DE186325C - - Google Patents

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DE186325C
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housing
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air
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contact
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DE1906186325D
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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
■- JVM86325 -' KLASSE 74a. GRUPPE
Elektrischer Feuermelder.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Januar 1906 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Feuermelder derjenigen Art, bei welchem zur Auslösung der in einem geschlossenen Gehäuse untergebrachten, mit einer elektrischen Alarmvorrichtung in Verbindung stehenden Kontaktvorrichtung ein das Gehäuse abschließender, mit Gas oder Luft angefüllter Behälter benutzt wird.
Die bekannten Feuermelder dieser Art, bei
ίο denen der Luftbehälter mit dem Gehäuse fest verbunden und vollkommen luftdicht in diesem angeordnet ist, haben den Übelstand . aufzuweisen, daß die Erwärmung und Ausdehnung der eingeschlossenen Luft sowie die Durchbiegung der federnden Platte bis zu dem Kontakte einer elektrischen Alarmvorrichtung nur sehr langsam stattfindet, da die Wandungen des Behälters sehr stark sein müssen, um dem Luftdrucke nicht zu weichen, und um dem Feuermelder den nötigen Halt zu geben. Diesem Übelstande suchte man dadurch abzuhelfen, daß man den Boden sowie den Deckel des Luftbehälters als Membranen ausbildete. Bei der praktischen Anwendung derartiger Feuermelder ergab sich der Ubelstand, daß sich bei Erwärmung des Feuermelders fast nur die Bodenmembran nach außen durchbog und nur bei starker Erhitzung des Feuermelders die Kontaktdeck el membran in das Innere des Gehäuses durchgebogen wurde, so daß es viel zu lange dauert, bis die Alarmvorrichtung ausgelöst wird. Bei einer anderen Ausführungsform wird ein Durchbiegen der Deckelmembran nach dem Innern des Gehäuses dadurch herbeigeführt, daß der Behälter beweglich in dem Gehäuse angeordnet ist und auf Jem durchbrochenen unteren Abschluß des Gehäuses aufsitzt, wobei bei der Wärmeeinwirkung auf den Feuermelder der Boden nach außen durchgebogen und der ganze Behälter nach dem Innern des Gehäuses bewegt werden muß, bis die Deckelmembran, die gleichfalls — jedoch in geringerem Maße — nach dem Gehäuseinnern durchgebogen wird, mit den Kontakten der elektrischen Alarmvorrichtung in Verbindung kommt. Diese Feuermelder haben den Nachteil, daß durch die Durchbrechungen des unteren Abschlusses des Gehäuses zwischen den Wandungen des letzteren und dem Luftbehälter Staub usw. in das Gehäuseinnere eindringen kann, wodurch die Kontakte gebrauchsunfähig werden.
Diesen Übelständen soll durch den die vorliegende Erfindung bildenden Feuermelder dadurch abgeholfen werden, daß der Luftbehälter sowohl luftdicht als auch unbeweglich im Gehäuse befestigt ist und der Membranboden des Behälters nach außen durch ein über den Behälter angeordnetes Drahtnetz oder eine andere geeignete,, die Wärmewirkung nicht hindernde durchbrochene Platte verhindert wird, der sich ausdehnenden Luft zu weichen und dadurch sowie im Verein mit der luftdichten unbeweglichen Anordnung des Behälters im Gehäuse die Luft im Behälter gezwungen wird, voll und ganz auf die Kontaktdeckelmembran zu wirken.
Der Erfindungsgegenstand ist in Fig. 1 im senkrechten Längsschnitt und in Fig. 2 im Grundrißschnitt nach Linie M-M (Fig. 1) dargestellt.
Das Gehäuse α, welches eine glockenartige Gestalt hat, ist mit einem Boden b versehen, der mit einem vorstehenden ringsum laufenden Rande c ausgestattet ist. In letzterem befinden sich Bohrlöcher, durch welche das Gehäuse α mittels Schrauben an Zimmerdecken befestigt werden kann. Das Gehäuse ist von unten her durch einen allseitig geschlossenen, mit Gas oder Luft angefüllten kurzen, zylindrischen Behälter r abgeschlossen, der in das Gehäuse α luftdicht eingesetzt ist und durch einen Preßring ν unbeweglich im Gehäuse a festgehalten wird. Der Boden t sowie der Deckel s dieses Behälters r bestehen aus sehr dünnem Material und besitzen die Eigenschaften von Membranen. Der Boden t des Behälters r ist nach außen mit einem Drahtgeflecht u oder einer anderen durchbrochenen, die Wärmewirkung auf den Behälter r nicht hindernden Platte überzogen.
