DE186502C - - Google Patents

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DE186502C
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die
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B7/00Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices
    • B41B7/02Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices
    • B41B7/04Kinds or types of apparatus for mechanical composition in which the type is cast or moulded from matrices operating with fixed combinations of matrices for casting individual characters or spaces, e.g. type casting machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 186502 KLASSE 15«. GRUPPE
JOSEPH PINEL in PARIS.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1905 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember igoo auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom i.März 1905 anerkannt.
die Priorität
Gegenstand der Erfindung bildet eine Maschine, welche gleichzeitig zwei oder mehr vollständig getrennte Lettern zu gießen und sie darauf nacheinander gemäß ihrer Herstellung in einen Setzkasten in Zeilen von ganz bestimmter Länge in der Reihenfolge ihrer Zusammensetzung zu sammeln vermag, die vorher auf einem Lochstreifen, der die verschiedenen Organe'der Maschine steuert, hergestellt ist.
Diese Maschine besteht im wesentlichen
a) aus einer doppelten Gießform, welche mit zwei verstellbaren Gießöffnungen versehen ist, deren eine Seite offen ist und im Augenblick des Gusses einer Letter durch eine Matrize geschlossen wird, an welche sich die Gießöffnung anschließt und welche in einer Aushöhlung das abzugießende Schriftzeichen trägt;
b) aus zwei die Matrizen tragenden Trommeln, welche vor den Aushöhlungen der doppelten Gießform angeordnet und auf welchen die Matrizen, welche den verschiedenen Schriftzeichen, Schriftarten und den verschiedenen Spatien entsprechen, befestigt sind; die Matrizen, welche den verschiedenen Schriftzeichen einer und · derselben Schriftart entsprechen, sind auf demselben Umkreis angeordnet, und diejenigen Matrizen, welche den verschiedenen Schriftarten eines und desselben Schriftzeichens entsprechen, sind auf derselben Erzeugenden angeordnet. Jede Matrizentrommel kann eine doppelte Bewegung erhalten:
1. eine Bewegung in Richtung ihrer Längsachse, wenn die Schriftart geändert werden soll, um den Matrizenkreis vor die Gießform zu bringen, welcher die Schriftzeichen in der gewünschten Schriftart enthält;
2. eine Bewegung um ihre Achse, um vor die Gießform die Matrize zu bringen, welche das Schriftzeichen trägt, das der Lochkombination im Registerstreifen entspricht;
c) aus den Auswähl- und kombinierenden Organen, welche jedem Schriftzeichen, jeder Schriftart und jedem Spatiumwerte entsprechen; diese Organe werden durch die .Lochungen, welche nacheinander der Registerstreifen darbietet, in Bewegung gesetzt und regeln die Größe der axialen und der winkligen Abstellung, · die jeder der Matrizentrommeln erteilt.. wird, derart, daß diese
letzteren vor der doppelten Gießform die Matrizen wie gewünscht'einstellen;
d) aus einer Sammelschiene, welche die
Gießformen an ihrem oberen Teil verschließt und sich oberhalb der letzteren verschiebt, um nacheinander die gegossenen Lettern beim Austritt aus den Gießformen zu sammeln und sie auf eine Förderschiene zu leiten, welche sie in eine Zange führt, von welcher sie ergriffen und in einen Setzkasten befördert werden.
Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel dieser Maschine, und zwar zeigt:
Fig. .1 schaubildlich die Gesamtanordnung der Maschine,
Fig. 2 eine Vorderansicht des oberen Teiles der Maschine, wobei der eine Matrizenträger fortgelassen ist,
Fig. 3 eine Vorderansicht des unteren Teiles,
Fig. 4 eine Einzelansicht einer Kombinationsvorrichtung, teilweise im Schnitt nach der Linie Q-Q der Fig. 32,
Fig. 5 einen Grundriß, bei welchem die Matrizenträger fortgelassen sind,
Fig. 6 denselben Grundriß, bei welchem die Matrizenträger und der Setzkasten dargestellt sind, das Setzschiff aber entfernt ist,
Fig. 7 einen Längsschnitt nach der Linie A-A der Fig. 6,
Fig. 8 und 9 zwei Einzelansichten, welche, in Endansicht und in Abwickelung einen Antriebsdaumen zeigen,
Fig. 10 eine Einzelansicht einer Daumenwelle, welche in Fig. 7 zwischen den beiden Wcllenstumpfen 25 liegend zu denken ist,
Fig. 11 bis 14 Querschnitte dieser Welle,
wobei Fig. 11 ein Schnitt nach der Linie N-N, Fig. 12 . nach den Linien 0-0, 0-0, Fig. 13 nach der Linie P-P und Fig. 14 nach der Linie R-R der Fig. 10 ist,
Fig. 15 einen Längsschnitt nach der Linie B-B der Fig. 6,
Fig. 16 eine Seitenansicht einer Matrizentrommel,
Fig. 17 zur Hälfte in Ansicht, zur Hälfte im Schnitt die Achse dieser Matrizentrommel,
Fig. 18 und 19 in Vorderansicht zwei Matrizen, von denen die eine auf die rechte Trommel und die andere auf die linke Trommel gehört,
Fig. 20 ein Diagramm und das Mittel, welches verwendet ist, um die Gießformen der Weite der Lettern genau anzupassen,
Fig. 21 einen Querschnitt nach' der Linie C-C der Fig. 6, und zeigt nur den oberen Teil, der Maschine,
Fig. 22 eine Einzelansicht des Mundstückes,
welches das Metall in die Gießformen leitet, Fig. 23 den unteren Teil der Maschine in einem Schnitt nach den Linien C-C der Fig. 6 und H-H der Fig. 3, wobei die kombinierenden Organe nach der Linie I-P-H1 der Fig. 4 geschnitten sind,
Fig. 24 eine Einzelansicht, und im Grundriß. die kombinierenden Stangen,
Fig. 25 ein Diagramm der Kombinationsvorsprünge, welche sich auf eine Anzahl von kombinierenden Hebeln verteilen,
Fig. 26 in Ansicht die Stange, welche zum Wiederaufrichten der kombinierenden Hebel bestimmt ist,
Fig. 27 einen Querschnitt nach der Linie D-D der Fig. 6, und nur den oberen Teil der Maschine,
Fig. 28 eine Vorderansicht der Kette, auf welche die Rolle wirkt, welche rechts von der Linie T-T der Fig. 27 sich befindet,
' Fig. 29 zwei gegossene Lettern, welche noch mit ihren Angüssen versehen sind,
Fig. 30 teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt die Hinteransicht des Schmelztiegels der Maschine,
Fig. 31 und 32 wagerechte Schnitte nach den Linien U-U der Fig. 2 bezw. F-F, G-G der Fig. 3,
Fig. 33 und 34 zwei Einzelansichten des Lochstreifens,
Fig. 35 ein Schema, welches den Gang des Lochstreifens auf der Maschine veranschaulicht,
Fig. 36 ein Diagramm der verschiedenen Bewegungen der Maschine während eines Arbeitsganges,
Fig. 37 und 38 im Schnitt und in der Vorderansicht die Reibungskupplung der Maschine,
Fig. 39 bis 42 Einzelansichten der doppelten Gießform; Fig. 39 ist ein Grundriß des Körpers der doppelten Gießform; Fig. 40 ist eine Seitenansicht davon; Fig. 41 ist ein wagerechter Schnitt nach der Linie /-/ der Fig. 40; Fig. 42 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie L-L der Fig. 39,
Fig. 43 und 44 Einzelansichten, welche die obere und untere Seite von Stahlstücken darstellen, die die feste Seite einer jeden Gießform bilden,
Fig. 45 eine Ansicht in größerem Maßstabe, welche das eine dieser Stücke im Schnitt nach der Linie M-M der Fig. 43 und im Eingriff mit den Einstellzähnen eines der Matrizenträger zeigt,
Fig. 46 in Seitenansicht die Gesamtanordnung der doppelten Gießform auf einem Rahmen,'.wobei der Setzkasten im Schnitt nach der Linie E-E der Fig. 5 dargestellt ist,
Fig. 47 eine Seitenansicht der doppelten Gießform, wobei die Schienen und Wangen fortgelassen sind, .120
Fig. 48 die gleiche Seitenansicht der doppelten Gießform, wobei letztere mit ihren Schienen versehen ist,
Fig. 49 eine Unteransicht der doppelten Gießform,- ;
Fig. 50 bis 55 Einzelansichten, welche die Schienen der doppelten Gießform und ihre Verbindungsstücke erkennen lassen,
Fig. 56 die doppelte Gießform schaubildlieh, wobei die Sammelschiene fortgelassen ist,
Fig. 57 gleichfalls eine schaubildliche Ansicht, welche- die doppelte Gießform mit ihrer Sammelschiene veranschaulicht,
Fig. 58 einen senkrechten Schnitt nach der 15' Linie K-K der Fig. 39, welcher die doppelte Gießform mit ihren Seitenwangen und Einflußöffnungen für das Metall darstellt,
Fig. 59 eine Wange von innen,
Fig. 60 einen senkrechten Schnitt durch das Gießmundstück nach der Linie V-V der Fig. 58,
Fig. 61 einen anderen Querschnitt durch dieses Stück,
Fig. 62 in größerem Maßstabe eine fertige und mit zwei Spatien verbundene Letter,
Fig. 63 eine Unteransicht der Sammelschiene,
Fig. 64 eine Hinteransicht von ihr,'
Fig. 65 und 66 in zwei verschiedenen Stelhingen die Sammelschiene oberhalb der doppelten und von den Angüssen der Lettern befreiten Gießform,
Fig. 67 bis 70 die verschiedenen Stellungen der Sammelschiene zum Befördern der Lettern in die Sammelvorrichtung, Fig. 68 ist ein Grundriß, welcher der Fig. 67 entspricht,
Fig. 71 und 72 in senkrechten Schnitten
nach der Linie C-C der Fig. 6 die beiden äußersten Stellungen der Sammelvorrichtung, Fig. 73 einen Längsschnitt durch einen Teil der Sammelvorrichtung.
Die verschiedenen Organe der Maschine werden durch ein Band aus Papier (Fig. 33) oder dergl. angetrieben, welches in der Querrichtung Kombinationen von Löchern besitzt, von denen eine jede den Guß ^jnes Buchstabens oder anderweitige Verrichtungen der. Maschine veranlaßt.
Dieses Band, welches von einer besonderen Maschine gelocht wird, enthält zwölf Teilungslinien ι bis 12; die Löcher, welche auf den Linien 4 bis 9 hergestellt sind, deuten die verschiedenen Schriftzeichen an; die Löcher, welche auf den Linien 1,2, 10, 11 und 12 hergestellt sind, zeigen die Schriftart an, und die Löcher, welche auf der Linie 3 hergestellt sind, bewirken den Guß der Spatien; wenn das Band auf der Linie 3 ein Loch besitzt und oberhalb derselben kein anderes Loch hat, bewirkt das Band den Guß einer normalen Spatie; wenn dagegen noch andere Löcher über dem auf der Linie 3 hergestellten Loch vorgesehen sind, bewirkt diese Kombination der Löcher den Guß von verschieden breiten Spatien, deren Dicke derart geregelt wird, daß sie die Zeile regelrecht ausschließen.
Das Band kann bei seinem Austritt aus der Maschine, von welcher es gelocht wird, unmittelbar in die Gießmaschine übergeführt oder auf eine Spule aufgewickelt werden.
Bei der dargestellten Gießmaschine wickelt sich das Band von der Achse 13 ab und auf die Achse 14 auf (Fig. 1, 2, 6 und 35). Da die Maschine so eingerichtet ist, daß sie bei jeder Umdrehung der Motorwelle das Auswählen, den Guß und das Setzen zweier Schriftzeichen oder Spatien besorgt, wird das Band bei jeder,Umdrehung um zwei senkrechte Lochreihen verstellt.
