DE189331C - - Google Patents

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DE189331C
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 189331 KLASSE 12 o. GRUPPE
K. A. LINGNER in DRESDEN.
Verfahren zur Darstellung von Dimenthyldimethylenäther.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Februar 1906 ab.
Der Dimenthyldimethylenäther kann dadurch hergestellt werden, daß man Formaldehyd auf Menthol in Gegenwart von Halogenwasserstoffsäure bei Temperaturen unterhalb o° einwirken läßt, oder dadurch, daß man auf Halogenmethylmenthyläther ein Metalloxyd einwirken läßt. Es hat sich nun gezeigt, daß der Körper auch entsteht, wenn man Metallmenthylat mit symmetrischem Dihalogenmethyläther behandelt. Die Reaktion kann bei Verwendung des Dichlormethyläthers durch die folgende Gleichung dargestellt werden:
C10H19- O -Na + Cl- CH2- O · CH2- Cl
+ JVa · 0-C10H19
= C10H19-O-CH2-O-CH2-O-C10H19
+ 2 Na Cl.
An Stelle des Mentholnatriums können auch andere Metallverbindungen des Menthols, z. B. die Kaliumverbindung, die Baryum-, Calciumetc. -verbindung angewendet werden. -Die Ausführung des \^erfahrens kann in folgender Weise erfolgen:
10 g symmetrischer Dichlormethyläther werden in 100 ecm Petroläther gelöst und unter Kühlung und Umrühren tropfenweise zu einer mit Natrium gesättigten Lösung von 30 g Menthol in 300 ecm Toluol zugegeben. Nachdem die Flüssigkeit sich vollständig geklärt hat, wird mit Sodalösung, dann mit verdünnter Salzsäure und endlich wiederholt mit Wasser gewaschen. Nach Abtreiben von Petroläther und Toluol in der Wärme im Vakuum wird bei 15 mm Druck fraktioniert, wobei zwischen 238 und 2420C. 25,8 g der Substanz übergehen.
An Stelle des Dichlormethyläthers kann man in dem obigen Beispiel auch z. B. 18 g s-Dibrommethyläther anwenden und sonst in gleicher Weise verfahren.
Ausbeute an Rohprodukt 75,7 Prozent der Theorie. φ
Die Mentholmetallverbindung kann in fertigem Zustande benutzt werden, sie kann aber auch erst während des Verfahrens zur Bildung gelangen, indem man die Komponenten zur Herstellung der Verbindung zusammenbringt.
Dimenthyldimethylenäther bildet, aus Aikohol umkristallisiert, fettglänzende, schuppige Kristalle, die bei 47° schmelzen. Wird der Körper langsam aus Äther umkristallisiert, so erhält man ihn in schönen großen monoklinen Tafeln, deren Durchmesser oft mehrere Zentimeter beträgt. Die Kristalle sind in Wasser unlöslich, sehr leicht löslich in Äther, Aceton, heißem Alkohol, in ätherischen und fetten ölen. Das Drehungsvermögen in alkoholischer Lösung beträgt
α 2O>5 = _ I7I>2oo
(a 7= 4>4o°; I = 1; s = 2,570).
Die Analysenbefunde sind als Mittel aus einer Reihe von Analysen folgende:
C 74,30 Prozent (berechnet: 74,48 Prozent), H 11,85 - - 11.96
Beim Erhitzen mit konzentrierter Salzsäure in geschlossenem Rohr spaltet der Körper
8,4 Prozent, also ι Molekül Formaldehyd ab und geht dabei in die sehr beständige Verbindung Dimenthylmethylenäther (Dimentholformal) über:
C10H19-O-CH2-O-CH2O-C10H19
CTj r\ /-* TT r\ /^ ττ ι r^ TT r\
10"19* υ ' CH2U -C10Zi19 -+- CH2U.
Die Molekulargewichtsbestimmungen ergaben einen mittleren Wert von 348,3 gegenüber dem berechneten Wert von 354,42.
Der Dimenthyldimethylenäther soll für pharmazeutische Zwecke, z. B. Desinfektionsmittel, Fiebermittel, und als Ausgangsmaterial für andere Verbindungen benutzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Dimenthyldimethylenäther, dadurch gekennzeichnet, daß man symmetrischen Dihalogenmethyläther auf Mentholmetallverbindungen einwirken läßt.
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