DE1908646C3 - Rührwerk zum Mischen von Milch und deren Produkten - Google Patents
Rührwerk zum Mischen von Milch und deren ProduktenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J11/00—Apparatus for treating milk
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Husbandry (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Mixers Of The Rotary Stirring Type (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rührwerk zum Mischen von Milch und tieren Produkten, mit
einer in einem Rührkessel angeordneten aufrechten und an ihrem Umfang der Strömung angepaßten
Ständersäule, durch die eine Antriebswelle hindurchgeführt ist, an deren oberem, aus der Säule vorstehenden
Hilden wenigstens zwei nach unten in den Riihikessel ragende Rührarme mit geringem Strömungswiderstand
befestigt sind, deren Profil in einem Anstellwinkel zu ihrer Umlaufbahn steht.
Hin solches Rührwerk ist aus der französischen Patentschrift 1464 604 bekannt. Hierbei sind die
Rührarme als greiferähnlicli gebogene und in sich verwundene, sich zum freien linde hin verschniälcrndc!
Flaehmiiterialblatter ausgebildet, die bei ihrer
Drehbewegung eine Verwirbelung erzeugen, welche empfindliches Kiihrgut erheblich beeinträchtigen
kann. Der recht günstige Fördeielfekt dieses Rülirarmprolils
wird durch den Sehaden mehr als ausgeglichen,
welchen die slarke Wiihclbilduiig im Mischgut
bewirken kanu.
Auch aiuleie bekannte Misch- und Rührwerke,
beispielsweise Planeten-, Propeller oder Quirlrührwerke
sind für Mischgut, das eine besonders schonende Behandlung ei fordert, wegen der meist nicht
vermeidbaren hohen Drehzahlen und grollen Schergeschwindigkeiten allgemein wenig geeignet. Beispielsweise
wird beim Rühren oder Mischen von Molkereierzcugnissen wie Milch, Rahm od. dgl. mit
herkömmlichen Rührwerken infolge der starken Verwirbelungen eine Oberflächenvergrößerung erzeugt
die zu verstärkter Oxydation, Ansäuerung oder sonstiger Güteminderung des Rührgutes führen kann.
Nachteilig ist auch, daß bei einer Absenkung des Flüssigkeitsspiegels die mit dem Mischgut benetzten
Rührwerkteile aus dem Mischgut austauchen und oxydieren.
Es ist das Ziel der Erfindung, mit einfachen Miite'n
ein stabiles Rührwerk zu schaffen, mit dem sieh auen empfindliches Mischgut einwandfrei verarbeiten
und das sich bequem in hygienischem Zustand hallen läßt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Rührwerk der eingangs genannten Art vorges-ii'u:^;.. dar.".
die Ständersäule sich nach oben konisch verjüng! und daß die Rührarme mit etwa der Konizität einsprechender
Schrägstellung abwärts verlaufend.-Länsisteile
aufweisen, welche an ihren unleren Ende,* jeweils einen Queransatz tragen, wobei die LüngsieiL
wie auch die Queransätze ein tragflügelartigcs Strömunusprofil
haben. Diese Anordnung gewährleiste1. einen ebenso schonenden wie intensiven Rührvorgang
bei Mischgut verschiedenster Viskosität. Dun' des vorteilhaften Strömungsprofils iowohl der Riihrarm-Längsteile
als auch der daran nach unten angebrachten Queransätze ist der Leistungsbedarf für den
Rührwellenantrieb besonders gering. Die Stellung des Tragflügelprofils der Längsteile in bezug auf du-Umlauf
richtung und der Queransätze in bezug auf den Behälterboden stellt nämlich sicher, daß da-.
Rührgut wirbelarm an die Behälterwandung bzw. an den Boden herangeführt wird. Die Konusform der
Säule trägt wesentlich dazu bei, daß sich im Rühr
kessel bei guter Durchmischurig des Inhalts eine günstige,
weitgehend wirbelfreie Strömung ausbildet, wodurch Schaumbildung und Oxydation des Mischgutes
auf ein Minimum herabgesetzt werden. Die Eigenschaften des Rührgutes werden daher von Veränderungen,
die von bei den herkömmlichen Ausführungen auftretender Oberflächenvergrößerung herrühren,
praktisch nicht beeinflußt. Die bewirken die Queransätze am unteren Ende der Längsteile, die
etwa parallel zum Behälterboden verlaufen und bei niedrigem Flüssigkeitsstand im Rührkessel da
sehiumfreie Rühren fortsetzen, indem das Mischgut gleichmäßig und wirbeiarm an den Boden herangeführt
wird.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Ständersäule neben den konvexen
auch konkave Rundungen am Umfang aufweist, w.i,
sieh ebenfalls auf ein einwandfreies intensives Mischen des Rührgutes auswirkt, und zwar ohne die bei
herknmniliclK'ii Rührwerken vie!i;:di auftretenden
chemischen Veränderungen und Giiteminderungen.