Das Mitnehmen des Bandes wird durch eine Walze 15 bewirkt, welche in bekannter Weise an jedem Ende mit Zähnen 16 (Fig. 2 und ς) versehen ist, die in seitliche Löcher 17 des Bandes eingreifen (Fig. 33) ; diese Walze 15 trägt ein Schaltrad 18, auf welches- eine Klinke 19 wirkt, die mit einem Hebel 20 gelenkig verbunden ist, welchen ein auf einer Welle-22 befestigter Daumen 21 antreibt. Die Welle 22 erhält ihre Bewegung unter Vermittelung x von Kegelrädern 23,24 von der Hauptantriebswelle 25 aus (Fig. 31). Letztere trägt an dem einen ihrer Enden eine Stufenscheibe 26, über welche ein Treibriemen geht. Die Stufenscheibe 26, welche lose auf der Welle 25 sitzt, kann mit letzterer durch eine beliebige Kupplung, beispielsweise durch die folgende gekuppelt werden:
Im Innern der einen der Scheiben der Stufenscheibe 26 ist eine Reibungskupplung vorgesehen, .welche aus einem Federring 27 (Fig. 37 und 38) besteht und an die innere Fläche der Scheibe unter der Wirkung eines Hebels 28 angedrückt werden kann. Letzterer wird durch einen Pflock 29 bewegt, der in das Innere der Welle 25 eingreift und durch eine geneigte Ebene 30 auswärts gedrückt werden kann, welche an einer Stange 31 vorgesehen ist; die Stange 31 befindet sich im Innern der Welle 25 und ist mit einer gezahnten Muffe 32 (Fig. 7) fest verbunden, die längs der Welle 25 sich bewegen kann und in ein Zahnrad 33 eingreift, welches in Fig. 31 punktiert angedeutet und auf einer Welle 34 befestigt ist, die an ihrem äußeren Ende ein Handrad 35 trägt (Fig. 6 und 31). Das Band wickelt sich somit in regelmäßiger Unterbrechung gemäß der Geschwindigkeit der Motorwelle 25 ab, welche z. B. 60 Umdrehungen in der Minute machen kann.
Bei jeder Fortschaltung stellt das Band
zwei Lochquerreihen über die beiden Stiftereihen 36 der Auswählorganc ein (Fig. 2, 5 und 21).
Die Zahl der Auswählorgane jeder Reihe ist gleich der Zahl der Längsreihen, welche das Band besitzt;. infolgedessen wird die Zahl der Auswählorgane in jeder Reihe zwölf sein.
Jeder senkrechte Stift 36 ist an dem Ende
eines wagerechten Hebels 37 befestigt, der auf der Achse 38 sitzt (Fig. 2). Die Stifte 36 werden bei ihrer senkrechten Bewegung durch einen Kamm 39 geführt.
Jeder der sechs Auswählhebel 37, welche den Linien 4 bis 9 des Bandes, die die Schriftzeichen andeutenden Löcher tragen, entsprechen, ist mittels einer Stange 40 (Fig. 1, 3, 21 und 23) mit zwei-Hebeln 41,42, die auf derselben Achse 43 befestigt sind, und mittels einer Stange 44 mit einer federnden Stahlschiene 45 verbunden.
Diese Stahlschienen 45 (Fig. 1, 3, 4, 21 und 23) sind mit dem einen ihrer Enden auf einem Träger 46 angebracht und sind der Wirkung einer Druckschraube 47 unterworfen, welche dazu dient, deren freies Ende zu zwingen, sich zu heben; der Hub dieser Federn wird mittels Stellschrauben 48 geregelt. Die Enden der Schienen 45, welche der einen Gruppe der Auswählhebel entsprechen, sind nach der linken Seite der Maschine gerichtet, während die Enden der Stahlschienen, welche der anderen Gruppe der Auswählhebel, entsprechen, nach der rechten Seite gerichtet sind, wie es die Fig. 1, 4 und 32 zeigen.
Eine jede dieser federnden Schienen bewegt von unten nach oben die mit ihr verbundene
• Nadel 36 derart, daß die Nadeln, welche mit den Lochungen zusammentreffen, durch das Band hindurchgehen, während die Nadeln, welche nicht mit einem Loch zusammentreffen, durch das Band an der aufsteigenden Bewegung verhindert werden. Die Enden der federnden Schienen jeder Gruppe, die den Nadeln, welche die Löcher des Bandes durchdrangen haben, entsprechen, sind somit mehr gehoben als die anderen und stellen sich vor einem Hebel 49 (Fig. 1 und 3) ein, welcher auf einer Welle 50 befestigt ist, die eine hin- und herschwingende Bewegung unter \^ermittelung der Stange 51 und des Winkelhebels 52 (bezw. 52') des auf der Welle 22 (bezw. 22') befestigten Daumens 21 (bezw. 2i') erhält (Fig. 1, 2, 3 und 23).
Die Träger 46 dieser biegsamen Schienen 45 sind auf den Leisten 53 (Fig. 1 und 4) befestigt, welche in ihrer Längsrichtung verschoben werden, wenn die von ihnen g-etrasfenen Federn 45 mit dem Hebel 49 zusammengetroffen sind. Jede der Leisten 53 trägt eine
60. Reihe Löcher (Fig. 4, 24 und 32) ; sechs Leisten einer jeden Gruppe bilden zusammen eine Kombinationsvorrichtung, welche infolge der Verschiebung, die der einen Leiste oder ζλνεϊ, drei, vier, fünf oder allen sechs Leisten erteilt wird, auf einer und derselben Querlinie eine Kombination von Löchern erzeugen kann, die übereinstimmt mit derjenigen, welche gerade auf dem Bande vor den Stiften 36 der Auswählhebel dargestellt ist. Die gelochten Leisten 53 sind in ihrem Träger beweglich und ruhen . auf Kugeln .(Fig. 23) ; ferner sind zwischen die Leisten gleichfalls Kugeln gelegt, um jede starke Reibung zu vermeiden.
Oberhalb eines jeden Satzes von gelochten Leisten sind quer zu den* letzteren mit einem Ansatz versehene Hebel 54 angeordnet; diese beiden Reihen Hebel 54 sind um je eine Welle 55 in dem Gestell der Maschine beweglich. Von diesen Hebeln 54 trägt ein jeder eine Kombination von Vorsprüngen 56, welche der Kombination von Löchern entspricht, welche auf eine bestimmte Abteilung" von Matrizen einwirkt, die auf dem Umfange der Matrizentrommeln vorgesehen sind; die Zahl dieser Querhebel ist somit gleich der Anzahl dieser Abteilungen, wobei jede Abteilung sechs Matrizen enthält, wie es später beschrieben werden wird.
Die Vorsprünge 56 der Hebel ,54 stützen sich in der Ruhelage auf die gelochten Leisten ^53 in Abständen, welche zwischen den Lochquerreihen vorhanden sind (Fig. 24 und 32).
Wenn nach einer Verstellung der Leisten 53 die Kombination der Vorsprünge 56 eines der Hebel 54 eine gleiche Kombination von Löchern auf den Leisten vorfindet, so senkt sich dieser Hebel, da er keine Stützpunkte mehr findet, und bildet so, wie später beschrieben werden wird, einen Anschlag, der dazu bestimmt ist, die Matrizentrommel in dem Augenblick anzuhalten," in welchem sie sich bei der ihr mitgeteilten Drehbewegung vor die Gießform einstellt, wobei die Matrize dasjenige Schriftzeichen trägt, welches durch die Lochkombination im Streifen, welche die Nadeln 36 einstellt, angezeigt ist.
Da es vorkommen könnte, daß gewisse Kombinationen von Löchern, welche durch die Leisten 53 dargeboten sind, infolge ihrer größeren Lochzahl verschiedene Kombinationen von Vorsprüngen 56 der Hebel 54 hindurchtreten lassen, so tragen die Leisten 53 gleichfalls Vorsprünge, 57, an den Punkten der Kombinationsquerreihen, wo keine Löcher vorhanden sind derart, daß bei jeder Verstellung der Leisten 53 nur eine Kombination entstehen kann, welche nur einem Hebel 54 den Durchgang verschafft.
Zwischen den beiden Sätzen der Korn-
binationsvorrichtung ist eine Hebestange 58 (Fig. i, 4, 23 und 26) angeordnet, welche dazu bestimmt ist, in dem Augenblick, in welchem die Verstellung des Bandes stattfindet, die beiden Querhebel 54 zu heben, welche bei der vorhergehenden Auswahl gesenkt worden ■ sind; diese Bewegung der Stange 58 wird durch zwei Stangen 59 bewirkt, welche ihre Bewegung von je einem Exzenter 60 (Fig. 2, 21 und 28) erhalten, die auf den Wellen 22 bezw. 22' angeordnet sind; letztere empfangen ihre Bewegung von der Hauptantriebswelle 25 unter Vermittlung der Kegelräder 23, 24 bezw. 23', 24' (Fig. 2 und 31).
Sobald die Hebel 54 in ihre Anfangslage zurückgeführt worden sind, kehren die verschobenen Leisten 53 unter der Wirkung ihrer Rückzugfeder 61 in ihre Ruhelage zurück
(Fig. 4). · ·
Die fünf Auswählhebel 37, welche den Linien 1,2, 10, 11 und 12 des Bandes entsprechen, welche die Löcher tragen, die die Schriftart bezeichnen, sind durch je eine Stange 62 mit einem dreiarmigen Hebel 63 . verbunden (Fig. 2 und 21) ; der untere Arm eines jeden dieser Hebel ist der Wirkung einer Feder .64-unterworfen, welche den entsprechenden Auswählhebel bewegt, wenn das Band ein Loch vor einen der Stifte 36 bringt; wenn der von der Feder 64 bewegte Stift
. nicht mehr zurückgehalten wird, erhält er eine Bewegung von unten nach oben, und der obere Arm des Hebels 63 stößt gegen einen Riegel 65 (Fig. 21), welcher, wie später erwähnt Wird, dazu bestimmt ist, die Matrizentrommel in ihrer Längsbewegung anzuhalten, welche ihr in dem Augenblick erteilt wird, in welchem sie die Matrizenreihe vor der Gießform einstellt, welche der Schriftart entspricht, die durch das Loch oder die Löcher, welche das Band gerade den Stiften darbietet, angezeigt ist.
Während der Fortschaltung des Lochbandes werden sämtliche Stifte 36 festgehalten, und zwar durch die Daumen 66 (Fig. 2), die auf den Wellen 22 bezw. 22' befestigt sind und auf die Ansätze der Auswählhebel 37 wirken.
Die Matrizen 67 (Fig. 18, 19 und 45) sind kleine rechtkantige Blöcke aus Kupfer, Bronze oder Stahl und tragen in einer Aushöhlung auf der einen ihrer Seiten die Form eines Schriftzeichens. Die Matrizen, welche . den verschiedenen Schriftzeichen und den Verschiedenen Schriftarten entsprechen, sind auf einer Trommel befestigt. . Die Maschine enthält zwei Matrizentrommeln 68, 68', welche den beiden Gruppen von Auswählorganen entsprechen.
Jede Matrizentrommel besitzt auf ihrem Umkreise zehn Längsscheidewände69 (Fig. 16 und 45) ; zwischen zwei aufeinanderfolgenden · Scheidewänden sind parallel zu ihnen vier Reihen Matrizen 67 angeordnet, von denen eine jede sechs Matrizen enthält, wie es die Fig. i, 2, 6, 15Und 45 zeigen.
Die Matrizen werden in ihrer Lage durch kleine Stäbe 70 (Fig. 15 und 45) gehalten, welche in halbkreisförmige Auskehlungen benachbarter Matrizen eingreifen und auf den beiden seitlichen Kränzen 71, 72 befestigt sind, welche die Matrizen auf den Trommeln 68, 68' festhalten.
Die Scheidewände 69 sind für den Guß der Spatien vorbehalten (Fig. 16 und 45).
Die Matrizen sind auf der Trommel derart verteilt, daß die Matrizen, welche den Schriftzeichen derselben Schriftart entsprechen, sich auf einem und demselben Umkreis befinden, und daß die sechs Matrizenumkreise den verschiedenen Schriftarten entsprechen.
Jede Matrizentrommel erhält eine doppelte Bewegung, nämlich erstens eine Bewegung in Richtung ihrer Achse, wenn die Schriftart geändert werden soll, derart, daß der Umkreis der Matrizen, welcher der gewünschten Schriftart entspricht, vor die Gießform gebracht wird, und zweitens' eine Drehbewegung um die Achse derart, daß die Matrize vor die ■ Gießform gebracht wird, welche das Schriftzeichen trägt, das durch die Lochkombination gerade angezeigt ist.
