DE186702C - - Google Patents

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DE186702C
DE186702C DE1906186702D DE186702DD DE186702C DE 186702 C DE186702 C DE 186702C DE 1906186702 D DE1906186702 D DE 1906186702D DE 186702D D DE186702D D DE 186702DD DE 186702 C DE186702 C DE 186702C
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paper strip
clip
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ruler
caliper according
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DE1906186702D
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B5/00Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B5/0035Measuring of dimensions of trees

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Botany (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 186702 KLASSE 42 ö. GRUPPE
HERMANN BRANDT in THEMAR i.Thür.
Schiebers bewirkt wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Juni 1906 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine Meßkluppe, bei welcher die Durchmesser der gemessenen Baumstämme auf einem selbsttätig fortlaufenden Papierstreifen mittels· eines im verschiebbaren Schenkel angeordneten, durch Druck gegen den Baumstamm beweglichen Schiebers aufgezeichnet werden.
Von den bekannten Meßklupen dieser Art unterscheidet sich die vorliegende vorteilhaft
ίο dadurch, daß außer den Durchmessern auch noch die Stückzahlen der einzelnen Stärkeklassen auf dem Papierstreifen aufgezeichnet und daß der gemessene Baum selbsttätig durch zwei Striche bezeichnet wird, welche durch zwei in den Schenkeln der Kluppe angeordnete Farbkissen hervorgerufen werden.
Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß die Kluppe gleichzeitig mit der Hand bedient und auch ohne jegliche Markiervorrichtung zum Messen verwendet werden kann.
Die neue Meßkluppe hat den Vorteil einer großen Ersparnis an Mannschaften sowie Arbeitszeit, so daß Waldungen, bei denen die Feststellung des Kubikinhaltes durch umständliches Abmessen, Aufnotieren der Stammstärke, Signieren der gemessenen Stämme beispielsweise bisher eine Arbeitszeit von vier Tagen erforderte und drei Personen benötigte, jetzt mit der neuen selbsttätigen Meßkluppe von einer Person bequem in einem halben Tage aufgenommen werden können.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar bezeichnet Fig. ι die Kluppe im Längsschnitt,
Fig. 2 die äußere Ansicht, Fig. 3 einen Schnitt nach A-B der Fig. 1,
Fig. 4 und 5 den vorderen Teil der Papierwalzen mit Bremslagern in Ansicht und Draufsicht und
Fig. 6 einen Schnitt nach C-D der Fig. I.
Fig. 7 stellt den Markierstift und das Farbkissen in vergrößertem Maßstabe dar.
Fig. 8 ist eine Ansicht der Bewegungsvorrichtung für den Papierstreifen,
Fig. 9 ein Stück von der Sperrwalze mit Zahnrad.
Fig. IO zeigt den Markierstift und das Farbkissen von der Seite,
Fig. 11 einen Schnitt durch den Markierstift und
Fig. 12 die Walze für den Papierstreifen in vergrößertem Maßstabe.
Die Aufzeichnung der Baumstärken geschieht auf einem mit Zentimetereinteilung versehenen Papierstreifen 1, welcher an den Enden in den geteilten bezw. geschlitzten, mit Nocken 4 und Vertiefungen 5 versehenen Walzen 2, 3 eingeklemmt wird (Fig. 1 und 12).
Die Walzen 2, 3 sind am hinteren Ende mit einem Vierkant versehen und in den drehbaren Führungsköpfen 6, 7 mit den Vorderteilen in den geschlitzten Bremslagern 8, 9
gelagert, derartig, daß sich der Papierstreifen I nicht von selbst lockern, jedoch auch ohne Schwierigkeit weiterbewegt werden kann.
Die Bewegung des Papierstreifens ι geschieht durch eine Sperrwelle io, welche durch die Zahnräder ii, 12 die Bewegung auf die Walzen 2, 3 überträgt (Fig. 4, 5 und 9).
Die beschriebenen Teile sind in einer Schiebelade 13 angeordnet, welche zwecks Auswechselung des Papierstreifens 1 aus dem Gehäuse 14 herausgezogen werden kann, bei Benutzung aber durch eine Federnase 29 in ihrer Lage gehalten wird.
Das Aufzeichnen der einzelnen Stammstärken auf den Papierstreifen 1 besorgt der Schreibstift 16, welcher durch Andrücken des Kluppenschenkels 18 bewegt wird, wobei sich der Schiebekasten 19 und die Filzeinlage 35 in den hohlen Kluppenschenkel 18 hineinschieben und den Hebel 17 auf den Stift 16 drücken, so daß dieser auf dem Papierstreifen I ein Zeichen hinterläßt; gleichzeitig drückt nun der Stift 20 unter Voreilung auf den Federstift 15, welcher sich streckt und die Sperr welle IO um einen Zahn weiterrückt (Fig. ι und 8).
Damit der Schreibstift 16 immer gleichmäßig auf den Papierstreifen 1 drückt, ganz gleich, ob dieser stramm oder locker aufgewickelt ist, ist eine Blattfeder 21 (Fig. 1) an dem Hebel 17 vorgesehen, welche durch einen Druck des Schiebekastens 19 sofort nachgibt, sobald der Schreibstift 16 den Papierstreifen 1 erreicht hat, so daß der Papierstreifen 1 nicht zerrissen werden kann.
Die Schiebekasten 19, 40, welche die Farbkissen 35, 36 tragen, werden von den Federn 22, 23, 24 stets wieder auswärts gedrückt.
