DE188477C - - Google Patents

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DE188477C
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Germany
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sheets
rollers
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C9/00Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding
    • B42C9/0081Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding applying adhesive to individual sheets for binding them together

Landscapes

  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 188477-KLASSE 11 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juni 1906 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die bekannten Maschinen zum Aneinanderkleben zweier oder mehrerer Papierblätter an den Rücken und besteht in einer besonderen Bauart, die ein schnelles Arbeiten und eine Bedienung durch ungeübte Arbeiter gestattet.
Bei der Maschine gemäß der Erfindung werden die aneinander zu klebenden Bogen gemeinschaftlich einem Förderwalzenpaar derart zugeführt, daß die aufeinander gelegten Bogen in der Nähe des Rückens durch eine Scheidewand oder durch sonstige Führungen von einander getrennt oder auseinander gespreizt werden, so daß die eine der einander zugekehrten Bogenflächen — gegebenenfalls auch beide — durch irgendeine Leimauftragvorrichtung in der Nähe des Rückens einen schmalen Leimstreifen erhalten kann. Haben die Bogen die Leimauftragvorrichtung durchlaufen, so wird der an ihrem unteren Ende vorher durch die Scheidewand getrennte Teil der Bogen wieder zusammengelegt, in bekannter Weise aneinander gedrückt und aus der Maschine herausbefördert, um in irgendeine Sammel- oder Stapelvorrichtung abgelegt zu werden. Die Tätigkeit des Arbeiters besteht also lediglich darin, die zwei miteinander zu verbindenden Teile rechts und links von der Scheidewand anzulegen und mit den vorderen Enden in die Fördervorrichtung einzuschieben.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht mit teilweisem Längsschnitt, Fig. 2 den Grundriß, Fig. 3 und 4 Seitenschnitte und Fig. 5 bis 7 die Anlegevorrichtung in größerem Maßstabe.
Die Maschine besteht ; aus mehreren auf 45
einer Platte α hintereinander, angeordneten Walzen 1 bis 6, bei denen die eine von je zwei zusammengehörigen Walzen federnd gelagert ist (Fig. 3). Hinter dem ersten Walzenpaare ι und 2 ist die Leimauftragvorrichtung angebracht, welche aus einem in ein Leimgefäß b eintauchenden Rade c besteht (Fig. 3), das von der Walze 3 aus durch die Zahnräder 20, 21, 22 und die Winkelräder e und d zwangläufig angetrieben wird. Die Walzen 1 bis 6 sind untereinander durch Zahnräder verbunden und werden von irgendeiner Kraftquelle aus angetrieben. Genau in der Mitte vor dem ersten Walzenpaar ist eine Scheidewand f angebracht, die sich hinter dem fortsetzt und einseitig als Schutzvorrichtung um den einen Bogen
Leimrad zu einen Seite des
Walzenpaar 1 und 2
über das Leimrad c
reicht (Fig. 1 und 2)
vor der Berührung mit dem
schützen, ihn also an der
Leimrades vorbeizuführen, ohne daß er dieses berührt. Der andere Bogen geht dagegen dicht an dem Leimrad vorbei und wird mit einem Leimstreifen in der Nähe des Rückens versehen. Zweckmäßig wird das Leimrad c schräg gelegt, so daß der auf den Bogen zu gebende Leimstrich nicht bis ganz an den Falzrücken reicht, sondern von ihm einige Millimeter absteht, also den Rücken der Lage und die Förderbahn in der Maschine nicht verschmieren kann.
Die Handhabung geschieht in der Weise, daß beide miteinander zu verbindenden Bogen rechts und links von der Scheidewand / so angelegt werden, daß ihre Vorderkanten bündig miteinander liegen. Sie werden gemeinschaftlich zwischen die Walzen 1 und 2 geschoben,
die sie erfassen und weiter befördern, wobei der eine Bogen an dem Leimrad c vorbeigeführt wird. Zwischen den Walzen 3 und 4 werden die Bogen, da die Scheidewand _/ bis hierher nicht mehr reicht, in ihrer ganzen Breite wieder vereinigt, so daß sie an der mit Klebstoff versehenen Stelle miteinander verbunden werden.
Um die Maschine möglichst leistungsfähig zu machen, ist sie mit einem besonderen Einleger versehen, der in den Fig. 5 bis 7 besonders dargestellt ist und ebenfalls einen Teil der Erfindung bildet. Die Wirkungsweise dieses Einlegers ist derart, daß die beiden miteinander zu verbindenden Bogen rechts und links auf die mit Plattfedern ausgerüsteten auseinander geklappten Flügel ν gelegt werden, zwischen denen die Scheidewand f sich befindet. Die Flügel werden
20' durch irgendein Getriebe zusammengeklappt, nachdem vorher die Anschläge 10 die Bogen derart zurechtgeschoben haben, daß beide Vorderkanten genau miteinander übereinstimmen. Sobald die Flügel zusammengeklappt sind, schiebt sich die ganze Anlegevorrichtung vor und befördert auf diese Weise die genau übereinstimmenden Vorderkanten der zusammengehaltenen Bogen zwischen die Walzen 1 und 2, welche die Bogen dann aus der Anlegevorrichtung herausziehen, worauf sie, wie vorher beschrieben, mit einem Klebstoffstreifen versehen und zusammengeklebt werden. Die beschriebene Bewegung der Anlegevorrichtung kann entweder selbsttätig durch ein Getriebe vom Maschinenantrieb oder durch eine besondere Fußtrittbewegung ausgeführt werden.
