DE182467C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41J—TYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
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- B41J19/18—Character-spacing or back-spacing mechanisms; Carriage return or release devices therefor
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Description
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Of
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltvorrichtung für den Papierwagen von Schreibmaschinen,
bei der mehrere Schaltglieder vorgesehen sind, die durch die Buchstabentasten 5 oder die Spatientasten in Bewegung gesetzt
werden können. Die Bewegung der Schaltglieder kann einzeln oder gleichzeitig erfolgen,
so daß eine Schaltung des Papierwagens entweder um eine oder gleichzeitig um mehrere
ίο Schaltweiten, d. h. Buchstabenzwischenräume,
erfolgen kann.
Gegenüber den bekannten Vorrichtungen unterscheidet sich der Erfhidungsgegenstand
durch die Anordnung eine mehrfache Schaltung zulassender, voneinander getrennter und
unterschiedener Schalträder. Jedes dieser Räder kann nach Belieben bewegt werden
und hierdurch den Papierwagen um eine Schaltweite weiterführen; ebenso können beide
Räder gleichzeitig angetrieben werden, so daß der Wagen auf einmal um eine doppelte
Schaltweite vorrückt. Die neue Anordnung gestattet auch eine stufenförmige Rückwärtsbewegung
des Schlittens. Durch die Anordnung mehrerer Schaltglieder soll sich gegenüber den bekannten Vorrichtungen, bei denen
verschiedene Bewegungen eines Schaltgliedes unter verschiedenartigen Umständen erfolgen,
ein günstigeres Verhältnis in bezug auf die Sicherheit, Genauigkeit und Geschwindigkeit
des Betriebes ergeben.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht.
Das Gestell 1 der Maschine trägt ein Segment 2, in dem die Lager 3 angeordnet sind.
Die letzteren sind für die Typenhebel 4 bestimmt, die durch die Gelenkstangen 5 mit
den Gelenkstangen 6 verbunden sind. Die Zwischenhebel 8, 9 sind bei 7 an den Gelenkstangen
6, bei 10 an den Tastenstielen 11 angelenkt. Die letzteren tragen die Tasten 12.
An dem Arm 13 jeder Gelenkstange 6 greift ein weiterer Zwischenhebel 14 an, der auf der
Schneide 15 einer Lagerschiene 16 reitet. Der untere Arm 24 dieses Zwischenhebels dient
zur Bewegung der Universalschiene 25. Am Maschinengestell befinden sich dann die Arme
17, die die Führungsschienen 18 für den Papierwagen tragen (s. Fig. 1 und 3). Die
Universalschiene 25 sitzt an den Armen 26, die mit einer schwingbaren Welle 27 verbunden
sind. Die letztere geht quer durch die Maschine und ist an ihren Enden in den Körnerschrauben 28 gelagert, die durch entsprechende
Bohrungen der Ansätze29 (Fig. 2) hindurchgehen. Die Muttern 30 verhindern
ein Lösen der Schrauben während des Schwingens der Welle 27.
Aus Fig. 10 ist ersichtlich, daß auf der Welle 27 eine Lagerbüchse 31 angeordnet ist,
deren abgesetzter Teil 32 mit Gewinde versehen ist. Ein Stift 33 hält die Büchse auf
der Welle fest. Auf der Büchse sitzt eine Mutter 34, die eine kegelförmige Endfläche
34a aufweist, die mit einer entsprechenden
Kegelfläche 31s an der Büchse 31 eine Kugelbahn
' 34a für die Kugeln 35 bildet. Eine
Gegenmutter 36 dient zur Sicherung der Mutter 34. Der Klinkenträger 37 besitzt einen ringförmigen Teil, der mit einer V-förmigen
Nut 37* versehen ist und eine zweite Lauffläche für die Kugeln 35 bildet, welche
Fläche mit der Bahn 34® übereinstimmt. Mit
Hilfe der Mutter 34 kann man eine Verstellung der Lagerfläche bewirken. Der Träger
37 ist mit den Sperrklinken 38 versehen, die an ihm fest angeordnet sind oder mit ihm ein
festes Ganzes bilden und mit dem Rad 39 zusammenwirken, das im Ausführungsbeispiel
drei Zähne zeigt (Fig. 4 bis 9).
