DE182032C - - Google Patents
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- heating
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24D—DOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
- F24D3/00—Hot-water central heating systems
- F24D3/02—Hot-water central heating systems with forced circulation, e.g. by pumps
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- Combustion & Propulsion (AREA)
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- Steam Or Hot-Water Central Heating Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 182032 KLASSE 36 c. GRUPPE
ARTHUR GOEBEL in BERLIN.
Die Warmwasserheizung gemäß vorliegender Erfindung bezweckt die Einrichtung eines
zeitweilig beschleunigten Umlaufs. Die Anwendung einer Pumpe, wie sie zur Beschleunigung
des Umlaufs des Wassers dienen kann, soll vermieden werden; nutzbar wird nur die in zwei besonders angeordneten Ausdehnungsgefäßen
erhaltene unterschiedliche Wasserstandhöhe gemacht, so daß die Zirkulation mit Gefällewirkung eintritt. Die
Warmwasserheizung umfaßt in Verbindung mit dem Hauptzirkulationssystem das beiWarmwasserheizanlagen
bekannte Nebensystem, welches mit dem Hauptsystem das zu einem Ausdehnungsgefäß vom Heizkessel emporreichende
Steigrohr gemeinsam hat. In diesem Ausdehnungsgefäß tritt beim Anheizen des Kessels
eine Wasserstanderhöhung ein, und zwar besonders rasch, wenn dabei dem aus dem
Hauptsystem von den Heizkörpern kommenden Rücklaufwasser der Weg in den Kessel verschlossen bleibt; Dies soll nach der vorliegenden
Erfindung beim Anheizen der Fall sein. In die Rückleitung des Hauptsystems ist ein zweites Ausdehnungsgefäß eingefügt.
Erst wenn durch die Beheizung im Nebensystem und durch Ausdehnung der Wassersäule
ein höherer Wasserstand im erstgenannten Ausdehnungsgefäß erreicht ist, wird der Rücklaufrohranschluß des Hauptsystems
geöffnet, so daß dann erst das Wasser mit Gefälle an die Vorlaufleitung abgegeben wird.
Durch ein mittels eines Wärmereglers beeinflußtes Regelventil kann die Absperrung und
Öffnung der betreffenden Anschlußleitung selbsttätig gesteuert werden.
Die Konstruktion der auf beiliegender Zeichnung dargestellten Anlage ist folgende:
Der Kessel k steht mit einem am höchsten Punkt der Anlage angeordneten Gefäß α durch
die Leitung c und d in Verbindung. Das Rohr c ist bis zur Linie w in dem Gefäß
hochgeführt. An dieses Gefäß schließt die Vorlaufleitung ν an, die mit den einzelnen
Heizkörpern s in den Etagen in Verbindung steht, welch letztere wiederum durch die
Rücklaufleitungen r mit einem zweiten Gefäß b verbunden sind. Das Gefäß b ist durch
die Falleitung f mit dem Kessel k in Verbindung gebracht. In der Falleitung f befindet
sich der Regelhahn g, welcher durch einen Temperaturregler t beeinflußt wird. Zu
einem weiter unten noch zu erwähnenden Zweck kann auch in der Rohrleitung r bei q
noch ein Regelventil eingesetzt werden, jedoch ist dies nicht unbedingt erforderlich.
Außerdem befinden sich an den erforderlichen Stellen noch die Entleerhähne e, an den Heizkörpern
s die Regulier- bezw. Absperrvorrichtungen %.
Die Wirkungsweise der Anlage ist nun folgende:
Bei Beginn des Feuerns ist der Regelhahn g geschlossen. Es sei angenommen, daß das
Ventil bei q fehlt oder geöffnet ist. Das im Kessel k, im Gefäß α und in den Leitungen
C, d (Nebensystem) befindliche Wasser nimmt durch die Beheizung schnell die höhere Temperatur
an, dehnt sich infolgedessen aus und verändert dadurch den Wasserstand w im
Gefäß α beispielsweise um die Höhe h. Diese Steighöhe h des Wassers im Gefäß α wird
um so größer, je geringer der Durchmesser des Gefäßes α ist und je höher die Temperatur
des Wassers in den Teilen a, c, d, k getrieben
ίο wird. Es steigt nun zwar auch der Wasserstand
im Gefäß b etwas, aber weniger als um die Höhe h, da das Wasser in diesem
Gefäß kälter ist als das im Gefäß α befindliche.
