DE187215C - - Google Patents

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DE187215C
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air pump
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B33/00Pumps actuated by muscle power, e.g. for inflating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
  • Compressor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 27b. GRUPPE
JEAN HOCHGESAND in PARIS.
Luftpumpe mit hohler Kolbenstange. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. August 1905 ab.
Der Erfindungsgegenstand gehört zu den Luftpumpen, bei denen das Saugventil beim Handhaben der Pumpe vor Beginn der Kolbenbewegung gesteuert wird. Das Neue der Erfindung besteht in der besonderen Ausbildung des Saugventiles. Ferner wird mit dem Gegenstand angestrebt, während der Verdichtung der Luft im Pumpenzylinder möglichst dichten Abschluß des Saugventiles zu sichern
ίο und die das letztere bildenden Luftpumpenteile wie den mit der Kolbenstange zusammenwirkenden Kolben oder Handgriff vor Schieflagen zu sichern, weil sonst die Saugöffnung nicht dicht abgeschlossen und damit der Nutzeffekt geringer wird.
Um das Saugventil aus der Kolbenstange und dem Kolben oder der Kolbenstange und dem Handgriff bilden zu können und gegenseitige paarschlüssige Führung von Kolben und Kolbenstange angängig zu machen, ist die Kolbenstange hohl oder zum Teil hohl ausgeführt, und ihr Hohlraum mündet in jedem Falle unter dem Kolben aus.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt, den KoI-ben bei Beginn des Ansaugens zeigend.
Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt nach Linie A-A der Fig. 1 von unten gesehen.
Fig. 3 zeigt den Kolben bei Beginn der Verdichtung.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform, den Kolben bei Beginn des Ansaugens darstellend.
Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform, und
Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine doppelt wirkende Pumpe.
Der Pumpenzylinder α (Fig. 1, 2 und 3) enthält einen Kolben b mit Lederstulpdichtung c. Die am oberen Ende mit einem aufgeschraubten Bund e versehene Kolbenstange d ist hohl und kann den Hohlraum unter dem Kolben mit der Außenluft in Verbindung setzen. Der Handgriff läßt sich in bezug auf die Kolbenstange ein wenig verschieben und ist zu diesem Zwecke auf einer Hülse f befestigt, die auf der Stange d gleiten kann und deren Durchmesser im oberen Teil größer ist als der des Bundes e. Der Handgriff wird von einer Kappe h gebildet, die auf einen an der Hülse f gebildeten Flansch g aufgeschraubt ist. Zwischen die Kappe h und den Flansch g ist eine Lederscheibe i gelegt. Im Flansch g sind öffnungen j für den Lufteintritt angebracht.
Zwischen dem oberen Ende der Kolbenstange d und dem Boden der Kappe h ist ein Spielraum, so daß die Hülse einmal die in Fig. ι gezeigte Stellung, das andere Mal die Stellung nach Fig. 3 einnehmen kann. Diese äußersten Stellungen werden durch das Anstoßen des unteren Endes des Bundes e an die Hülse f bezw. seines oberen Endes an die Kappe h bestimmt.
Der Pumpenzylinder ist an einem Ende durch den Deckel k, durch den die Kolbenstange führt, am anderen Ende durch den das Druckventil m enthaltenden Deckel / geschlossen.
Die Wirkungsweise der Pumpe ist folgende:
Bei Beginn des Ansaugens nehmen die Teile der Pumpe die in Fig. 1 gezeigte Stellung ein. Der Handgriff, in Richtung des
Pfeiles u bewegt, nimmt die Kolbenstange d vermöge des Bundes e mit, und alsdann ist das obere Ende des Hohlraumes der Kolbenstange d geöffnet und stellt mit der Außenluft durch die Öffnungen j in Verbindung. Die Luft kann daher frei in den Pumpenzylinder treten, die Verschiebung des Kolbens b geschieht leicht, und der Pumpenzylinder α kann vollständig mit Luft gefüllt
ίο werden.
Wird nun der Handgriff in entgegengesetzter Richtung im Sinne des Pfeiles ν bewegt, so beginnt die Verdichtung (Fig. 3). Das obere Ende der Kolbenstange d wird
tg dabei durch die sich darauflegende Lederscheibe i der Kappe dicht abgeschlossen, die Kompression findet daher während des ganzen Kolbenhubes statt.
Diese Anordnung hat den Vorteil, daß der ganze Hub für die Verdichtung ausgenutzt wird, was offenbar eine Erhöhung der Leistung gegenüber den gewöhnlichen Pumpen ergibt. Die Lederstulpdichtung des Kolbens wird, da sie fortwährend am Zylinder anliegt, niemais in der Form verändert oder zerstört. Auch braucht sie nicht so schmiegsam zu sein wie bei Pumpen ohne Ventil, und sie kann so ausgeführt sein, daß ihr Widerstand bei der Verdichtung möglichst gering wird, ohne daß das Dichthalten beeinträchtigt wird. Der Kolben kann sogar ganz aus Metall oder einem anderen Stoffe hergestellt sein.
Die in Fig. 4, 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiele beruhen auf dem gleichen Grundgedanken.
Im Beispiel nach Fig. 4 ist der Handgriff mit der hohlen Kolbenstange d fest verbunden, der Kolben b selbst jedoch auf der Stange derart verschiebbar, daß er je nach der Richtung, in der man den Handgriff bewegt, in der Wand der Kolbenstange befindliche Öffnungen j\ die den Eintritt der Luft in den .Pumpenzylinder α während des Ansaugens vermitteln, freigibt oder schließt. Hier dient für Fortleitung der Luft nur der untere Teil der Kolbenstange von den Öffnungen jl abwärts. Die Kolbenstange d hat unten einen Bund e1 und etwas oberhalb des Kolbens b eine Lederscheibe i1, die ebenso wirken wie der Bund e und die Lederscheibe i im Beispiel nach Fig. 1.
Während des Ansaugens nimmt der Kolben b in bezug auf die Kolbenstange d die in Fig. 4 gezeigte Stellung ein, die öffnungenj1 sind frei, und die Luft tritt durch die Öffnung ?z' im Deckel k in den Zylinder ein. Während der Verdichtung legt· sich der Kolben b gegen die Lederscheibe i\ und die Öffnungen ji werden dabei geschlossen.
Das Beispiel nach Fig. 5 entspricht dem gemäß Fig. 4 mit dem Unterschiede, daß der Austritt der verdichteten Luft durch den Hohlräum der Kolbenstange d erfolgt, in welchem unten das Druckventil 77z2 angeordnet ist. Der untere Teil der Kolbenstange dient zur Fortleitung der zu verdichtenden Luft.
Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine doppelt wirkende Pumpe. Der Kolben b3, der zwei Lederstulpen c3 und c4 hat, setzt sich abwechselnd auf die Lederscheiben z3 bezw. z4 auf, die oben bezw. unten an einem Bund der Kolbenstange d anliegen. Die Luftleitung n3 erhält durch die Druckventile 7?z3 und )724 mit beiden Seiten des Pumpenzylin- * ders α Verbindung. '
Fig. 6 zeigt die Teile in einer Stellung, bei der der Kolben an der Lederscheibe z'3 anliegt, bevor man den Handgriff in der Richtung des Pfeiles u zu bewegen beginnt. Die beiden Seiten des Pumpenzylinders α erhalten durch die Öffnungen ^3 und j4, die sich in der Wand der hohlen Stange d befinden, und durch den Hohlraum der Stange nach oben hin mit der Außenluft Verbindung. Wird der Handgriff in Richtung des Pfeiles u bewegt, so wird die Luft über dem Kolben verdichtet, und sie tritt, indem sie das Druckventil 77Z3 hebt, in den aufzupumpenden Behälter (Luftreifen oder dergl.).
Wenn die Kolbenstange alsdann entgegengesetzt in Richtung des Pfeiles ν bewegt wird, so stößt der Kolben b auf die untere Lederscheibe z4 und schließt die Öffnung ß. Die Luft unterhalb des Kolbens wird dabei verdichtet, tritt durch das untere Druckventil 77i4 in den Behälter, und gleichzeitig tritt der Raum oberhalb des Kolbens b durch den Spielraum o, der zwischen der Kolbenstange und der oberen Kolbenhälfte vorgesehen ist, mit der Außenluft in Verbindung. Hier dient der Hohlraum der Kolbenstange d wieder nur zur Fortleitung zu verdichtender Luft.
Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele sind nicht nur bei Pumpen nach Art der Luftreifenpumpen für Automobile, sondem für alle Arten Pumpen, auch motorisch betriebene, anwendbar.

