DE189373C - - Google Patents

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DE189373C
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receiver
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hoisting machine
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B19/00Mining-hoist operation
    • B66B19/06Applications of signalling devices

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  • Control Of Conveyors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In Förderanlagen usw. sind zur Sicherheit für die verschiedenen Förderarten bestimmte Geschwindigkeiten des Förderkorbes vorgeschrieben, welche nicht überschritten werden dürfen. Die Regelung der Geschwindigkeit wird gewöhnlich durch den Fördermaschinisten bewirkt, welchem die Angaben über die jeweilig einzuhaltende Fördergeschwindigkeit durch irgendeine der bekannten Signaleinrichtungen übermittelt werden. Durch Unachtsamkeit des Maschinisten ist es jedoch möglich, daß die für einen Fall zulässige Maximalgeschwindigkeit überschritten wird; was zu Unglücksfällen usw. Veranlassung geben kann. Auch sind bereits Anordnungen vorgeschlagen worden, durch welche eine Abhängigkeit zwischen Signalanlage und Regelung der Fördergeschwindigkeit hergestellt wird, derart, daß eine Überschreitung der durch die Signalanlage vorgeschriebenen Geschwindigkeit nicht möglich ist. Die Erfindung bezieht sich auf eine derartige Signalanlage. Zu ihrer Erläuterung sei zunächst eine Signalanlage bekannter Anordnung beschrieben (Fig. 1).
Es kommen bei dieser Anlage folgende Apparate zur Verwendung:
1. an jeder Sohle: ein vereinigter Geberund Empfängerapparat g und e, zwei Einschlagwecker w und η>Ύ ;
2. an der Hängebank: ein vereinigter Geber- und Empfängerapparat g und e, zwei Einschlagwecker w und n>1, ein Glockensignalgeber gl; ·
3. an der Fördermaschine: ein Empfängerapparat e, ein Einschlagwecker n>1.
Die Apparate zur Einstellung der Zeigersignale können zunächst nach einem beliebigen der bekannten Systeme konstruiert und ihre Verbindung soll folgendermaßen gedacht sein: Mit jedem der Geber g können sämtliche Empfänger e gleichzeitig eingestellt und zugleich die Einschlagwecker w zur Wirkung gebracht werden; der Glockensignalgeber g1 an der Hängebank wirkt auf die Einschlagwecker n>1 ein.
Die Signalübertragung gestaltet sich hierbei wie folgt:
Von einer der Sohlen werden durch Einwirkung auf den Geber g die Zeiger samtlicher Empfänger e auf ein gewünschtes Signal gestellt. Es ertönen hierbei die Einschlagwecker w aller Sohlen und der Hängebank in einer dem eingestellten Signal entsprechenden Schlagzahl. Von der Hängebank wird nun das Signal an die Fördermaschine durch Einwirkung auf den Glockensignalgeber gl in Form der entsprechenden Schlagzahl weitergegeben, wobei sämtliche Wecker wx anschlagen. Der Anschläger an der Sohle sowie der Fördermaschinist sind nun imstande, das weitergegebene Signal auf seine Richtigkeit zu prüfen, in welchem Falle der Fördermaschinist das Signal befolgt.
Eine derartige Signalanlage kann nun gemaß der Erfindung in einfacher Weise durch geeignete Abänderung der Empfängerskalen sowie durch Anordnung eines Umschalters mit der Regelung der Fördermaschine in Verbindung gebracht werden. Es sei angenommen, daß z. B. drei verschiedene Betriebsarten bezw. Fördergeschwindigkeiten vorkommen sollen, und zwar:
Lastfahrt (volle Geschwindigkeit),
Seilfahrt (ungefähr halbe Geschwindigkeit), Revisionsfahrt (kleine Geschwindigkeit).
Es wird zu diesem Zwecke die Skala des Empfängers in drei Teilskalen zerlegt, die
den genannten Fahrten entsprechen (Fig. 2). Jede der Teilskalen erhält die normalen, in Grubenanlagen gebräuchlichen, bei der zugehörigen Förderart vorkommenden Signale.
Der Geber, welcher nun die Einstellung der Zeigersignale bewirkt, wird nun für eine Stellenzahl benutzt, welche der Anzahl der Felder einer Teilskala entspricht.
Die Einstellung der Zeiger auf eine der Teilskalen bezw. die Kenntlichmachung der jeweilig in Gebrauch befindlichen Teilskalen wird nur durch einen Umschalter bewirkt, dessen konstruktive Ausführung jedoch für die verschiedenen zur Zeigerübertragung benutzten Systeme verschieden sein kann. Die Ausführungen für einige Systeme seien nun im nachstehenden angegeben.