Der Sperrklinkenträger weist noch einen herabhängenden Arm 40 auf, an dessen Ende eine Feder 42 befestigt ist. Das andere Ende dieser Feder geht durch eine hohle Schraube 43 und ist mit einer Erweiterung 44 derart versehen, daß die Schraube gegenüber der Feder gedreht werden kann (Fig. 14). Der Gewindezapfen der Schraube 43s geht durch den hinteren Gestellteil der Maschine derart hindurch, daß eine Verstellung in der Spannung der Feder erfolgen kann. Unmittelbar neben dem Sperrklinkenträger 37 befindet sich ein Arm 45, dessen Nabe vermittels des Stiftes 46 an der schwingbaren Welle 27 befestigt ist (Fig. 9). An seinem äußeren Ende ist der Arm· 45 seitlich gebogen und liegt in einer Ebene mit den Sperrklinken. Zwecks Aufnahme einer Schraube 47 ist der Arm 45 mit einer Bohrung versehen. Diese Schraube legt sich gegen das hintere Ende der vorderen Sperrklinke 38.
Der Sperrklinkenträger weist noch einen herabhängenden Arm 40 auf, an dessen Ende eine Feder 42 befestigt ist. Das andere Ende dieser Feder geht durch eine hohle Schraube 43 und ist mit einer Erweiterung 44 derart versehen, daß die Schraube gegenüber der Feder gedreht werden kann (Fig. 14). Der Gewindezapfen der Schraube 43s geht durch den hinteren Gestellteil der Maschine derart hindurch, daß eine Verstellung in der Spannung der Feder erfolgen kann. Unmittelbar neben dem Sperrklinkenträger 37 befindet sich ein Arm 45, dessen Nabe vermittels des Stiftes 46 an der schwingbaren Welle 27 befestigt ist (Fig. 9). An seinem äußeren Ende ist der Arm· 45 seitlich gebogen und liegt in einer Ebene mit den Sperrklinken. Zwecks Aufnahme einer Schraube 47 ist der Arm 45 mit einer Bohrung versehen. Diese Schraube legt sich gegen das hintere Ende der vorderen Sperrklinke 38.
Weiterhin zeigt die Welle 27 noch einen herabhängenden Arm 49, der bei 50 mit dem
Ende einer Feder 51 verbunden ist, die in Verbindung mit einer Schraube 52 steht, die
ähnlich der Schraube 43 ist. Der Sperrklinkenträger 37 sitzt lose auf der Welle 27 und
wird durch die Feder 51 gegen einen festen Anschlag 53 gehalten, der von der hinteren
Platte ia des Gestelles vorspringt. Der Arm
45 der schwingbaren Welle 27 dagegen befindet sich für gewöhnlich in der in den Fig. 1
und 9 dargestellten Lage, wo die Schraube außerhalb der Berührung mit den Sperrklinken
ist.
Ein Druck auf eine Fingertaste 12 bewirkt nun, daß der Arm 8 des betreffenden Zwischenhebels
nach vorn geschwungen wird. Hierbei wird die Gelenkstange 6 ebenfalls nach vorn bewegt und der betreffende Typenhebel
kommt zum Anschlag. Während derselben Bewegung der Teile schwingt der Hebel 14 nach vorn, die Universalschiene 25 hebt
sich und verursacht ein Drehen der Welle 27. Hierbei kommt dann die Schraube 47 in Berührung
mit der vorderen Sperrklinke, der Sperrklinkenträger wird in seinem Kugellager gedreht und bewegt die Sperrklinke
nach dem hinteren Teile der Maschine. Die für gewöhnlich unwirksame Klinke wird so
in die Bahn der Zähne des Schaltrades 39 gebracht, und die für gewöhnlich wirksame
Klinke kommt außer Eingriff mit dem Rade.