Jede Matrizentrommel (Fig. 15 und 17) ist auf eine hohle Welle 73 bezw. 73' aufgeschraubt, die auf einer vollen Welle 74 bezw. 74' gleiten kann; sie wird jedoch bei der Drehbewegung, welche die letztere erhält, mitgenommen. Jede der Hohlwellen 73/73' trägt einen Ring 75 bezw. 75' (Fig. 15 und 17), in dessen Innerem sie sich frei drehen kann und welcher mit zwei Zapfen 76 (76') versehen ist, die in eine Gabel JJ {jj') eingreifen, welche der eine Arm eines dreiarmigen Hebels besitzt, dessen zweiter Arm 78 (78') unter der Wirkung einer Kurbel 79 (79') steht, welche auf der Welle 22 (22') befestigt ist; an dem dritten Arm 80 des einen der Hebel ist das eine Ende der Feder 81 befestigt, deren anderes Ende an dem entsprechenden Arm 80' des anderen Hebels befestigt ist.
Die Wellen 22,22' laufen beständig um, derart, daß bei jeder Umdrehung die Kurbeln 79) 79'» welche dabei auf die Arme 78 bezw. 78' zur Wirkung kommen, die beiden Trommeln 68,68' gegeneinander nähern; sobald dagegen die Kurbeln 79,79' die Arme 78 bezw. 78' freigeben, ruft die Feder 81 die umgekehrte Verstellung der dreiarmigen Hebel und folglich das Entfernen der beiden Matrizentrommeln 68,68' voneinander hervor
bis zu dem Augenblick, in welchem der Arm 80 (80') durch den Riegel 65 angehalten wird, welcher durch einen der Auswählhebel 37 bewegt wird, dessen Stift durch ein Loch getreten ist, welches einer der die Schriftart anzeigenden Lochung angehört.
Bei jeder Umdrehung der Wellen 22,22' erhalten somit die Trommeln 68, 68' eine Bewegung längs der Welle 74 bezw. 74', auf weleher sie angebracht sind, und die Länge dieser Verstellung wird durch denjenigen der Riegel 65 geregelt, welcher der Schriftart entspricht, die durch die Lochung, welche das Band an dieser Stelle trägt, angedeutet ist.
Die Winkelverstellung wird den Matrizentrommeln durch die folgende Vorrichtung erteilt.
Von den vollen Wellen 74, 74', auf welchen die beiden Matrizentrommeln 68, 68' sitzen, trägt eine jede eine Scheibe 82 bezw. 82' (Fig. ι und 15), welche mit \^orsprüngen versehen ist, in welche die Löcher eines Stahlbandes ohne Ende 83 bezw. 83' (Fig. 23) eingreifen ; die Stahlbänder gehen über eine Scheibe 84 bezw. 84' (Fig. 32), welche gleichfalls mit Vorsprüngen versehen ist. Die Scheibe 84' ist auf der Welle 85 (Fig. 32) befestigt, und die Scheibe 84* ist fest mit einem ' Zahnrad 86 verbunden, welches im Eingriff mit einem auf der. Welle 88 befestigten Zahnrad ist. Die beiden Wellen 85,88 erhalten unter Vermittelung der Reibungskupplungen 84', 89 bezw. 84, 90 und Treibriemen 92 bezw. 91 ihre Drehbewegung von der Hauptwelle 25 der Maschine (Fig. 1, 2, 31 und 32), auf welcher eine Scheibe mit zwei Auskehlungen 93, 94 befestigt ist, die dazu bestimmt sind, diese beiden Riemen aufzunehmen.
Jede der Wellen 85,88 trägt unterhalb jedes Hebels 54 einen Vorsprung 95 (Fig. 23 und 32) ; diese Vorsprünge, welche an Zahl gleich derjenigen der Abteilungen sind, die eine jede Trommel auf ihrem Umfange besitzt, sind nach einer Schraubenlinie angeordnet und entsprechen den Winkelstellungen der verschiedenen Matrizen. Die Drehbewegung einer Trommel wird angehalten, wenn einer dieser Vorsprünge mit dem Ansatz des Spcrrhebels 54 zusammentrifft, nachdem dieser gesenkt worden ist. Die Größe der Winkelverstellung einer jeden der Matrizentrommeln ist somit veränderlich gemäß jedem Schriftzeichen und wird stets derart sein, daß die Trommel in dem Augenblick angehalten wird, in welchem sie vor der Gießform sich einstellt.
Damit die Matrizen stets genau vor die Gießform gebracht \verden, besitzt der Kranz 72 jeder Matrizentrommel eine Zahnung 96 (Fig. I, 6, 15, 21 und 45), in dejen Zähne der obere Teil der Gießform eingreift, wie später beschrieben wird.
Außerdem ist auf der Seite jeder Matrize eine kleine Stahlplatte 97 (Fig. 45) angeordnet, deren Zweck später erklärt wird.
Die Gießform oder genauer die doppelte Gießform ist derart eingerichtet, daß der Guß von zwei Schriftzeichen gleichzeitig erfolgen kann. Diese doppelte Gießform besteht aus einem beweglichen Träger 98 (Fig. 6, 39, 40, ■41 und 46 bis 49) f welcher zwei Konsole 99> 99' besitzt, auf deren oberen Teil die beiden gehärteten Stahlstücke 100, 100' (Fig. 56 bis 58) aufgeschraubt sind, von denen eine jede dazu bestimmt ist, die feste Seite einer jeden der Gießformen zu bilden. Auf die eine der Seiten eines jeden der Stücke
100, ick/ legen sich die beweglichen Schienen
101, 102 bezw. ιοί', 102' (Fig. 7, 48, 50, 52 und 53), deren obere Flächen die untere Fläche jeder Gießform bilden. Andernteils sind auf den beiden seitlichen Flächen des beweglichen Trägers 98 die Wangen 103, 103' (Fig. 56 und 58) befestigt, deren innere Flächen die Seite einer jeden Gießform bilden, die derjenigen gegenüberliegt, welche durch die Stücke 100, 100' gebildet ist (Fig. 6, 58 und 59). Die beiden Gießformen sind an ihrem oberen Teil durch eine bewegliche Schiene 104 (Fig. 63 bis 70) geschlossen, die, wie später beschrieben ist, in einer Nut in den Stücken 100 und ioo' gleiten-kann (Fig. 43,
56 und 57).
Die hintere Fläche jeder Gießform wird durch ein Stück 105 (Fig. 58, 60, 61, 65 und 66), Eingußstück genannt, gebildet, in welchem ein Kanal 106 vorgesehen ist, durch welchen das flüssige Metall eintritt. Die vordere Fläche jeder Gießform wird durch die Matrize gebildet, welche ihr gegenüber gestellt wird und an welche sie sich anlegt, wie später beschrieben wird.
Das Stahlstück 100 der einen Gießform und die innere Fläche der Wange 103' (Fig. 6, 43, 44 und 56) der anderen Gießform tragen in ihrem oberen Teil einen kleinen Vorsprung 107 bezw. 108, welche gegen das Innere der Gießform gerichtet sind. Dieser kleine Vorsprung hat den Zweck, beim Abguß Schriftzeichen hervorzubringen, welche, wie die Fig. 29 zeigt, einen abgeschrägten Rand 109 haben, der dazu bestimmt ist, einen Raum den kleinen Gußnähten darzubieten, welche die Letter der benachbarten Zeile haben könnte, und so zu gestatten, daß in allen Fällen die Zeilen sich vollkommen aneinander legen. Ferner trägt die Wange 103 der einen Gießform und das Stahlstück 100' der anderen Gießform je einen Vorsprung 110, in (Fig. 6, 43, 44, 56, 57 und 59), welcher dazu bestimmt
ist, beim Abguß die Signatur 112 der Letter (Fig. 29 und 62) zu bilden, welche für den Handsatz notwendig ist.
Der bewegliche Träger 98 kann sich auf der Gleitbahn 113 (Fig. 46) verschieben, welche von dem Gestell der Maschine getragen wird. Dieser Träger 98 wird durch eine Feder 114 (Fig. 21 und 23) bewegt, welche bestrebt ist, die beiden Gießformen an die Matrizen anztidrücken, welche ihnen durch die beiden Matrizentrommeln dargeboten werden. Die Vorbewegung des Gießformträgers 98 wird durch Stellschrauben 115 (Fig. 2 und 46) begrenzt, welche von der Gleitbahn 113 (Fig. 46) getragen werden. Die Rückwärtsbewegung des Trägers 98 und folglich der von ihm getragenen Gießformen wird durch den Winkelhebel 116 (Fig. 21 und 46) bewirkt, dessen einer Arm mit einem Ansatz 117 am Gießformträger 98 im Eingriff steht, und dessen anderer Arm durch einen Daumen 118 bewegt wird, welcher auf der Hauptantriebswelle 25 (Fig. 10 und 46) befestigt ist. Die Stücke 100, ioo' besitzen Ausschnitte 119 (Fig. 44, 56, 57, 67, 69 und 70), .von denen ein jeder dazu bestimmt ist, einen der Zähne 96, welcher ihr durch die Matrizentrommel 68 (68') dargeboten wird, aufzunehmen und so das genaue Einstellen der Matrizen und der Gießformen zu sichern (Fig. 45)· .
Die beweglichen Schienen 101, 102, welche, wie vorher erwähnt worden ist, die innere Fläche der Gießformen bilden, sind erstens abnehmbar und auswechselbar und gestatten ■ so den Buchstabenkegel, d. h. die Höhe c - d der Schriftzeichen (Fig. 62) zu ändern; zweitens sind sie beweglich in senkrechter Richtung und gestatten so die Dicke (Weite) e-f der Schriftzeichen zu ändern.
Die beiden Schienen 101, 102 gestatten infolge ihrer Beweglichkeit im senkrechten Sinne in derselben Gießform Schriftzeichen oder Spatien zu gießen, wobei die Höhe dieser letzteren viel geringer als bei denjenigen Spatien ist, welche durch andere bekannte Maschinen erhalten werden. Die beiden , Schienen 101, 102, welche durch eine Querplatte 120 (Fig. 46, 48, 54, 55 und 56) mitein- ander verbunden sind, können unabhängig voneinander sich verschieben; die Schiene 102 (102') jeder Gießform gleitet auf einer Schulter 121 (121') (Fig. 39, 40, 41 und 48) am Gießformträger 98, und die Schiene 101 wird an der Schiene 102 durch das Stück 122 (Fig. 46 bis 49, 56 und 57) gehalten. Die Querplatte 120 ist auf der Stange der Schiene 102 befestigt, während eine Verlängerung der Schiene 101 durch die Querplatte frei hindurchgehen kann. Zwischen die Querplatte 120 und eine feste Stütze 124 an dem Gießformträger 98 ist eine Wickelfeder 123 gelegt; eine andere Wickelfeder 125 ist zwischen die Querplatte 120 und eine Stütze gelegt, welche an der Stange der Schiene 101 (Fig. 56) vorgesehen ist.
Wenn ein Schriftzeichen gegossen wird, wirken die beiden Schienen 101, 102 zusammen und ihr oberer Teil berührt sich in derselben Höhe. ' Wenn eine Spatie gegossen wird, ruht die vordere Schiene 101 unbeweglich in ihrer höchsten Stellung, wie man später sehen wird, und die hintere Schiene 102 ist allein beweglich. Die beiden Schienen 101, 102 sind senkrecht beweglich, um die Regelung der Letternbreite zu gestatten.
Wie bereits erwähnt wurde, ist jede Matrize seitlich mit einer kleinen Stahlplatte 97 (Fig. 45) versehen, deren Höhe in radialer Richtung von der Dicke des Schriftzeichens, welches ' diese Matrize trägt, abhängig ist. Wenn eine Gießform sich gegen eine Matrize anlegt, stößt die^Platte 97 das Ende eines Winkelhebels 126 (Fig. 46, 47, 48 und 56) zurück, welcher um die Achse 127, die von der Gießform getragen wird, beweglich ist und dessen anderer Arm auf einen Zwischenhebel 128 wirkt, der um eine Achse 129 drehbar ist, die gleichfalls von der Gießform getragen wird; dieser Zwischenhebel ruht auf der Querplatte 120, welche von der Schiene 102 getragen wird. Unter diesen Umständen erteilt die Platte 97, indem sie den Hebel 126 zurückstößt, der Querplatte 120 und folglich den beiden Schienen 101, 102 eine Abwärtsbewegung, deren Größe proportional der Dicke des zu gießenden Schriftzeichens ist.