Kommt z. B. für die Signalübertragung das bekannte Drehfeld-Fernzeigersystem zur Verwendung, so läßt sich die Einstellung der Empfängerzeiger auf irgendeine der drei Teilskalen durch einfache Umschaltung der drei Empfängerphasenleitungen ρ (Fig. 3) bewirken. Diese Umschaltbewegung des sogenannten Phasenumschalters u wird nun zur Bewegung eines mit diesem vereinigten zweiten Umschalters ν zur Regelung der Fördergeschwindigkeit benutzt. Diese letztere Umschaltung kann z. B. bei der viel angewendeten Leonardschaltung in der Weise wirken, daß hierbei die" Erregung f des Stromerzeugers an diejenige — beispielsweise einer Batterie b entnommene — Spannung gelegt wird, welche der jeweilig durch die Stellung des Phasen-Umschalters u bedingten Anzeige der Förderart entspricht; mit anderen Worten: einer bestimmten Stellung des Schalters u ν entspricht auch eine bestimmte maximale Fördergeschwindigkeit.
Bei Verwendung eines anderen Systems für die Signalübertragung, bei dem eine Umschaltung von sogenannten Phasenleitungen nicht angängig ist, z. B. dem bekannten Sechsrollenmotor r (Fig. 4), kann der Empfänger mit drei Teilskalen und drei auf diesen spielenden, miteinander starr verbundenen Zeigern ausgestattet werden. Die Skala selbst wird nun durch eine drehbare Scheibe abgedeckt, die eine sektorförmige Aussparung besitzt, durch welche nur eine Teilskala mit dem zugehörigen Zeiger sichtbar ist. Die Einstellung der Scheibe auf die jeweilig benutzte Teilskala kann nun wiederum auf einfache Weise durch den Umschalter u ν auf die bei Fig. 3 angegebene Weise bewirkt werden.
Noch einfacher kann die Änderung der Skala durch eine Anordnung bewirkt werden, welche in Fig. 5 dargestellt ist und die sich für alle Fälle eignen dürfte. Es ist hierbei nur ein Teil der Skala, und zwar derjenige, welcher die Bezeichnung der jeweiligen Fahrtart enthält, drehbar. Der die einzelnen Kommandos tragende Teil der Skala ist dagegen fest angeordnet und erstreckt sich bloß auf ein Drittel des Kreisumfanges. Es ist bei dieser Anordnung, im Gegensatz zu der. vorher beschriebenen, nur ein Zeiger erforderlich.
Damit der Umschalter u ν während einer Förderung nicht umgestellt werden kann, wird er zweckmäßig mit einer Verriegelung versehen, die ihn in jeder Stellung festhält. Die Verriegelung wird gelöst, sobald sich der Steuerhebel für die Fördermaschine (dieser sowie der durch ihn bei Leonardschaltung geregelte Widerstand sind in den Fig. 3 bis 5 der Einfachheit wegen weggelassen) in der Nullage, also der Förderkorb in Ruhe befindet. Eine derartige Anordnung ist beispielsweise in Fig. 6 dargestellt. Der Steuerhebel h schließt in der (mittleren) Nullage den Stromkreis eines Elektromagneten m, welcher die durch eine Feder eingerückte Sperrklinke k für den Umschalter u ν auslöst.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die Anwendung der Leonardschaltung oder überhaupt des elektrischen Betriebes. Es kann z. B. die Steuerung einer Dampffördermaschine durch Elektromagnete beeinflußt werden, welche bei den einzelnen Stellungen des Umschalters eingeschaltet werden, oder durch einen einzigen Elektromagneten, welcher bei den einzelnen Stellungen des Umschalters verschieden stark erregt wird und dadurch den Fliehkraftregler oder das Drosselventil der Dampfmaschine beeinflußt.

Claims (2)

Patent-An Sprüche.:
1. Signalanlage für Gruben, bei welcher eine Abhängigkeit zwischen Signalanlage und Geschwindigkeitsreglung der Fördermaschine erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zusammen mit der Umschaltung der Fördermaschine für eine bestimmte Fahrtart auch eine Umschaltung der Signalanlage durch einen Umschalter erfolgt, dergestalt, daß bei letzterer ein vollständig oder teilweise anderer Skalenteil der Empfänger, welcher der eingestellten Fahrt entspricht, zur Benutzung gelangt.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter in der Auslagestellung des Förderhebeis gesperrt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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