In der Mitte des Bodens b des Gehäuses α ist ein durchgehendes Bohrloch d vorgesehen, in welches isoliert eine Hülse e eingesteckt ist, .in deren Innerem eine Zahnstange f auf- und abwärts bewegbar angeordnet ist, die an ihrem unteren Ende in eine körnerartige Spitze g ausläuft, welche als Kontakt dient. In der Hülse e sind an zwei sich gegenüberliegenden Seiten öffnungen h vorgesehen, durch welche eine in den vom Gehäuse a isolierten Lagern i drehbar gelagerte Welle k hindurchgesteckt ist. Auf der letzteren ist ein Zahnrad I befestigt, das mit der Zahnstange f in Eingriff steht, während an dem einen außen vorstehenden Ende der Welle k ein zum Drehen der letzteren dienender Knopf m und ein Zeiger η befestigt sind. Der Zeiger η steht mit einer am äußeren Umfange des Gehäuses α angeordneten
Scheibe 0 in loser Verbindung, wobei sich auf letzterer eine Temperaturskala befindet, nach welcher der Zeiger η eingestellt werden kann; hierbei kann der Kontaktstift/ dem
. Behälter r genähert oder von ihm entfernt werden. Am gegenüberliegenden Ende der Welle k befindet sich die Klemmschraube ρ und dicht daneben am Gehäuse α eine zweite Kontaktschraube q, an welche die Leitungsdrähte einer elektrischen Alarmvorrichtung angeschlossen'sind.
Die Wirkungsweise des Feuermelders ist folgende:
• Nach Anbringung des Gehäuses α an der Zimmerdecke wird zunächst der Zeiger η durch Drehen der Welle fr auf eine bestimmte Temperatur der Skala eingestellt und hiermit gleichzeitig die Spitze g der Zahnstange/ in einen bestimmten Abstand zum Membrandeckel s des Behälters r gebracht; Bei eintretender Temperaturerhöhung in dem Räume wird der Wärmeeinwirkung der nach der Zimmerdecke steigenden warmen Luft durch die dünne Bodenmembran t des Behälters r fast gar kein Widerstand entgegengesetzt, so daß sich die im Behälter r befindliche Luft sofort erwärmt, jedoch durch das über den Membranboden t gespannte Drahtgeflecht oder dergl. gezwungen wird, voll und ganz auf die Kontaktdeckelmembran zu wirken.
Da der Membranenbehälter r unbeweglich und vollkommen luftdicht im Gehäuse befestigt ist und außerdem die Ausdehnung des Membranbodens t nach außen durch das Drahtgeflecht verhindert wird, kann die Ausdehnung der im Behälter r eingeschlossenen Luft nur auf den Deckel s einwirken, welcher dann,- da nur ihm keinerlei Widerstand entgegenwirkt, sehr schnell durchgebogen und mit dem Kontakt der Alarmvorrichtung in Verbindung gebracht wird, so daß die Feuermeldung rasch erfolgt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Elektrischer Feuermelder, bei welchem die in einem geschlossenen Gehäuse untergebrachte, mit einer elektrischen Alarmvorrichtung in Verbindung stehende Kontaktvorrichtung durch einen das Gehäuse abschließenden Gas- oder Luftbehälter in Tätigkeit gesetzt wird, dessen Boden und Deckel als Membranen ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftoder Gasbehälter fr) sowohl unbeweglich, als auch vollkommen luftdicht in dem Gehäuse (a) befestigt ist und gleichzeitig der Membranboden ft) des Behälters fr) nach außen von einem. Drahtgeflecht oder einer anderen, die Wärmeeinwirkung auf ihn nicht hindernden durchbrochenen Platte überspannt wird, durch welche ein Durchbiegen der Bodenmembran ft) nach außen verhindert wird und dadurch sowie im Verein mit der luftdichten unbeweglichen Anordnung des Behälters im Gehäuse die bei der Erwärmung sich ausdehnende Luft im Behälter ft) gezwungen wird, voll und ganz auf die Kontakt- ■ deckelmembran fs) zu wirken, wobei gleich-. zeitig ein Eindringen von Staub usw. verhindert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1906186325D 1906-01-06 1906-01-06 Expired - Lifetime DE186325C (de)

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AT34599D AT34599B (de) 1906-01-06 1906-09-10 Elektrischer Feuermelder.

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