DE18210C - Heizapparat für Wohnungen, Schulen etc - Google Patents

Heizapparat für Wohnungen, Schulen etc

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Publication number
DE18210C
DE18210C DENDAT18210D DE18210DA DE18210C DE 18210 C DE18210 C DE 18210C DE NDAT18210 D DENDAT18210 D DE NDAT18210D DE 18210D A DE18210D A DE 18210DA DE 18210 C DE18210 C DE 18210C
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DE
Germany
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air
tube
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cold air
chimney
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Application number
DENDAT18210D
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English (en)
Original Assignee
C. L. FRIEDLÄNDER in Jönköping
Publication of DE18210C publication Critical patent/DE18210C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24HFLUID HEATERS, e.g. WATER OR AIR HEATERS, HAVING HEAT-GENERATING MEANS, e.g. HEAT PUMPS, IN GENERAL
    • F24H3/00Air heaters
    • F24H3/008Air heaters using solid fuel

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Heat-Exchange Devices With Radiators And Conduit Assemblies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
CARL LARS FRIEDLÄNDER in JÖNKÖPING. Heizapparat für Wohnungen, Schulen etc.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Mai 1881 ab.
Dieser Heizapparat zum Erwärmen von Wohnungen, Schulen, Kirchen, Lazarethen u. s. w. soll infolge seiner Construction eine bessere Verwerthung des Heizungsmaterials und eine schnelle Erwärmung der Locale bewirken. Derselbe besteht im wesentlichen aus einem nach oben sich zu einem Kasten ausbildenden Heizungsraum L, aus dem die Verbrennungsproducte von hier aus nach unten leitenden Röhrensystem R, dem hierzu gehörenden Röhrenkasten N und dem die Heizgase von da wieder aufwärts und sehliefslich nach dem Schornstein leitenden Röhrensystem S.
Fig. ι und 2 der Zeichnung zeigen die Verticaldurchschnitte eines solchen Apparates nach C-D und E-F der Fig. 5; Fig. 5 zeigt einen Horizontalschnitt nach A-B der Fig. 1; Fig. 6 zeigt einen Durchschnitt des oberen Röhrensystems nach der Linie J-K in Fig. 2, während Fig. 3 und 4 Variationen des unteren Theiles des Apparates zeigen. L ist der Feuerungsraum und besteht bei diesem Apparat aus vier Platten M, welche an den Seiten nach Belieben mit vorstehenden Rippen versehen werden können, um eine noch gröfsere Heizfläche zu erzielen; die Platten sind an ihren Ecken mittelst Schrauben sowohl an einander als auch bei α α, Fig. 5, an den unteren Röhrenkasten NN und bei b b, Fig. 1 und 2, an den oberen, O O, befestigt. Der Boden c c, Fig. 1 bis 5, des Ofens oder .Feuerraumes besteht aus einem konischen Raum oder Kasten, welcher von den an den Seitenplatten M M angebrachten Leisten g getragen wird. Derselbe bildet den Aschenraum, und kann man durch denselben den Rost d, wie auch die Feuerplatten e e, Fig. ι und 2, zum Zweck der Reinigung oder nothwendigen Reparatur erreichen. Die den eigentlichen Herd für die Brennmaterialien bildenden Feuerplatten e e sind mit einer Anzahl kleiner Löcher versehen, welche den Verbrennungsproducten zum Zwecke ihrer vollständigen Verbrennung seitlich Luft zuführen; aufserdem dienen besagte Löcher zum Schütze des Haupttheiles des Apparates, der Seitenplatten M M des Ofens. Die Feuerplatten selbst werden wiederum durch den ununterbrochenen Zuflufs von kalter, von unten her durch den Aschenbehälter- eindringender und, wie die Pfeile zeigen, sich durch obengenannte, in den Feuerplatten befindliche Löcher Zutritt zur Feuerstätte suchender Luft vor allzu schnellem Verbrennen geschützt. Fig. 2 zeigt die Lage der mit der vorderen Platte des Ofens verbundenen Ofenthür /, den verlängerten Theil des Aschenbehälters mit der Oeffhung g und dem Rost d. Letzterer ist mit centrisch angeordneten