DE18792C - Neuerungen an Steuerungsapparaten für Dampfmaschinen - Google Patents
Neuerungen an Steuerungsapparaten für DampfmaschinenInfo
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- DE18792C DE18792C DENDAT18792D DE18792DA DE18792C DE 18792 C DE18792 C DE 18792C DE NDAT18792 D DENDAT18792 D DE NDAT18792D DE 18792D A DE18792D A DE 18792DA DE 18792 C DE18792 C DE 18792C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L31/00—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
- F01L31/08—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear
- F01L31/16—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear the drive being effected by specific means other than eccentric, e.g. cams; Valve adjustment in connection with such drives
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanically-Actuated Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Januar 1881 ab.
. Die Neuerungen betreffen erstens die Bewegungsmechanismen
und zweitens die Construction der Steuerorgane. Dieselben sind in den Zeichnungen in Anwendung auf eine Lokomotive
dargestellt. Sie können jedoch auch an anderen, sowohl einfachen als Zwillingsmaschinen, zur
Anwendung kommen.
In den Zeichnungen ist:
Fig. Ί ein Grundrifs des Steuerimgsapparates mit den Cylindern einer Lokomotive;
Fig. 2 ein theilweiser verticaler Längsschnitt nach z-z, Fig. ι;
Fig. 3 eine Endansicht der Fig. ι mit einem
Theil der rechten Seite im Schnitt;
Fig. 4 eine Ansicht der die Bewegung auf die Steuerungsorgane übertragenden Theile.
Fig. 5 und 6 sind Ansichten der beiden einander gegenüberliegenden Steuerungs-Daumenhülsen;
Fig. 7 und 8 Querschnitte nach x^-x1 bezw.
ys-y\ Fig. s und 6.
Fig. 9 ist ein Verticalschnitt durch die Mitte eines Steuerhahnes und seines Gehäuses im
gröfseren Mafsstabe;
Fig. io ein Grundrifs desselben mit dem
Hahngehäuse und einem Theil des Hahnes und seines Sitzes im Schnitt;
Fig. Ii eine Endansicht der Hahnwelle.
// sind die Cylinder der Lokomotive und J ist die sie vereinigende Grundplatte. L ist die
in den Lagern a? a? laufende Steuerwelle; dieselbe
ist mit zwei im rechten Winkel zu einander stehenden Kurbeln PP versehen, an
welche die Stangen e e angreifen, die entweder direct oder vermittelst eingeschalteter Hebel//
von zwei auf der Kurbelwelle der Maschine (hier Triebachse) sitzenden Excentern oder Kurbeln
angetrieben werden. Es sind zwei Excenter unä Kurbeln angewendet, i£| die todten
Punkte zu überwinden.
Auf der Welle L sitzt die lange Daumenhülse A1, welche in der Längsrichtung gleiten
kann, aber durch einen Keil c2 am Drehen auf
der Welle verhindert ist. i, Fig. 5 und 6, ist eine Ringnuth, die zwischen Auslafs- und Einlafsdaumen
liegt. Von den schraubenförmig geformten Einlafsdaumen 2 und 3 dient der erstere für den Vorwärtsgang und der letztere
für den Rückwärtsgang und ebenso von den beiden Auslafsdaumen 4 und 5 der erstere für
den Vorwärtsgang und der zweite für den Rückwärtsgang.
Die Daumen 4 und 5 für den Auslafs erstrecken sich jeder über die Hälfte des Umfangs
der Hülse, Fig. 7, und in einer zwischen· ihnen liegenden Zone erstreckt sich die Erhöhung
um den ganzen Umfang der Hülse in Form eines Gürtels 6, Fig. 8: Ebenso liegt
eine Zone vom Durchmesser der Daumenhülse selbst bei 7 zwischen den Einlafsdaumen (siehe
Fig· 7)· Am Ende der Hülse A1 ist eine Ringnuth A2,
Fig. 5 und 6, eingedreht, in welche eine Gabel z2, Fig. ι und 3, eingreift. Diese Gabel
trägt an ihrem unteren Ende eine Mutter, Fig. 3, welche eine horizontale Schraube/'2 umfafst,
deren Lager am Hauptgestell befestigt sind. Die Schraube j2 trägt ein Kegelrad k,
welches in ein zweites Rad /3 eingreift, das auf
einer im rechten Winkel zu der Schraube liegenden Welle sitzt. Am anderen Ende der
letztgenannten Welle befindet sich ein anderes
Kegelrad /3, Fig. 2, das in das grofse Rad ;;z2
eingreift, .welch letzteres auf einer mit Handrad/z versehenen verticalen Welle sitzt, so dafs
durch Drehen des Handrades auch die Schraube/'2 gedreht' wird. Dadurch wird auch die Gabel i2
verschoben, welche ihrerseits die Daumenhülse A1 in der Längsrichtung auf der Welle L
verstellt.
C1C1 sind die Einlafs- und D1D' die Auslafsorgane,
für welche nach Ansicht des Patentinhabers am vortheilhaftesten schwingende Hähne
von der weiter unten beschriebenen Construction gewählt werden, aber auch einfach wirkende
Schieber benutzt werden können. An den Hahnwellen sind die Arme m1 m1 befestigt,
welche mit den Hebeln o1 o2, Fig. 2 und 4,
durch die an den Enden mit Kugelflächen versehenen Stangen q2 q2 verbunden sind. Durch
die letzteren gehen die Bolzen r2 r2, die in der Zeichnung mit punktirten Linien angedeutet
sind. Gewünschtenfalls können diese Bolzen auch durch die verlängerten Enden der Federn
p2 gebildet sein. Die auf den äufseren Enden der Bolzen r2 r2 sitzenden Muttern haben
gleichfalls Kugelflächen, und diese, sowie die convexen Enden der Stücke q2 q2 treten in entsprechende
kugelförmige Höhlungen der Hebel ein. Die Daumenhülse Ä* dreht sich zwischen
den Hebeln o2 o2, und die Federn/2/2 drücken
die Hebel mit den abgerundeten Vorsprüngen ί V,
Fig. 4, gegen die Daumen.
