DE18343C - Wassermesser - Google Patents
WassermesserInfo
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- DE18343C DE18343C DENDAT18343D DE18343DA DE18343C DE 18343 C DE18343 C DE 18343C DE NDAT18343 D DENDAT18343 D DE NDAT18343D DE 18343D A DE18343D A DE 18343DA DE 18343 C DE18343 C DE 18343C
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F1/00—Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow
- G01F1/05—Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects
- G01F1/10—Measuring the volume flow or mass flow of fluid or fluent solid material wherein the fluid passes through a meter in a continuous flow by using mechanical effects using rotating vanes with axial admission
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Wassermesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. November 1881 ab.
Dieser durch die beiliegende Zeichnung. dargestellte
Wassermesser besteht im wesentlichen aus einem Kreiselrad a, welches mit seiner
Stange den einzigen, mit Wasser in Berührung gelangenden, wesentlichen Bestandtheil bildet.
Erwähnter Kreisel, Fig. 1, 2, 3 und 4, sitzt
in einem Gehäuse b_, welches einen Kanal c für Zuführung des zu messenden Wassers und
einen solchen 0 für Abführung dieses Wassers besitzt. Der cylindrische Kreisel α ist je' nach
Bedarf mit vier, sechs, acht etc. Kanälen ey
e2 <?3 £4 versehen.
Bei dem in eine Wasserrohrleitung eingeschalteten Wassermesser tritt das Wasser
durch c ein, übt eine, gewisse Pressung auf den Kreisel, hebt denselben, tritt durch die
Kanäle ex e2 es e± hindurch, gelangt über den
Kreisel und strömt durch 0 weiter.
Während dieser Durchströmimg durch den Kreisel α wird sich derselbe nicht nur um
einen gewissen Betrag heben, sondern er wird auch zugleich in rotirende Bewegung versetzt.
Die Rotationszahl desselben sowie auch der Hub werden nicht sowohl vom Druck, unter
welchem das Wasser steht, abhängig sein, sondern auch von der Gröfse der Oeffnung, durch
welche das Wasser ausfliefst.
Soll die jedesmalige Umdrehungszahl zur Bestimmung des Ausflufsquantums benutzt werden
(und das wird sie thatsächlich), so mufs dieselbe proportional dem Ausflufsquerschnitt
und proportional der Quadratwurzel aus dem Druck, unter dem das zu messende Wasser
steht, sein.
Der allgemeine Ausdruck für die durch eine Röhre vom freien Querschnitt F mit der Geschwindigkeit
ν ausfliefsende Wassermenge Q ist bekanntlich theoretisch:
I. Q z= F-v '
oder, da folgende Abhängigkeit zwischen der Geschwindigkeit und der Druckhöhe besteht:
ν = V 2 g h
und folgende Relation zwischen der Druckhöhe h (in m), dem spezifischen Druck p (kg auf 1 qm)
und dem specifischen Gewicht γ (== iooo kg
von ι cbm) des Wassers aufgestellt werden kann:
7
so schreibt sich der Ausdruck für Q auch:
so schreibt sich der Ausdruck für Q auch:
oder:
II.
VJ
wobei / bezw. h und ν als auf die Stelle des
Kreisels bezüglich anzusehen sind.
Diese Formel II., welche Widerstände unberücksichtigt läfst und nur die theoretisch
zwischen den einzelnen in Betracht kommenden Gröfsen herrschenden Beziehungen darlegen
soll, zeigt, dafs unter gewissen Bedingungen die ausfliefsende Wassermenge als proportional dem
Ausströmungsquerschnitt und der Quadratwurzel des herrschenden Druckes zu setzen ist.
In der Zeichnung bedeutet d eine mit dem Kreisel α in Verbindung stehende und durch
beide Ventilhausdeckel y und /. reichende Spindel; diese trägt an ihrem oberen Ende ein
langes 'Zahnrad g, welches mit dem Rad i in Eingriff stellt und eine durch den Deckel /
gehende Spindel m bewegt; von der letzteren wird mittelst der Zahnräder η und / das die
Umdrehungszahl des Kreisels direct anzeigende Registrirwerk in Bewegung gesetzt. Diese
Uebersetzung wird nach Wunsch geregelt und die Zifferscheiben des Registrirwerkes etwa nach
Cubikmetern eingetheilt.
Aus dem Vorgesagten geht hervor, dafs unter Voraussetzung einer richtigen Wahl der Verhältnisse
der Wassermesser dann auf richtigen Grundlagen beruhen wird, wenn die Umdrehungszahl
des Kreisels einmal proportional der Quadratwurzel aus dem jeweilig herrschenden
Druck und sodann proportional dem Ausströmungsquerschnitt sich ändert.
Dafs die Umdrehungen des Kreisels diesem Gesetz folgen, haben angestellte Versuche erwiesen.
Wurde bei denselben der Druck constant gehalten und im Ausströmungsrohr einer von mehreren unter einander gleichen, an diesem
Rohr angebrachten Hähnen geöffnet, so drehte sich der Kreisel beispielsweise «mal um, er
drehte sich 2amal um, wenn zwei, 3«mal
um, wenn drei dieser Hähne geöffnet wurden u. 's.'w.