Zapfen versehen, um welche er mittelst eines Schlüssels oder einer Kurbel, die am Viereck h anfassen, gedreht oder umgekehrt werden kann, wodurch die Reinigung des Rostes rasch und leicht vor sich geht, i ist eine ebenfalls drehbare Klappe im Schornsteinrohr, dazu bestimmt, den Zug bezw. die Verbrennung zu reguliren und, sobald das Feuer ausgebrannt ist, den Zug nach dem Schornstein abzusperren, also die Wärme gleichsam im Apparat zurückzuhalten. k k sind Klappen, welche, wenn nöthig, die Verbrennungsproducte direct nach dem Schornstein P leiten (s. den gespaltenen Pfeil der Fig. 6). Vom Feuerungsmaterial, Fig. ι und 2, steigen die Verbrennungs-
producte nach oben, um vom oberen Röhrenkasten O O, sich nach beiden Seiten vertheilend, durch das Röhrensystem R R nach dem unteren Röhrenkasten NN zurückzukehren und von da, durch die Röhren .S1 S aufsteigend, vereint nach dem Schornstein P zu gehen.
Der untere Röhrenkasten NN ruht auf einer das. Fufsgestell für den ganzen Apparat abgebenden Bodenplatte; in demselben ist ein Wasserbehälter u angebracht, vermöge dessen man, sofern dies wünschenswerth, die Luft reicher als in ihrem natürlichen Zustande mit Wasserdunst versehen kann. Die kalte Luft gelangt durch den Fuchs w w in den Apparat, und soll, wenn möglich, dieser Fuchs mit einer die kalte Luft zuführenden Röhre χ in Verbindung stehen, die speciell für deren Bedarf vorgesehen ist und bis zu einem Ort fortzuleiten ist, wo möglichst reine Luft entnommen werden kann. In dieser Röhre χ können für besondere Zwecke Register oder Ventile zum Reguliren des kalten Luftstromes angebracht werden, wie in Fig. 2, 3 und 4 gezeigt ist.
Fig. 4 stellt eine besonders für Werkstätten und Fabriken berechnete Einrichtung dar, vermöge welcher man, wenn dies wünschenswerth sein sollte, mit dem Register ν den von aufsen kommenden kalten Luftstrom abschneiden und anstatt seiner die Luft des Locales durch die quer durch den unteren Röhrenkasten laufenden Röhren y y passiren lassen und ihr Zutritt zum inneren Luftbehälter des Apparates gewähren kann.
Bei geringeren Dimensionen und für Locale mit directer Erwärmung, wo der Apparat im Local selbst oder doch in dessen unmittelbarer Nähe aufgestellt wird, können die Röhren R mit dem inneren Ofenschacht L zusammengegossen werden, während im übrigen alles dem vorigen gleich bestehen bleibt; eine derartige Anordnung ist in Fig. 7 und 8 dargestellt, und haben die Buchstaben dieselbe Bedeutung wie. bei den vorhergehenden Figuren. Diese Apparate bestehen aus gegossenen Theilen, welche bis zur gewünschten Höhe über einander und auf den unteren Röhrenkasten gesetzt werden, und zwar so, dafs der letzte Theil aus dem oberen, den Abschlufs bildenden Röhrenkasten besteht, mit welchem dann der Apparat fertig gestellt ist. In der Regel werden, wenn Fig. 7 und 8 in runden Formen hergestellt werden, auch der untere und obere Röhrenkasten rund angefertigt. Im übrigen kann man dem gröfseren sowohl als auch dem kleineren Apparat jede beliebige Form und Gröfse geben.
Die Wirkungsweise dieser Heizapparate ist folgende: Die Luft gelangt, wie die Pfeile andeuten, von der die kalte Luft zuführenden Röhre χ durch den Fuchs w w nach dem eigentlichen Apparat, wo sie durch die von der Feuerstätte und aus den Röhren kommende Hitze so hastig erwärmt wird, dafs sie sich bei ihrer Ausdehnung gleichsam gegen die Grenzlinien oder Flächen des unteren Luftraumes stöfst, von welchem sie dann durch die gewölbeartigen Oeffnungen ζ ζ der Seitenplatten MM nach dem oberen Luftraum des Apparates entweicht. Nach dieser Ausdehnung der Luft, oder richtiger nach den von derselben verursachten Stöfsen tritt ein Augenblick der Ruhe ein, bis dann der innere Luftdruck bei w w ein Einströmen der kalten Luft zuläfst, worauf derselbe Vorgang- sich wiederholt. Auf ihrem Wege nach oben nimmt die Luft sämmtliche