DE189882C - - Google Patents

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DE189882C
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wood pulp
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bleached
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/10Bleaching ; Apparatus therefor
    • D21C9/1021Electrochemical processes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- .M189882 KLASSE 55 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom !.Oktober 1905 ab.
Druckpapiere, insbesondere solche für Zeitungsdruck (unter 40 g Gewicht für den Quadratmeter) sollen bei genügender Dünnheit undurchsichtig sein und eine genügende Festigkeit besitzen, um auf den rasch arbeitenden Druckereimaschinen bedruckt werden zu können. Bisher wurden solche Papiere aus Gemischen von weißem Holzstoff und Zellulose hergestellt. Aus weißem Holzstoff allein konnte infolge der Kürze der Fasern desselben haltbares Papier . überhaupt nicht erzeugt werden; erst durch den Zusatz von Zellulose wird der Masse die erforderliche Verfilzbarkeit auf der Papiermaschine verliehen.
Da gebleichte Zellulose sich meist zu teuer stellt, werden Gemische von weißem Holzschliff und ungebleichter Zellulose benutzt, was zur Folge hat, daß das Papier einen
grauen oder gelblichen Stich besitzt. Überdies leiden die aus Gemischen der genannten Art erzeugten Papiere an dem Übelstand, daß sie durchscheinend sind, und zwar werden sie um so durchscheinender sein, je mehr Zellulose der Masse zugesetzt werden muß, also je dünner diese Papiere sind.
Die Erfindung bezweckt, aus braunem Holzstoff, ohne jeden Zusatz von Zellulose, Lumpen, Esparto ο. dgl., undurchsichtige Druckpapiere herzustellen, welche auf beiden Seiten bedruckt werden können, ohne zu stauben, und auch in den dünnen Sorten eine genügende Festigkeit besitzen, um einen raschen Gang der Druckmaschinen zu gestatten.
Die Erfindung stützt sich auf die vom Erfinder festgestellte Tatsache, daß der braune Holzstoff, wenn er in der für Faserstoffe, Zellstoffe u, dgl. gebräuchlichen Weise elektrolytisch gebleicht wird, eine wesentliche Veränderung hinsichtlich seiner Struktur, Festigkeit und Verfilzungsfähigkeit erleidet und ein sowohl vom gewöhnlichen weißen als auch vom braunen Holzstoff verschiedenes Produkt liefert. Diese Verschiedenheit ergibt sich schon daraus, daß aus solcherart gebleichtem braunen Holzstoff hergestelltes Papier eine viel größere Festigkeit und ein ganz anderes Aussehen besitzt als das aus gewöhnlichem braunen oder weißen Holzstoff erzeugte Papier, ganz abgesehen davon, daß sich gewöhnlicher weißer Holzstoff allein bzw. ohne Zusatz von Zellulose oder anderen Faserstoffen überhaupt nicht zur Erzeugung von entsprechend festem Papier eignet. Die Erfindung besteht dementsprechend darin, daß brauner Holzschliff aus gedämpftem Holz elektrolytisch gebleicht oder mit der mittels Elektrolyseuren aus einer Salzlösung hergestellten Bleichflüssigkeit behandelt wird. Dieser Stoff besitzt genügend lange Fasern, um eine gute Verfilzung auf der Papiermaschine herbeizuführen. Überdies ist das auf diese Weise hergestellte Papier von sehr schöner weißer Farbe.
Die Ausführung des Bleichprozesses geschieht in der für Faserstoffe, Zellstoffe u. dgl. bekannten und gebräuchlichen Art und Weise. Es wird der zu Brei aufgelöste gedämpfte braune Zellstoff in Bleichholländern oder anderen mit Rührwerken versehenen Gefäßen
elektrolytisch gebleicht oder mit der mittels Elektrolyseuren aus einer Salzlösung- hergestellten Bleichflüssigkeit versetzt und der Einwirkung derselben einige Stunden unter fortwährendem intensiven Durcharbeiten ausgesetzt. Hat der Holzschliff den gewünschten Grad der Weiße erreicht, so wird er in Absetzkästen abgelassen, woselbst er ungefähr 24 Stunden lang ruhig stehen gelassen wird, worauf die Verarbeitung auf der Papiermaschine erfolgt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung weißer Druckpapiere aus braunem Holzschliff, dadurch gekennzeichnet, daß brauner Holzschliff aus gedämpftem Holze in der für Faserstoffe, Zellstoffe u. dgl. gebräuchlichen Weise elektrolytisch oder mit auf elektrolytischem Wege aus einer Salzlösung hergestellter Bleichflüssigkeit gebleicht und hierauf auf der Papiermaschine verarbeitet wird.
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