einem dünnen und schmalen Metallstreifen hergestellt werden kann, ohne dass dadurch die Festigkeit der ganzen BrJHenanordnung leidet. Andererseits wird durch die Sicherung der Klemmverbindung des Oberbügels in der Nut der Wulst mittels einer zusätzlichen Renkverbindung eine leichte Auswechselbarkeit auch durch ungeübte Hand erreicht; ohne dass dadurch die Klemmwirkung zur Sicherstellung der Festigkeit der Klemmverbindung zwischen Brillengestell und den Brillengläsern zu stark erhöht werden müsste.
Vorteilhafterweise ist die neue Brille mit auswechselbaren Brillengläsern ao ausgebildet, dass die lösbare Klemmverbindung durch Klemmwirkung zwischen Oberbügel und den Flanschen der Längsnut der wulst und diese lösbare Klemmverbindung durch Zusammenarbeit einer oder mehrerer Stifte mit zugeordneten rechtwinkligen Schlitzen in einem oder beiden Flanschen der Längsnut gesichert 1st.
Besonders vorteilhaft ist es, die Wulst mit dem zugeordneten Brillenglas entweder z.B. durch Klebeverbindung fest zu verbinden, oder aber die Wulst mit dem zugeordneten Brillenglas zusammen als ein einziges Stück auszubilden.
Die Brillengläser der neuen Brille können aus farblosem, ein- oder mehrfarbigem Kunststoff bestehen, wobei die Wulst jedes Brillenglases ebenfalls aus Kunststoff bestehen kann, sie können aber auch aus optischem Glas sein und mit einer Wulst aus Kunststoff, z.B. durch Klebeverbindung, verbunden sein.
Bei einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der neuen Brille ist der Oberbügel des Brillengestells aus einem dünnen und schmalen Metallstreifen, der an seinem Nasensteg ein Nasenformstück aus Kunststoff aufweist, das die zugeordneten Ränder der Brillengläser in einer Absetzung, Fase oder dergl. stützend aufnimmt.
Gegebenenfalls kann es von Nutzen und vorteilhaft sein, die Wulst mit seinem zugeordneten Brillenglas nur auf einem Teil der Länge des oberen Brillenglasrandes fest zu verbinden, z.B. bei Sonnenbrillen aus ästhetischen Gründen, oder auch bei Schutzbrillen für die Industrie oder dergl mehr.
Nachfolgend wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels die neue Brille beispielsweise beschrieben, ohne dass dadurch die Neuerung auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt werden soll. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer neuen
Brille, bei der ein Brillenglas abgenommen ist, Fig. 2 eine Aufsicht auf eine mit einem Brillenglas
fest verbundenen Wulst mit Längsnut zur Einbet-
-5-
tung des Oberbügels und mit zwei rechtwinkligen Schlitzen zur Aufnahme jron die Renkverbindung bewirkenden Stiften.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel der neuen Brille ist mit 1 der Oberbügel des Brillengestells bezeichnet, das aus einem durchgehenden dünnen und schmalen Metallstreifen, vorzugsweise mit rechteckigem Querschnitt, besteht und der einen Nasensteg lo, sowie zwei an zugeordneten Enden des Oberbügels angelenkten Haltebügeln 8 aufweist, Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der neuen Brille ist mit dem Nasensteg Io ein Nasenformstück β fest z.B. durch Vernietung verbunden. Dabei bildet der Nasensteg Io mit dem Oberbügel 1 ein einziges Stück und kann z.B. das Nasenformstück 6 durchsetzen oder in einer Nut desselben ruhen.
Der Oberbügel 1 trägt bei sem dargestellten Ausführungsbeispiel für jedes Augenglas 2 je zwei Stifte 4. Mit 5 ist in der Zeichnung die Wulst bezeichnet, die jedem einzelnen Brillenglas 2 zugeordnet ist. Diese Wulst 3 ist vorteilhafterweise aus Kunststoff, kann aber auch aus einem anderen geeigneten Material, z.B. Zellhorn, Metall oder dergl. mehr hergestellt sein.
in
Die Wulst J weist eine Längsnut 9 auf,/die der zugeordnete Teil des Oberbügels 1 eingeschoben und eingebettet wird] dabei ist die Abstimmung der Abmessungen des Oberbügels 1 und der Längsnut 9 aufeinander derart, dass zwischen Oberbügel 1 und den Flanschen dieser Längsnut 9 der Wulst j5 Klemmverbindung besteht.
Die Stifte 4 arbeiten mit rechtwinkligen Schikitzen 5 in einem der Flansche der Längsnut 9 derart zusammen, dass zwischen Oberbügel 1 und Wulst 3 eine Renkverbindung hergestellt ist.
-6-
Es ist klar, dass zur Sicherstellung der Klemmverbindung durch die Renkverbindung das Brillenglas 2 mit der zugeordneten Wulst 3 in den rechtwinkligen Schlitz 5 (bzw. in die rechtwinkligen Schlitze) so auf den Oberbügel aufzuschieben ist, dass die Stifte in das kürzere, nach oben offene Stück des rechtwinkligen Schlitzes 5 eingeführt werden und nach Erreichen der unteren Ecke dieses rechtwinkligen Schlitzes 5 durch den zugeordneten Stift 4, d.h. nach der vollständigen Einbettung des zugeordneten Oberbügels 1 in die Längsnut 9 der Wulst ~5, eine Verschiebung des Brillenglases 2 mit der Wulst 3 derart, dass der Stift 4 bis zum inneren Ende des rechtwinkligen Schlitzes 5 geführt wird, genügt, damit eine allen Ansprüchen gerechte feste Verbindung zwischen Wulst 3 mit Brillenglas 2 und Oberbügel 1 des Brillengestelles hergestellt ist.
Nach Beiarf kann selbstverständlich eine beliebig große oder kleine Anzahl von Stiften 4, die mit zugeordneten rechtwinkligen Schlitzen 5 in der 'Wulst 3 zusammenarbeiten, vorgesehen werden; in Einzelfällen mag auch ein einzelner Stift 4 mit einem einzelnen rechtwinkligen Schlitz 5 ausreichend sein.
Es ist auch möglich, bei einer solchen neuen Brille ein oder mehrere Stifte 4 nicht nur mit rechtwinkligen Schlitzen 5.» sondern auch mit Schlitzen 5 mit einem Scheitelwinkel von weniger als einem rechten Winkel zusammenarbeiten zu lassen, um damit gegebenenfalls eine Verstärkung der Klemmwirkung zu erzielen.
Die Neuerung ist auch nicht darauf beschränkt, Oberbügel 1 mit im wesentlichen rechtwinkligen Querschnitten mit Längsnuten 9 miteinander in Klemmverbindung zu bringenj es können auch Oberbügel 1 mit anderen Querschnitten mit geeignet ausgebildeten Längsnuten 9
-T-
- 7 —
in der mit dem Brillenglas 2 fest verbundenen Wulst Ji in Wirkverbindung gebracht werden.
Die Ausbildung des Nasenformstückes 6 ist natürlicherweise verschieden; besonders vorteilhaft ist dabei., dass ein Teil des Randes des Brillenglases 2 sich auf einer Absetzung oder Fase oder dergl. 7 dieses Nasenformstückes β abstützt, um damit die Stabilität der Anordnung noch weiter zu erhöhen.
-Schutzansprüche-
Patentanwälte Stehmann - Dr. Schweizer