Die Bauart dieser Anlegevorrichtung, wie sie die Zeichnung darstellt, ist die folgende:
Eine an der Platte α in Führungen g durch Hebel h und Zugstangen i hin- und herbewegbare T-förmige Platte k (Fig. 1 und 2 und Fig. 5 bis 7) enthält einen Schlitten /, welcher in der Nut m der Platte k sich führt.
Dieser hat eine U-förmige Verlängerung η nach unten, in der ein Klotz 0 gleitet, dessen Rolle ρ in der Kurve q der Platte k läuft. Der Schlitten / ist in der Platte k frei beweglich und wird diese Beweglichkeit im Schlitz r der Platte a, in den die Hörner s des Schlittens / hineinragen, begrenzt. Eine Feder \ zieht den Schlitten stets nach rechts. Die Hörner s tragen Augen t mit Zapfen, um die sich Klappen ν drehen. An dem in der Verlängerung η sich führenden Klotz 0 greifen die Zugstangen n> an, deren anderes Ende χ an hebelartigen Ansätzen der Klappen ν angelenkt ist. Durch die Relativbewegung der Platte k gegen den Schlitten /, der durch den Zug der Feder \ noch festgehalten wird, bewegt sich die Rolle ρ in der Kurve q abwärts. An dieser Bewegung nehmen auch die Stangen w, da sie am Klotz ο befestigt sind, teil, so daß die beiden Klappen ν gegeneinander bewegt werden. In Fig. 5 sind die Klappen in zusammengeschlagenem Zustand gezeichet, während Fig. 6 die Klappen aufgeschlagen darstellt. An der Maschinengestellplatte α sind ferner in Nuten 9 beweglich die Anschläge 10 verschiebbar angebracht. Diese tragen Stifte 11, welche durch die Platte α hindurch in Schlitze der Hebel 12 reichen, welche ihren Drehpunkt hei 13 in der Platte α haben. Das andere Ende dieser Hebel 12 trägt eine Rolle 14, welche in der Kurvennut 15 der Platte k läuft. Wenn also die Platte k nach links bewegt wird, so schieben sich die Anschläge 10 unter Einwirkung der Kurven 15 nach rechts. Diese Bewegung der Anschläge nach rechts muß beendet sein, kurz bevor die Klappen ν sich ganz geschlossen haben, bevor also die Bogen ganz zusammengelegt und festgeklemmt sind. Sowie die Klappen ν geschlossen sind, stößt die Nase 16 der Platte k an den Schlitten / und nimmt ihn beim Weitergehen — entgegen dem Zuge der Feder \ — nach links mit. Durch diese seitliche Bewegung der Klappen werden die Vorderkanten der ausgerichteten Bogen, welche aus den Klappen etwas herausstehen, zwischen den Anschlägen hindurch zwischen die Walzen 1 und 2 geführt, von diesen erfaßt, aus den Klappen herausgezogen und weiterbefördert.
Die Handhabung der Vorrichtung ist die folgende:
Nachdem die beiden zu verbindenden Bogen rechts und links so auf die auseinander geschlagenen Klappenflügel ν gelegt sind, daß ihre Vorderkanten annähernd an den Anschlagen to anliegen, wird durch eine Fußbewegung der Hebel h aufwärts bewegt, die Platte k also nach links geschoben. Hierbei treten zunächst die Rollen 14 in die Kurven 15 und schieben — unter Vermittlung der Hebel 12 — die Anschläge 10 nach rechts, die etwa ungleich eingelegten Bogen an ihren Vorderkanten ausrichtend. Während dieses Ausrichtens legen sich die Klappenflügel ν zusammen, da bei der Weiterbewegung der Platte k die Rolle ρ in die Kurve q tritt, dadurch den Klotz 0 und die daransitzenden Zugstangen n> abwärts bewegend. Sobald diese Bewegung beendet ist, stößt die Nase 16 der Platte k an den Schlitten /, die ganze Anlegevorrichtung wird nach links geschoben und die Bogen zwischen den beiden Anschlägen hindurch mit den Vorderkanten in die Walzen befördert. Bei dieser Vorwärtsbewegung der ganzen Vorrichtung stehen die Anschläge still, da die Rollen 14 dabei sich nur in dem geradlinigen Teil der Kurve 15
verschieben. Ebenso bleiben dabei auch die Flügel geschlossen, da eine Relativbewegung zwischen Platte k und Schlitten / nicht auftritt, die Rolle ρ in der Kure q also ruhig liegen bleibt. Sobald die Bogen von den Walzen erfaßt sind, kann sich die Platte k wieder zurückbewegen und ist —· in der Anfangsstellung angekommen — zur Aufnahme zweier neuen Bogen bereit, so daß die Bogen
ίο dicht hintereinander durch die Maschine laufen können. Ihre Leistungsfähigkeit ist also, da die Walzen beliebig schnell laufen können, außerordentlich hoch und nur durch die Geschicklichkeit der Arbeiterin beeinflußt, wobei deren Tätigkeit sich auf die denkbar einfachsten Handgriffe beschränkt.
Die Ablegevorrichtung, die nicht Gegenstand der Erfindung ist, besteht aus den Walzen 5 und 6, von denen die eine zweckmäßig nach oben etwas kegelförmig verläuft — es kann auch die eine Walze etwas höher sein als die andere —, und einer mit einer schmalen Nut 17 versehenen Schiene 18, unter der sich in schräger Lage der Ablegekasten 19 befindet. Die zusammengeklebten, durch die Walzen 5 und 6 vorgeschobenen Bogen gleiten in der Nut 17 entlang, wobei sie infolge der kegelförmig gedrehten kurzen Walze 5 sich nach der Seite neigen, an der der Kasten 19 sich befindet, um schließlich nach vollständigem Verlassen der Walzen in diesen hineinzufallen.