Eine andere Weiterbildung der [Erfindung sieht vor, daß die I.ängsteile und Queransät/e der Riihrarme
überall den gleichen Querschnitt des Strömungsprofils aufweisen. Diese Maßnahme führt zu
einer Fertigungsvcrbilligung und trägt weiter zu günstigen Strömungsverliälinissen im Rührbcliälter bei.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Qiieransät/e etwa in ihrer Mitte
an den Längsteilen der Riihrarnie befestigt sind. Die
Queransälze sind also etwa an ihrem Schwerpunkt gehaltert. Diese Befestigung ist stabil und auch gro-
ßen Beanspruchungen wie z. D. bei hochviskosem
Rührgut ohne weiteres gewachsen.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung erläutert. Darin
zeigt
F i g. 1 eine schematisierte Seitenansicht eines erfindungsgemiißen
Rührwerks,
Fig. 2 eine Schnittansicht entsprechend der Linie
H-II in Fig. I1 wobei die in Fig. 1 nur oberhalb der
Sta'ndcrsäule sichtbare Antriebswelle nicht dargestellt
ist.
Das gezeichnete Rühiwerk ist in einem Riihrkesse!
oder -behälter 1 untergebracht. Es wird von einer Ständersäule 2 getragen, die im Rührkessel I nach
oben ragt. Die konisch ausgebildete Ständersäule 2 kann einen runden oder einen mit Fünbuchuingen
\ersehenen Querschnitt aufweisen, wie das in F i g. 2
zu erkennen ist. Man sieht hier, tluß in diesem Auss
Uze
haben die Lang Rührarme ein tragflugelart.
folgt über ein Ringgetnebe.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Rührwerk zürn Mischen von Milch und deren Produkten, mit einer in einem Rührkessel angeordneten
aufrechten und an ihrem Umfang der Strömung angepaßten Ständersaule, durch die eine Antriebswelle hindurchgeführt ist, an deren
oberem, aus der Säule vorstehenden Ende wenigstens zwei nach unten in den Rührkessel ragende
Rülirarme mit geringem Strömungswiderstand befestigt sind, deren Profil in einem Anstellwinkel
zu ihrer Umlaufbahn steht, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ständersäule (2) sich nach oben konisch verjüngt und daß die Rührarme
mit etwa der Konizität entsprechender Schräüstellung abwärts verlaufende Läiigsieile (3)
aufweisen, welch; an ihren unteren Enden jeweils
einen Queransatz (3') tragen, wobei die Längsteile wie auch die Queransätze ein tragflügelartiges
Strömungsprofil (3") haben.
2. Rührwerk nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß die Ständersäule (2) neben den konvexen auch konkave Rundungen am Umfang
aufweist.
3. Rührwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsteile (3) und Queransätze
(3') dei Rührarme überall den gleichen Querschnitt des Strömungsprofils (3") aufweisen.
4. Rührwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3a
3, dadurch gekennzeichnet, daß ^ie Queransätze (3') etwa in ihrer Mitte an den Längsteilen (3)
der Rührarme befestigt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908646 DE1908646C3 (de) | 1969-02-21 | 1969-02-21 | Rührwerk zum Mischen von Milch und deren Produkten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908646 DE1908646C3 (de) | 1969-02-21 | 1969-02-21 | Rührwerk zum Mischen von Milch und deren Produkten |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1908646A1 DE1908646A1 (de) | 1970-09-03 |
| DE1908646B2 DE1908646B2 (de) | 1973-10-18 |
| DE1908646C3 true DE1908646C3 (de) | 1974-06-06 |
Family
ID=5725867
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691908646 Expired DE1908646C3 (de) | 1969-02-21 | 1969-02-21 | Rührwerk zum Mischen von Milch und deren Produkten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1908646C3 (de) |
-
1969
- 1969-02-21 DE DE19691908646 patent/DE1908646C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1908646A1 (de) | 1970-09-03 |
| DE1908646B2 (de) | 1973-10-18 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: STELZER, ERWIN, ING.(GRAD.), 3530 WARBURG, DE |
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Owner name: STELZER RUEHRTECHNIK GMBH, 3530 WARBURG, DE |
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