Damit man mit großer Genauigkeit die Dicke der Letter regeln kann, um genau die vorgeschriebene Zeilenläng'e zu erhalten, ist die Schwingachse 129 des Flebels 128 beweglich und kann mittels einer Schraube verstellt werden derart, daß ihre Entfernung von dem Berührungspunkt des Hebels 128 mit der Querplatte 120 geändert werden kann. Wenn diese Entfernung verringert wird, wird der Bogen der Winkelverstellung, welche durch den Hebel 126 dem Hebel 128 mitgeteilt wird, größer; folglich senken sich die Schienen 101, 102 mehr, und infolgedessen wird die Tiefe der Gießform größer sein; wenn man dagegen die Achse 129 von dem Berührungspunkt des Hebels 128 mit der Querplatte 120 entfernt, wird die Größe der absteigenden Bewegung der Schienen geringer, und infolgedessen ist die Tiefe der Gießform geringer. Das dargestellte Diagramm (Fig. 20) gestattet, die Größenunterschiede der Bewegungen zu schätzen, welche den Schienen
ιοί, ΙΟ2 erteilt werden und sich aus der Verstellung der Achse . 129 ergeben.
Für den Guß von Spatien muß die Schiene 101 unbeweglich gemacht werden derart, daß ihre Oberfläche sich in einer Ebene mit dem oberen Rand der Gießform befindet, wie es die Fig. 48 zeigt. Die Länge der Aushöhlung der Gießform wird somit um die Breite der Schiene 101 verringert.
Diese Sperrung der Schiene 101 wird durch einen Anschlag 130 (Fig. 47 bis 49) bewirkt,-welcher um die Achse 131 beweglich ist und von dem Gießformträger 98 getragen wird.
Wenn der Registerstreifen ein Loch 133 (Fig. 34) besitzt, das einen Zwischenraum in der Zeile andeutet, geht der zugehörige Stift 36s (Fig. 21), welcher von unten nach oben durch seine Feder, welche sich in der Aushöhlung 134' (Fig. 46) befindet, bewegt wird, durch das Loch hindurch und erteilt dabei dem Hebel 132 (Fig. 21) eine Winkelverstellung; der an diesem Hebel angelenkte Schieber 134 wird dann von oben nach unten mitgenommen, und ein an ihm vorgesehener Vorsprung 135 (Fig. 21 und 46) stellt sich vor dem beweglichen Vorsprung 130 derart ein, daß bei der Vorwärtsbewegung der Gießform dieser bewegliche Vorsprung 130, wenn er mit dem Vorsprung 135 zusammentrifft, gezwungen wird, sich um seine Achse 131 zu drehen und sich unter die Stange der Schiene 101 (Fig. 48) zu stellen. Wenn imter diesen Umständen die Schiene 102 durch den Hebel 128 abwärts gezogen wird, drückt die Querplatte 120 die Federn 123 und 125 zusammen, und die Schiene 101 bleibt unbeweglich.
Um Lettern ohne Blasen zu erhalten, ist es notwendig, daß die in den Gießformen befindliche Luft entfernt wird. Zu diesem Zwecke wird das Metall in das Innere der Gießform durch ein Gießmundstück 105 eingelassen, welches einen Kanal 106 (Fig. 56, 60 und 61) besitzt, in \velchem sich die aus der Gießform verdrängte Luft sammeln kann.
Infolge dieser Vorrichtung ist jede Letter nach dem Gießen mit einem kleinen Ansatz 136, wie es die Fig. 29 zeigt, versehen, welcher in dem Augenblick abgeschnitten wird, in welchem die Letter aus der Gießform ausgestoßen wird, wie es weiter unten beschrieben wird.
Die gegossenen Lettern werden bei ihrem Austritt aus den Gießformen durch eine Sammelschiene 104 (Fig. 59 und 63 bis 68) erfaßt, durch welche sie nacheinander über eine Förderschiene 137 (Fig. 57 und 64 bis 67) geführt werden, die auf dem Gießformträger 98 vorgesehen und dazu bestimmt ist, . die Lettern nacheinander derart zu heben, daß eine jede von ihnen von einer Sammelvorrichtung erfaßt werden kann, welche sie dem Setzkasten zuführt, wie später beschrieben wird.
Die Sammelschiene 104 besitzt auf ihrer unteren Seite Vorsprünge 144, 145 (Fig. 64 bis 66), welche in Gleitführungen 146, 146' an den Stücken 100, 100' sich verschieben können (Fig. 21, 43, 45, 46, 56, 57, 63 und 72). Diese Schiene verschließt die Gießformen in ihrem oberen Teil während der Dauer des Gusses (Fig. 67). Nach, dem Guß erhält die Sammelschiene eine Längsbewegung, um die gegossenen Lettern mitzunehmen. Zu diesem Zweck besitzt die Schiene 104 an ihrem einen Ende einen Schlitz 138 (Fig. 63), in welchem die Achse einer Rolle 139 (Fig. 2) läuft, die 75 ■ in die Nut einer Walze 140 eingreift; letztere ist auf einer Welle befestigt, die ein Zahnrad 141 trägt, welches mit einem Rad 142 im Ein- . griff steht, das auf der Antriebswelle 25 aufgekeilt ist (Fig. 2 und 5). Die Achse der Rolle 139 trägt ein Führungsstück 142, welches längs einer Führung 143, die an dem Setzkasten sich befindet, beweglich ist.
Der Schlitz 138 gestattet der Sammelschiene 104, daß sie bei der Bewegung der Gießformen mitgenommen wird und gleichzeitig die vorhin erklärte Längsbewegung erhalten kann.
Wenn die Lettern gegossen worden sind, erhält die Sammelschiene von der AValze 140 eine geringe Verstellung derart, daß sie sich über die eine der Gießformen, z. B. über die linke, mit einem Ausschnitt 147, dessen Gestalt derjenigen der gegossenen Letter (Fig. 68) entspricht, und mit einem Ausschnitt 149 (Fig. 63) über die Förderschiene τ37 (Fig- 69) einstellt.
Das Überführen der gegossenen Letter in den Ausschnitt 147 der Sammelschiene 104 wird durch die Rückwärtsbewegung der Gießform hervorgerufen. Da bei dieser Bewegung der Winkelhebel 126 (Fig. 56) befreit ist, gestattet er den Schienen 101, 102, unter der Wirkung der zusammengedrückten Feder 123 aufwärtszugehen. Das Hochgehen dieser Schienen 101, 102 wird außerdem durch den Daumen 150 (Fig. 10 und 11) gesichert, welchen die Hauptwelle 25.trägt und welcher auf die von der Stang'e der Schiene 102 getragene Rolle 151 zur Einwirkung kommt. ιιυ
Die Schienen 101, 102 führen, wenn sie auf der Höhe ihres Weges angekommen sind (Fig. 69), auf diese Weise die gegossene Letter in den Ausschnitt 147 der Sammelschiene 104 über. Darauf erhält dieJetztere, sobald sie von der Förderschiene 137 heruntergeht, wie man später sehen wird, eine neue Verstellung in demselben Sinne (nach rechts) derart, daß sie den Ausschnitt 149 über die rechte Gießform einstellt; die in
dieser Gießform gegosseile Letter wird in diesen Ausschnitt durch die aufsteigende Bewegung übergeführt, welche den Schienen ιοί', 102' dieser zweiten Gießform mitgeteilt wird, die durch die Feder 123 bewegt werden, wie ,es vorher für die Schienen 101, 102 der linken Gießform erläutert worden ist. Während dieser zweiten Verstellung bringt die Sammelschiene 104 die Letter, welche von der
to linken Gießform herkommt, über die Förderschiene 137 (Fig. 70).
'. Die Förderschiene 137 verstellt sich senkrecht zwischen den beiden Konsolen 99,99' (Fig· 39) am Gießformenträger und erhält ihre Bewegung von einem Daumen 152 (Fig. 10, 13, 21, 31 und 46), der auf der . Hauptwelle 25 befestigt ist.
Die Förderschiene 137 besitzt auf ihrer hinteren Seite eine geneigte Ebene 153 (Fig. 6, 21 und 68), welche zur Wirkung kommt, wenn die Gießform beim Rückgang auf einen Vorsprung 154 (Fig. 6, 71 und 73) stößt, welchen die Sammelvorrichtung hat. Die letztere weist einen Arm 155 (Fig. 71 und 72) auf, der auf einer Muffe 156 angebracht ist, die auf einer Welle 157 sich verschieben kann. Beim Hochgehen der Förderschiene 137 stößt deren geneigte Ebene 153 den Arm 155 zurück und zwingt somit diesen, sich seitlich zu verschieben, um die von der Förderschiene 137 gehobene Letter vorbeizulassen.
Sobald die Förderschiene nahezu auf der Höhe ihres Weges angekommen ist, trifft sie auf die Letter, welche sie in eine Zange 158 (Fig. 2, 5 und ^2) bringt, die einen Teil der Sammelvorrichtung bildet, wie später beschrieben wird. Die Förderschiene 137 wird darauf an das untere Ende ihres Weges unter der Wirkung der Feder 159 (Fig. 21 Und 71)
4P zurückgebracht, während die Sammelschiene 104 von rechts nach links in ihre Anfangslage zurückgeführt wird. Bei dieser Bewegung bringt sie die Letter, die von der rechten Gießform herkommt, etwas über die Förderschiene 137 (Fig. 61/) hinaus und schließt die beiden Gießformen während der Dauer des Gusses der beiden folgenden Lettern. Wenn dieser Guß beendet ist, führt die Sammelschiene 104, welcher von neuem eine erste Verstellung nach rechts erteilt wird , die Letter des vorhergehenden Gusses, die von der rechten Gießform herkommt, über die Förderschiene 137, welche sie, wie vorhin beschrieben worden ist, in die Zange 158 zu der-
55. selben Zeit führt,· in welcher die Schienen 101, 102 der linken Gießform die neue Letter in den Ausschnitt 147 der Sammelschiene 104 einschieben.
Dieselben Arbeiten wiederholen sich nacheinander.
Wie vorhin erwähnt worden ist, bleibt an den Lettern ein Anguß 136 (Fig. 29) haften, von welchem sie befreit werden müssen, und zwar werden die Vorsprünge 144, 145, welche die Sammelschiene 104 auf ihrer unteren Fläche besitzt, nutzbar gemacht, um diese Angüsse abzuschneiden und zu beseitigen.
Bei der ersten Verstellung der Sammelschiene 104 (Fig. 65) nach rechts (da diese Figur eine Rückansicht zeigt, so befindet sich die rechte Seite der Sammelschiene auf der linken Seite der Zeichnung) drückt die schräge Kante des Vorsprunges 145 den Formteil 105 herunter derart, daß letzterer außer Eingriff, mit dem Anguß 136 kommt! Um zu vermeiden, daß der Anguß 136 leicht bei der Abwärtsbewegung des Formteiles 105 mitgenommen wird, geht durch letzteren eine feste Stange 160 (Fig. 60,61, 65 und 66) hindurch, auf deren oberem Ende der Anguß 136 ruht. Wenn die Sammelschiene 104 ihre Bewegung in der Pfeilrichtung (Fig. 66) fortsetzt, trifft der Vorsprung 145, welcher ein Messer bildet, mit dem Anguß 136 zusammen, schneidet ihn ab und führt ihn über eine Aushöhlung 161 , in welche er hineinfällt (Fig. 66).
Das Abschneiden des Angusses der zweiten Letter wird durch den Vorsprung 144 in derselben Weise bewirkt..
Um eine zu große Erwärmung der Gießformen zu \rermeiden, wird man in den Gießformträger 98 (Fig. 39, 41, 42, -44 und 45) Luft oder kaltes Wasser eintreten lassen. Das abkühlende Mittel geht durch den Kanal 162, kehrt . nach vorn durch den Kanal 163 (Fig. 41) zurück, steigt in dem Kanal 164 (Fig. 42) auf, fließt durch den Kanal 165 abwärts, um in dem Kanal 166 hinaufzusteigen, fließt darauf in dem Kanal 167 abwärts, 1°° kommt nach hinten durch den Kanal 168 zu-. rück und tritt, durch den Kanal 169 aus.
