DE18877C - Continuirlich wirkende Doppelwalzenpresse für Zuckerfabriken etc - Google Patents
Continuirlich wirkende Doppelwalzenpresse für Zuckerfabriken etcInfo
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- DE18877C DE18877C DENDAT18877D DE18877DA DE18877C DE 18877 C DE18877 C DE 18877C DE NDAT18877 D DENDAT18877 D DE NDAT18877D DE 18877D A DE18877D A DE 18877DA DE 18877 C DE18877 C DE 18877C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B10/00—Production of sugar juices
- C13B10/02—Expressing juice from sugar cane or similar material, e.g. sorghum saccharatum
- C13B10/06—Sugar-cane crushers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 58: Pressen.
Die auf beiliegender Zeichnung dargestellte Doppelcylinderpresse setzt sich zusammen aus
einem gufseisernen Tisch F, der die Prefswalzen MM, sowie deren Bewegungsorgane trägt.
In das Gehäuse dieser Walzen mündet von unten her ein Zuführungsrohr A mittelst der
gabelförmigen Abzweigungen E E' ein. An
dieses Rohr A schliefst sich unten ein Schieberkastengehäuse an, in dem ein Schieber C
durch eine Schraubenspindel D und Handrad Z die Communication zwischen dem Rohrstück
A und dem den auszuquetschenden Brei zuführenden Rohrstück B herstellen bezw. aufheben
kann.
Das Gehäuse der Presse wird durch Kopfwände G, welche auf dem Tisch F befestigt
sind, verschlossen. Zwei den Mantel des Gehäuses bildende Wandungen HI stellen die
Verbindung dieser Kopfwände unter einander her und bilden dadurch das Prefsgehäuse, in
welches der Brei durch die Kanäle JK eintritt. Mittelst einer eisernen Schiene ist ein Lederstreifen
L oberhalb des Kanals K in der Längswand / befestigt. Das freie Ende dieses Streifens
wird von dem aufsteigenden Brei gegen die Walze M angedrückt und dient als Abdichtung.
Die Walzen MM1 sind auf den Drehachsen
JVJV1 befestigt. Letztere ragen seitlich aus dem Gehäuse durch Oeffnungen, welche in
den Kopfwänden G angebracht sind, hervor und sind in den Lagern U drehbar, welche an
den Enden des Tisches A befestigt sind.
Auf der Achse JV ist ein Schneckenrad V festgekeilt, das von einer darunterliegenden
Schnecke W in Drehung versetzt wird. Von dem Stirnrad X der Achse N wird dann auf
das Stirnrad X1, das von gleichem Durchmesser ist und auf der daneben liegenden Achse N1
festsitzt, Fig. 2 und 3, Drehung übertragen. Am gegenüberliegenden Ende der Achse N
befindet sich eine Spurscheibe c, auf welche durch einen Spurzapfen d ein Druck in der
Längsrichtung der Achse ausgeübt werden kann, und zwar durch Anziehen der mit den Gegenmuttern
g g1 versehenen Schraube, welche in einer durch Säulen //] mit dem Lager U verbundenen
Traverse e sitzt.
Die Schnecke W ist auf eine Achse b aufgekeilt, die mit Riemscheiben α α1 versehen ist.
Die eine dieser Riemscheiben sitzt auf der Achse fest, die andere ist lose. Die Achse b
ruht in Lagern ο o1, welche in die Enden eines
Schmierbeckens h hineintreten, in welchem die Schnecke W sich dreht. Diese Achse b ist
ebenfalls an ihrem einen Ende mit einer Spurscheibe i versehen, welche durch einen Spurzapfen
j angedrückt werden kann. Die Spurscheibe nebst dem Spurzapfen befinden sich in
einem Oelbehälter k, der die Verlängerung des einen Endes des Schmierbeckens h bildet.
