DE188992C - - Google Patents
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- DE188992C DE188992C DENDAT188992D DE188992DA DE188992C DE 188992 C DE188992 C DE 188992C DE NDAT188992 D DENDAT188992 D DE NDAT188992D DE 188992D A DE188992D A DE 188992DA DE 188992 C DE188992 C DE 188992C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B5/00—Optical elements other than lenses
- G02B5/04—Prisms
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- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Optics & Photonics (AREA)
- Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 188992 KLASSE 42/«. GRUPPE
Firma CARL ZEISS in JENA.
Doppelbild-Winkelmeßvorrichtung.
Für Doppelbildmikrometer verwendet man vielfach das sogenannte Rochonsche Prisma.
Diese Kombination von zwei oder mehr Prismen, von denen wenigstens eins aus
einem doppeltbrechenden Kristall, z. B. Kalkspat, besteht, ist bekanntlich so zusammengebaut,
daß einem einfallenden Strahl zwei austretende Strahlen entsprechen, deren Richtungen
um einen Winkel w verschieden sind
ίο und von deren beiden Abweichungen von der
Einfallsrichtung auch die größere im allgemeinen kleiner und jedenfalls nicht merklich
größer ist als der Trennungswinkel tv.
Wenn beim Durchsehen durch ein Rochonsches Prisma der Punkt A1 des einen Doppelbildes
mit dem Punkte B1 des anderen Doppelbildes koinzidiert, so liegen, direkt
gesehen, die entsprechenden Objektpunkte A und B um den Trennungswinkel w des
Rochonschen Prismas auseinander. Besäße das Rochonsche Prisma einen willkürlich veränderbaren
Trennungswinkel, so könnte man damit offenbar beliebige Winkelgrößen bis zum maximalen Trennungswinkel nach dem
Koinzidenzverfahren messen.
Eine Doppelbild-Winkelmeßvorrichtung, bei der Rochonsche Prismen benutzt sind und die
einen solchen veränderbaren Trennungswinkel aufweist, bildet den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung. Zur Erläuterung dieser Vorrichtung sei zunächst daran erinnert, daß
zwei hintereinander geschaltete Glaskeile, die durch entgegengesetzt gleiche Winkel um den
einfallenden Strahl gedreht werden,, einem ruhenden Keil von mit dem Drehungsbetrage
veränderlichem brechenden Winkel und dem-45
entsprechend veränderlicher Ablenkung äquivalent sind. Ersetzt man die Glaskeile durch
Rochonsche Prismen, so wird bei der Drehung die Abweichung eines jeden der beiden austretenden
Strahlen von der Einfallsrichtung variiert und damit im allgemeinen auch ihr Richtungsunterschied verändert. Es entstehen
aber im allgemeinen noch zwei anders gerichtete störende Nebenstrahlen, weil die Polarisationsebenen
der aus dem ersten Rochonschen Prisma tretenden Strahlen nicht immer mit den Hauptebenen des zweiten zusammenfallen,
so daß jeder Strahl nochmals in zwei zerlegt wird. Zur Unterdrückung dieser Nebenstrahlen ist bei dem Gegenstand der
vorliegenden Erfindung mit jedem Rochonschen Prisma auf der dem anderen zugekehrten
Seite eine zirkularpolarisierende doppeltbrechende Kristallplatte, z. B. eine Glimmerscheibe,
fest verbunden. Die beiden Strahlen werden nach dem Austritt aus dem ersten Prisma durch dessen entsprechend
orientierte Kristallplatte zirkularpolarisiert und dann durch die zum zweiten Rochonschen
Prisma orientierte andere Kristallplatte, wie sie auch gegen die erste verdreht sei, stets
so linear polarisiert, daß die Polarisationsebenen mit den Hauptebenen des zweiten
Prismas zusammenfallen,; die nochmalige Zerlegung der beiden Strahlen durch das zweite
Prisma also unterbleibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Winkelmeßvorrichtung in
einem Achsenschnitt dargestellt. Die beiden Rochonschen Prismen α und b sind mittels
ihrer Fassungen a° und b°, das erste im
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Gehäuseteil c, das zweite im Gehäuseteil d drehbar. Die Fassungen sind mit Kegelradzahnkränzen
a' und b1 versehen. Ein Kegelrad
e, das vom Handrädchen e° aus gedreht werden kann, greift in die gleich großen
Zahnkränze α1 und bl ein und bringt infolgedessen
gleich große, aber entgegengesetzte Drehungen der Prismen hervor. Das Prisma a
ist mit einer doppeltbrechenden Platte/, dasjenige b mit einer solchen g ausgestattet.
Auf der inneren Kegelfläche des Gehäuseteils d ist die Winkelteilung h und auf dem
Deckelring der Fassung b° der zugehörige (in der Zeichnung nicht sichtbare) Zeiger angebracht.
Für die Drehung der Prismen in entgegengesetzter Richtung, aber mit gleicher Winkelgeschwindigkeit,
mag auch irgendeine andere mechanische Kupplung benutzt werden. Die eigentliche Meßvorrichtung mag in einer anderen,
weniger einfachen Form ausgeführt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Doppelbild-Winkelmeßvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Rochonsche Prismen, deren jedes mit einer zirkularpolarisierenden doppeltbrechenden Platte fest verbunden ist, so miteinander gekuppelt sind, daß sie die Platten einander zukehren und sich mittels der Kupplung mit gleicher Winkelgeschwindigkeit, aber in entgegengesetzter Richtung drehen lassen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE188992C true DE188992C (de) |
Family
ID=452571
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT188992D Active DE188992C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE188992C (de) |
-
0
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