Die Legierung, von welcher die Lettern gegossen werden, wird in einem Schmelztiegel 170 (Fig.21) flüssig gehalten; dieser Schmelz- i°5 tiegel, welcher durch eine beliebige Wärmequelle, z. B. einen Gasbrenner, beheizt wird, ruht auf einem zylindrischen oder in Form eines abgestumpfen Kegels gehaltenen Träger 171, welcher in seinem unteren Teil offen ist und eine Verbrennungskammer bildet; der Träger 171 wird von den Konsolen 172, 172' getragen, welche an dem Gestell der Maschine befestigt sind (Fig. 6 und 30).
Der Schmelztiegel besitzt innen eine Scheidewand 173 (Fig. 21), welche ihn in zwei Abteilungen teilt; die Scheidewand trägt einen Pumpenzylinder 174 ähnlich demjenigen der anderen Gießmaschinen; in diesem Zylinder 174 bewegt sich ein Kolben 175, dessen
to
Stange 176 beständig durch eine Feder 177 nach unten gedrückt wird; die Aufvrärtsbewegung des Kolbens 175 wird durch einen Hebel 178 (Fig. 1, 2, 5, 6, 7 und 21) bewirkt, der um eine Achse 179 sich bewegen kann und einen Vorsprung 180 trägt, welcher unter einen Bund 181 der auf der Stange 176 befestigten Muffe 182 greift. Der Hebel 178 ist mit einer Stange 183 (Fig. 2 und S bis 7) gelenkig verbunden, welche durch ein Exzenter 184 angetrieben wird, das auf der Welle 185 befestigt ist, die ihre Bewegung von der Hauptantriebswelle 25 unter Vermittelung der Kegelräder 186 und 24' erhält (Fig. 5, 6, 7, 27 und 31). Die Muffe 182 trägt zwei Buckel 187 (Fig. 21), welche beim Hochgehen der Stange 176 des Pumpenkolbens auf zwei Vorsprünge 188 einwirken, welche ein Hebel 189 trägt, der durch eine Blattfeder 190 (Fig. 6 und 21) in der einen Richtung bewegt wird. Dieser Hebel bildet eine Art Riegel, welcher den Kolben in der Hochlage festhält und dabei die Feder 177 zusammendrückt. Der Hebel 189 ist mit einem Hebel 191 gelenkig verbunden, der um eine Achse 192 beweglich ist und auf dessen unteres Ende die Stange 193 einwirkt, welche von den beiden Rohren 194, 194' (Fig. 6, 21, 46 und 56) getragen wird, die das geschmolzene Metall den Gießformen zuführen, wenn letztere sich gegen die Matrizen legen. Die Rohre 194, 194' sind in Führungen 195, 195' am Gießformträger 98 angeordnet, derart, daß bei der Vorbewegung der Gießformen die Querstange, welche bei dieser Bewegung mitgenommen wird, die Ausrückung der Feder 177 bewirkt, welche die Abwärtsbewegung des Kolbens 175 und somit eine Einspritzung von ge-. schmolzenem Metall in die Gießformen hervorruft.
Jedes der Rohre 194, 194', durch welche das geschmolzene Metall in die Gießformen geleitet wird, enthält in bekannter Weise eine Nadel 196 (Fig. 22), welche in der Längsrichtung der Rohre verstellt werden kann. Die Wirkung der Nadel besteht bekanntlich darin, das Ende des Rohres in dem Augenblick zu verschließen, in welchem die ^Einspritzung aufhören muß, und in dem Augenblick zu öffnen, in welchem das Metall eingespritzt werden muß. Die Nadeln 196 sind an der Querstange 193 befestigt, welche leicht in den Rohren 194, 194' spielen kann, die zu diesem Zwecke längliche Löcher zur Aufnähme der Enden der Stange 193 besitzen. Unter diesen Umständen stößt, bevor die Gießformen sich an die Matrizen legen, die Querstange 193 ein wenig gegen den Hebel 191, die Nadeln' 196 werden durch den Hebel 191 eine kurze Zeitlang festgehalten, während die Rohre 194, 194' ihre Vorbewegung fortsetzen ; infolge dieser gegenseitigen Bewegung der Rohre 194, 194' zu den Nadeln 196 geben die Enden der letzteren vollständig die Enden der Rohre frei, und das geschmolzene Metall, welches durch das Senken des Kolbens 175 eingespritzt ist, kann dann frei in die Gießformen eindringen.
Damit das Metall auf einer genau gleichen Temperatur flüssig .und stets auf derselben Höhe .in dem Schmelztiegel 170. gehalten wird, besitzt die Maschine eine Speisevorrichtung, welche von der Brücke 197, die als Führung der Stange 176 des Kolbens 175 dient, getragen wird. Diese Speisevorrichtung besteht in bekannter Weise aus einem Hebel 198 (Fig. ζ, 6, 2i und 30), welcher um die Achse 199 beweglich ist und in verschiedenen Stellungen durch Vorsprünge 200 (Fig. 30) festgehalten werden kann; an diesem Hebel ist ein Träger 201 aufgehängt, auf welchem ein zylindrischer Metallblock ruht, der in das Innere des Zylinders 202 hineinreicht (Fig. 5, 6 und 30). Wenn der Arbeiter seine Maschine in Gang setzt, hat er nur den Hebel 198 zu senken derart, daß er den Metallblock in Berührung mit der Oberfläche der Metallflüssigkeit bringt, welche in dem Schmelztiegel 170 enthalten ist.
Es ist vorher gesagt worden, daß bei der Rückwärtsbewegung des Gießformträgers 98 die geneigte Ebene 153, welche an der Förderschiene 137 (Fig. 60) · vorgesehen ist, den Hebel 155 (Fig. 73) längs der Welle 157, auf welcher letzterer angeordnet ist, zurückstößt', um der durch die Förderschiene 137 gehobenen Letter den Durchgang freizulegen und die Einführung der letzteren in die Zange 158 zu gestatten. Bei der Vorbewegung des Gießformträgers 98 gibt die geneigte Ebene 153 den Hebel 155 frei, letzterer kehrt unter der Wirkung seiner Feder 203 (Fig. 6, 7 und 73) in seine Anfangslage zurück und das Ende des einen Armes stellt sich vor. dem Eintritt der Zange 158 ein... Der Hebel 155 erhält dann eine Winkelverstellung,, wie vorhin erwähnt worden ist, und führt die Letter in das Innere der Zange 158, welche als Führung bis zu der Zeilensammelvorrichtung wirkt, in welcher die Letter senkrecht auf gestellt wird (Fig. 71 und 72).
Der zweiarmige Hebel 155 ist auf der Welle 157 angeordnet derart, daß er sich längs der Welle verschieben und nichtsdestoweniger bei der Winkelverstellung der letzteren mitgenomm'en werden kann. Die Welle 157 trägt einen Arm 205 (Fig. 71 und 72), auf welchen ein an dem Rad 141 vorgesehener .Vorsprung 206 wirkt. Wenn somit der 'Vorsprung 206 mit dem Arm 205 (Fig. 71) zusammentrifft,
so erteilt er letzterem eine Winkelverstellung und folglich auch dem Hebel 155 und führt endlich dessen längeren Arm in die senkrechte Lage über, wie in Fig. 72 dargestellt ist.
Die Wirkungsweise dieser Maschine ist folgende.
Wie oben erwähnt worden ist, erhält bei jeder Umdrehung der Antriebswelle das Lochband eine Längsbewegung derart, daß es über die beiden Stiftreihen 36 (Fig. 2) zwei aufeinanderfolgende Lochquerreihen einstellt. Während dieser Verstellung des Lochbandes werden die Stifte 36 durch die Daumen 66 gesenkt. Sobald das Band in seine neue Lage gebracht worden ist, gestatten die Daumen 66 den Stiften, unter der Wirkung der federnden Stahlschienen 45 hochzugehen (Fig. 1, 3 und 4). Die Stifte, welche sich unter den gelochten Teilen des Bandes befinden, können ihren aufsteigenden Weg vollenden, während ■ die anderen durch die vollen Teile des Bandes zurückgehalten werden.
Die Stifte, welche die Auswahl der Schriftzeichen treffen und das Band durchdrungen haben, gestatten das Aufrichten der federnden Schienen 45, welche sie bewegen. Diese Schienen stellen sich dann vor die Schiene 49; diese stößt bei der schwingenden Bewegung, welche sie erhält, die Schienen 45 zurück und folglich auch die Kombinationsstangen 53, auf welchen sie angebracht sind (Fig. 3 und 32).
Die Verstellung dieser Stangen bildet wieder zwei Kombinationen von Löchern, die mit denjenigen der beiden Lochquerreihen übereinstimmen, welche durch das Band dargeboten werden.
Derjenige der Querhebel 54 (Fig. 23), welcher die Kombinationsvorsprünge trägt, die in die durch die Verstellung der Stangen 53 gebildeten Kombinationslöcher eingreifen, senkt sich und sein Ansatz stellt sich dem einen der Vorsprünge 95, welche die Wellen 85 und 88 tragen, entgegen. Diese Wellen 85 und 88, welche durch die Reibungskupplungen 84', 89 bezw. 84,90 (Fig. 1 und 32) mitgenommen werden, werden somit angehalten, nachdem sie eine -Winkelverstellung erhalten haben, deren Größe gleich dem Winkel ist, der zwischen dem entsprechenden Vorsprung 95, welcher dem eben gesenkten Hebel 54 entspricht, und dem Vorsprung 95 sich befindet, welcher die vorhergehende Einstellung bewirkt hatte.
Die Wellen 85,88 nehmen bei ihrer Drehbewegung die Wellen 74,74' (Fig. 15) mit, welche die Matrizentrommeln 68, 68' tragen. In'folge dieser Bewegung führen die Trommeln vor die Aushöhlungen der doppelten
Gießform die beiden Matrizenreihen, welche den beiden Schriftzeichen oder Spatien entsprechen, die durch die Lochung des Bandes angedeutet sind.
Die Stifte, welche die Auswahl der Schriftarten veranlassen, erhalten dieselbe aufsteigende Bewegung wie die Schriftzeichenauswählstifte, und da in jeder Gruppe der Stift, welcher sich in' einer Lochung befindet, seine aufsteigende Bewegung fortsetzt, ruft sie die Verstellung eines Riegels 65 (Fig. 15 und 21) hervor. Letzterer, welcher in der Schwingungsbahn des Hebels 80 angeordnet ist, begrenzt die Seitenbewegung, welche durch die Feder 81 den beiden Matrizentrommeln erteilt wird, und bestimmt so die Lage der letzteren derart, daß die beiden Matrizen, welche vor die Gießform geführt 'sind, derjenigen Schriftart entsprechen, welche durch die beiden Lochquerreihen des Bandes angedeutet sind.
Wenn eine Lochung, welche einer Spatie entspricht, auf dem Band über den Auswählstiften eingestellt worden ist, so erhält der Stift 36^ (Fig. 21) der einen oder der anderen Gruppe dann eine Aufwärtsbewegung und erteilt unter Vermittelung des Hebels 132 eine Abwärtsbewegung der Stange 134 (Fig. 46), welche einen Vorsprung 135 vor das Stück 130 . (Fig. 46, 48 und 56) einstellt, welches von der doppelten Gießform getragen wird, wie man später sehen wird.
Wenn die beiden Matrizen ausgewählt worden sind, gestattet der Daumen 118, welcher der von dem Hebel 116 (Fig. 46) getragenen Rolle ausweicht,. der Feder 114 (Fig. I, 21 und 23) die doppelte Gießform nach vorn zurückzuführen. Wenn letztere im Begriff ist, am Ende ihres Weges anzukommen, nimmt einer der Einschnitte 119 (Fig. 45, 56 und 57) an den Stücken 100, 100' den einen der Zähne 96 des Kranzes 72 der Matrizentrommel auf und sichert so die genaue Ein-■ stellung der Matrizen gegenüber den Höhlungen der Gießform. .Zur selben Zeit drücken die kleinen Platten 97 seitlich der beiden Matrizen, welche vor die Gießform geführt worden sind, auf die beiden Hebel 126 und 126' (Fig. 47, 48 und 57) ; diese beiden Hebel wirken mit. ihrem unteren Teil auf die Zwischenhebel 128, welche die beweglichen Schienen 101 und 102 jeder Gießform zwingen, um einen Betrag hinabzugehen, welcher entsprechend der Ausladung der Platten 97 ist, die jede Matrize begleiten, wobei diese Ausladung von der Dicke (Weite) des Schriftzeichens bestimmt wird.
