DE1901351B2 - Geburtszange - Google Patents
GeburtszangeInfo
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- A61B17/00—Surgical instruments, devices or methods
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Description
iO
Die Erfindung betrifft eine Geburtszange, bestehend aus zwei Zangenteilen, die jeveils einen Fingergriff,
einen Mittelschaft und einen Löffel aufweisen und an einem Ende schwenkbar miteinander verbunden sind
derart, daß der Fingergriff von diesem einen Ende der Zangenteile seitlich nach außen wegragt.
Eine bekannte derartige Geburtszange ist im Bereich der Schäfte relativ breit und somit bezüglich ihrer
Anwendbarkeit begrenzt. Außerdem sind die Schäfte mehr oder weniger linear verlaufend ausgebildet, so daß
eine Anpassung an anatomische Gegebenheiten nicht oder nur unvollkommen möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Geburtszange so abzuwandeln, daß die
vorerwähnten Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll erreicht werden, daß die Geburtszange
schmaler und unbegrenzt anwendbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß die sich jeweils vom Fingergriff bis zum Löffelende
erstreckenden Schäfte auf ihrer Innenseite dem Fingergriff benachbart eine Längsausnehmung aufweisen,
und jeder der Schäfte derart gestaltet ist, daß bei geschlossener Zange die Innenseite der Schäfte
einander in dem vor der Ausnehmung liegenden Bereich berühren, und die Schäfte auf ihrem Hauptteil dem
Becken der Mutter entsprechend derart gekrümmt sind, daß die Zugachse des mütterlichen Beckens im
wesentlichen in einer Ebene liegt, in der bei Benutzung <,<
> der Zange auch die Fingergriffe liegen.
Die Teile einer so ausgebildeten Zange weisen die geringstmöglichen Abmessungen auf. Die Ausnehmung
ermöglicht eine gute Kontrolle des ausgeübten Druckes, so daß ein unzulässig großer Druck vermieden werden (,5
kann. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn eine Zugkraft ausgeübt wird.
Es ist zwar bereits eine Geburtszange bekannt, deren Schäfte gekrümmt sind. Jedoch weist diese Geburtszange
die Vorteile des Anmeldungsgegenstandes nicht auf, da die anderen wesentlichen Merkmale fehlen, insbesondere
jene, die die Begrenzung des auf den Kopf des Kindes ausgeübten Druckes bewirken.
Vorteilhaft sind die Längsausnehmungen so bemessen, daß sie einen dicken Mittelfinger aufnehmen
können. Im übrigen ist es vorteilhaft, die Geburtszange so auszubilden, daß beide Zangenteile voneinander
trennbar sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 die Draufsicht auf eine in Schließstellung befindliche Geburtszange,
Fig. 2 eine entsprechende Darstellung der geöffneten
Geburtszange,
F i g. 3 die dazugehörige Seitenansicht, die auch die an
das Becken angepaßte Krümmung der Schäfte erkennen läßt,
Fig. 4 die perspektivische Teildarstellung des Schwenklagers,
Fig.5 einen Schnitt durch das Becken einer Gebärenden mit einer perspektivischen Darstellung der
Hand eines Geburtshelfers, der die Geburtszange gemäß der Erfindung benutzt,
F i g. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 der F i g. 5.
Die Geburtszange 10 besteht aus zwei länglichen Zangenteilen 12 und 14, die an einem ihrer Enden
schwenkbar miteinander verbunden sind, so daß diese Zangenteiie gemäß der Darstellung in den F i g. 1 und 2
gegeneinander verschwenkbar sind. Die beiden Zangenteiie 12 und 14 sind an ihren vorderen Enden mit
löffelartigen Teilen 16 versehen, die entsprechend der Gestalt eines Kindskopfes geformt sind und mit diesem
in Eingriff kommen sollen. Die beiden Löffel 16 sind gemäß der Darstellung in F i g. 3 auf ihrer Innenseite mit
einer Einbuchtung 18 versehen. Die Löffel 16 gehen nach hinten in gleichmäßig gekrümmte Schäfte 20 über.
Bei der Krümmung der Schäfte 20 handelt es sich um die in Fachkreisen als »Beckenkrümmung« (perineal curve)
bezeichnete Krümmung. Dank der Tatsache, daß die Geburtszange 10 eine Beckenkrümmung hat, kann man
die in F i g. 5 am besten dargestellte Handhabung anwenden, bei der der Zug eines Geburtshelfers an der
Geburtszange in Längsrichtung der Achse des Beckens der Gebärenden verläuft. Mit anderen Worten, die
Beckenkrümmung der Geburtszange 10 bewirkt, daß der Geburtshelfer in Richtung der Zugachse des
Beckens der Gebärenden zieht. Die Schäfte 20 sind ferner an ihrem hinteren Ende mit seitlich nach außen
ragenden Teilen 22 versehen, die gemeinsam eine Erweiterung 24 zwischen den Innenseiten der Schäfte
20 bilden. Die Erweiterung 24 ist groß genug, um auf die in F i g. 6 dargestellte Weise einen dicken Mittelfinger
aufzunehmen.
