DE189882C - - Google Patents
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- DE189882C DE189882C DENDAT189882D DE189882DA DE189882C DE 189882 C DE189882 C DE 189882C DE NDAT189882 D DENDAT189882 D DE NDAT189882D DE 189882D A DE189882D A DE 189882DA DE 189882 C DE189882 C DE 189882C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C9/00—After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
- D21C9/10—Bleaching ; Apparatus therefor
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Description
KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- .M189882 KLASSE 55 b. GRUPPE
Druckpapiere, insbesondere solche für Zeitungsdruck (unter 40 g Gewicht für den
Quadratmeter) sollen bei genügender Dünnheit undurchsichtig sein und eine genügende
Festigkeit besitzen, um auf den rasch arbeitenden Druckereimaschinen bedruckt werden zu
können. Bisher wurden solche Papiere aus Gemischen von weißem Holzstoff und Zellulose
hergestellt. Aus weißem Holzstoff allein konnte infolge der Kürze der Fasern desselben
haltbares Papier . überhaupt nicht erzeugt werden; erst durch den Zusatz von Zellulose wird der Masse die erforderliche
Verfilzbarkeit auf der Papiermaschine verliehen.
Da gebleichte Zellulose sich meist zu teuer stellt, werden Gemische von weißem Holzschliff
und ungebleichter Zellulose benutzt, was zur Folge hat, daß das Papier einen
grauen oder gelblichen Stich besitzt. Überdies leiden die aus Gemischen der genannten
Art erzeugten Papiere an dem Übelstand, daß sie durchscheinend sind, und zwar werden sie
um so durchscheinender sein, je mehr Zellulose der Masse zugesetzt werden muß, also
je dünner diese Papiere sind.
Die Erfindung bezweckt, aus braunem Holzstoff, ohne jeden Zusatz von Zellulose, Lumpen,
Esparto ο. dgl., undurchsichtige Druckpapiere herzustellen, welche auf beiden Seiten
bedruckt werden können, ohne zu stauben, und auch in den dünnen Sorten eine genügende
Festigkeit besitzen, um einen raschen Gang der Druckmaschinen zu gestatten.
Die Erfindung stützt sich auf die vom Erfinder festgestellte Tatsache, daß der braune
Holzstoff, wenn er in der für Faserstoffe, Zellstoffe u, dgl. gebräuchlichen Weise elektrolytisch
gebleicht wird, eine wesentliche Veränderung hinsichtlich seiner Struktur, Festigkeit
und Verfilzungsfähigkeit erleidet und ein sowohl vom gewöhnlichen weißen als auch
vom braunen Holzstoff verschiedenes Produkt liefert. Diese Verschiedenheit ergibt
sich schon daraus, daß aus solcherart gebleichtem braunen Holzstoff hergestelltes Papier
eine viel größere Festigkeit und ein ganz anderes Aussehen besitzt als das aus gewöhnlichem
braunen oder weißen Holzstoff erzeugte Papier, ganz abgesehen davon, daß sich gewöhnlicher weißer Holzstoff allein
bzw. ohne Zusatz von Zellulose oder anderen Faserstoffen überhaupt nicht zur Erzeugung
von entsprechend festem Papier eignet. Die Erfindung besteht dementsprechend darin, daß
brauner Holzschliff aus gedämpftem Holz elektrolytisch gebleicht oder mit der mittels
Elektrolyseuren aus einer Salzlösung hergestellten Bleichflüssigkeit behandelt wird. Dieser
Stoff besitzt genügend lange Fasern, um eine gute Verfilzung auf der Papiermaschine herbeizuführen.
Überdies ist das auf diese Weise hergestellte Papier von sehr schöner weißer Farbe.
Die Ausführung des Bleichprozesses geschieht in der für Faserstoffe, Zellstoffe u. dgl.
bekannten und gebräuchlichen Art und Weise. Es wird der zu Brei aufgelöste gedämpfte
braune Zellstoff in Bleichholländern oder anderen mit Rührwerken versehenen Gefäßen
elektrolytisch gebleicht oder mit der mittels Elektrolyseuren aus einer Salzlösung- hergestellten
Bleichflüssigkeit versetzt und der Einwirkung derselben einige Stunden unter fortwährendem
intensiven Durcharbeiten ausgesetzt. Hat der Holzschliff den gewünschten Grad der Weiße erreicht, so wird er in Absetzkästen
abgelassen, woselbst er ungefähr 24 Stunden lang ruhig stehen gelassen wird, worauf die Verarbeitung auf der Papiermaschine
erfolgt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:
Verfahren zur Herstellung weißer Druckpapiere aus braunem Holzschliff, dadurch gekennzeichnet, daß brauner Holzschliff aus gedämpftem Holze in der für Faserstoffe, Zellstoffe u. dgl. gebräuchlichen Weise elektrolytisch oder mit auf elektrolytischem Wege aus einer Salzlösung hergestellter Bleichflüssigkeit gebleicht und hierauf auf der Papiermaschine verarbeitet wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE189882C true DE189882C (de) |
Family
ID=453388
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT189882D Active DE189882C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE189882C (de) |
-
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