Wird jetzt die Fingertaste 12 wieder freigegeben, so nehmen die einzelnen Teile die in
Fig. ι gezeichnete Lage ein, die gewöhnlich wirksame Sperrklinke wird wieder in die
Bahn der Zähne des Rades gebracht und hält eine weitere Bewegung derselben auf. Auf
diese Weise wird bei jedem Niederdruck einer Buchstabentaste 12 eine Schaltbewegung des·
Papierwagens erzielt. Das Schaltrad 39 ist durch Stifte 54 starr an der Scheibe 55 befestigt
(Fig. 6), die mit der Welle 56 aus einem Stück besteht, und deren Umfang Einschnitte
57 aufweist, die die Form von Sperrzähnen haben, um eine Rückwärtsdrehung des Schaltrades 39 zu verhindern. Die Welle 56
besitzt ein Rad 58 und einen konischen Zapfen 59 an dem einen Ende (Fig. 12), während das
andere Ende der Welle bei 60 zur Aufnahme der Körnerspitze 61 einer Schraube 62 mit
einer entsprechenden Bohrung versehen ist. Die Körnerschraubc 62 ist in einem Quersteg
63 eingeschraubt, der von zwei Stehbolzen 64 getragen wird (Fig. 2). Diese erstrecken
sich von der hinteren Platte ifl des Maschinengestelies
nach vorn (Fig. 9). Der konische Zapfen 59 (Fig. 12) an dem einen Ende der
Welle 56 sitzt in einer Öffnung 65 eines Trägers 66, der von zwei Scheiben gebildet
wird, die durch die Schrauben 67 miteinander verbunden sind (Fig. 11). Die Umgänge der
Scheiben sind gegeneinander abgeschrägt" und bilden V-förmige Bahnen zur Aufnahme der
Kugeln 68 (Fig. 6). Die vordere Scheibe weist eine Welle 69 auf (Fig. 11), die durch
eine mittlere Bohrung der anderen Scheibe tritt, und ist an ihrem hinteren Ende mit
einem Rade 70 versehen, das mit der Welle durch einen Zapfen 71 verbunden ist (Fig. 6).
Die Scheibe 66 trägt an ihrer vorderen Fläche einen Kurbelzapfen 72, der an seinem Ende
mit einer Kopfschraube 73 versehen ist. Auf dem Zapfen 72 dreht sich ein Zahnrad 74,
dessen Verschiebung auf dem Zapfen der Kopf der Schraube 73 verhindert. Um den Träger 66 und das Rad 74 greift ein Radkranz
75, das mit den äußeren Zähnen 76 und den inneren yy versehen ist. Der innere Teil
dieses Rades hat eine V - förmige Nut 78, gegen die sich die bereits erwähnten Kugeln
68 legen (Fig. 6 und 13). Es ist ersichtlich, daß der scheibenförmige Träger 66 den Radkranz
75 auf den Kugeln trägt, die zwischen ihm und dem Rade eingeschaltet sind. Die Anordnung des Rades 74 an der Scheibe ist
derart, daß, wenn die Teile vereinigt sind, es im Eingriff mit den inneren Zähnen yy des
Radkranzes oder sogenannten zweiten Schaltrades 75 und mit dem Rade 58 auf der Welle
56 des sogenannten ersten Schaltrades 39 steht. Die WTelle 69 und das Rad 70 zeigen
die Kcgelflächen 79 und 80 (Fig. 1 und 6),
die mit den Kugeln 8i und 82 zusammenwirken.
Die Kugeln 81 laufen in einer Nut am Kopf einer Schraube 83, die in einer Bohrung
an der hinteren Platte ia der Maschine
sich befindet. Die Kugeln 82 laufen in einer Nut einer ringförmigen Platte 84, die in einer
Öffnung am hinteren Teile der Platte ia des
Maschinenrahmens angeordnet ist. Mit Hilfe
■ dieser Teile wird ein Kugellager gebildet, das entsprechend eingestellt werden kann.
Das Rad 70 steht nun in Eingriff mit den Zähnen des Rades 85, das lose auf einem Ring
86 angebracht ist, der mit der Federtrommel
87 ein Stück bildet (Fig. 1 und 3). Die Platte 88 ist an der vorderen Fläche der Trommel
durch Schrauben 89 befestigt, und der Rand der Platte greift über die Nabe des
Rades 85 und verhindert eine Verschiebung desselben von der Federtrommel.
