DE179191C - - Google Patents

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DE179191C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G23/00Auxiliary devices for weighing apparatus
    • G01G23/18Indicating devices, e.g. for remote indication; Recording devices; Scales, e.g. graduated

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV! 179191 - KLASSE 42/. GRUPPE
Zeigerwage mit Gewichtsadditions-Apparat. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. November 1905 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet die Anwendung einer elektromagnetischen Kupplung zur Verbindung der Zeigerwelle einer Zeigerwage (Neigungs- oder Federwage) mit der Antriebswelle des Additionsapparates nach erfolgter Auswägung, sowie die Anwendung eines vor- und rückläufigen Additionsapparates, um jede Beeinflussung des von letzterem angezeigten Wageergebnisses durch irgend eine Einwirkung auf die Last (Heben oder Drücken) nach erfolgter Kupplung des Additionsapparates mit dem Getriebe der Zeigerwage zu verhindern. . Als Anwendungsbeispiel wurde eine Neigungswage gewählt. Der untere Teil der' Wage wurde, da allgemein bekannt, aus der Zeichnung herausgelassen.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 die Neigungswage mit Additionsapparat und Stromunterbrecher für die Anfangsstellung des Zeigers in Ansicht, .
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Additionsapparat, die elektromagnetische Kupplung und das Getriebe der Zeigerwage, sowie das elektromagnetische Sperrwerk für den Additiohsapparat,
Fig. 3 die Stromabnehmer für die elektromagnetische Kupplung,
Fig. 4 das Schaltungsschema und
Fig. 5 die erste Zifferscheibe des Additionsapparates mit Sperrad. :
Der Hebel 1 steht durch eine Zugstange
mit den unter der Wagebrücke befindlichen Hebeln der Wage in Verbindung und ist mit seiner Endschneide 2 durch Koppeln 3, 4 und 40
Zugstange 5 mit der Schneide 6 des Gegengewichtshebels 7 verbunden. Letzterer ist mit seiner Achse 8 in dem Stativ 9 auf Schneiden schwingend gelagert. Die mit dem Hebel 7 verbundene Gabel 10 steht mit der Zahnstange 11 des Getriebes der Zeigerwage in Verbindung. Mit der Zahnstange 11 steht das Zahnrad 12 in Eingriff, dessen Welle 13 einerseits den Zeiger 14 und andererseits eine federnde Platte 15 mit daran befestigtem Schmiedeeisenring trägt. In der Verlängerung der Welle 13 ist die Welle 16 derart gelagert, daß ihre Achse mit derjenigen der Welle 13 genau zusammenfällt. Auf der Welle 16 sind ein Elektromagnet 17, die beiden Schleifringe 18, 19 zur Stromabnahme und ein Zahnrad 20 befestigt. Die Stromzuführung erfolgt durch zwei Bürsten 21, 22. Das Zahnrad 20 steht mit dem auf der Antriebswelle 23 des Additionsapparates 24 befestigten Zahnrad 25 in Eingriff. Mit der Welle 23 ist ein Rad 26 mit so viel spitzen Zähnen, wie die erste Ziffernscheibe des Additionsapparates 24 Zahlenstellen trägt, verbunden, in welches ein entsprechend geformier Zahn 27, welcher mit dem einen Ende des zweiarmigen Hebels 28 gelenkig verbunden ist, eingreift. Unter dem anderen Ende des Hebels 28 ist ein Elektromagnet 29 angeordnet, welcher, sobald Strom durch die Wickelung desselben geschickt wird, das eine Ende des Hebels 28 anzieht und dadurch den als Anker ausgebildeten Zahn 27 aus dem Rad 26 aushebt. Der Hebel 1 hat vor der Schneide '2 einen Ansatz, in welchen eine
Stellschraube 30 eingeschraubt ist. Über dieser Stellschraube 30 ist am Stativ 9 ein Federkontakt 32 angebracht. Dieser Kontakt 32 ist geschlossen, wenn der Zeiger 14 aus seiner Anfangslage gebracht ist. Sobald der Zeiger 14 in seine Anfangslage zurückkommt, wird der Kontakt 32 und somit der Strom-
. kreis unterbrochen. Wie aus dem Schaltungsschema hervorgeht, befindet sich in dem Stromkreis ein Kontakt 32 für die Unterbrechung des Stromes bei der Anfangsstellung . des Zeigers, ein Elektromagnet 29 für die Sperrvorrichtung 26, 27, ein Elektromagnet 17 für die Kupplung und ein Schalter 33 zum Einschalten bei jeder Wägung. Letzterer kann entweder yon Hand oder automatisch bedient werden.