Claims (5)

Patent-An Sprüche:
1. Luftpumpe mit hohler Kolbenstange, bei der das Saugventil vor Beginn der Kolbenbewegung gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Bildung eines besonderen, vom Druckventil unabhängigen Saugventiles durch Kolbenstange und Kolben oder durch Kolbenstange und Handgriff der Hohlraum der Kolbenstange unter dem Kolben ausmündet.
2. Luftpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Saugventil von dem auf der Kolbenstange verschiebbaren Handgriff und die Saugleitung von
der hohlen Kolbenstange gebildet wird (Fig. ι bis 3).
3. Luftpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Saugventil von dem auf der Kolbenstange verschiebbaren Kolben und die Saugleitung von dem unteren Kolbenstangenteil gebildet wird (Fig. 4).
4. Luftpumpe nach Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß behufs Benutzung der hohlen Kolbenstange zum Austritt für die verdichtete Luft das Druckventil (ni2) innerhalb derselben angeordnet ist (Fig. 5).
5. Luftpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausführung als doppelt wirkende Pumpe die hohle Kolbenstange die Saugleitung bildet und das Doppelsaugventil vom Kolben und der Kolbenstange, auf der es verschiebbar ist, gebildet wird, während für jede Seite des Pumpenzylinders ein Druckventil angebracht ist, die in gemeinsamer Luftleitung liegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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