Die Federtrommel ist als Zahnrad 90 ausgebildet, das dieselbe Größe und Anzahl der
Zähne wie das Rad 85 besitzt. Die zwei Zahnräder 85, 90 ■ liegen Seite an Seite, wie dies
aus Fig. ι ersichtlich ist, und beide greifen in die Führungszahnstange 91 des Papierwagens
ein. Die Trommel 87 enthält in bekannter Weise eine den WTagen treibende Feder 92,
die mit ihrem äußeren Ende 93 an der Trommel und mit ihrem inneren Ende an der feststehenden
Drehachse der Trommel befestigt ist. Letztere ist mit einem Handrad 94 versehen,
mit dessen Hilfe die Spannung der Feder geregelt werden kann. Infolge der Wirkung
der Feder 92 wird der Wagen mit Hilfe des Rades 90, das starr an der Trommel befestigt
ist, in entsprechender Richtung bewegt. , Das Rad 85, das lose auf der Federtrommel
sitzt, verhindert nun aber durch seine Verbindung mit der Schaltvorrichtung für gewöhnlich die Bewegung des Wagens. Wenn
jedoch die Schaltvorrichtung in Tätigkeit gesetzt ist, so kann das Rad 85 zusammen mit
dem Rade 90 sich drehen, um den Wagen zu bewegen. Es folgt hieraus, daß der Widerstand
auf die Drehung des Rades 85 durch die Schaltvorrichtung bewirkt wird, während das
Rad 90 unter der Wirkung der Feder 92 steht und an einer Bewegung durch die Wagenzahnstange
91 verhindert wird, indem es gegen eine Bewegung durch das Rad 85 und
. die Schaltvorrichtung gesichert ist. . Beide Räder sind also gewissermaßen bestrebt, sich
in entgegengesetztem Sinne zu bewegen und dadurch toten Gang im Antriebe der Zahnstange
des Wagens zu vermeiden.
Die Klinken 95 und 96 sind zum Eingriff in die Zähne 76 des Radkranzes 75 bestimmt und
auf gesonderten Zapfen in der Ebene des zweiten Schaltrades schwingbar angeordnet. Die
Schaltklinke 95 (Fig. 2, 4 und 5) befindet sich für gewöhnlich außer Eingriff mit den
Zähnen fraglichen Rades, wie dies aus Fig. 5 ersichtlich ist. Sie ist bei 97 an einem Zapfen
befestigt. Bei 98 ist mit der Klinke 95 ein Gelenk 99 verbunden, das an seinem unteren
Ende 100 an einem Kurbelarm 101 sitzt, der
auf einer schwingbaren Welle 102 vorgesehen ist. Die AVelle ruht in Lagern an der hinteren
Platte ia des Gestelles und an der vorderen
Platte I6.
Das vordere Ende der Welle ist mit einem Kurbelarm 103 versehen, an dem der Stiel 104
der Spatientaste 105 angreift. Die letztere weist die Führungsstifte 105"· auf, die durch
Bohrungen einer Platte 1051 hindurchgehen
(Fig. 4 und 5). Um das hintere Ende der Welle 102 ist eine Feder 106 gewickelt, deren
eines Ende 107 an dem Arm 101 befestigt ist,
während das andere Ende sich gegen einen am Gestell befestigten Stift 108 legt. Die
Spannung der Feder wird dann die Spatientaste 105 für gewöhnlich nach oben und die
Klinke 95 somit außer Eingriff mit den Zähnen 76 halten, wie dies aus Fig. 5 ersichtlich
ist.
