DE183554C - - Google Patents

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DE183554C
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sheet
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H9/00Registering, e.g. orientating, articles; Devices therefor
    • B65H9/10Pusher and like movable registers; Pusher or gripper devices which move articles into registered position
    • B65H9/103Pusher and like movable registers; Pusher or gripper devices which move articles into registered position acting by friction or suction on the article for pushing or pulling it into registered position, e.g. against a stop

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 183554 KLASSE 15 e. GRUPPE
und Druckpressen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. April 1905 ab.
Bei Falzmaschinen und Druckpressen macht das Ausrichten der Bogen- unter dem ersten Messer insofern Schwierigkeit, als die Steifigkeit der Bogen beim Schieben gegen die Anschlagmarken gering ist. Besonders tritt dies bei großen Bogen von dünnem Papier ein. Man hat deshalb zum Ausfichten der Bogen Vorrichtungen gebaut, welche den Bogen zunächst ein Stück vorschieben, worauf er von
ίο Greifern erfaßt und um ein bestimmtes, sich stets gleichbleibendes Stück wieder zurückgezogen wird.
Besonders bei Falzmaschinen, bei denen selbsttätige Zuführung erfolgt und der Tisch durch wagerecht laufende Bänder, welche den Bogen einführen, gebildet wird, ist der Reibungswiderstand so groß, daß die bisher angewendeten Vorrichtungen versagen. Namentlich gilt dies von dem sehr dünnen und feuchten Papier, das in neuerer Zeit oft zur Verarbeitung gelangt. Dort ist der Widerstand gegen das Fortschieben des Bogens so gering, daß eine Faltenbildung unmittelbar an der Kante des Papieres erfolgt. Es kann sogar vorkommen, daß sich der Bogen dicht an der Schiebefiäche der Ausrichtvorrichtung in die Höhe schiebt. Die Greifer erfassen dann diesen in die Höhe gebogenen — zum mindesten schon von der Kante an wellig gewordenen — Teil des Bogens, wodurch sofort Ungenauigkeiten in seiner endgiltigen Ruhelage entstehen, so daß also diese Vorrichtungen nicht immer ordnungsmäßig wirken.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen übelstand dadurch zu beseitigen, daß ein bis dicht auf das Papier reichendes Dach, Brücke genannt, angeordnet ist, unter welches das Papier bei seiner Zuführung läuft. Zweckmäßig wird dieses Dach in der Höhe beweglich gemacht. Die Wirkungsweise ist dabei derart, daß, wenn der Bogen entweder von Hand oder selbsttätig zugeführt wird, das Dach in seine höchste Lage bewegt ist, so daß der Bogen frei und ohne Widerstand zu finden darunter hindurchlaufen kann. Sobald der Bogen an dem seine Längsbewegung begrenzenden bekannten Anschlage angelangt ist, senkt sich das Dach der Richtvorrichtung bis dicht auf das Papier; und nun kann der seitliche, die Brücke tragende Anschlag in Tätigkeit treten, indem er zuerst die Bogenkante vorschiebt. Da jetzt unter dem Dach kein Raum für die Wellenbildung mehr bleibt, wird die sich bildende Falte vor die Dachkante verlegt. Die Bogenkante kann sich also nicht mehr an der Anschlagkante in die Höhe schieben und der Bogen muß, wenn ihn dann die Greifer, welche sich innerhalb der von dem Dache überdeckten Fläche befinden, erfassen und zurückziehen, stets die genaue, sich immer gleich bleibende Lage unter dem Falzmesser erhalten. Bevor das Falzmesser einschlägt, geben die Greifer den Bogen frei, so daß er unter dem Dach vorgezogen und in die Walzen eingedrückt werden kann.
