DE1908450U - Faltschachtelzuschnitt. - Google Patents
Faltschachtelzuschnitt.Info
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Description
Zur Herstellung von Faltschachteln sind einlagige Zuschnitte mit angeformten, hochklappbaren Randlappen bekannt, die aus
Pappe, Karton od. dgl. bestehen. Die Eckverbindungen der eingeschlagenen Faltränder werden durch vorspringende
Ecklaschen od. dgl. gesichert. Zur Erhöhung der Festigkeit derartiger Faltschachteln ist es ferner bekannt, die zu
faltenden bav. die aufeinander zu faltenden Randlappen mit einem Einstiich aus Leim zu versehen,; wodurch ein zusatz- .
licher Arbeitsgang erforderlich ist. Hinzu kommt noch, daß die Trocknungszeit des jeweils verwendeten Leimes berücksichtigt
werden muß, die eine Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit bei der Faltschachtelherstellung nicht zuläßt.
Demgegenüber ist es das Ziel der Neuerung, einen Faltschachtelzuschnitt
mit angeformten, hochklappbaren Randlappen zu schaffen, der die Erstellung einer Faltschachtel in kürzester
Zeit ohne Verwendung von flüssigem Leim auch am Ver-
- 2
wendungsort selbst ermöglicht und der wirtschaftlich in
seiner Herstellung ist. Hierzu ist ein Faltschachtelzuschnitt
gemäß der Erfindung durch an die Deckel- bzw. Bodenfläche angeformte Längs- bzw. Querlappen und Eckfaltlaschen
mit einseitig im Bereich der bei der Schachtelbildung aufeinander zu faltenden Teilen aufgetragenen, aus Kontaktklebern
bestehenden Flächen gekennzeichnet.
Die Eckfaltlaschen bestehen aus an einen Deckel- bzw. Bodenteil angeformten Kontaktklebern tragenden Haltelaschen,
die zur Schachtelbildung jeweils unter die benachbarten Laschen und Längs- ader Querseitenwandungen geklappt und
durch umklappbare Verstärkungsstreifen fixiert sind.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Neuerung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt:
Pig. 1 einen FaItschachtelzuschnitt mit
- Längs- und Querlappen, die über Eckfältlaschen miteinander verbunden
sind, und
Fig. 2 (fen gleichen Faltschachtelzuschnitt, jedoch mit aufeinandergefalteten
Eckfaltlaschen bzw. Querlappen. In
Fig. 3 ist eine aus dem FaItzuschnitt gem.
Fig. 1 und 2 gebildete Faltschachtel in einer schaubildlichen Ansicht wiedergegeben.
Fig. 4 ist ein Faltschachtelzuschnitt für eine Faltschachtel mit eingezogenen
Seitenwandungen.
— 3 —
Gem. Pig. 1 "bis 3 "besteht ein einlagiger Faltschachtel-Zuschnitt
aus einem etwa rechteckförmigen Boden- bzw.
Deckelteil 10 mit um 90 hochklappbaren Längslappen 11,
12 und Querlappen 13, 14. Die parallel zu den Längs- und Querlappen. 11, 12 und 13, 14 verlaufenden Paltlinien
sind mit 15, 16, 17, 18 bezeichnet. Zur Versteifung der
Randlappen 11 bis 14 sind an diesen um 180 auf die Randlappen auffaltbare streifenförmige Yerstärkungslappen
19, 20 und 21, 22 angeformt, deren Faltlinien bei 23, 24, 25, 26 angedeutet sind. Die Faltlinien 15, 16 sind bis
zu den Faltlinien 25, 26 der Verstärkungslappen 21, 22 und die Faltlinien 17, 18 bis zu den Faltlinien 23, 24
der Yerstärkungslappen 19» 20 geführt.
Zur Ausbildung der späteren Eckverbindungen sind an den Schmalseiten der Längslappen 11, 12 und der Querlappen
13, 14 vorgefaltete Eckabschnitte 27, 28, 29, 30 vorgesehen, die durch perforierte bzw. vorgestanzte Faltlinien 31, 32,
33, 34 in jeweils zwei gleiche, etwa dreieckförmige Abschnitte 27', 27"·, 28', 28», 29', 29", 30·, 30" unterteilt
sind (Fig. l). Der Faltschachtelzuschnitt besteht vorzugsweise
aus Pappe, Karton od. dgl.