Wenn jede Gießform eingestellt ist, ist jedes Metallzuführungsrohr 194, welches bei der doppelten Bewegung der Gießform mitgenommen wird, durch das Anhalten der
Nadel 196 geöffnet, was durch die Begegnung mit dem Querstück 193 hervorgerufen wird, das die beiden Rohre 194 (Fig. 21) und das Ende des Hebels 191 verbindet. Wenn die Rohre 194, 194' ihren Weg vollenden, stellen sie ein Loch vor dem Kanal 170* ein (Fig. 22), welcher in den Schmelztiegel 170 mündet; außerdem drückt das Querstück 193 auf das Ende des Hebels 191, welcher den Arm 189 (Fig. 21) zurückstößt; bei dieser Bewegung treten die Vorsprünge 188 von den Vorsprüngen 187 zurück und gestatten so das Heruntergehen des Kolbens 175, der durch seine Feder 177 beschleunigt bewegt wird.
Beim Niedergehen drückt der Kolben das geschmolzene Metall durch die Kanäle 170* (Fig. 21 "und 22) in die Rohre 194, 194', welche in die beiden Aushöhlungen der Gießform münden. Wenn das Metall auf diese Weise unter Druck in die Gießformen eingepreßt wird, wird der Guß der beiden Lettern bewirkt.
Nach Beendigung des Gusses wird die doppelte Gießform wieder durch den Hebel 116 zurückbeAvegt, welchen der Daumen 118 antreibt; bei dieser Bewegung werden die Rohre 194, 194' sofort wieder zurückgezogen, während die Nadeln 196, wenn das Querstück 193 einem Anschlags der z. B. durch die KoI-benstangci76 gebildet ist, begegnet, die Rohre 194, 194' verschließen und so den Durchgang von Metall verhindern. Bei der Rückbewegung der doppelten Gießform führt sie die beiden gegossenen Lettern mit sich und gibt die beiden Matrizentrommeln frei.
Wenn die Gießform an das Ende ihres Weges zurückgebracht worden ist, werden die Lettern ausgestoßen. Zu diesem Zwecke stellt die Sammelschiene 104 (Fig. 5), wenn sie durch die mit einer Nut versehene Walze 140 mitgenommen wird, den. Ausschnitt 147 über die linke Gießform und den Ausschnitt 149 über die Förderschiene 137 ein (Fig. 69). Da die Feder 123 der Schiene 102 der linken Gießform sich dann entspannen kann, erhält diese Schiene 102 eine Aufwärtsbewegnng
' und nimmt die Schiene 101 mit; diese beiden Schienen 101, 102 heben so die Letter in die Aushöhlung 147. Die Förderschiene erhält zu gleicher Zeit eine Aufwärtsbewegimg, welche durch den Daumen 152 auf der Welle 25 (Fig. 71) bewirkt wird, und führt so die Letter der rechten Gießform des vorhergehenden Gusses in die Zange 158 (Fig. 71 und 72) ein. Die Sammelschiene 104 erhält hierauf eine neue Verstellung in demselben Sinne derart, daß sie den Ausschnitt 147 über die Förderschiene und den Ausschnitt 149 über die rechte Gießform führt. Da die Feder 123 dieser rechten Gießform sich dann entspannen kann, wie soeben für die linke Schiene beschrieben worden ist, heben die Schienen 101', 102' bei der Aufwärtsbewegung die gegossene Letter in die Höhe und bringen sie in den Ausschnitt 149 der Sammelschiene 104 (Fig. 70), während die Förderschiene 137 in die Zange 158 die Letter bringt, welche soeben in der linken Gießform gegossen worden ist.
Die Sammelschiene 104 wird im umgekehrten Sinne in ihre Anfangslage zurückge- führt derart, daß sie die Gießformen schließt und die Letter, welche von der rechten Gießform herkommt, auf die linke Seite der Förderschiene 137 bringt, wie es die Fig. 67 zeigt. Bei der Rückwärtsbewegung hat die doppelte Gießform außerdem die Wirkung, durch ihre' geneigte Ebene 153 den zweiarmigen Hebel 155 zurückzustoßen derart, daß er die Zange 158 (Fig. 6 und 71) öffnet.
Wenn die Gießform beim folgenden Arbeitsgang nach vorn wieder zurückkommt und die geneigte Ebene 153 von dem Vorsprung des Hebels 155 entfernt, stellt sich dessen einer Arm unter die in die Zange 158 eingeführten Lettern ein und erhält dann eine Schwingung von der Welle 157. Die so vorbewegten Lettern gelangen dann in die Setzvorrichtung 207 (Fig. 71 und 72).
Die Fig. 36 ist ein Diagramm, welches die Zeiten der verschiedenen Bewegungen zeigt, welche bei jeder Umdrehung der Antriebswelle der Maschine durch die wesentlichen Organe bewerkstelligt werden.
In diesem Diagramm zeigt der erste (äußerste) Kreis die Zeiten der Bewegungen, welche der doppelten Gießform erteilt werden, der zweite Kreis diejenigen der Matrizentrommeln, der dritte Kreis diejenigen der Sammelschiene, der vierte diejenigen der beweglichen Schienen der doppelten Gieß- 100. form und der Förderschiene, der fünfte diejenigen der Auswählhebel, und der sechste Kreis diejenigen der kombinierenden Organe.
Da angenommen ist, daß die Geschwindigkeit der Antriebswelle eine Umdrehung in der Sekunde, beträgt, so ist jeder dieser Kreise in 60 Teile geteilt derart, daß jeder Teil einem Sechzigstel einer Sekunde entspricht. Auf den Kreisen zeigen die vollen Linien die Arbeitszeiten und. die strichpunktierten Linien die Ruhezeiten an.
Erster Kreis: Der Anfangspunkt A entspricht dem Augenblick, in welchem das Metall in die Formen gegossen wird; die Gießformen, welche vorher vorwärts bewegt und gegen die Matrizen gelegt worden sind, bleiben unbeweglich während des Umdrehungsteiles A B, d. h. 1V00 Sekunden; während dieser Zeit des Stillstandes erkaltet die Schrift in den Matrizen; die Formen gehen
darauf während des Umdrehungsteiles B C, d. h. 10/m Sekunden, zurück, bleiben unbeweglich in ihrer Rückwärtsstellung während des Umdrehungsteiles CD, d. h. 2V00 Sekunden, und schließlich werden sie vorwärts gegen die Matrizen bewegt während des Umdrehungsteiles D A, d. h. 12/go Sekunden.
Zweiter Kreis: Die Matrizentrommeln, an welche sich soeben die beiden Aushöhlungen
ίο der doppelten Gießform angelegt haben, bleiben unbeweglich während des Um-. drehungsteiles B1 C1, d. h. 1V00 Sekunden; die Feststellzähne, welche von den Matrizentrommeln getragen werden, sind außer Berührung mit den Gießformen während des Umdrehungsteiles C1 D1, d. h. Vco Sekunden; die Matrizentrommeln erhalten ihre doppelte Bewegung (Dreh- und Längsbewegung) während des Umdrehungsteiles D1 A1, d. h. 80/C0 Sekunden; darauf endlich wird während des Umdrehungsteiles A1 B1, d. h. B/eo Sekunden, die Feststellung der Matrizentrommeln durch die \^orbewegung der doppelten Gießform bewirkt.
a5 Dritter Kreis: Die Sammelschiene ist in die Lage gebracht, welche dem Schluß der Gießformen bei A2, d. h. 5/oo Sekunden vor der Zeit des Eingusses, entspricht; nach dem Einguß.des Metalles bleibt die Sammelschiene unbeweglich in dieser Lage bis zu B'2, d. h. 10/G0 Sekunden; sie bewerkstelligt darauf ihre erste Bewegung, um die linke Gießform während des Umdrehungsteiles B2 C2, d. h. Vco Sekunden, freizulegen, und bleibt unbeweglieh während des Umdrehungsteiles ,C2 D2, d. h. 7/60 Sekunden; darauf bewerkstelligt sie ihre zweite Bewegung, um die rechte Gießform während des Umdrehungsteiles D2 E2, d. h. °/oo Sekunden, freizulegen, ' und bleibt unbeweglich während des Ümdrehungsteiles Ez F2, d. h. V00 Sekunden; schließlich kehrt sie in ihre Anfangs- und Schlußlage. der Gießform während des Umdrehungsteiles F2 A2, d. h. 1VoO Sekunden, zurück.
Vierter Kreis: Die beiden beweglichen Schienen jeder Gießform, welche vorher gesenkt worden sind derart, daß sie in der doppelten Gießform eine Aushöhlung herstellen, deren Höhe der Dicke des Schriftzeichens entspricht, sind unbeweglich während des Umdrehungteiles Cs D3, d. h. 21/oo Sekunden; die beiden beweglichen Schienen der linken Gießform erhalten darauf ihre Aufwärtsbewegung und treiben die gegossene Letter aus während des Umdrehungsteiles
D3 E3, d. h. -~ Sekunden; die in der linken
Gießform gegossene Letter wird in den Ausschnitt 147 der Sammelschiene (Fig. 69) bewegt, und die Förderschiene 137 führt während dieser selben Zeit in die Zange 158 die Letter, welche von der rechten Gießform herkommt, während des vorhergehenden Gusses ein; die beiden beweglichen Schienen der linken Gießform bleiben in ihrer Hochlage während des Ümdrehungsteiles Es Fs, d. h.
-—- Sekunden; die Förderschiene steigt wieder in ihre Anfangslage während des Umdrehungsteiles E3 F3, d. h.
Sekunden,
hinab; darauf bleibt sie unbeweglich in ihrer Tief lage, während des Umdrehungsteiles F3 G3, d. h. Vco Sekunden; die beiden beweglichen Schienen der rechten Gießform erhalten ihre Aufwärtsbewegung und treiben die in dieser rechten Gießform gegossene Letter in den Ausschnitt 149 der Sammelschiene während
des Umdrehungsteiles G3H3, d.h. ~fi- Sekun- g
den; während derselben Zeit wird die Förderschiene 137 von neuem gehoben und führt in die Zange 158 die Letter ein, welche von- der linken Gießform herkommt; die beiden beweglichen Schienen der rechten Gießform bleiben in ihrer Hochlage während des Umdrehungsteiles H3B3, d. h. -^- Sekunden;
die Förderschiene steigt wieder in ihre Anfangslage hinab \vährend des Umdrehungs-
teiles H3A3, d. h.-ψ- Sekunden, und bleibt 60 '
dann in dieser Lage bis zu dem Augenblick der Ausstoßung der Letter, welche in der linken Gießform bei der folgenden Umdrehung gegossen wird.- Die beiden beweglichen Schienen jeder Gießform werden darauf gesenkt während des Kreisteiles Bs C3, d. h. V00 Sekunden, derart, daß sie in der doppelten Gießform die beiden Aushöhlungen herstellen, welche den Dicken der beiden Lettern entsprechen, welche bei der folgenden Umdrehung gegossen werden sollen.
Fünfter Kreis: Wenn die Auswählhebel, welche die Stifte 36, 36* tragen, gesenkt worden sind, bleiben sie in dieser Stellung unbeweglich während des Kreisteiles B4 C4, d.-h. Voo Sekunden; während dieser Zeit wird das' Lochband derart verstellt, daß es die beiden nächsten Lochreihen über die Auswählnadeln einstellt; die Auswählhebel führen ihre aufsteigende Bewegung während des Kreisteiles C4 D4, d. h. Vco Sekunden, aus; die Auswählstifte, welche vor sich Löcher gefunden haben, bleiben in Eingriff mit dem Band während des Kreisteiles D4 A*, d. h. 49/oo Sekunden; die Auswählhebel werden darauf gesenkt und die Stifte treten aus dem Lochband heraus während des Kreisteiles A4 B4, d. h. 5/eo Sekunden.