Der hohle Schreibstift 16 wird durch ein . 40 Farbkissen 25 (Fig. 6 und 7), welches sich stets an ersterem selbsttätig anlegt, sobald der Stift 16 außer Tätigkeit ist, befeuchtet. Das Farbkissen 25 drückt die Farbe durch die kleinen Löcher hindurch, so daß der hohle Schreibstift 16 (Fig. 11) stets gespeist wird und die Farbe an der Mündung des Stiftes in der Stärke einer feinen Stecknadel hervortritt; sobald nun der Schreibstift 16 auf den Papierstreifen 1 gedrückt wird, wird durch den Kegel 26 (Fig. 7 und 10) das Farbkissen 25 von diesem abgedrückt, so daß der Stift 16 vom Farbkissen 25 frei wird; geht nun der Stift 16 in seine alte Lage zurück, so drückt die Feder 27 (Fig. 7) das Farbkissen 25 wieder an. Das Farbkissen 25 ist an einem im Gelenk gehenden Deckel 28 angeordnet (Fig. 6 und 7), welcher durch die Feder 27 aufspringt, ' sobald der Riegel 30 (Fig. 2) vom Gelenk abgedrückt wird. Durch den Handgriff 30" (Fig. 1) kann der Papierstreifen 1 mit der Hand aufgewickelt werden, durch einen Druck auf den Hebel 31. wird der Schreibstift in Tätigkeit gebracht, wobei die Hebel 32, 17 die Übertragung bewirken; die Feder 41 hält die Hebel 31, 32 stets gespannt.
Drückt man nun auf die Nase 33, so springt der Deckel 34 auf und gibt den Hebelmechanismus frei. Der Schlitz 39 (Fig. 3) ist zum Durchlaß des Schreibstiftes i6, der Schlitz 38 zum Durchlaß des Federstiftes 15.
Der Arbeitsvorgang bei Benutzung der Kluppe ist folgender: Werden die beiden Kluppenschenkel an einen Stamm angelegt und zusammengedrückt, so schieben sich die Filzstreifen 35, 36 in die hohlen Schenkel derselben zurück, so daß die Kanten der Kluppenschenkel am Stamm anliegen.
Nun drückt der Schiebekasten 19 auf die Feder 21 am Hebel 17, dieser drückt den Schreibstift 16 auf den Papierstreifen 1 zum Aufzeichnen und gleichzeitig drückt der Stift auf den Federstift 15, welcher sich streckt und die Sperr walze 10 um einen Zahn weiterrückt, wobei die Zahnräder 11, 12 die Bewegung auf den Papierstreifen 1 übertragen. Dieser Vorgang wiederholt sich beliebig.
Bei jeder Messung wird der gemessene Baum durch zwei helle Farbstriche bezeichnet und der Durchmesser der getrennten Stärkeklassen desselben auf dem Papierstreifen 1 selbsttätig aufgezeichnet.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Meßkluppe, bei welcher die Aufzeichnung der Durchmesser der gemessenen Baumstämme selbsttätig auf einem weiterrückenden Papierstreifen mittels eines im verschiebbaren Schenkel angeordneten, durch Druck gegen den Baumstamm nach innen beweglichen Schiebers bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierstreifen auf zwei im hohlen Kluppenlineal der Länge nach gleichlaufend mit dem letzteren angeordneten Walzen aufgewickelt ist und die Weiterbewegung des Papierstreifens senkrecht zu der Längsrichtung des Kluppenlineals erfolgt, während das Bezeichnen der gemessenen Baumstämme mittels zwei in den hohlen Kluppenschenkeln unter Federdruck eingelegten Farbkissen ebenfalls selbsttätig erfolgt.
2. Ausführungsform der Meßkluppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Papierstreifen tragenden Walzen (2, 3) sowie die die Weiterbewegung des Papierstreifens bewirkenden Teile (Sperrwalze 10, Zahnräder 11, 12) in einer im hohlen Kluppenlineal befindlichen Schiebelade (13) angeordnet sind, welche aus dem Kluppenlineal herausgezogen werden kann, jedoch gegen Herausfallen und
Verschieben durch eine Federnase (29) gesichert ist.
3. Ausführungsform der Meßkluppe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (2, 3) der Länge nach gespalten und mit Nocken (4, 5) versehen sind und mit einem Ende in den geteilten Bremslagern (8, 9), mit dem anderen Ende in den drehbar angeordneten Köpfen (6, 7) vierkantig gelagert sind, so daß die Sperrwalze (10) mit den Zahnrädern (11, 12) das Auf- und Abwickeln des Papierstreifens (1) bewirkt.
4. Ausführungsform der Meßkluppe nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Aufzeichnung bewirkende hohle Schreibstift (16) von einem Hebel (17) gehoben wird, der in bekannter Weise mittels des im hohlen Kluppenschenkel (18) angeordneten Schiebers betätigt wird und zur Erreichung stets gleichen Druckes unter Wirkung einer Blattfeder (21) steht.
5. Ausführungsform der Meßkluppe nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schreibstift (16) durch ein Farbkissen (25) selbsttätig befeuchtet wird.
6. Ausführungsform der Meßkluppe nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Federdruck in den hohlen Schenkeln angeordneten Schiebekasten (19, 40) mit Farbkissen (35, 36), aus Filz versehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1906186702D 1906-06-02 1906-06-02 Expired DE186702C (de)

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DE (1) DE186702C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3534324A (en) * 1969-03-24 1970-10-13 Sperry Rand Corp Electrical connector
US5488768A (en) * 1993-09-24 1996-02-06 Ventritex, Inc. Method of forming a defibrillation electrode connection

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US5746616A (en) * 1993-09-24 1998-05-05 Pacesetter, Inc. Defibrillation electrode connection

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