Liefs man ferner bei einer zweiten Versuchsreihe den Ausflufsquerschnitt constant und
variirte mit dem Druck, so ergab sich z. B. bei einem Druck:
von ι Atm.: 1 440 Umdr. in 1 Min.
von ι Atm.: 1 440 Umdr. in 1 Min.
- 2-2 030 -. - ι - = 1440 V2
- 4 - 2 880 - - ι - = 1440 I/4
- 6 - 3528 - - ι - = 1440 V 6
Nahm man bei einer dritten Versuchsreihe ein Gefäfs von beispielsweise X cbm Inhalt und
füllte dasselbe, indem man den Druck constant liefs, bei Eröffnung von einem, zwei, drei oder
vier Hähnen, oder liefs man den Ausflufsquerschnitt constant und variirte mit dem Druck,
füllte das Gefäfs also unter Druck von 1 Atm., darin von 2 Atm., dann von 3 Atm. etc., so
machte der Kreisel immer dieselbe Umdrehungszahl.
Zur weiteren Erläuterung diene noch Folgendes:
Die Spiralfeder q in Fig. 1 wirkt mit einem gelinden Druck auf die Spindel d und dient
dazu, den Kreisel immer mit Sicherheit auf seinen Sitz wieder zurückzuführen.
Durch das cylindrische, am unteren Ende des Kreiselsitzes r aufgeschraubte Sieb J wird grober
Schmutz von dem Eindringen in den Kreisel abgehalten und lagert sich in dem unteren
Räume des Deckels bezw. Fufses/ ab, von wo aus er nach Lösung der Schraube / entfernt
werden kann.
Die Räume u und ν werden mit OeI angefüllt,
welches zugleich die Spindel d an ihren beiden Enden schmiert und nebenbei als Dichtung
dient. Zweckmäfsigerweise setzt man dünne Scheidewände ζ (s. Fig. 4) in die Kanäle des
Kreisels α ein. Hierdurch wird, indem das durchfliefsende Wasser eine gröfsere Angriffsoberfläche findet, die Empfindlichkeit des Messers
bedeutend erhöht, was insbesondere beim Durchströmen geringer Wassermengen von Belang ist.
Da auch der Hub des Kreisels proportional dem Ausströmungsquerschnitt und proportional
der Quadratwurzel aus dem jeweilig herrschenden Drucke sich ändert, demnach bei einem bestimmten
Hube des Kreisels ein bestimmtes Quantum Wasser durchfliefst, so läfst sich auch
dieser Hub zur Bestimmung des durchgeflossenen Wasserquantums benutzen. Diese Einrichtung
würde aber nur für Wassermesser von gröfserem Durchmesser zweckmäfsig sein. Die Bestimmungsweise des durchgeflossenen Wasserquantums
vermittelst des Hubes ist in Fig. 5 verdeutlicht.
Zu diesem Zweck wird der Apparat mit einem Uhrwerk versehen, welches einen Cylinder A
so in Bewegung versetzt, dafs die Aufsenfläche desselben in einer Stunde z. B. 5 mm Weg
zurücklegt. Dieser Cylinder A, welcher in feinen Spitzen läuft, nimmt einen auf die Rolle B,
Fig. 6, aufgewickelten' und in der Weise, wie Fig. 7 zeigt, eingetheilten Streifen Papier mit,
welcher sich wieder, nachdem er den Cylinder A passirt hat, auf die Rolle C aufwickelt»
Der Streifen macht denselben Weg wie der Cylinder A (5 mm in der Stunde z. B.). Bringt
man nun auf dem Bolzen D, der vermittelst der Spiralfeder E auf die Spindel d gedrückt
wird und somit dieselbe Auf- und Abwärtsbewegung wie die Spindel macht, einen Arm F
an, versieht denselben mit einem Stift, der mittelst einer Feder leise gegen den Streifen Papier
gedrückt wird, so wird letzterer, wenn der Messer im Gange, sich mit der Spindel heben und
senken und zeichnet dadurch die jedesmalige Hubhöhe des Kreisels auf, während die Bewegung
des Cylinders A die Zeit anzeigt, in welcher sich der Kreisel auf dieser Höhe befand,
Auf diese Art bekommt man eine praktische Darstellung des Vorganges, wie Fig. 7 zeigt,
also ein Bild, mittelst dessen man das durchgeflossene Wasserquantum ermitteln, aber u. A.
auch daraus ersehen kann, zu welcher Zeit viel und zu welcher wenig AVasser durch den Messer
geflossen ist, was für Messer, die in Hauptleitungen eingeschaltet sind, von grofser Wichtigkeit
sein wird.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Für den Zweck der Messung bezw. Registrirung von durch Rohrleitungen fliefsenden Flüssigkeits-, insbesondere Wassermengen:ι. Das hinsichtlich seiner Construction in der Zeichnung, Fig. ι bis 4, dargestellte und betreffs seiner Wirkungsweise (Ableitung des Mefsresultates von Drehung und Axialverschiebung des Rades) beschriebene Kreiselrad.In Verbindung mit diesem Kreiselrade ein Registrirwerk, welches direct und in jedem Augenblick die seit einem gewissen Anfangstermine durchgegangene Flüssigkeitsmenge anzeigt. .-,,..Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18343C true DE18343C (de) |
Family
ID=295227
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18343D Active DE18343C (de) | Wassermesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18343C (de) |
-
0
- DE DENDAT18343D patent/DE18343C/de active Active
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