Sechster Kreis: Die mit einem Ansatz versehenen Hebel 54, welche soeben gehoben und außer Eingriff mit den gelochten Schienen 53 gekommen sind, bleiben in dieser Lage während des Umdrehungsteiles I?5 E", d. h. V00 Sekunden; in derselben Zeit werden die Schienen 53 in ihre Anfangslage während des Umdrehimgsteiles B5C5, d. h. Vco Sekunden, zurückgeführt, bleiben dann unbeweglich .in dieser Lage während des Umdrehungsteiles . Cs Dz, d. h. 3/co Sekunden, und die Schienen, welche durch die Hebel ausgewählt worden sind, deren Stifte das Band durchdrungen haben, werden während des Umdrehungsteiles D·' Ea, d. h. 3Zt30 Sekunden, verstellt; die mit einem Ansatz versehenen Hebel 54 gehen wieder herunter, die Stifte an den beiden Hebeln, die die Kombination aufweisen, welche den beiden durch die gelochten Schienen gebildeten Kombinationen entspricht, greifen in die Schienen während des Umdrehungsteiles E" F5, d. h. V00 Sekunden, ein und bleiben in dieser Lage während des Kreisteiles F5 As, d. h. 4V00 Sekunden; die Hebel 54 werden darauf gehoben und außer Eingriff mit den Schienen 53 während des Umdrehungsteiles A5B5, d. h. Voo Sekunden, gebracht.
Dieselben Vorgänge wiederholen sich nebeneinander bei jeder Umdrehung der Antriebswelle.
Es ist begreiflich, daß man die Zahl der einzelnen Gießformen, die Zahl der Matrizen auf jedem Kreise und die Zahl der Matrizenkreise vermehren kann, um eine größere Leistung und eine größere Zahl verschiedener Schriften zu erhalten.
Das Aufrollen des Lochbandes auf die Aufnahmetrommel kann durch jede geeignete Vorrichtung, z. B. mittels eines Bandes ohne Ende aus elastischem Material bewirkt werden.
Die Maschine wird mit einer Sicherheitsvorrichtung versehen, \velche bei nicht ordnungsmäßigem Betrieb den Gang, z. B. des Lochbandes, anhält. Die Gießmaschine kann, wie bekannt, mit einer Lochmaschine vereinigt werden derart, daß sie durch letztere angetrieben wird; man erhält so eine einzige Maschine, bei welcher der Setzer, wenn er die Tasten anschlägt, auf dem Band die Lochkombinationen hervorruft und das Lochband darauf nach Maßgabe der Registrierung der Zeilen den Guß der Lettern von diesem hervorruft. Wenn die Maschine mehrere doppelte Gießformen besitzt, kann jede von ihnen derart eingerichtet werden, daß gleichzeitig verschiedenartige Letternkörper erzeugt werden; in diesem Falle gestattet eine Ausrückkupplung, die eine oder die andere dieser Gießformen nach Belieben in Betrieb zu setzen.
Die Form, die Maße und die Einzelanordnungen der verschiedenen Organe, welche .das vorliegende Maschinensystem begründen, können gemäß den verschiedenen Anwendungen geändert werden.

Claims (22)

Patent-Ansprüche:
1. Durch einen Registerstreifen gesteuerte Lettern-Gieß- und Setzmaschine mit in der Längs- und Drehrichtung verschiebbarer Matrizentrommel, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verdoppelung der Leistungsfähigkeit der Maschine der Registerstreifen (33) bei jedem Arbeitsgang um zwei Querreihen vorwärts geschaltet wird, mit der Wirkung, daß durch jede Querreihe je eine Matrizentrommel (68, 68', Fig. 1) vor einer besonderen Gießform für die beiden durch diese Querreihen dargestellten Schriftzeichen oder Ausschlüsse eingestellt wird und somit stets zwei Lettern oder Spatien gleichzeitig gegossen werden, die alsdann durch eine gemeinsame, einen Teil der Gießformen bildende Sammelschiene (104) der Setzvorrichtung zugeführt werden.
2. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend den ' beiden in der Längs- und Drehrichtung· verschiebbaren Matrizentrommeln (68 und 68') zwei gegen die letzteren vor- und zurückschieb- und verstellbare Gießformen und zwei Reihen ■Auswählhebel (37,. Fig. 2) vorgesehen sind, welche paarweise zueinander angeordnet sind und zusammen mit dem Registerstreifen (33) von der Antriebswelle geschaltet werden in der Weise, daß bei jeder Umdrehung der letzteren zunächst der Registerstreifen (33) mit zwei Querreihen über die Nadeln (36) der beiden Reihen Auswählhebel (37) eingestellt wird, worauf eine jede der beiden Matrizentrommeln (68 und 68') für sich in der Längs- und Drehrichtung verschoben und in dem Augenblick, in welchem die den Lochkombinationen der beiden eingestellten Querreihen des Registerstreifens entsprechenden Matrizen der Matrizentrommein vor die Gießformen angelangt sind, durch die diesen Lochkombinationen entsprechenden Auswählhebel angehalten und dann erst die Gießformen gegen die Matrizentrommeln bewegt werden, währenddessen die Gießformen entsprechend den vor ihnen angelangten Matrizen eingestellt werden, und daß sodann die Schriftzeichen oder Ausschlußstücke unter Vermittelung einer besonderen Gießvorrichtung, die
ebenfalls von der Antriebswelle bei jeder Umdrehung derselben angetrieben wird, gegossen und nach der Zurückbewegung der beiden Gießformen von den Matrizentrommeln durch die gemeinschaftliche, einen Teil der beiden Gießformen bildende Sammelschiene (104) in der auf dem Registerstreifen dargestellten Reihenfolge der Setzvorrichtung zugeführt werden.
3. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln (36, Fig. 2) der beiden Reihen Auswählhebel (37) um einen Abstand, der gleich der Entfernung zweier Querreihen des Registerstreifens ist, voneinander entfernt sind und der Registerstreifen (33) von der Antriebswelle (25) am Anfang jeder Umdrehung um zwei Querreihen plötzlich vorwärts bewegt und in dieser Stellung bis zur nächsten Umdrehung der Hauptantrie'bswelle festgehalten wird.
4. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Matrizentrommel (68 bezw. 68') an einer auf einer besonderen Welle (74 bezw. 74', Fig. 15) verschiebbaren Muffe (73 bezw. 73') befestigt ist, die bei dem ersten Teil jeder Umdrehung der Hauptantriebswelle (25) durch diese unter Vermittelung einer synchron mit dieser umlaufenden Kurbel (79 bezw. 79') und eines an der verschiebbaren Muffe angelenkten Winkelheb"els (77, 78, 80 bezw. 77'', 78', 8o'). in der einen Richtung und bei dem zweiten Teil jeder Umdrehung der Hauptantriebswelle durch eine gemeinsame, auf beide Winkelhebel einwirkende Feder (81) in der anderen Richtung ver-
4-0 schoben wird, während die Wellen (74 und 74') von der Hauptantriebswelle unter Vermittelung je einer Reibungskupplung gedreht werden, deren lose Scheiben (90 bezw. 89, Fig. 1, 3 und 32) synchron mit der Hauptantriebswelle timlaufen, deren feste Scheiben (84 bezw. 84') aber auf Wellen (88 bezw. 85) sitzen, die mit den Wellen (74 bezw. 74') zwangläufig (z. B. durch Treibbänder 83, 83', Fig. 1) verbunden sind.
5. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein jeder der Aüswählhebel (37) unter der Wirkung von nach oben drück'enden Federn (45, Fig. 1, 3 und 4) steht und' unter einer jeden Reihe von Auswählhebeln (37) ein Daumen (66, Fig. 2) vorgesehen ist, welcher mit der Hauptantriebswelle (25) synchron umläuft und auf an den Auswählhebeln vorgesehene Vorsprünge einwirkt derart, daß die .Auswählhebel unmittelbar vor der jedesmaligen Vorwärtsschaltung des Registerstreifens (33) unter Spannung der Federn (45) gesenkt und unmittelbar nach der Vorwärtsschaltung wieder freigegeben werden.
6. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1, 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Anhaltens der beiden in der Längs- und Drehrichtung bewegten Matrizentrommeln jede Reihe von Auswählhebeln (37) zwei verschiedenartigen Wirkungen unterworfen ist derart, daß die eine Gruppe der Aüswählhebel von den die Schriftzeichen darstellenden Lochkombinationen des Registerstreifens beeinflußt wird und die Begrenzung der Drehung der Wellen (85 und 88) bewirkt, während die andere Gruppe von den die Schrift arten darstellenden Lochkombinationen des Registerstreifens beeinflußt wird und die Längsbewegung- der Muffen (73, 73') begrenzt.
7. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch. I, 2 und 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Begrenzung der Drehung der Matrizentrommeln durch die entsprechenden Gruppen von Auswählhebeln, welche von den die Schriftzeichen darstellenden Lochkombinationen gesteuert werden, auf den beiden Wellen (85 und 88) zwei Gruppen von Haltedäumen (95, Fig. 23 und 32), welche hinsichtlich Zahl und Winkelstellung der Anzahl und Winkelstellung der auf einem Umkreis einer jeden Matrizentrommel vorgesehenen Schriftzeichen entsprechen, und über diesen Haltedaumen (95) zwei Reihen mit Kombinationsvorsprüngen (56) . versehener Hebel (54, Fig. 23 und 25) vorgesehen sind, deren Zahl der Anzahl der Haltedaumen entspricht und auf welche mit Löchern (57) versehene Kombinations-.schienen (53, Fig. 4, 23 und 24), welche bei jeder Umdrehung der Hauptantriebswelle (25) unter Vermittelung der entsprechenden Auswählhebel eine der Lochkombination der zugehörigen Querreihe entsprechende Lochkombination unter den .110 Kombinationshebeln (54) herstellen, derart einwirken, daß derjenige Hebel (54), dessen Kombination von Vorsprüngen der von den Schienen (53) gebildeten Lochkombination entspricht, sich unter Einlegen seiner Vorsprünge in die Löcher der Schienen senkt und dabei sich in die Bahn des zugehörigen Haltedaumens (95) der Wellen (85 bezw. 88) einstellt, welcher dieselbe Winkelstellung wie das dieser
Kombination entsprechende Schriftzeichen auf der Matrizentrommel besitzt.
8. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch ι und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gruppen von Kombinationsschienen (53) quer über den Kombinationshebeln (54) entgegen der Wirkung von Federn (61, Fig.· 4) verschiebbar angeordnet sind und die auf die Auswählhebel (37) einwirkenden Federn (45) als Blattfedern ausgebildet sind, welche einerseits an je einen Auswählhebel (37) angelenkt sind, andererseits mit ihrem freien Ende in der Nähe eines von
*5 der Hauptantriebswelle hin- und herbewegten Hebels (49) angeordnet und auf den Kombinationsschienen befestigt sind derart, daß, wenn von jeder der beiden Querreihen des Registerstreifens je eine Lochkombination den Nadeln (36) dieser' Gruppe von Auswählhebeln (37) dargeboten wird, die Federn (45) von den diesen Kombinationen entsprechenden Auswählhebeln angehoben und in den Bereich des Hebels (49) gebracht werden, so daß von diesem die Federn (45) und mit ihnen die sie tragenden Kombinationsschienen
(53) entgegen der Wirkung der Federn (61) mit ihren Löchern (57) unter die Kombinationsvorsprünge (56) der Hebel
(54) geschoben werden.
9. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1, 2, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Begrenzung der Ver-
Schiebung der Matrizentrommeln in der Längsrichtung vor den beiden Winkelhebeln {jj, 78 und yy'', 78', Fig. 15), welche an den die Verschiebung der Matrizentrommeln bewirkenden Muffen (73, 73') angreifen, zwei Reihen Riegel (65, Fig. 15 und 21) vorgesehen sind, die mit je einem Auswählhebel (37) in Verbindung stehen derart, daß, wenn diesen Auswählhebeln von dem Registerstreifen ein Loch dargeboten wird, der entsprechende Riegel (65) durch den zugehörigen Einstellhebel in die Bahn eines auf die Muffe (75 bezw. 75') einwirkenden Armes (80 bezw. 8c/) geschoben und vor der Weiter-Schaltung des Registerstreifens wieder aus der Bahn des Armes (80 bezw. 80') herausbewegt wird.