Claims (10)

Schutzansprüche
1. Brille, insbesondere Sonnenschutzbrille., bei welcher das Brillengestell aus einem Oberbügel besteht, an welchem die auswechselbaren Brillengläser durch Klemmwirkung gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberbügel (l) eingebettet ist in einer Längsnut (9) einer Wulst (3), die am oberen Rand der Brillengläser (2) sich befindet.
2. Brille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmverbindung des Oberbügels (l) in der Nut (9) der Wulst (3) gesichert wird mittels einer zusätzlichen Renkverbindung (Bajonettverschluss).
3. Brille nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Klemmverbindung durch Klemmwirkung zwischen dem Oberbügel (1) des Brillengestelles und den Flanschen der Längsnut (9) des Wulstes (3)1 und die lösbare Klemmverbindung durch Zusammenarbeit einer oder mehrerer Stifte (4) mit zugeordneten rechtwinkligen Schlitzen (5) in einem oder beiden Planschen der Nut (9) gesichert wird.
4. Brille nach Ansprüchen 1 bis 3.» dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst (3) mit dem zugeordneten Brillenglas (2) z.B. durch Klebeverbindung fest verbunden ist.
5. Brille nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst (3) mit dem zugeordneten Brillenglas (2) ein einziges Stück bildet.
6. Brille nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5> dadurch gekennzeichnet, dass die Brillengläser (2) aus farblosem, ein- oder
mehrfarbigem Kunststoff bestehen.
-2-
7. Brille nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst (3) jedes Brillenglases (2) aus Kunststoff besteht.
8. Brille nach Anspruch "J3 dadurch gekennzeichnet., dass das Brillenglas (2) aus optischem Glas mit einem Wulst (j) aus Kunststoff z.B. durch Klebeverbindung verbunden ist.
9. Brille nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Brillengestell aus einem dünnen Metallstreifen von vorzugsweise rechteckigem Querschnitt besteht und dass mit dem Nasensteg (lo) des Brillengestells ein Nasenformstück (6) aus Kunststoff fest verbunden ist, das zugeordnete Ränder der Brillengläser in einer Absetzung oder Fase (7) stützend aufnimmt .
10. Brille nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst (3) mit dem zugeordneten Brillenglas (2) nur auf einem Teil der Länge des oberen Randes des Brillenglases (2) fest verbunden ist.
Patentanwälte Stehmann ^ Dr. Schweinzer
DEW33747U 1964-11-07 1964-11-07 Brille, insbesondere sonnenschutzbrille, mit auswechselbaren brillenglaesern. Expired DE1908799U (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1257452B (de) * 1965-05-26 1967-12-28 Artplast Kunststofferzeugnisse Sportschutzbrille, insbesondere fuer Schifahrer
DE29713395U1 (de) * 1997-07-25 1998-12-03 Mandel Peter Friedrich Brille für die Farb-Therapie

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1257452B (de) * 1965-05-26 1967-12-28 Artplast Kunststofferzeugnisse Sportschutzbrille, insbesondere fuer Schifahrer
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