Die für die Erstellung der Faltschachtel bestimmten Abschnitte des Zuschnitts sind mit einem Trockenkleber versehen.
.Die Trockenkleber tragenden Abschnitte sind als schwarz ausgezogene Flächen in der Zeichnung dargestellt.
Alle Randlappen, Verstärkungslappen und FaItecken tragen
nur auf begrenzten und sich jeweils gegenüberliegenden Flächen einen Aufstrich aus Kontaktklebern. Hierbei sind
die Klebmittel tragenden streifenförmigen Abschnitte der
Querlappen 13, 14 bis auf die Flächen 27", 28", 29" und 30" der Eekfaltlaschen verlängert, während die entsprechenden
Klebmittelflächen für die Eckfaltlaschenabschnitte 27', 28', 29', 30' auf den Längslappen 11, 12;, und zwar
benachbart zu den verlängerten Faltlinien 17, 18 vorgesehen
s ind.
Die in der Zeichnung angedeuteten Klebmittelflächen können jedoch auch als örtlich begrenzte Flächen ausgebildet sein;
sie sind dann an den beim späteren Gebrauch hauptsächlich beanspruchten Stellen, insbesondere an den Faltstellen,
vorgesehen.
Als Trockenkleber kommen die bekannten Klebmittel zur Anwendung. Diese bestehen z.B. aus Kautschuk, Polyvinyläther
usw. Die Klebverbindung entsteht durch Aufeinanderlegen der
Kontaktflächen, die dann unter leichtem Druck angepreßt bzw. zusammengepreßt werden.
Anstelle von aufgetragenen Trockenklebern können die Kontaktflächen
auch durch Heißsiegeln miteinander "verklebt werden. Das Trägermaterial ist dann an den miteinander zu verklebenden
Abschnitten mit thermoplastischen Kunststoffen beschichtet Die Erwärmung der Kontaktstellen erfolgt entweder mittels beheizter
Metallplatten, durch das Wärmeimpulsverfahren oder
durch Hochfrequenz.
Eine Faltschachtel, der der in Fig. 1 dargestellte Zuschnitt zugrundegelegt ist, wird in der Weise hergestellt, daß zunächst
die Verstärkungslappen 21, 22 auf die entsprechenden Randlappen durch Wenden der Verstärkungslappen um 180 aufgelegt
werden. Durch leichten Druck auf die Verstärkungsstreifen bzw. Querlappen wird eine sehr haltbare Haftverbindung
erzielt. Die so versteiften Randlappen 13, 14 werden in den Faltlinien 17, 18 um 90° hochgeklappt. Gleichzeitig werden
die Eckfaltlaschen 27 bis 30 durch Eindrücken der Laschen im Bereich der Faltlinien 31, 32, 33, 34- eingeklappt, so daß die
Trockenklebmittel tragenden Flächen der Eckfaltlaschenteile 27', 28', 29', 30' auf den entsprechenden Klebmittelflächen
der Längslappen 11 und 12 zu liegen kommen. Gleichzeitig mit dem Einfalten der Eckfaltlaschen werden die Längslappen 11,
hochgeklappt und anschließend die Verstärkungslappen 19, 20
auf die Längslappen 11, 12 aufgelegt, wo^durch gleichzeitig die Eckfältlaschen fixiert sind. Die Abschnitte mit den Klebmittelflächen
werden dann gegeneinandergedrückt.
Es besteht jedoch-auch die Möglichkeit, nach dem Auftragen
des Irockenklebmittels auf den Zuschnitt die Klebmittel tragenden Flächen der Faltecken 27 "bis 30 auf die entsprechenden
Gegenflächen der Längsrandlappen 11, 12 aufzulegen; Die Eckfali3aschen sind dann in ihrer Lage fixiert (Pig. 2).