Die Sperrklinke 96 ist bei 109 an einem Teile der Maschine befestigt und bei 110 mit
einer Feder 111 verbunden. Das andere Ende der Feder sitzt an einer Schraube 112. Diese
Feder hält die Nase der Sperrklinke für gewohnlich in Eingriff mit den Zähnen 76
(Fig. 5). Eine Schraube 113 geht durch eine Bohrung der Klinke 96 und stößt mit ihrem
unteren Ende auf den Ansatz 114 der Klinke 95, so daß die Bewegung der letzteren zum
Eingriff .mit dem Schaltrade ein Außereingriffkommen der Klinke 96 mit diesem Rade
bedingt, wie dies aus Fig. 4 ersichtlich ist. Mit Hilfe der Schraube 113 läßt sich das Verhältnis
der beiden Klinken zueinander regeln. Die Klinke 96 ist vermittels eines Stiftes und
eines Schlitzes 115 mit einer Gelenkstange 116
verbunden, die bei 117 an dem Steg 118'eines
Bügels sitzt. Der letztere wird von den Schrauben 119 (Fig. 2) schwingbar gehalten,
die sich in einem festen Lager 120 befinden, das mit der hinteren Platte ia ein Stück bildet.
Der Arm 118 hat bei 121 ein nach oben sich
erstreckendes Gelenk 122 (Fig. 1 und 2), das an seinem hinteren Ende zwischen den Ansätzen
124 sitzt. Diese springen von der schwingbaren Stange 125 vor, die quer über
die Maschine sich erstreckt und mit den Armen 126 versehen ist, die bei 127 an den
Seitenwänden der Maschine gelagert sind 1X5
(Fig. ι und 3).
Der Wagen 22 zeigt in bekannter Weise eine Fingertaste 128, die am Kopf einer
Stange 129 sich befindet. Das untere Ende der letzteren legt sich gegen einen Kurbelarm 12Ü
130, der an der Welle 131 sitzt. Die letztere
dreht sich in am Wagen angeordneten Lagern
132 (Fig. ι und 3). Ein zweiter Arm 133
sitzt ebenfalls an der Welle 131 und legt sich gegen eine Fläche der Stange 125. Die Feder
134 legt sich mit einem Ende gegen die untere Seite des Wagens und mit dem anderen Ende
ist sie mit dem Arm 130 verbunden, so daß die Feder für gewöhnlich die Teile in der in Fig. 1
gezeichneten Lage hält.
Ein Druck auf die Fingertaste 128 schwingt nun die Stange 125 um die Zapfen 127, ebenso
den Steg 118 des Bügels um seine Zapfen 119,
hebt die Gelenkstange 116 an und bringt die Sperrklinke 96 außer Eingriff von den Zähnen
des Schaltrades 75; das letztere gibt dann den Wagen ganz von der Schaltvorrichtung frei.
Aus Fig. 2 ist noch ersichtlich, daß eine
Hilfstaste 135 vorgesehen ist, die sich rechts von der Taste 105 befindet. Sie ist mit den
Führungsstangen 136 versehen, die durch Bohrungen der Platte IO5Ö hindurchgehen.
Die letztere Taste zeigt einen herabhängenden Stiel 138, der bei 139 an einem Kurbelarm
14001 greift. Dieser befindet sich auf einer
Welle 140, die sich parallel zur Welle 102 erstreckt.
Ein anderer Arm 141 sitzt ebenfalls auf der Welle 140 und ist bei 142 mit einer
Lenkstange 143 verbunden, die bei 144 an der Klinke 145 angelenkt ist. Die letztere ist bei
146 an einem Glied 147 angezapft, das auf der Achse 64 schwingbar angeordnet ist. Die
Klinke 145 hat einen aufrecht stehenden Arm 149, der von einer Feder 150 beeinflußt wird;
diese ist bei 151 am Gestell der Maschine befestigt.
Auf der Achse 64 sitzt eine schwere Klinke 152, deren Nase auf dem Umfang der
Scheibe 55 ruht und in die Zahne 57 derselben eingreift, um die Rückwärtsbewegung des
ersten Schaltrades zu verhindern oder zu begrenzen. Die Nabe dieser Klinke ist bei 152°
mit einem Schlitz versehen, in die ein Stift Ι52δ der Achse 64, auf der die Klinke sitzt,
eintritt. Die Klinke 152 kann nicht aus ihrer Lage gebracht werden, wenn sie nicht durch
ihr Eigengewicht in Eingriff mit den Zähnen 57 an der Scheibe 55 gekommen ist. Eine
Feder 153 sitzt auf der Welle 140 und ist mit dem einen Ende mit dem Arm 141 verbunden,
während sie sich mit dem anderen Ende gegen einen Stift 154 legt; sie bringt die Teile in die
in Fig. 2 dargestellte Lage zurück, wenn die Taste 135 freigegeben wird.
