DE183564C - - Google Patents

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DE183564C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M7/00After-treatment of prints, e.g. heating, irradiating, setting of the ink, protection of the printed stock

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  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~~ M 183564 KLASSE 15#. GRUPPE
Für manche Druckverfahren, z. B. mit autotypischen Zinkhochdruckformen, ist die Anwendung von scharfgeglätteten, glänzenden Druckpapieren notwendig.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, dem bedruckten, glänzenden Papier den oft nicht erwünschten hohen Glanz zu nehmen, ohne daß die Drucke in ihrer Wirkung wesentlich verlieren. Im wesentlichen
ίο besteht das Verfahren darin, daß man dem bedruckten Papier Wasser "zuführt und nachher wieder durch Trocknen ganz oder teilweise entzieht; bei den meisten Papiersorten ist es zweckmäßig, den Rest des zugeführten Wassers in der Weise zu entfernen, daß das Papier mit oder ohne Zwischenlagen abgepreßt wird. Man erreicht dabei zugleich, daß die Bogen glatt liegen und eine gleichmäßige Oberfläche erhalten.
ao Bei der praktischen Ausführung des Verfahrens wird das gedruckte Papier, in einer Feuchtkammer bogenweise aufgehängt, wobei die Luft so feucht gehalten wird, daß das Papier Wasser aufnimmt, ohne daß sich auf der Oberfläche Wassertropfen bilden. Im allgemeinen genügt es, wenn die Bogen einige Stunden in einer Luft von etwa 95 Prozent Feuchtigkeit bei einer Temperatur von etwa 25° C. hängen. Die Zeit, Temperatur und der Feuchtigkeitsgehalt haben sich nach der Zusammensetzung des Papieres und seines Überzuges oder Aufstriches zu richten. Es muß deshalb möglich sein, mittels Berieselung der Wände durch Wasser oder Einströmenlassen von Wasserdampf die gewünschten Feuchtigkeitsverhältnisse herzustellen und zu erhalten. Infolge Aufquellens und Weichwerdens der Oberfläche des Papieres oder des Aufstriches schwindet der Glanz; nachdem derselbe hinreichend zurückgegangen ist, wird das Dämpfen eingestellt und unmittelbar zum Trocknen der Bogen übergegangen. Zu diesem Zwecke wird durch Abstellen der Feuchteinrichtung und Anwärmen der Luft mit Heizkörpern die Feuchtigkeit derselben bis auf etwa 70 Prozent reduziert und das Papier in der wärmeren, trockneren Luft soweit, wie gewünscht, getrocknet. Zum Schluß werden, wie schon erwähnt, die Bogen in Stößen zusammengesetzt und mit oder ohne Zwischenlagen abgepreßt. Die manchmal stark aufgequollene Oberfläche wird dadurch wieder eben gedrückt, wodurch ihr Aussehen gewinnt. An Stelle von Wasserdämpfen kann auch der Dampf anderer geeigneter Flüssigketten angewendet werden.
Wenn Text und Bilder auf einem Bogen zusammengedruckt sind, so geht bei Anwendung des Verfahrens der Glanz an den Stellen des Textes ganz verloren, während die Bildflächen ihn noch etwas beibehalten. Dies ist insofern günstig, als mäßiger Glanz die Wirkung bei den Bildern hebt, beim Texte aber nicht gewünscht wird. Durch das Verfahren wird noch nebenbei erreicht, daß die Druckfarbe gleichzeitig getrocknet und so gut fixiert wird, daß sie durch Reibung nicht mehr leidet.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Verfahren, bedrucktem, geglättetem Papier den Glanz zu nehmen, dadurch gekennzeichnet, daß das bedruckte Papier gedämpft oder gefeuchtet und nachher wieder getrocknet wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Druckpapier aufgenommene Feuchtigkeit durch Abpressen zwischen Deckbogen oder durch Stehenlassen in der Presse entfernt wird.
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