Wird auf die Wagebrücke eine zu wägende Last aufgebracht, so wird der mit dem unter der Wagebrücke, liegenden Hebelwerk in Verbindung stehende Hebel 1 auf den Gegengewichtshebel 7 einen Zug ausüben. Letzterer macht, um das Gleichgewicht in der Wage wieder herzustellen, einen bestimmten Ausschlag, wodurch der Zeiger 14 so weit gedreht wird, bis er gegenüber dem Teilstrich der Skala, welcher der Belastung entspricht, stehen bleibt.
Nun wird entweder von Hand oder automatisch der Schalter 33 eingerückt" und dadurch der Stromkreis einer beliebigen Stromquelle geschlossen, der Elektromagnet 17 wird erregt und zieht die federnde Platte 15 an, wodurch das Triebwerk des Zeigers 14 mit dem Antriebe des Additionsapparates 24 ge-^ kuppelt wird. Gleichzeitig wurde auch der Elektromagnet 29 erregt, welcher den Hebel 28 anzog und so den Zahn 27 aus den Zähnen des Rades 26 aushob. ■ Wird nun die Last von der Brücke entfernt, so wird der Hebel 1, Gegengewichtshebel 7 und Zeiger 14 wieder in die Anfangslage zurückkehren. Dadurch wird das Getriebe des Additionsapparates 24, welches nuti mit der Zeiger- welle 13 gekuppelt ist, entsprechend dem Zeigerweg vorgeschaltet. Sobald der -Zeiger 14 in seine Anfangsstellung zurückgekehrt ist, öffnet die Schraube 30 den Federkontakt 32, der Stromkreis ist unterbrochen, der Zahn 27 fällt in das Rad 26 ein, wodurch gleichzeitig der Additionsapparat 24 auf eine ganze Zahl eingestellt wird, falls er nicht auf einer solchen stehen blieb, und die Kupplung des Additionsapparates 24 und der Zeigerwelle 13 wird gelöst. Hierauf wird der Schalter 33 in die Anfangsstellung bewegt, und die Wage ist nun zu einer weiteren Verwiegung bereit. Bei der nächsten Wiegung wiederholt sich dieser Vorgang, und das Gewicht der Last wird nun zu dem der vorhergegangenen Wägung hinzugezählt, so daß man zu jeder Zeit das Gesamtgewicht der Lasten, welche die Wage passiert haben, ablesen kann.
Um zu verhindern, daß das vom Additionsapparate 24 angegebene Resultat irgendwie nach erfolgter Kupplung beeinflußt werden kann, ist' derselbe vor-und rücklaufend ausgeführt. Wenn nach Kupplung der Zeigerwelle 13 die Last durch Drücken oder Heben beeinflußt wird, wird der Zeiger 14 einen dieser Einwirkung entsprechenden Ausschlag machen und dadurch den Additionsapparat 24 um den dieser Einwirkung entsprechenden Betrag rück- oder vorwärts schalten, so daß nach Entfernung der Last doch nur das wirkliche Gewicht derselben registriert wird.
Zum besseren Verständnis sei dies an einem Beispiel erläutert:
Es wird ein Rollwagen auf die Wage ge- 80 fahren. Der Zeiger zeigt ein Gewicht von 520 kg an; der die Wage Bedienende muß nun von der Last wegtreten, um einen Hebel zu bewegen, wodurch der Schalter 33 eingerückt und die Kupplung geschlossen wird. Angenommen, der Additionsapparat hat nach vorhergehender Wägung auf 20000 gestanden. Der die Wage Bedienende will nun das Gewicht in der Weise beeinflussen, daß mehr angegeben wird als tatsächlich vorhanden ist. Angenommen, er stellt sich nun, um dies zu erreichen, auf die Brücke und sein Gewicht beträgt 70 kg; der Zeiger wird nun von 520 auf 590 kg einspielen. Da nun aber die Zeigerwelle bereits mit dem Additionsapparat gekuppelt ist, wird bei der Vorwärtsbewegung des Zeigers um 70 kg der Additionsapparat um 70 kg zurückgeschaltet, so daß nun auf demselben die Zahl 19930 sichtbar wird. Tritt er nun von der Brücke weg, so geht der Zeiger auf 520 kg zurück, der Additionsapparat wird um 70 kg wieder vorgeschaltet und die Stellung des Additionsapparates ist genau dieselbe wie vorher. Tritt er aber von der Wage weg und bringt dabei gleichzeitig die Last weg, so wird der Zeiger von 590 kg auf ο zurückgehen, dabei den Additionsapparat um 590 kg vorschalten, so daß nun die Angabe desselben
19930 +590 = 20520 kg
beträgt. Hätte er diese Manipulation nicht vorgenommen, dann wäre der Stand des Additionsapparates 20000 kg gewesen, nach Entfernung der Last (520 kg) aber
20000 +. 520 = 20520 kg,
woraus zu ersehen ist, daß jede Beeinflussung des Resultates ausgeschlossen ist, es müßten denn andere Hilfsmittel angewendet werden, welche dann aber dem aufsichtführenden Beamten nicht entgehen können.