von den Partien der Seiten und Röhren des Apparates ausstrahlende Wärme auf und geht, an der Decke des Gewölbes angelangt, durch horizontale sowohl als durch verticale Röhrenleitungen weiter, um gleichzeitig oder auch nur partiell in das oder die zu erwärmenden Locale auszuströmen. Das Gewölbe und die übrigen Seitenwände W W können aus Mauerwerk, Gufseisen, Blech und jedem beliebigen Material bestehen, nur mufs dasselbe hinreichend dicht sein, um die äufsere Luft vom Gewölbe fernzuhalten und das Entweichen der inneren warmen Luft zu verhindern. Besonders hervorzuheben sind also:
1. Die constructive Einrichtung des Apparates, die Verbrennungsproducte durch Röhren nach einem unteren Röhrenkasten (welcher, wie hier bei verticalen Apparaten der Fall ist, aus dem Fufsgestell bestehen kann) und von da nach einem oberen zu leiten. Dieselben Einrichtungen sind auch für liegende Apparate anwendbar, wenn locale Verhältnisse die Aufstellung eines, verticalen Apparates nicht gestatten.
2. Die Regulirimgsventile k k i zum Zweck der Regulirung der Verbrennungsproducte.
3. Die für den Zuflufs der Luft zum Gewölbe getroffene Einrichtung w w, Fuchs genannt, Fig. i, 2, 3 und 4, wodurch diese Apparate selbstwirkend gemacht sind und statt der bisherigen Ofensysteme ein System darstellen, das auf natürlichen Bewegungsbedingungen zwischen Luft und Wärme basirt. . Die hierdurch gewonnenen Vortheile sollen folgende sein: Man erhält von diesem Apparat frische, reine und nur angenehm erwärmte Luft statt nur ausgestrahlter Wärme, ferner kann man innerhalb einiger Minuten die Temperatur eines Locales von o° bis zu 30 bis 400C. steigern; ferner kann man der Luft vermöge des angebrachten Wasserbehälters nach Belieben Wasser ,damit zuführen, was bei vielen Gelegenheiten aus sanitären Gründen von Werth ist, endlich, dafs die von meinem Apparat ausgehende Wärme allem Zuge nach innen entgegenwirkt. Hierzu kommt noch die Gleichheit der Wärme am Fufsböden und der Decke des Locales, welche derart statthat, dafs sich der Temperaturunterschied nicht auf mehr als 20 oder 30 be-
läuft. Dies ist eine Folge der Arbeit des Apparates, das Zimmer mit verdichteter warmer Luft zu füllen. Es tragen hierzu auch unter dem Fufsboden verborgene Ausströmungsröhren bei, welche zur Entfernung der Gase dienen und nach Bedarf oder auch beständig zum Zweck der Bewerkstelligung des Luftwechsels geöffnet sein können; schliefslich ist zu bemerken, dafs jedes Zimmer sein besonderes Warm- und Kaltluftrohr besitzt. 4. Die Einrichtung des Apparates, dafs die central einströmende kalte Luft zuerst die am meisten der Ueberhitzung ausgesetzten Theile desselben berührt, wodurch eine zu schnelle Verbrennung derselben verhindert wird.

Claims (1)

  1. PATENT-Anspruch:
    An dem dargestellten und beschriebenen Erwärmungsapparat
    a) die Anordnung, die kalte Luft durch ein Rohr χ und Fuchs w w central von unten einströmen zu lassen;
    b) die Regulirung dieser Zuströmung durch das im Fuchs w iv bezw. im Rohr χ angebrachte Register, Fig. 2, 3 und 4;/
    c) die Einrichtung für Werkstätten und Fabriken, statt kalte Luft durch das Rohr χ zuzuführen, bei geschlossenem Register ν die Luft durch die Röhren y, Fig. 4, des Röhrenkastens N circuliren zu lassen;
    d) die die Verbrennungsproducte nach dem Schornstein leitenden Röhrensysteme R und S, bestehend aus mehr oder weniger losen oder mit dem Herd zu einem Stück zusammengegossenen Röhren, in Verbindung mit den Röhrenkästen NN und O O;
    e) die Abschlufsvorrichtungen K für die directe Fortleitung der Verbrennungsproducte nach dem Schornstein.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1083525B (de) * 1956-06-05 1960-06-15 Gabriele Rechenmacher Geb Diew Luft- und Wassererhitzer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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