Die Wirkungsweise ist folgende: Angenommen, die Maschine laufe vorwärts. Die Daumen
2 und 4 wirken abwechselnd auf die Hebel o2 o2 ein. Wenn der Lokomotivführer umsteuern
will, so verschiebt er die Daumenhülsen mittelst des Handrades h, bis die Daumen 3
und 5 die Stelle der Daumen 2 und 4 einnehmen. Bei diesem Wechsel treten die Gürtelzonen
6 und 7 zugleich mit den Hebeln in Eingriff, so dafs während des Ueberganges beide Einlafshähne geschlossen und beide
Auslafshähne voll geöffnet sind. Durch diese Einrichtung wird der Dampf auf beiden Cylinderenden
ausgelassen, ehe der Wechsel vom Vorwärts- zum Rückwärtsgang, oder umgekehrt, eintreten kann. Während also die Daumen die
genannte Stellung einnehmen, können die Hähne sich nicht bewegen und die Kolben (z. B. beim
Hinabfahren einer Lokomotive auf einer geneigten Ebene) frei laufen, ohne Dampf oder
Luft im Cylinder zu comprimiren oder ein Vacuum zu erzeugen. In dem Umstände, dafs
der Maschinenwärter auf diese Weise gleichzeitig die beiden Auslafsventile öffnen und die
beiden Einlafsventile schliefsen kann, soll einer der wichtigsten und bemerkenswerthesten Vorzüge
dieser Steuerung liegen.
Das Drosselventil wird bei dieser Steuerung gewöhnlich nicht gebraucht, weil durch die
Steuerung der Dämpfzutritt, zum Cylinder beliebig abgeschnitten werden kann. .■■...■'
Um die Daumen nach einander mittelst einer seitlichen Verschiebung vor die·Hebelvorsprünge
führen zu können, sind, wie gezeichnet, schiefe Ebenen angewendet, wobei alle scharfen Kanten
vermieden sind.
Die Federn dienen dazu, die Hähne im geeigneten Augenblick zu schliefsen; jeder Hahn
kann mit einer eigenen Feder versehen sein.
Behufs Verschiebung der Daumenhülsen wird empfohlen, bei Zwilligsmaschinen zwei getrennte
Schrauben j2 anzuwenden, eine für jeden Cylinder, jede mit einem konischen Rad k versehen
und von einem gemeinschaftlichen Rad m2
angetrieben, obgleich auch eine Schraube für beide genügen würde. Für die Längsverschiebung
der Daumenhülsen könnten auch Zahnstangengetriebe oder andere Mechanismen zur Verwendung kommen.
Die Anbringung der Hebel erlaubt es, den Ventilen einen gröfseren Hub bei bestimmter
Daumenhöhe zu geben, als wenn die Daumen direct auf die Hebelarme ml m1 einwirken würden.
In gewissen Fällen kann man aber auch die Zwischenhebel fortlassen. :
Hinsichtlich der bequemen Handhabung ist die Steuerung so construirt, dafs eine Umdrehung
des Handrades genügt, um die Daumen umzusteuern. Das Rad wird so bezeichnet, dafs der Maschinenwärter auf den ersten Blick
die Stellung der Hähne übersehen kann.
Anstatt der Welle eine continuirliche Drehung zu geben, kann man sie auch schwingen oder
abwechselnd eine Drehung vor- und eine rückwärts machen lassen.
Die Einlafs- sowie die Auslafshähne C\ C\
und D1Z)1 können sämmtlich von gleicher, und
zwar am besten von der in den Fig. 9 bis 11 dargestellten Construction sein. In diesen Figuren
ist T das Hahngehäuse, versehen ..mit einer Einströmungs- bezw. Ausströmungsöffnung e1; U der mit Schlitzen X2X1 versehene
Hahnsitz; V der mit Schlitzen 30, 30, die mit denjenigen des Sitzes correspondiren, versehene
glockenförmige Hahn, und W die vertieale Hahnwelle. ~ ;
Der Hahn sowohl als der Sitz sind cylinderförmig oder schwach konisch, der Sitz liegt
innerhalb des Hahnes, und die Oeffnungen x2 und 30 sind in den Mantelflächen des Hahnes
und des Sitzes eingeschnitten.
Der Hahn ist auf den Sitz aufgeschliffen. Das Hahngehäuse T ist am Cylinder / mittelst
Bolzen oder Schrauben in gewöhnlicher Weise befestigt und mit einer Stopfbüchse /z1 für die
Hahnwelle W versehen. Der Sitz U ist mittelst eines Flantsches befestigt, und der Hahn ist
länger als der Sitz, um einen Raum V herzustellen, der durch Löcher/1 mit dem Innern
Claims (1)
1) der drehbare, glockenförmige Hahn V und der hohle, durchbrochene Sitz U in Verbindung
mit dem im Innern des Sitzes angegossenen oder sonstwie befestigten Brechungskegel X, der die aus- oder einströmenden
Flüssigkeiten nach oder von den Oeffnungen des Ventilsitzes ableitet.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18792C true DE18792C (de) |
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ID=295648
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18792D Active DE18792C (de) | Neuerungen an Steuerungsapparaten für Dampfmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18792C (de) |
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- DE DENDAT18792D patent/DE18792C/de active Active
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