Die Wirkungsweise der ganzen Vorrichtung ist folgende:
Die Ausdrücke »erstes Schaltrad« und »zweites Schaltrad« werden im folgenden der
Kürze halber angewendet, während das Rad 74 als »Planetenrad« bezeichnet wird. Wenn
eine der Typentasten 12 niedergedrückt wird, so wird der entsprechende Typenhebel 4 zum
Anschlag gebracht und gleichzeitig schwingt die Sperrklinke 38 nach dem hinteren Teile
der Maschine. Wenn die Fingertaste freigegeben wird, schwingt die Sperrklinke in die
in Fig. ι gezeichnete normale Lage zurück, wobei das erste Schaltrad 39 um die Entfernung
zweier Zähne bewegt wird. Diese Bewegung erhält das erste Schaltrad durch die
Federtrommel 87, welche unter Vermittelung der Zahnstange 91 des Papierwagens, des
Zahnrades 85 auf der Federtrommel das Zahnrad 70 und somit den Drehzapfen 72 des Planetenrades
74 antreibt, welches seinerseits durch Abrollen auf den inneren Zähnen yy des
Rades 74 dem Rad 58 und dadurch dem mit diesem in fester Verbindung stehenden Schaltrad
39 die Bewegung erteilt, sobald dasselbe von seinen Klinken 38 freikommt. Das Schaltrad 39 gestattet demnach bei seiner
Freigabe durch die angeschlagene Typentaste 12 dem unter Federwirkung stehenden Papierwagen,
daß er sich um eine der Buchstabenentfernung entsprechende Weite bewegt, welcher
Vorgang bei jedem Niederdruck einer Typentaste sich wiederholt. Ein Druck auf die Spatien taste 105 bringt nun die Sperrklinke
95 in die Bahn eines Zahnes 76 des zweiten Schaltrades, bevor es Gelegenheit hat,
sich zu bewegen. Diese Bewegung der Klinke 95 bringt die Klinke 96 außer Eingriff mit den
Zähnen ?6, wie in Fig. 4 gezeigt ist. Wenn die Spatientaste freigegeben wird, kehren die
Teile in die in Fig. 5 gezeichnete gewöhnliche Lage zurück. Während dieser Rückkehrbewegung
bleibt die Klinke 96 in der Bahn eines Zahnes 76 des zweiten Schaltrades und verursacht
hierbei eine Schaltbewegung dieses Schaltrades, so daß es sich um eine Schaltzahnteilung·
dreht. Diese Bewegung erhält das Schaltrad 75 ebenfalls wie das Schaltrad
39 von dem Papierwagen, welcher in der vorstehend angegebenen Weise den Drehzapfen
72 des Planetenrades 74 in kreisende Bewegung zu versetzen bestrebt ist. Da das Zahnrad
58 von dem gesperrten ersten Schaltrad 39 festgehalten wird, so rollt sich das Pianetenrad
bei der Freigabe des zweiten Schaltrades 75, sobald die niedergedrückte Spatientaste
105 freigegeben wird, auf dem Zahnrad 58 ab und dreht dabei, da es mit den Innenzähnen
yy des Schaltrades 75 in Eingriff steht, das letztere, bis dasselbe von seiner Schaltklinke
96 aufgehalten wird, so daß es aus der in Fig. 4 dargestellten Stellung in die der
Fig. 5 gelangt ist. Der Papierwagen hat sich bei der Bewegung des zweiten Schaltrades um
eine Schaltzahnteilung um eine dem Wortzwischenraum entsprechende Weite bewegt. Es ist ersichtlich, daß die Spatien- und Buchstabentasten unabhängig voneinander wirken,
die erste bewegt das zweite Schaltrad unabhängig vom ersten, während eine Buchstabentaste
eine Bewegung des ersten Schaltrades
unabhängig von dem zweiten bewirkt. Will nun der Schreiber beispielsweise eine doppelte
Spatienbewegung herbeiführen, z. B. wenn er den letzten Buchstaben eines Wortes geschrieben
hat und gleich mit dem neuen Wort beginnen will, so hat er nur nötig, gleichzeitig
mit der Buchstabentaste die Spatientaste anzuschlagen, der Wagen vollführt dann eine
doppelte Bewegung, welche der Weite eines
ίο Buchstabens und eines Wortzwischenraumes
entspricht, und das nächste Wort kann sofort geschrieben werden, ohne daß durch den besonderen
Anschlag der Spatientaste ein Zeitverlust entsteht.