.
10. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeich-. 55 net, daß die für die verschiedenen Schriftarten vorgesehenen Auswählhebeln (37) an unter der Wirkung von Federn (64, Fig. 21) stehenden Winkelhebeln (63) angelenkt sind, die mittels besonderer Arme an den Riegeln (65) angreifen.
11. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden verstellbaren Gießformen auf einem gemeinschaftlichen Träger (98, Fig. 39 bis 41, 46 bis 49 und 56 bis 58) angeordnet sind, der auf einer Gleitbahn (113, Fig. 46) verschiebbar ist und mit der Hauptantriebswelle (25) unter Vermittelung eines mit zwei Nocken versehenen Daumens (152, Fig. 21 und 46) und eines an dem Träger (98) angelenkten und unter der Wirkung einer Feder (114) stehenden Winkelhebels (116) derart in Verbindung steht, daß bei jeder Umdrehung der Hauptantriebswelle nach erfolgter Einstellung der- Matrizentrommeln der Träger (98) unter Vermittelung der an dem Winkelhebel angreifenden Feder (114) gegen die Matrizentrommeln vorbewegt wird und erst nach dem Guß der Lettern oder Spatien durch die Daumen (152) \vieder zurückbewegt und in der zurückbewegten Lage so lange gehalten wird, bis die in der zweiten Gießform bei der vorhergehenden Umdrehung der Hauptantriebswelle gegossene Letter sowie die in der ersten Gießform bei dieser Umdrehung gegossene Letter durch die Sammelschiene (104, Fig. 57 und 63 bis 70) einem vor der eigentlichen Setzvorrichtung angeordneten schwingenden Arm (155, Fig. 71 und 72), welcher von dem Gießformträger (98)' bei seiner Rückbewegung aus der Letternbahn gebracht und bei der Vorbewegung wieder in diese zurückgeschoben und durch die Hauptantriebswelle in Bewegung versetzt wird, zugeführt sind und die in der zweiten Gießform gegossene Letter in die Sammelschiene (104) übergeführt ist.
12. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1, 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießvorrichtung aus einem Schmelztiegel (170, Fig. 6 und 21) mit zwei an ihm verschiebbar angeordneten und an dem Gießformträger (98) befestigten Einspritzröhren (194, 194') und einer Pumpe (174, 175) mit einer unter der Wirkung einer Feder (177) stehenden Kolbenstange (176) besteht, welche einerseits mit der Hauptantriebswelle (25), andererseits mit den 'Einspritzröhren derart in Verbindung steht, daß durch die Hauptantriebswelle die Kolbenstange (176) mit dem Kolben (175) entgegen der Wirkung der Feder (177) gehoben, nach genügendem Anheben festgestellt und bei dem Vorschieben des Gießformträgers (98) gegen die Matrizeritrommeln von den Einspritzröhren ausge-
rückt wird, worauf unter Vermittelung des jetzt durch die Feder (177) beschleunigten Kolbens das Metall durch die Einspritzröhren in die Gießformen eingespritzt wird. .
13. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach ■ . . Anspruch 1 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (176) mit der Hauptantriebswelle (25) durch ein von diesem bewegtes Exzenter (184, Fig. 2, 5 und 6) und einen von diesem beeinflußten Hebel (178) verbunden ist, der mit einer Nase (180, Fig. 21) beim Hochbewegen des Hebels (178) durch das Exzenter unter einen an der Kolbenstange befestigten, mit Vorsprüngen (187.) versehenen Bund (182) greift, und daß die Kolbenstange (176) ferner mit den beiden Einspritzröhren (194, 194') durch einen als Riegel wirken-■ den, mit Ansätzen (188) versehenen Hebel (189) und einen an diesem ange-' lenkten zweiarmigen Hebel (191) in Verbindung steht derart, daß bei dem Hochbewegen der Kolbenstange (176) durch den Hebel (178) die an dem Bund (182) vorgesehenen Vorsprünge (187) über den an dem Hebel (189) befindlichen Ansätzen (188) sich einstellen und bei Unwirksamwerden des Hebels (178) von dem Hebel (189) in der angehobenen Lage so lange gehalten werden, bis sie (187)'beim Vorgehen des Gießformträgers (98) durch die Einspritzröhren unter Vermittelung des Hebels (191) seitlich von den Ansätzen (188) bewegt werden.
14. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß der an dem Hebel (189) angelenkte zweiarmige Hebel (191) mit seinem freien Ende nicht unmittelbar an den Einspritzröhren (194, 194'), sondern unter Vermittelung einer gemeinsamen Stange (193, Fig. 21 und 22) an zwei in den Einspritzröhren (194,194') vorgesehenen Na- dein (196) angreift, die in bekannter Weise in den Einspritzröhren derart verschiebbar angeordnet sind, daß sie in der zurückgezogenen Stellung des Gießformträgers (98) die Mündungen der Einspritzröhren verschließen, diese jedoch beim. Vojbewegen des Gießformträgers (98) gegen die Matrizentrommeln freigeben.
15. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1, 2 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß den einzelnen Matrizen (67, Fig. 45) Blöcke (97), deren Höhe der
■ Weite des von der zugehörigen Matrize getragenen Schriftzeichens entspricht, bei-. geordnet sind und daß die unter der gemeinsamen, einen Teil der beiden Gießformen bildenden Sammelschiene (104) liegende Wand jeder Gießöffnung aus zwei Schienen (101, 102, Fig. 48, 50, 51, 52, 56 und 57) gebildet ist, deren Berührungsebene quer zur Längsrichtung der Gießöffnung liegt, und welche zusammen oder getrennt senkrecht beweglich sind derart, daß für den Guß eines Schriftzeichens die beiden Schienen (101,102) durch den .der entsprechenden Matrize beigeordneten Block (97) gleichzeitig ge- ■ senkt werden, dagegen für den Guß einer Spatie die der Matrize zugekehrte Schiene (101) für den Abschluß der Gießform g'ehoben bleibt, wenn der Gießformträger (98) gegen die Matrizentrommeln vorbewegt wird.
16. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits die der Gießöffnung zugekehrte Schiene (102) in dem Träger (98) entgegen der Wirkung einer Feder (123, Fig. 48 und 56) senkrecht verschiebbar angeordnet und die der Matrize zügekehrte Schiene (101) in einer festen Platte (120, Fig. 46, 48 und 54 bis 56) der anderen Schiene (102) senkrecht verschiebbar und für gewöhnlich durch' eine zwischen dieser Platte (120) und einem festen Bund dieser Schiene (102) angeordnete Feder (125) an die Platte (120) angedrückt gehalten wird, und daß andererseits über die feste Platte (120) der Schiene (102) das Ende eines Hebels (128, Fig. 46 und 48) greift, auf dem der eine Arm eines zweiarmigen Hebels (126, Fig. 46 bis 48) aufliegt, dessen anderer Arm mit einer Nase in' die Bahn der an den Matrizen befestigten Blöcke (97) derart eingreift, daß beim Vorbewegen der Gießform gegen die Matrizentrommel der Hebel (126) ztirückgeschwungen und dadurch die Schiene (102) zusammen mit der Schiene (ιοί) gesenkt wird.
17. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1, 15 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gießformträger (98) eine schwingbare Platte (130, Fig. 46 bis 49) vorgesehen ist, welche für gewöhnlieh außer dem Bereich der Schiene (101) sich befindet, jedoch, wenn von dem Regiaterstreifen (33) einer der für den Guß der ' Spatien vorgesehenen Auswählhebel (37) beeinflußt wird,. beim Verschieben des Gießformträgers (98) unter die Schiene (101) derart eingestellt wird, daß bei dem hierauf erfolgenden Niederdrücken des Hebels (128) nur die Schiene (102) nach unten verschoben, die Schiene
(ιοί) jedoch in der bisherigen Hochlage durch die Platte (130) gehalten wird.
18. Lettcrii-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungsachse (129, Fig. 48) des Hebels (128) verstellbar ist, um die Weite der zu gießenden Letter genau regeln zu können.
19. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks genauen Einstellen^ der Matrizentrommeln durch den die beiden Gießformen haltenden Gieß formträger (98) der letztere mit einer Anzahl von Ausschnitten (119, Fig. 56, 57, 67, 69 und 70) versehen ist, in welche beim Vorschieben des Gießformträgers gegen die beiden Matrizentrommeln die Zähne (96, Fig. 45) von an letzteren befindlichen Zahnkränzen eingreifen.
20. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1, 2 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß an dem vorderen Rand der Gießformen, welcher an die abzugießende Matrize sich anschließt, ein nach innen gerichteter Vorsprung (107 bezw. 108, Fig. 6, 43, 44 und 56) vorgesehen ist, um in den Gießformen Lettern gießen zu können, die dicht nebeneinander gesetzt werden können, insofern, als sie einen abgeschrägten Rand (109, Fig. 29) besitzen, der dazu bestimmt ist, Platz für den beim Gießen sich bildenden Grat der benachbarten Letter zu schaffen.
21. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelschiene (104) mit zwei die Lettern aufnehmenden Schlitzen (147 und 149, Fig. 57/63 und 67 bis 69) versehen ist und in der zurückgeschobenen Stellung der Gießform von einem synchron mit der Hauptantriebswelle (25) umlaufenden Daumen (152) zwischen einer auf - und abbewegbaren Förderschiene
4^ (X37) und der vor der eigentlichen Setzvorrichtung angeordneten Sammelvorrichtung in zwei Absätzen nach der letzteren zu vor- und in einem Absatz wieder zurückbewegt wird derart, daß sich bei dem ersten Teil des Hinganges der Schiene (104) der Schlitz (147) über der ersten (linken) Gießform und zugleich der Schlitz (149)-über der Förderschiene (137) einstellt, so daß durch die Schienen (101 und
102) der linken Gießform aus dieser die Letter in den Schlitz (147) und zugleich durch die Förderschiene (137) die in dem Schlitz (149) befindliche, bei der vorhergehenden Umdrehung der Hauptantriebswelle gegossene Letter der Sammelvor- richtung zugeführt wird, und daß bei dem zweiten Teil des Hinganges der Sammelschiene (104) der Schlitz (147) sich über der Förderschiene (137) und der Schlitz (149) über den Schienen (101, 102) der zweiten (rechten) Gießform einstellt, so daß jetzt die in der ersten Gießform gegossene Letter der Sammelvorrichtung zugeführt und die in der zweiten Gießform gegossene Letter in den Schlitz (149) übergeführt wird, und daß schließlich bei der Rückbewegung der Sammelschiene (104) die beiden Schlitze (147 und 149) über der ersten Gießform und der Förderschiene eingestellt werden.
22. Lettern-Gieß- und Setzmaschine nach Anspruch 1, 11 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelvorrichtung aus einer über der'Förderschiene (137) vorgesehenen, einen Kanal bildenden Zange (158, Fig. 71 und 72), welche an die eigentliche Setzvorrichtung (207) angeschlossen ist und in welche die Lettern durch die Förderschiene (137) eingeschoben werden, und einem unter der Zange angeordneten zweiarmigen Hebel (155, Fig. 71 bis 73) besteht, welcher auf einer feststehenden Achse (157) entgegen der Wirkung einer Feder (203, Fig. 70 . und 73) derart verschiebbar ist, daß er bei der Rückwärtsbewegung des Gießformträgers (98) durch letzteren unter Vermittelung eines Vorsprunges (153, Fig. 68) aus dem Bereich des Kanales der Zange (158) geschoben wird, so daß die Lettern durch die Förderschiene (137) in den Kanal eingeführt werden können, und nach der Vorwärtsbewegung des Gießformträgers (98) durch die Feder (203) wieder unter dem Kanal der Zange (158) eingestellt wird, worauf der Hebel (155) unter Vermittlung eines umlaufenden, auf - einen Arm (205) wirkenden Stiftes (206) um die Achse (157) so nach oben geschwungen wird, daß er die durch die Förderschiene (137) in die Zange (158) eingeführten Lettern erfaßt und in die eigentliche Setzvorrichtung überführt und nach der Überführung wieder zurückschwingt. '
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen.
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