DE188773C - - Google Patents

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DE188773C
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Germany
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soot
walls
ducts
gas
wind
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23JREMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J3/00Removing solid residues from passages or chambers beyond the fire, e.g. from flues by soot blowers
    • F23J3/02Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24g. GRUPPE
Bei Generatorfeuerungen hat sich bisher die Ablagerung von Ruß in den Rohgaskanälen sehr unangenehm bemerkbar gemacht. Vor allem liegt dieser Übelstand bei den langen Gaskanälen der Zinkdestillieröfen vor. Die Methoden des Reinigens dieser Gaskanäle sind einerseits sehr unvollkommen, anderseits sind sie auch die Ursache für manche Unfälle. Beim sogenannten »Wassergießena soll
ίο der Ruß durch plötzlich in großer Menge entwickelten Wasserdampf, der durch Eingießen von Wasser in den weißglühenden Generator gebildet wird, mechanisch entfernt werden. Abgesehen davon, daß bei dieser Methode durch den am Ende der Rösche herausgetriebenen heißen Ruß lebensgefährliche Verbrennungen vorkommen können, hat dies Verfahren noch den Nachteil, daß nur der lockere Ruß aus den Kanälen entfernt wird.
Um den fest an den Wandungen sitzenden Ruß zu entfernen, bedient man sich der sogenannten Kratze, einer schweren, bis 15 m langen Eisenstange, die an einem Ende eine Schwere eiserne Platte trägt, welche den festsitzenden Ruß von den Wänden der Rösche beim Durchstoßen durch dieselbe ablösen soll. Aber auch diese unbeholfene, von 10 bis 20 Mann zu bedienende Vorrichtung erfüllt ihren Zweck nur unvollkommen, da die Form der Kratze aus praktischen Gründen nicht genau dem Querschnitt des zu reinigenden Gaskanals entsprechen darf. Ferner kommen bei Anwendung der Kratze häufiger Verbrennungen an Händen und Füßen vor.
Alle diese, sowohl für den Betrieb als auch für die Gesundheit der Arbeiter nachteiligen Übelstände werden durch vorliegende Erfindung, die den Ruß innerhalb der Rösche verbrennt und dadurch die vollkommenste Reinigung erzielt, völlig beseitigt. Der Gedanke, den Ruß durch Luftzuführung zum Verbrennen zu bringen, liegt sehr nahe und hat es deshalb auch nicht an Versuchen gefehlt, die diesen Gedanken verwirklichen wollten. Aber alle diese Versuche führten zu keinem Ziele. Nach der Erfindung wird an geeigneten Stellen in die zu reinigenden Röschen Luft eingepreßt. Auf diese Weise erzielt man in sehr kurzer Zeit eine völlige Verbrennung selbst des schon verkokten Rußes, ohne daß der Betrieb des Ofens irgendwie gestört wird. Ein durch die entstehende Stichflamme innerhalb der Kanäle etwa bedingtes Schadhaftwerden derselben ist deshalb unmöglich, weil höchstens einmal in der Woche für ungefähr eine Stunde diese Art der Reinigung vorgenommen zu werden braucht. Ferner wirkt auch noch der Preßwind mechanisch reinigend. Die Winddüsen sind einfache, in die Gasrösche endigende Windkanäle, deren Abmessungen sich nach der'Größe der Gasrösche richten. Sind die Kanäle eiserne Rohre, so muß selbstredend die Austrittsstelle des Windes von feuerfestem Stoff sein. Die Menge des in die Rösche eintretenden Windes ist durch Schieber oder Ventile in den Windkanälen zu regeln. Durch Versuche wurde festgestellt, daß bei einer normalen Rösche, wie sie sich bei den Zinkdestillationsöfen mit 36 schlesischen Muffeln findet, alle 2 m eine Düse erforderlich ist. Die Richtung des Windstromes innerhalb der
Rösche ist selbstredend so zu wählen, daß alle Wände berührt werden, was durch wechselseitiges Anbringen der Düsen, deren Richtung im Sinne des Gasstromes angeordnet sind, leicht erreicht wird.
Die bei dieser Art der Rußverbrennung erzeugte Wärme wird für den Ofen nutzbar gemacht.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Reinigung von Generatorkanälen, dadurch gekennzeichnet, daß mittels Düsen durch die Wände der Kanäle hindurch nach Einschränkung der Rohgasentwicklung Luft im Sinne der Gasrichtung hineingedrückt wird, so daß sauerstoffreiche Stichflammen entstehen, die den an den Wänden der Kanäle haftenden verkokten Ruß zur Verbrennung bringen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Verbrennung des Rußes erzeugte Wärme dem Ofen zugeführt wird.
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