Claims (5)

  1. -Ansprüche:
    i. Maschine zum Aneinanderkleben zweier oder mehrerer Papierblätter, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander zu verbindenden Bogen gemeinschaftlich zwischen ein sich drehendes Walzenpaar geschoben und hinter diesen rittlings über eine Leimgebevorrichtung gezogen werden, die sie an den zu verbindenden Stellen mit einem Klebstoffstreifen versieht.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in ihrem unteren Teil durch eine Scheidewand (J) getrennten Bogen einem gemeinschaftlichen Walzenpaar (1,2) und hierauf einer Leimgebevorrichtung (c) zugeführt werden, die den einen der miteinander zu verbindenden Bogen an seiner Innenseite mit einem schmalen Leimrand versieht.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das den Klebstoff zuführende Rad (c) schrägstehend angeordnet ist.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheidewand (f) einseitig in ihrer Verlängerung das Leimrad (c) abdeckt.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 1,.dadurch gekennzeichnet, daß die zu verbindenden Bogen zunächst auf zwei sich gegeneinander bewegende Klappen (v) gelegt werden, wobei die Bogen vor oder während des Zusammenschlagens dieser Klappen durch Anschläge (10) in bezug auf ihre Vorderkante ausgerichtet und darauf gemeinschaftlich mit diesen Vorderkanten zwischen ein sich drehendes Walzenpaar (1, 2) geschoben werden, das sie aus den Klappen (v) herauszieht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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