. Die aus Messing hergestellten Walzen MM1 sind hohl und ihre Böden sind mit concentrischen Nuthen versehen, in welche entsprechende concentrische Vorsprünge einer Dichtungsscheibe t, Fig. 4 und 5, zu einem noch zu erläuternden Zweck greifen. Die als Filter dienende Oberfläche eines jeden Cylinders, wird aus einem Messingblech r gebildet, das etwa 2 mm Stärke hat und mit feinen, nach dem Innern der Walze hin konisch sich erweiternden, runden Perforirungen versehen ist, Fig. 4, S und 6. Dieselben haben einen Durchmesser von kaum
. Die aus Messing hergestellten Walzen MM1 sind hohl und ihre Böden sind mit concentrischen Nuthen versehen, in welche entsprechende concentrische Vorsprünge einer Dichtungsscheibe t, Fig. 4 und 5, zu einem noch zu erläuternden Zweck greifen. Die als Filter dienende Oberfläche eines jeden Cylinders, wird aus einem Messingblech r gebildet, das etwa 2 mm Stärke hat und mit feinen, nach dem Innern der Walze hin konisch sich erweiternden, runden Perforirungen versehen ist, Fig. 4, S und 6. Dieselben haben einen Durchmesser von kaum
ο,4 mm und einen gegenseitigen Abstand von etwa 1,5 mm. Der obere cylindrische Theil
dieser Löcher ist ungefähr 0,66 mm tief. Dieses perforirte Blech bildet eine sehr widerstandsfähige
Oberfläche von grofser Durchlässigkeit, was für das gute Functioniren der Presse sehr
wichtig ist. Um im Falle einer Beschädigung dieses Blechmantels eine Reparatur weniger
kostspielig zu machen, kann man denselben aus mehreren Stücken herstellen, welche in ihrer
Zusammensetzung den vollen Cylinder bilden. Ein jedes dieser Stücke wird dann mit einem
Bande fest vernietet, das rechteckigen Querschnitt hat und sich in eine in der Walze befindliche
Nuth einlegt, Fig. 5. Nur an diesem Ende steht das betreffende Stück mit der Walze in Verbindung, das andere Ende bleibt
frei.
Eine Prefsbacke P, Fig. 1, dient zur Compression
der Masse. Dieselbe verdeckt zum Theil die eine Walze M und ist durch Bolzen
Y in den erwähnten Kopfwänden G des Gehäuses drehbar gelagert, so dafs man die
Weite des zwischen dem Cylinder und dem Stück verbleibenden Raumes für den Durchgang
des Breies reguliren kann. In diesen Raum gelangt der Brei, nachdem er zuvor von
den Walzen MM1 ausgequetscht worden. Der
Brei wird nicht eher weiter nach oben fortgedrückt, als bis eine Anhäufung desselben stattgefunden
hat, die einen genügenden Druck verursacht, um ihn allmälig durch die zwischen M und P verbleibende Oeffnung hinauszudrängen.
Stellschrauben RB} in Ansätzen der Deckel G G
gestatten die gewünschte Einstellung der Prefsbacke P. Um den auszupressenden Brei zum
Eindringen unter die Prefsbacke P zu veranlassen, ist die eine Längswand H mit einer
Längsleiste Q versehen, welche durch Stellschrauben in einem geringen Abstand von der
Walze M1 erhalten wird. Diese Leiste bildet durch ihre Form mit der daneben liegenden
Prefsbacke P eine Höhlung oder Rinne von länglicher Form, welche unterhalb einer anderen
Höhlung X gelegen ist, die ebenfalls von einander gegenüberliegenden Nuthen in der Prefsbacke
und der Leiste Q gebildet wird. In dieser letzteren Längshöhlung von oblongem
Querschnitt liegt eine prismatische Abdichtungsschiene, die indessen den Querschnitt der Höhlung
nicht ganz ausfüllt, sondern ein gewisses Spiel läfst, um bei der regulirenden Wirkung
der Prefsbacke nicht hinderlich zu werden. Der Brei drängt sich nun· durch die Höhlung,
welche Prefsbacke und Leiste mit einander bilden, hindurch und drückt die erwähnte
Schiene fest gegen die obere Fuge der Höhlung. Die Theile bilden dadurch eine Dichtungsstelle,
welche wenig Reibung verursacht und aufserdem vollkommen abschliefst.
