DE190045C - - Google Patents

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DE190045C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L5/00Drawing boards
    • B43L5/02Drawing boards having means for clamping sheets of paper thereto
    • B43L5/025Drawing boards having means for clamping sheets of paper thereto with paper rolls
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L13/00Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
    • B43L13/02Draughting machines or drawing devices for keeping parallelism
    • B43L13/04Guides for rulers
    • B43L13/046Guides for rulers with cables

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 7Oe. GRUPPE
Zeichenbrett. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. März 1905 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung an Reißbrettern, durch welche die Vorteile des liegenden und des stehenden
. Brettes vereinigt und die Nachteile beider Bauarten vermieden werden sollen. Sie beruht darauf, daß das Zeichenpapier auf dem Brette beweglich ist und in gleichem Sinne, wie die parallele Schiene auf und nieder verschoben werden kann und dabei stets parallele Kantenlagen beibehält, so daß über jeder beliebigen Stelle der Breitenrichtung (von links nach rechts) des Reißbrettes jede beliebige Stelle der . Höhenrichtung des Papieres, d. h. eines von der vorderen nach der hinteren Reißbrettkante laufend gedachten Streifens, mit der Reißschiene bestrichen werden kann. Auf diese Weise kann es , der Zeichner ermöglichen, den jeweils in' Arbeit befindlichen Teil seiner Zeichnung dicht vor sich hinzuschieben, er braucht niemals mit seinem Oberkörper auf der Zeichnung zu liegen, wie beim gewöhnlichen liegenden Reißbrett, und die Arme ermüden ihm nicht, wie beim stehenden Reißbrett.
Freilich wird durch die genannte Beweglichkeit des Zeiehenpapieres gegen das Brett eine neue Fehlerquelle für die Beschaffenheit der Zeichnung hineingetragen. Stören bei der gewöhnlichen Parallelführung der Reißschiene ge- . ringe Abweichungen der Schiene von der genauen parallelen Lage in den meisten Fällen nicht, so kann es hier vorkommen, daß, weil sich außer der Schiene auch das Papier verschieben läßt, eine geringe Ungenauigkeit der ersteren sich mit einer gleichsinnigen Ungenauigkeit des letzteren summiert. Um dieses Bedenken hinwegzuräumen, besteht eine weitere verbessernde Einrichtung des Erfindungsgegenstandes darin, daß sowohl die parallele Führung der Reißschiene als auch diejenige des Zeiehenpapieres mit einer Ausgleichsvorrichtung versehen ist, welche selbst bei plötzlichem Verschieben und einseitigem Angriff hierbei die genaueste Paralleleinstellung beider Teile sichern soll. Hierzu gehört ferner eine Einrichtung, daß das Papier zum Ausgleich der Einflüsse der wechselnden Feuchtigkeit der Luft in richtiger Spannung gehalten und somit auch dem Verziehen des Papieres entgegengearbeitet wird, die darin besteht, daß das Zeichenpapier an seinen vier Endpunkten durch diagonal' gerichtete Zugkräfte straff gespannt wird.
. Die Zeichnung gibt beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes an. Es ist darin Fig. 1 eine Ansicht des Reißbrettes von oben, Fig. 2 eine teilweise Wiederholung der Fig. 1 in einer etwas abgeänderten Ausführungsform, Fig. 3 ein senkrechter Querschnitt durch die Mitte der Fig. 2 und Fig. 4 eine Einzelheit der vorderen rechten Ecke des Reißbrettrahmens in Seitenansicht von rechts. Fig. 5 wiederholt einen kleinen Teil der Fig. 3 in größerem Maßstabe. Fig. 6 zeigt die Federeinrichtung der Papierwalze und Fig. 7 und 8 sind kleine Nebenteile.
Die seitlichen Enden des Zeichenbrettes 1 sind auf Flachleisten 2 und 3 (Fig. 1, 2 und 3) befestigt, deren über die Hirnflächen des Brettes vorstehender Teil die Sohle von Nuten zwischen diesen Hirnflächen und aufrechten Seitenleisten 4 und 5 bilden. Die oberen Kanten
der letzteren liegen bündig mit der Oberfläche des Brettes, während ihre Unterkanten unter den Flachleisten 2 und 3 vorstehen und am oberen Ende des Brettes durch eine Flachleiste 6 verbunden sind. Die yorderen Enden der Leisten 4 und 5 ragen ebenso wie zwei kurze Hirnleisten 7 über die Vorderkante des Brettes vor und sind mittels einer Hochkantleiste 8 verbunden.
