DE188992C - - Google Patents

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DE188992C
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B5/00Optical elements other than lenses
    • G02B5/04Prisms

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 188992 KLASSE 42/«. GRUPPE
Firma CARL ZEISS in JENA.
Doppelbild-Winkelmeßvorrichtung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. November 1906 ab.
Für Doppelbildmikrometer verwendet man vielfach das sogenannte Rochonsche Prisma. Diese Kombination von zwei oder mehr Prismen, von denen wenigstens eins aus einem doppeltbrechenden Kristall, z. B. Kalkspat, besteht, ist bekanntlich so zusammengebaut, daß einem einfallenden Strahl zwei austretende Strahlen entsprechen, deren Richtungen um einen Winkel w verschieden sind
ίο und von deren beiden Abweichungen von der Einfallsrichtung auch die größere im allgemeinen kleiner und jedenfalls nicht merklich größer ist als der Trennungswinkel tv.
Wenn beim Durchsehen durch ein Rochonsches Prisma der Punkt A1 des einen Doppelbildes mit dem Punkte B1 des anderen Doppelbildes koinzidiert, so liegen, direkt gesehen, die entsprechenden Objektpunkte A und B um den Trennungswinkel w des Rochonschen Prismas auseinander. Besäße das Rochonsche Prisma einen willkürlich veränderbaren Trennungswinkel, so könnte man damit offenbar beliebige Winkelgrößen bis zum maximalen Trennungswinkel nach dem Koinzidenzverfahren messen.
Eine Doppelbild-Winkelmeßvorrichtung, bei der Rochonsche Prismen benutzt sind und die einen solchen veränderbaren Trennungswinkel aufweist, bildet den Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Zur Erläuterung dieser Vorrichtung sei zunächst daran erinnert, daß zwei hintereinander geschaltete Glaskeile, die durch entgegengesetzt gleiche Winkel um den einfallenden Strahl gedreht werden,, einem ruhenden Keil von mit dem Drehungsbetrage veränderlichem brechenden Winkel und dem-45
entsprechend veränderlicher Ablenkung äquivalent sind. Ersetzt man die Glaskeile durch Rochonsche Prismen, so wird bei der Drehung die Abweichung eines jeden der beiden austretenden Strahlen von der Einfallsrichtung variiert und damit im allgemeinen auch ihr Richtungsunterschied verändert. Es entstehen aber im allgemeinen noch zwei anders gerichtete störende Nebenstrahlen, weil die Polarisationsebenen der aus dem ersten Rochonschen Prisma tretenden Strahlen nicht immer mit den Hauptebenen des zweiten zusammenfallen, so daß jeder Strahl nochmals in zwei zerlegt wird. Zur Unterdrückung dieser Nebenstrahlen ist bei dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung mit jedem Rochonschen Prisma auf der dem anderen zugekehrten Seite eine zirkularpolarisierende doppeltbrechende Kristallplatte, z. B. eine Glimmerscheibe, fest verbunden. Die beiden Strahlen werden nach dem Austritt aus dem ersten Prisma durch dessen entsprechend orientierte Kristallplatte zirkularpolarisiert und dann durch die zum zweiten Rochonschen Prisma orientierte andere Kristallplatte, wie sie auch gegen die erste verdreht sei, stets so linear polarisiert, daß die Polarisationsebenen mit den Hauptebenen des zweiten Prismas zusammenfallen,; die nochmalige Zerlegung der beiden Strahlen durch das zweite Prisma also unterbleibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Winkelmeßvorrichtung in einem Achsenschnitt dargestellt. Die beiden Rochonschen Prismen α und b sind mittels ihrer Fassungen und b°, das erste im
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Gehäuseteil c, das zweite im Gehäuseteil d drehbar. Die Fassungen sind mit Kegelradzahnkränzen a' und b1 versehen. Ein Kegelrad e, das vom Handrädchen aus gedreht werden kann, greift in die gleich großen Zahnkränze α1 und bl ein und bringt infolgedessen gleich große, aber entgegengesetzte Drehungen der Prismen hervor. Das Prisma a ist mit einer doppeltbrechenden Platte/, dasjenige b mit einer solchen g ausgestattet. Auf der inneren Kegelfläche des Gehäuseteils d ist die Winkelteilung h und auf dem Deckelring der Fassung der zugehörige (in der Zeichnung nicht sichtbare) Zeiger angebracht.
Für die Drehung der Prismen in entgegengesetzter Richtung, aber mit gleicher Winkelgeschwindigkeit, mag auch irgendeine andere mechanische Kupplung benutzt werden. Die eigentliche Meßvorrichtung mag in einer anderen, weniger einfachen Form ausgeführt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Doppelbild-Winkelmeßvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Rochonsche Prismen, deren jedes mit einer zirkularpolarisierenden doppeltbrechenden Platte fest verbunden ist, so miteinander gekuppelt sind, daß sie die Platten einander zukehren und sich mittels der Kupplung mit gleicher Winkelgeschwindigkeit, aber in entgegengesetzter Richtung drehen lassen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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