DE186161C - - Google Patents

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DE186161C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B40/00Processes, in general, for influencing or modifying the properties of mortars, concrete or artificial stone compositions, e.g. their setting or hardening ability
    • C04B40/02Selection of the hardening environment
    • C04B40/0231Carbon dioxide hardening

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Jn 186161 .-KLASSE 80 h. GRUPPE
mit Kohlensäure oder kohlensäurehaltigen Gasen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. März 1905 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Mauersteinen, Röhren, Briketts usw. aus zerkleinerten oder gemahlenen Schlacken durch Härten der feuchten Formlinge ohne Anwendung von Wärme mit gespannter Kohlensäure oder kohlensäurehaltigen Gasen..
ι Von den bekannten Verfahren ähnlicher Art unterscheidet sich die vorliegende Erfindung
ίο dadurch, daß die aus angefeuchtetem Schlackenpulver bestehenden Formlinge nicht durch äußere Wärmeeinwirkung beeinflußt werden sollen.
Zur Ausführung des Verfahrens werden die Schlacken (z. B. Hochofenschlacken) zerkleinert oder gemahlen, mit Wasser angerührt, in Formen gepreßt und alsdann längere Zeit (mehrere Stunden) unter dem Druck von Kohlensäure oder kohlensäurehaltigen Gasgemengen gehalten, worauf man Steine von großer Festigkeit und Schönheit erhält.
Geeignete kohlensäurehaltige Gasgemenge sind in der Technik in großem Maßstabe, z. B. in den Abgasen der Kalköfen, Koksöfen, Kesselfeuerungen und anderen Feuerungslagen, Generatoren und dergl., sowie besonders in den verbrannten und unverbrannten Hochofengasen vorhanden. Diese können z. B. abgesaugt und mittels eines Kompressors im abgekühlten Zustande in die Erhärtungskessel gedrückt werden. Man erhöht den Druck zweckmäßig auf mehrere Atmosphären.
Die Schlacken können vorher mit Wasser oder mit Luft granuliert worden sein , oder auch aus feuerflüssigem Zustande erstarrt sein. Handelt es sich um Brikettieren von Erzen, Gichtstaub und dergl., so vermischt man diese Stoffe mit der fein gemahlenen Schlacke ohne Kalkzusatz, bildet Formlinge und verfährt mit diesen wie oben. Wirken die Hochofengase ohne Druck ein, so geht der Prozeß entsprechend langsamer vor sich.
Man hat bereits Schlackensteine unter Verwendung von Kalkzuschlägen als Bindemittel hergestellt und mit Kohlensäure unter mehr oder weniger Druck .erhärtet. Von diesem Verfahren unterscheidet sich das vorliegende dadurch, daß man . Formlinge ohne Beigabe von Kalk erreichen kann und somit das Verfahren billiger durchführen kann. Nach vorliegender Erfindung tritt eine noch nicht aufklärbare Wechselwirkung zwischen der Kohlensäure und der unaufgeschlossenen Hochofenschlacke ein. Es ist bekannt, Schlackensteine durch Kohlensäure oder kohlensäurehaltige Gase bei erhöhter Temperatur, etwa bei ioo° C, aber bei gewöhnlichem Druck zu härten. Vorliegende Erfindung hat indessen festgestellt, daß man, wenn man den Prozeß bei gewöhnlicher Temperatur und erhöhtem Druck durchführt, man nicht nur - bessere Endprodukte erhält, sondern daß auch die' Verfahrensdauer, die bisher 24 Stunden
(2. Auflage, ausgegeben am ig. September igoS.J

Claims (1)

  1. betrug, auf 2 bis 3 Stunden herabgedrückt werden kann.
    Bemerkt soll noch weiter werden, daß nach vorliegender Erfindung keine Form verwendet zu werden braucht, und daß insbesondere auch kein gespannter Wasserdampf verwendet wird, wie dies bisher bei in Formen befindlichen Schlackenformlingen geschah, bei denen die etwa zugeführten Feuergase lediglich dazu dienten, die Temperatur zu halten. Nach vorliegender Erfindung werden somit Formlinge hergestellt ohne Kalkbeimengung, ohne vorhergehende Aufschluß arbeiten, ohne Verwendung geschlossener Formen und ohne Verwendung äußerer Wärmezufuhr.
    Ρλ τ κ ν τ - A \ s ρ κ υ c 11'.
    Verfahren zur Herstellung von Mauersteinen, Röhren, Briketts usw. aus zerkleinerten oder gemahlenen Schlacken ohne Zusatz von Kalk durch Härten der Formlinge mit gespannter Kohlensäure oder kohlensäurehaltigen Gasen, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren bei gewohnlicher Temperatur ausgeführt wird.
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