Eine solche durch die Prefsbacke gebildete Prefskammer bildet einen wesentlichen Theil
meiner Doppelwalzenpresse, weil dadurch eine Wirkung erzielt wird, welche diejenige anderer
Pressen ohne eine solche Kammer bei weitem übertrifft. Nachdem der Brei zwischen den
Walzen durchgegangen ist, wird derselbe dadurch, auch wenn er ganz dünn ist, nochmals
mit grofser Gewalt zusammengeprefst und vollständig ausgequetscht. Der Brei verläfst dann
den Apparat unterhalb der Prefsbacke in einer zusammenhängenden dünnen Schicht, welche,
aus der Presse kommend, auf einer davor gehängten Butte S herabrutscht.
Der aus dem Brei herausgedrückte Saft entweicht durch Oeffhungen, welche in den Kopfwänden
G angeordnet sind. Aus einem darunter befindlichen Sammelbecken T wird der
Saft dann aus dem Apparat hinausbefördert.
Eine eigenthümliche Art der Abdichtung zwischen den Stirnflächen der beiden Prefswalzen
und den Kopfwänden G G des Gehäuses veranschaulicht Fig. 4. In diese Stirnflächen
drehe ich concentrische Nuthen ein, in welche sich concentrische Vorsprünge von gleicher Tiefe eines Dichtungsringes / einlegen,
der , durch Kopfschrauben in den Kopfwänden G mit passendem Druck gegen die Walzenstirnwände
angedrückt werden kann.
Da diese Vorsprünge die erwähnten Nuthen nicht ganz ausfüllen, so quetscht sich in die
verbleibenden ringförmigen Spielräume nach und nach Brei ein, wodurch eine vollkommene
Abdichtung erreicht wird. Durch dieses Einquetschen des Breies wird s'owohl die Reibung
als auch die "Abnutzung der Metallflächen fast vollständig vermieden, und zeichnet sich dadurch
die Verbindung vor einer Leder- oder Metalldichtung vortheilhaft aus.
Bei beginnender Pressung wird, je nach dem Grade des Prefsdruckes, den man zu erzielen
wünscht, der Prefsblock P durch die Stellschrauben in den gewünschten Abstand von
der Oberfläche der Prefswalze gebracht, die er überdeckt. Eine weitere Regulirung erfordert
die Presse nicht, nothwendig ist dann nur noch, dafs dieselbe gehörig in Schmiere erhalten
wird.
In Zuckerfabriken genügt eine derartige Presse, um 40 000 kg Rüben pro Tag bei sieben Cylinderumdrehungen
pro Minute auszupressen. In Brennereien, wo die Einwirkung der Säure das Auspressen befördert, kann sie 50 000 kg
bei der gleichen Umdrehungszahl auspressen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:
Bei Walzenpressen:i. Die Anordnung einer verstellbaren Prefsbacke P, die mit einer daneben liegendenfesten Leiste Q über den Prefswalzen eine Höhlung X zur Aufnahme einer prismatischen Abdichtungsschiene bildet, behufs Herstellung einer durch den Druck des Breies gebildeten Dichtung, welche von dem Verstellen der Prefsbacke unabhängig ist.
2. Die Anordnung von concentrischen Nu thenin den Stirnwandungen der Prefswalzen MM1, in welche Nuthen sich mit verbleibendem Spielraum .Vorsprünge einer Dichtungsscheibe t einlegen, um durch das Eindringen von Brei in diesen Spielraum eine vollkommene, möglichst reibungsfreie Abdichtung zu erzielen.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18877C true DE18877C (de) |
Family
ID=295724
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18877D Active DE18877C (de) | Continuirlich wirkende Doppelwalzenpresse für Zuckerfabriken etc |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18877C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1627962A1 (de) * | 1966-01-25 | 1970-05-14 | Sunds Ab | Anordnung an Walzenpressen |
| US4543161A (en) * | 1983-08-09 | 1985-09-24 | Shigeo Fujimoto | Double cylinder press for formation of fibrous layers |
| US5488900A (en) * | 1993-09-15 | 1996-02-06 | Sunds Defibrator Industries Ab | Dewatering press |
-
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- DE DENDAT18877D patent/DE18877C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1627962A1 (de) * | 1966-01-25 | 1970-05-14 | Sunds Ab | Anordnung an Walzenpressen |
| US4543161A (en) * | 1983-08-09 | 1985-09-24 | Shigeo Fujimoto | Double cylinder press for formation of fibrous layers |
| US5488900A (en) * | 1993-09-15 | 1996-02-06 | Sunds Defibrator Industries Ab | Dewatering press |
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