Will der Schreiber weiter eine Rückwärtsbewegung des Wagens um eine bestimmte Anzahl
von Buchstabenentfernungen herbeiführen, um beispielsweise einen Buchstaben an einer bestimmten Stelle einzufügen, so hat
er nur nötig, die Fingertaste 135 anzuschlagen, diese bringt die Schaltklinke 145 in
Eingriff mit den Zähnen 76 am zweiten Schaltrad und dreht dieses in entgegengesetzter
Richtung des Pfeiles in Fig. 2. Diese Umkehrbewegung des zweiten Schaltrades bewirkt
eine Drehung des Rades 74 um das Rad 58, und zwar in umgekehrter Richtung, wie vorhin beschrieben ist, also von rechts nach
links. Das Rad 74 und der scheibenförmige Träger 66, an dem das erstere angezapft ist,
erhalten eine Bewegung, und die Welle 56 und die Welle 69, mit der der Träger 66 verbunden
ist, drehen sich; das Rad 70 überträgt dann eine Rückwärtsbewegung auf die Räder
85 und 90, und der Wagen wird so von links nach rechts, also entgegengesetzt zu seiner
gewöhnlichen Richtung, bewegt. Die Umkehrschaltung bewirkt somit eine allmähliche
Rückwärtsbewegung des Wagens, der bei jedem Anschlag der Taste 135 um die Weite
eines Buchstabens oder eines Wortzwischenraumes zurückbewegt wird.
Claims (4)
1. Schaltvorrichtung für den Papierwagen von Schreibmaschinen, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Schaltglieder vorgesehen sind, die durch die Buchstabentasten oder Spatientasten derart einzeln
oder gleichzeitig in Bewegung gesetzt werden können, daß entweder eine Schaltung
des Papierwagens um eine oder auf einmal um mehrere Buchstabenentfernungen erfolgen kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem gewöhnlichen
Schaltrad (39) ein zweites Schaltrad (75) vorgesehen ist, dessen Bewegung unabhängig von der des ersten
durch Anschlagen einer besonderen Taste ßo
(105) und dadurch erfolgendes Ein- und Ausschalten der Klinken (95, 96) geschehen
kann.
3. Schaltrad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe außer seinen
äußeren Zähnen (76) noch eine Innenverzahnung (yf) aufweist, in die ein an
einem innerhalb des Rades (75) angeordneten Träger (z. B. einer Scheibe 66) befestigtes
Stirnrad (74) eingreift, das außerdem mit einem Rad (58) einer Welle (56), die in der Verlängerung der Welle
(69) des Rades (75) liegt, in Eingriff steht und eine kreisende Bewegung vollführt
und das Schaltrad (75) oder das Zahnrad (58) dreht, sobald eines dieser
beiden für gewöhnlich gesperrt gehaltenen Räder freigegeben wird.
4. Schaltrad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe auf Kugeln
(68) läuft, die in einer aus zwei Scheiben mit abgeschrägten Kanten und einer Nut
(78) des Rades (75) gebildeten BaIm laufen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE182467C true DE182467C (de) |
Family
ID=446564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT182467D Active DE182467C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE182467C (de) |
-
0
- DE DENDAT182467D patent/DE182467C/de active Active
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