An den über den Nuten zwischen dem Brett und den Seitenleisten 4 und 5 befindlichen Teil der Unterfläche der Reißschiene 9 sind U-förmig gebogene Platten 10 angeschraubt, zwischen deren Schenkeln die Spindeln von Laufrollen 11 gelagert sind, welche entweder die Hirnflächen des Zeichenbrettes oder die inneren Flächen der Leisten 4 und 5 berühren. An dem unteren . verlängerten, mit einem Schlitz versehenen Schenkel der Platten 10 sind die Enden der nach entgegengesetzten Richtungen laufenden Kabel 12 und 13 mittels Schraube und Klemmmutter einstellbar befestigt.
Das Kabel 12 ist von diesem Befestigungspunkt aus über eine links oben an dem Zeichen- brett und auf der Leiste 2 gelagerte Führungsrolle 14 geführt; dann über Spannrollen 15 und 16 weiter über eine rechts oben am Zeichenbrett auf der Leiste 6 gelagerte Führungsrolle 17 und über eine zwischen den Leisten 5 und 7 unten rechts gelagerte Führungsrolle 18 nach der Kiemmutter der Platte 10 rechts geführt. In entgegengesetzter Richtung geht das Kabel 13 von dieser Befestigungsstelle über eine auf der Leiste 3 gelagerte Führungsrolle 17 (die Rollen 17 und 14 sind doppelt zu denken), dann über Spannrollen 16 und 15 (doppelt),
. weiter oben links über eine Führungsrolle 14 (doppelt) und endlich über eine zwischen den Leisten 4 und 7 unten links gelagerte Führungsrolle 19 nach der Platte 10 links.
Die Spindeln der Spannrollenpaare 15, 16 sind in den Armen von zweiarmigen Hebeln 20 (doppelt vorhanden) gelagert, die um eine gemeinsame, in einem unter dem Zeichenbrett angeschraubten Träger 21 befestigte Spindel schwingen. Durch Augen der in entgegengesetzter Richtung verlängerten Hebelarme 20 und durch die eine Flansche einer unter dem Zeichenbrett befestigten Winkelschiene 22 gehen Spindeln 23 und 24, um welche zwischen der Schiene 22 und einer gemeinsamen Stange 25 Pufferfedern 26 gewunden sind. Auf den mit Schraubengewinden versehenen vorderen Enden der Spindeln 23 und 24 sitzen im Angriff mit der Stange 25 Muttern 27, über welche eine endlose Kette 28 gelegt ist, mittels welcher eine gleichförmige Drehung beider Muttern und eine gleichmäßige Spannung der Kabel 12 und 13 bewirkt werden kann.
Die obere Kante des Zeichenpapieres wird an einer Stange 29 (Fig. 1) oder, wie bei dem in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel, an einer dünnen Schiene 30 befestigt. Der Papierbogen läuft dann über eine zwischen den Hirnleisten 7 nahe der Leiste 8 gelagerte Walze 31 und ist an einer in Führungsleisten 32 (Fig. 3) gleitenden Flachleiste 33 unmittelbar oder in der weiter unten beschriebenen Weise mittelbar verbunden. Die Stange 29 dient auch als Handhabe, um das Papier auf und nieder zu verschieben.
An den beiden Enden der Leisten 33 sind Kabel 34 und 35 befestigt, die in der gleichen Weise wie die Kabel 12 und 13 über Führungsrollen'an den Ecken des Brettes und eine zwisehen den oberen Rollen angebrachte Spannrollenvorrichtung 36 laufen und eine parallele Verschiebung des Zeichenpapieres nach hinten oder nach vorn ermöglichen.
Der aus Metallrohr hergestellte Papierhalter 29 ist auf winkelförmigen Schiebern 37 und 38 befestigt, die auf der Oberkante der Leisten 4 und 5 gleiten. Auf dem Rohr 29, in dessen Längsrichtung verstellbar, sitzen Hülsen 39 und 40 mit Papierklammern 41, welche das Papier auf das Zeichenbrett niederdrücken. Während eine dieser Hülsen, und zwar 39, starr befestigt ist, sitzt die andere (40) lose auf, dem Rohr und wird durch eine gegen eine einstellbare Hülse 42 anstoßende Feder 43 auswärts gedrängt, um beim Dehnen oder Zusammenziehen des Papieres bei Feuchtigkeitsänderungeii eine gleichmäßig glatte und straffe Lage zu sichern.