Ein so vorgefalteter Zuschnitt kann dann für die Verwendung mühelos zu der entsprechenden Faltschachtel gefaltet werden,
was in der Weise erfolgt, daß zunächst die auf dem Bodenbzw. Deckelteil 10 aufgefalteten Querlappen 13, 14 durch
Wenden um 90 hochgeklappt werden. Gleichzeitig mit dem Hochklappen der Querlappen 13, 14 werden die Längslappen
11,-12 hochgestellt, da die entsprechenden Abschnitte der Eckfaltlaschen 27 bis 30 bereits an den entsprechenden
Gegenflächen der Längslappen 11, 12 anhaften. In einem einzigen Faltgang werden somit alle Randlappen "ho^gestellt.
Anschließend werden die Yerstärkungslappen 19 bis 22 auf die bereits hochgestellten Randlappen 11 bis 14 gefaltet.
Die Faltschachtel ist damit fertiggestellt (Fig. 3).
Mit dem in Fig. 4 dargestellten Zuschnitt ist eine Faltschachtel
mit nach innen- eingezogenen Seitenwandungen herstellbar. Der Boden- bzw. Deckelteil des Faltschachtelzuschnittes
ist mit 50 bezeichnet. An den Bodenteil 50 sind Längs- und-Querlappen 51, 52, 53, 54 angeformt, die mittels
um 180° auf die Lappen 51 bis 54 aufklappbarer Yerstärkungslappen 55, 56, 57} 58 verstärkt werden. Die Faltlinien sind
bei 59, 60, 61, 62 und 63, -64, 65, 66 angedeutet. Die Schmalseiten
der Längs- und Querlappen 51 bis 54 sowie der Yerstäri: ungsläppen 55 bis 58 sind zur Lappenmitte eingezogen,
so daß die Faltlinien 63, 64, 65, 66 gegenüber den Faltlinien 59, 60, 61, 62 kurzer bemessen sind.
An die Schmalseiten der Längslappen 51, 52 sind beiderseits faltbare Lappen 70, 71, 72, 73 angeschnitten, deren Faltlinien
bei 74, 75, 76, 77 angedeutet sind. Entsprechend den
Kantenprofilierungen der Schmalseiten der Querlappen 53»
54 und der Verstärkungslappen 57, 58 sind auch die Schmalseiten der Verstärkungslappen 55, 56 ausgebildet bzw. mit
entsprechend profilierten Lappen 80, 81, 82, 83 mit entsprechend
verlaufenden Faltlinien 84, 85, 86, 87 versehen. Die Faltlinien der Verb in dungs läpp en 70 bis 73 sind bei
88, 89, 90, 91 angedeutet.
Die Klebmittelflachen, die entsprechend Fig. 1 und 2 als
schwarz ausgezogene Flächen wiedergegeben sind, sind auf den Längs- und Querlappen 51 bis 54 sowie auf den Verstärkungslappen
55 .-bis 58 streifenförmig aufgetragen. Die Verbindungslappen 70 bis 73 tragen an ihren freien Enden
den Trockenkleber.
Zur Herstellung einer Faltschachtel aus dem in Fig. 4
dargestellten Zuschnitt wird so verfahren, daß zunächst die Lappen 80 bis 83 und die Verbindungslappen 70 bis 73 um 90 hochgestellt werden. Hiernach werden die Querlappen 53, 54 mit den Verstärkungslappen 57, 58 und anschließend die Längslappen 51, 52 mit den Verstärkungslappen -5, 56 um 90 hochgeklappt. Die vorher gefalteten Verbindungslappen 70 bis.73 liegen dann an den hochgestellten Querlappen 53, 54 an. Nunmehr werden die senkrecht stehenden Verstärkungslappen 55, 56 auf die Längslappen 51, 52 und danach die Verstärkungslappen 57, 58 auf die Querlappen 53, 54 gefaltet und durch leichtes Zusammendrücken der gefalteten Teile miteinander verbunden. Durch das Auflegen der Verstärkung släppen 57, 58 auf die Querlappen 53, 54 sind
gleichzeitig die Verbindungslappen 70 bis 73 in ihrer
Lage fixiert, wodurch eine hohe Festigkeit auch bei Faltschachteln mit eingezogenen Seitenwandungen erzielt wird.