Die Schäfte 20 sind an ihren hinteren Enden durch eine allgemein mit 30 bezeichnete und in F i g. 4
dargestellte Schwenkverbindung miteinander verbunden. Die Schwenkverbindung 30 besteht aus zwei
seitlich nach innen ragenden Gabelarmen 32 am Zangenteil 12, wobei zwischen diesen Gabelarmen 32
etwa in der Mitte derselben ein Zapfen 34 angeordnet ist. Die Schwenkverbindung 30 besteht ferner aus einer
vom Zangenteil 14 seitlich nach innen ragenden Zunge 36, in der ein Schlitz 37 ausgebildet ist, wobei diese
Zunge 36 so bemessen ist, daß sie sich mit geringem Spiel in den Zwischenraum zwischen den Gabelarmen
32 einpaßt. Das Zangenteil 14 ist in der Nähe der Zunge
36 an seiner Oberfläche derart gestaltet, daß es die
freien Enden der Gabelarme 32 aufnimmt, so daß die Zange gemäß der Darstellung in F i g. 1 und 2 eine glatte
durchgehende Oberfläche hat.
Die hinteren Enden der Schäfte ?0 sind mit seitlich
nach außen ragenden Fingergriffen 40 versehen, die so bemessen und gestaltet sind, daß der Geburtshelfer
seinen Zeigefinger und den Ringfinger gemäß der Darstellung <n den Fig. 5 und 6 um diese Fingergriffe
legen kann.
Die Arbeitsweise der Geburtszange 10 ist teilweise in den Fig.5 und 6 dargestellt. Wie oben bereits erwähnt
wurde, zeigt Fig. 5 auch das typische Axialzugprinzip der Geburtszange, das sich daraus ergibt, daß der Schaft
20 mit einer Beckenkrümmung versehen ist. Wenn der Geburtshelfer die Geburtszange 10 in der dargestellten
Weise hält, drückt diese Geburtszange aus sich heraus nicht auf den Kindskopf. Der Geburtshelfer treibt die
Geburtszange vielmehr in die Öffnungsstellung, da er eine Öffnungskraft auf die Fingergriffe 40 ausübt, wenn
er in Richtung der Zugachse zieht. Die Geburtszange wiikt daher wie eine Zwischenlage zwischen dem
Kindskopf und den Beckenwänden, und die Druckkraft auf den Kindskopf leitet sich nur vom Becken der
Gebärenden her.
Die Erweiterung 24 zwischen den Schäften 20 der Zangenteile 12, 14 bildet nicht nur eine zweckmäßige
Aufnahme für den Mittelfinger des Geburtshelfers, sondern stellt auch eine Sicherung insofern dar, als der
Mittelfinger des Geburtshelfers eine zufällige oder ungewollte Zusammendrückung der Zangenteile durch
den Geburtshelfer verhindert. Die Erweiterung 24 der beschriebenen Größe ist nicht unbedingt erforderlich
aber sehr wünschenswert.
Man beachte, daß die Geburtszange 10 gemäß der Erfindung kleiner und kompakter ist als die herkömmlich
verwendeten Geburtszangen mit sich kreuzenden Zangenteilen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Geburtszange, bestehend aus zwei Zangenteilen, die jeweils einen Fingergriff, einen Mittelschaft
und einen Löffel aufweisen und an einem Ende ί schwenkbar miteinander verbunden sind derart, daß
der Fingergriff von diesem einen Ende der Zangenteile seitlich nach außen wegragt, dadurch
gekennzeichnet, daß die sich jeweils vom Fingergriff bis zum Löffelende erstreckenden
Schäfte auf ihrer Innenseite dem Fingergriff benachbart eine Längsausnehmung aufweisen, und
jeder der Schäfte derart gestaltet ist, daß bei geschlossener Zange die Innenseite dei' Schäfte
einander in dem vor der Ausnehmung liegenden r> Bereich berühren, und die Schäfte auf ihrem
Hauptteil dem Becken der Mutter entsprechend derart gekrümmt sind, daß die Zugachse des
mütterlichen Beckens im wesentlichen in einer Ebene liegt, in der bei Benutzung der Zange auch die
Fingergriffe liegen.
2. Geburtszange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsausnehmungen (24) so
bemessen sind, daß sie einen dicken Mittelfinger aufnehmen.
3. Geburtszange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zangenteile (12, 14)
voneinander trennbar sind.
Applications Claiming Priority (1)
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