Bei Verwendung einer Flachschiene 30 (Fig. 2 und 3) anstatt des Rohres 29 wird das Papier mittels Klemmscheiben 44 befestigt, die an ihrer Unterfläche ringförmig genutet und an ihrer Oberfläche mit Bohrungen zum Einsetzen eines Schlüssels versehen sind, um die Scheibe auf den Schraubenbolzen 45 aufzuschrauben, dessen Kopf in öffnungen 46 der Schiene fest oder in Schlitzen 47 verschiebbar angeordnet ist.
Zur Befestigung eines unmittelbar über die Walze 31 laufenden Papierbogens dienen Gurte 48 und 49 (Fig. 1), die, um das Papier gestreckt zu halten, die Walzen schraubenlinig umspannen und an der Leiste 33 einstellbar befestigt sind. Diese diagonale Zugrichtung der Gurte 48, 49 hat ebenfalls diagonal gerichtete Zugkräfte der beiden Klammern 41 zur Folge, weil die von der Feder 43 ausgeübte Seitenkraft mitwirkt. Auf diese Weise wird das Zeichenpapier immer gleichmäßig eben gespannt erhalten.
Man kann selbstverständlich ebensowohl mehrere Lagen von Papierbogen oder einen Bogen Zeichen- und einen Bogen Pauspapier gleichzeitig aufspannen. Es ist namentlich in letzterem Fall zweckmäßig, die Bogen nicht unmittelbar über der Walze 31 zu spannen, [ sondern die Kanten der Bogen an Streifen von

Claims (4)

  1. Zeug 50 (Fig. 2, 3 und 5) zu befestigen, die an gefederten Walzen 51,52 angebracht sind, welche in mit der Leiste 33 verbundenen Trägern gelagert sind. Die äußeren Enden der Streifen· 50 sind an Schienen 53 befestigt, an denen die Papierkanten mittels flachköpfiger Schrauben 54 festgeklemmt werden.
    Die Drehzapfen der Walze 31 greifen in Führungsschlitze 55 der Leisten 7 ein und sind in einem gefederten Bügel 56 gelagert. Ein am Umbug des Bügels angreifender und an einer der Leisten 4 oder 5 drehbar befestigter Hebel 57 geht durch einen Schlitz in der anderen dieser
    ■ Leisten, an der eine Zahnstange 58 zum Einstellen des Hebels angeschraubt ist. Der Hebel ermöglicht somit eine bequeme Regelung der Spannung des befestigten Papierbogens.
    In anderer Weise kann diese Regelung bewirkt werden mittels Muttern 59 (Fig. 1) auf gefederten Spindeln 60, welche durch die Leiste 8 gehen und an den Lagerbüchsen 61 der Drehzapfen der Walze 31 befestigt sind.
    Ρλ τ ent-Ax s ι ■ κ ν c nie:
    ι. Zeichenbrett, gekennzeichnet durch die Vereinigung zweier Parällelführungen, deren eine das Zeichenpapier, deren andere die Reißschiene in der gemeinsamen Zeichenebene auf und ab führt.
  2. 2. Zeichenbrett gemäß Anspruch 1 mit durch eingeschaltete Spannrollen in regelbarer Spannung gehaltenen Schnurzügen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannrollen (15/16) in der ungefähren Mitte der Schnurzüge an durch Federn in Spannung gehaltenen Ausgleichshebeln (20 und 36) gelagert sind, über welche die Leitschnüre laufen.
  3. 3. Zeichenbrett gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das über dem Reißbrett verschiebbare Zeichenpapier an seinen vier Ecken von diagonal gerichteten Zugkräften in Spannung gehalten wird.
  4. 4. Zeichenbrett gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß einer der vier Eckpunkte des Papieres (z. B. der obere linke) an dem Papierhalter (29) starr einstellbar, der diesem in der Breitenrichtung benachbarte Eckpunkt (oben rechts) in der Breitenrichtung federnd auswärts und die beiden übrigen Eckpunkte (unten links und rechts), durch die Schnurspannvorrichtung in Verbindung mit schräg einstellbaren Zuggurten (48,49) federnd diagonal auswärts gezogen werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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