In der Zeichnung ist die neue Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel zur Darstellung gebracht. Die Fig. 1 bis 3 stellen einen Auf-
riß, Grundriß und eine Vorderansicht dar, während die Fig: 4 bis 8 einzelne Stellungen der Vorrichtung während
des Arbeitsganges
In der als Tisch dienenden Platte α ist ein breiter, in Führungen b und c gleitender Schieber rf gelagert, welcher mittels der Zugstange e durch irgend eine Bewegungsvorrichtung hin- und hergeschoben wird. An diesem
ίο Schieber sitzt der Anschlag f, welcher eine Welle g trägt. Auf dieser Welle ist der dachförmige Teil Ii dreh- und aufklappbar gelagert. Die Feder ο dient dazu, den Teil h in seiner tiefsten Stellung fest gegen den An- schlag f zu pressen. Die Welle g trägt ferner drehbar die Winkelhebel i, deren einer Arm einen Greiferstift k hält, während der andere Arm einer federnd mit ihm verbundenen Zugstange / als Widerlager dient. Das andere Ende dieser Zugstange I ist an einer Stange in, der Bogengroße entsprechend, einstellbar befestigt. .
Diese Stange?« wird durch irgend eine Vorrichtung, die bei Z angreift, hin- und herbewegt. Die Stange m ist durch einen auf der Welle g drehbar gelagerten Arm « des Anschlages / lose hindurchgeführt. In der Ruhestellung der Einrichtung wird der Arm η durch die Feder 0 gegen die auf der Stange m verstellbare Knagge p, an der die Stangen I befestigt sind, gedrückt (Fig. 4).
Bei Einführung der Papierbogen in die Maschine ist der Anschlag f zurückgezogen und der dachförmige Winkel h in die Höhe geklappt (Fig. 4), so daß der Bogen w mit der Seitenkante darunter hindurchlaufen kann. Sobald diese darunter liegt, senkt sich das Dach h (Fig. 5), und wenn bei selbsttätiger Zuführung der Bogen in der Laufrichtung den Anschlag ganz oder beinahe ganz erreicht hat, fängt die Richtvorrichtung an, sich zu verschieben. Wenn die Anschlagfläche die Bogenkante erreicht, wird der Bogen mitgeschoben; da er aber nicht steif genug ist, sich im ganzen zu verschieben und er unter dem heruntergeklappten Dach keinen Platz zum Aufbauschen hat, muß dieser überdeckte Teil des Bogens glatt bleiben und sich vor dem Teil h eine Welle y bilden (Fig. 6). Sobald der Anschlag /' seine Verschiebung nach vorn beendigt hat, werden durch die Eigenbewegung der Stange m, die sich beim \rorschieben des Anschlages ebenfalls in der gleichen Richtung und mit der gleichen Geschwindigkeit bewegte, nach Stillstand des Anschlages aber noch ein Stückchen weiter geht, die Greiferstifte k unter Beeinflussung der Federn ν auf den Schieber d gedrückt und dadurch der dazwischenliegende Papierbogen festgehalten (Fig. 7). Nun bewegt sich die ganze Einrichtung zurück, während eine Eigenbewegung der Stange ??i gegenüber dem Anschlag / nicht eintritt, so daß die Einwirkung der Federn ν auf die Stifte k bestehen bleibt. Sobald der Anschlag / stillsteht, tritt jedoch diese Eigenbewegung der Stange in nach hinten wieder auf, wodurch zunächst die Druckstifte k gehoben werden und der Bogen freigegeben wird (Fig. 8). Darauf wird der ganze dachförmige Winkel h in die Höhe gehoben, so daß die Vorrichtung wieder für die Aufnahme eines neuen Bogens bereit steht und das Spiel von neuem beginnt. Die Vorrichtung kann sowohl für eine Kante als auch für zwei angewendet werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Ausrichten der Bogen an Falzmaschinen und Druckpressen, bei der der auszurichtende Bogen von einem mit einer Brücke versehenen Anschlag zunächst vorgeschoben und dann durch Greifer um ein bestimmtes, sich stets gleich bleibendes Stück zurückgezogen wird, dadurch _g^ekennzeidi-_ net, daß die Brücke~f7iJ~mit ihrer ganzen unteren Fläche parallel zur Bogenunterlage angeordnet ist und während des Ausrichtens des Bogens auf diesem fast ohne Zwischenraum aufliegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brücke (h) aufklappbar angeordnet ist, um den Bogen leicht darunter bringen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Ergänzungsblatt zur Patentschrift 183554, Klasse 15 e.
Durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 27. Februar 1909 ist das Patent dadurch teilweise für nichtig erklärt worden, daß dem Patent-Ansprüche 1 am Schlüsse folgende Worte hinzugefügt werden:
»und daß sich die Greifer innerhalb der von der Brücke überdeckten Fläche befinden.«
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