dargestellten Zuschnitt wird so verfahren, daß zunächst die Lappen 80 bis 83 und die Verbindungslappen 70 bis 73 um 90 hochgestellt werden. Hiernach werden die Querlappen 53, 54 mit den Verstärkungslappen 57, 58 und anschließend die Längslappen 51, 52 mit den Verstärkungslappen -5, 56 um 90 hochgeklappt. Die vorher gefalteten Verbindungslappen 70 bis.73 liegen dann an den hochgestellten Querlappen 53, 54 an. Nunmehr werden die senkrecht stehenden Verstärkungslappen 55, 56 auf die Längslappen 51, 52 und danach die Verstärkungslappen 57, 58 auf die Querlappen 53, 54 gefaltet und durch leichtes Zusammendrücken der gefalteten Teile miteinander verbunden. Durch das Auflegen der Verstärkung släppen 57, 58 auf die Querlappen 53, 54 sind
gleichzeitig die Verbindungslappen 70 bis 73 in ihrer
Lage fixiert, wodurch eine hohe Festigkeit auch bei Faltschachteln mit eingezogenen Seitenwandungen erzielt wird.
Für die Faltung in den Endzustand genügt lediglich ein
Aufeinanderlegen und Andrücken der zu faltenden Teile in der oben beschriebenen Weise. Alle Zuschnittslappen sind
Aufeinanderlegen und Andrücken der zu faltenden Teile in der oben beschriebenen Weise. Alle Zuschnittslappen sind
in sich in ganzer Fläche verfestigt. Durch den erfindungsgemäß aufgetragenen Trockenkleber ist die Herstellung
von Faltschachteln in kürzester Zeit möglich. Zusätzliche Arbeitsgänge für die Beleimung sind nicht erforderlich.
Die Elastizität der Trockenkleber ermöglicht ein müheloses Glattstreichen bzw. Nachformen der aufeinandergefalteten
Teile, so daß scharfe Begrenzungsränder erhalten werden, die den Faltschachteln ein gefälliges Aussehen verleihen.
Faltschachteln mit eingezogenen Seitenwandungen können bei der Verwendung entsprechend ausgebildeter Zuschnitte genau
so mühelos in kürzester Zeit hergestellt werden wie Faltschachteln mit senkrechten Seitenwandungen.
Außer rechteckigen Schachtelformen können auch alle sonstigen
in Betracht kommenden Behälterformen erfindungsgemäß hergestellt werden. Die in Fig. 1 und 4 dargestellten
Faltzuschnitte können sowohl als Unter- bzw. Oberkarton dienen.
Schutzansprüche:
Claims (2)
1. Faltschachtelzuschnitt mit angeformten, hochklappbaren *
Randlappen, gekennzeichnet durch an die Deckel- bzw. Bodenfläche angeformte Längs- bzw. Querlappen und Eckfaltlaschen mit einseitig im Bereich der bei der Schachtelbildung
aufeinanderzufaltenden Teile aufgetragenen, aus Kontaktklebern bestehenden Flächen.
2. Faltschachtelzaschnitt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Eckfaltlaschen aus an einen Deckelbzw. Bodenteil angeformten Kontaktklebern tragenden
Haltelaschen bestehen, die zur Schachtelbildung jeweils unter die benachbarten Laschen der Längs- oder Querseitenwandungen
geklappt und durch umklappbare Verstärkungsstreifen fixiert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964J0038176 DE1908450U (de) | 1964-10-21 | 1964-10-21 | Faltschachtelzuschnitt. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964J0038176 DE1908450U (de) | 1964-10-21 | 1964-10-21 | Faltschachtelzuschnitt. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1908450U true DE1908450U (de) | 1965-01-14 |
Family
ID=33347851
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1964J0038176 Expired DE1908450U (de) | 1964-10-21 | 1964-10-21 | Faltschachtelzuschnitt. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1908450U (de) |
-
1964
- 1964-10-21 DE DE1964J0038176 patent/DE1908450U/de not_active Expired
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