Claims (2)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    ι. Zeigerwage mit Gewichtsadditionsapparat, bei welcher der Wiegemechanismus erst nach erfolgter Auswägung mit dem Additionsapparat gekuppelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des Wiegemechanismus mit dem Additionsapparat (24) mittels einer durch irgend eine Stromquelle erregten elektromagnetischen Kupplung (15, 17) erfolgt, wobei der Stromkreis entweder von Hand oder selbsttätig geschlossen wird, während beim Rückgang des Zeigers (14), sobald derselbe in seiner Anfangsstellung ankommt, der Stromkreis selbsttätig unterbrochen und die Kupplung gelöst wird.
  2. 2. Zeigerwage mit Gewichtsadditionsapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Additionsapparat (24) vor- und rückläufig eingerichtet ist, um zu verhindern, daß irgend eine nach Kupplung des Wiegemechanismus mit dem Additionsapparat hervorgerufene Gewichtsveränderung der auf der Wagebrücke befindlichen Last registriert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749520C (de) * 1936-10-16 1945-01-12 Anzeige- oder Druckwerk fuer Waagen
DE965168C (de) * 1947-06-04 1957-06-06 Lindells Vaagfabriks Aktiebola Verfahren und Einrichtung zur Registrierung der Gewichtsverminderung einer Last zwischen zwei Waegungen, z.B. des Nettogewichtes
DE1059679B (de) * 1955-04-18 1959-06-18 Spies G M B H A Waage mit Vorrichtung zur automatischen Anzeige und Registrierung der einem Lastbehaelter nacheinander zugefuehrten Teilgewichte und des Gesamtgewichtes derselben

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE749520C (de) * 1936-10-16 1945-01-12 Anzeige- oder Druckwerk fuer Waagen
DE965168C (de) * 1947-06-04 1957-06-06 Lindells Vaagfabriks Aktiebola Verfahren und Einrichtung zur Registrierung der Gewichtsverminderung einer Last zwischen zwei Waegungen, z.B. des Nettogewichtes
DE1059679B (de) * 1955-04-18 1959-06-18 Spies G M B H A Waage mit Vorrichtung zur automatischen Anzeige und Registrierung der einem Lastbehaelter nacheinander zugefuehrten Teilgewichte und des Gesamtgewichtes derselben

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