DE182299C - - Google Patents
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- DE182299C DE182299C DENDAT182299D DE182299DA DE182299C DE 182299 C DE182299 C DE 182299C DE NDAT182299 D DENDAT182299 D DE NDAT182299D DE 182299D A DE182299D A DE 182299DA DE 182299 C DE182299 C DE 182299C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01D—COMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
- C01D7/00—Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
- C01D7/35—Varying the content of water of crystallisation or the specific gravity
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Materials Engineering (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
TAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 182299 -KLASSE 12/. GRUPPE
GEORG SCHICHT in WIEN.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, um aus Salzlösungen, insbesondere aus Lösungen
von Soda und Glaubersalz, in kürzester Zeit die Salze auszukristallisieren, wobei der
Kristallisationsprozeß durch künstliche Kühlung unterstützt und abgekürzt wird.
Bisher wurde zwar auch schon die künstliche Kühlung von gesättigten Sodalaugen
angewendet, jedoch nach umständlichen und
ίο und kostspieligen Methoden und nur zu dem Zwecke, um durch gestörte Kristallisation
ein feinkörniges Produkt, sogen. Feinsoda, zu erzielen. Die Herstellung von Kristallsoda geschah bisher fast stets in der
Weise, daß die gesättigten warmen Laugen in Gefäßen von verschiedenerlei Form der
Abkühlung durch die Luft überlassen wurden. Abgesehen davon, daß dieser Prozeß oft mehrere Tage beansprucht, gelingt es in
der heißen Jahreszeit nur schwer, die Kristallsoda zu erhalten, da sie schon bei etwa 320
schmilzt und also bei dieser Temperatur nicht kristallisieren kann.
Bei der vorliegenden Vorrichtung wird der Kristallisationsprozeß unabhängig von den
wechselnden Temperaturverhältnissen der Luft auf die Dauer von wenigen Stunden herabgesetzt
und der erforderliche Raum für die Kristallisiergefäße sowie der'Arbeitsaufwand
auf ein Minimum beschränkt. Zu diesem Zwecke werden in die Salzlösung zweckmäßig
dünnwandige taschenartige Zellen von möglichst großer Oberfläche und geringem
Inhalt eingehängt, in deren Innenraum eine ständige Zirkulation von Kühlwasser aufrecht
erhalten wird. Die Kristalle scheiden sich dann verhältnismäßig rasch (in einigen
Stunden) an der Außenwand der Zellen ab und können anf diese Weise nach Ablassen
der Mutterlauge, leicht mit den Zellen herausgehoben und zu Transportgefäßen oder zur
Schleudermaschine für die Trocknung übergeführt werden. Die Kristalle haften nicht
mehr fest an der Wandung der Zellen und können von ihr leicht durch Erschütterung
infolge Schlages oder durch Einführung von warmer Flüssigkeit in die Zellen abgelöst
werden.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Kristallisation von Salzlösungen an der Oberfläche
von Körpern herbeizuführen, die aus einem die Wärme gut leitenden Material hergestellt sind und von einem Ende aus
eine Kühlung durch Luft erhalten (vergl. bei^
spielsweise die deutsche Patentschrift 41347). Diese Einrichtungen können jedoch für einen
Fabrikationsbetrieb im großen in keiner Weise in Betracht kommen, am wenigsten jedoch
gerade für die Herstellung von Soda und Glaubersalz. Denn einerseits findet dort nur
eine Luftabkühlung statt, andererseits wäre der Betrieb mit derartigen Einrichtungen
sehr umständlich und würde einen großen Aufwand erfordern, so daß sie gegenüber
dem bekannten einfachen oben beschriebenen Abkühlen in großen Behältern keinen Fortschritt
ergeben würden. Auch wird die Zeit für die Kristallisation nur unwesentlich oder
gar nicht abgekürzt.
Bei der vorliegenden Vorrichtung wird jedoch eine sehr rasche und gleichmäßige
Kühlung der im Behälter befindlichen Lö-
sung erzielt, indem die Kühlzellen nahe nebeneinander aufgehängt sind und die gesamte
Flüssigkeit des Behälters gleichmäßig gekühlt wird, wobei sich die Kristalle an
den Behältern ansetzen.
Als besonderer Vorteil kommt hinzu, daß die Kristalle leicht mit den Kühlzellen herausgehoben
und transportiert werden können. In der beiliegenden Zeichnung ist die Vorrichtung
in Fig. ι in einem lotrechten Längsschnitt, in Fig. 2 in Draufsicht und in Fig. 3
in einem lotrechten Schnitt durch eine Kühlzelle veranschaulicht.
In dem Behälter 1, welcher die Salzlösung enthält, sind die Zellen 2 von oben eingehängt.
Die Zellen bestehen vorteilhafterweise aus ganz schmalen Taschen, deren
Länge und Tiefe wesentlich geringer ist als die Breite und Höhe des Behälters 1, wie
aus Fig. 2 ersichtlich ist. Insbesondere empfiehlt es sich, unten einen genügenden
Abstand vom Boden des Behälters zu lassen, wodurch der Vorteil erzielt wird, daß sich
Verunreinigungen der Lösung als Schlamm absetzen können. Zum Einhängen in den Behälter sind die Zellen oben mit nach außen
über dem Behälterrand ragenden Armen 3 und 4 versehen.
Der Zu- und Abfluß des Kühlwassers zu den Zellen, die Dicke der sich an den Zellen
ansetzenden Kristallkruste, die Dauer des Kristallisationsprozesses usw. lassen sich
durch Anordnung von Hähnen in den Zuflußleitungen und durch Änderung der Entfernung
zwischen den einzelnen Zellen nach Belieben regeln.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Kristallisiervorrichtung, insbesondere zur Herstellung von Kristallsoda und Glaubersalz, dadurch gekennzeichnet, daß in den die auszukristallisierende Lösung enthaltenden Behälter (1) schmale, zweckmäßig dünnwandige, taschenartig gestaltete Zellen (2) in größerer Zahl nebeneinander eingehängt sind, in deren Innerem eine Kühlflüssigkeit zirkuliert, zum Zwecke, an der Außenwand der Zellen eine rasche Bildung von Kristallen zu erzielen, welche durch Ausheben der Zellen selbst aus der Lösung entfernt werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE182299C true DE182299C (de) |
Family
ID=446412
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT182299D Active DE182299C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE182299C (de) |
-
0
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