Nachdem bis dahin die Wärmewirkung nur auf das Anheizsystem ausgeübt worden ist und sobald eine bestimmte Temperatur
des Wassers im Heizkessel k erreicht ist, erfolgt die (gegebenenfalls durch den selbsttätigen
Temperaturregler t vermittelte) Öffnung des Regelventils g, worauf das in den
Leitungen und in den Heizkörpern abgekühlte Wasser zum Kessel gelangen kann; es findet
nunmehr unter der Gefällewirkung die Zirkulation durch die ganze Heizanlage statt.
Durch Einwirkung des Temperaturreglers und Beeinflussung des Ventils g kann eine mit
Bezug auf eine bestimmte Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf gleichbleibende
Zirkulation insofern erreicht werden, als beim Temperaturabfall und entsprechender
Erniedrigung der Uberdruckhöhe h das Regelventil g gedrosselt wird.
Der Zweck der Erfindung ist jedoch nicht die Erhaltung des ständigen gleichmäßigen,
verhältnismäßig langsamen Wasserumlaufs, da dieser, auch wenn der Kessel höher als
ein Teil der Heizkörper steht, ohne die Anwendung des Ventils g und ohne das Gefäß b
erhalten werden kann. Es wird vielmehr bezweckt, zeitweise eine erheblich größere
Umlaufsgeschwindigkeit als die erwähnte herbeizuführen.
Damit der Schnellumlauf besonders plötzlich eintritt, kann in der Rückleitung r noch
A5 ein Regelventil q angebracht werden, welches
in der oben angedeuteten Weise durch den Temperaturregler beeinflußt wird.
Die Leitungen i und j dienen zur selbsttätigen
Entlüftung des ganzen Systems.
Wenn der Rücklauf vom tiefsten Punkt des Rohres r durch ein unverschließbares
Rohr auf dem kürzesten Weg unmittelbar zum Heizkessel geführt worden wäre und die Teile b, f, g fehlten, ließe sich zwar
auch durch das Nebensystem c, d eine höhere Temperatur im Steigerohr e erzielen als bei
fehlendem Nebensystem, aber der Umlauf durch das Hauptsystem bliebe alsdann doch
ebenso langsam wie bei fehlendem Nebensystem, weil der Vorteil der höheren Steigerohrtemperatur
durch 'den Nachteil des ständigen Nebenumlaufs (durch das Rohr d) ausgeglichen
würde. *
Demgegenüber wird bei der vorstehend beschriebenen, der Erfindung gemäß getroffenen
Einrichtung der, Vorteil erreicht, daß die erhöhte Steigerohrtemperatur (im Rohr c) jeweils
während der Schnellumlaufperiode dem Umlauf des Hauptsystems (v, r, /J zugute
kommt, weil die Temperatur im Rohr d nicht so schnell sinkt, daß der Nebenumlauf störend
eintreten könnte.
Auch als Schnellumlaufheizung mit Erwärmung des Wassers durch Dampf in Dampfwarmwasserkesseln
oder durch direkte Dampfeinführung ist vorliegendes System ausführbar.
Claims (2)
1. Warmwasserheizung mit beschleunigtem Umlauf, bei welcher neben dem
vom Heizkessel zu einem Ausdehnungsgefäß (ä) emporreichenden Steigerohr (c)
ein unmittelbar zum Heizkessel führendes Rückleitungsrohr (d) vorhanden ist, gekennzeichnet
durch die Anordnung einer Absperrvorrichtung (g) in der von den Heizkörpern (s) zum Kessel (k) führenden,
durch ein zweites Ausdehnungsgefäß (b) unterbrochenen Rückleitung (r,f), zum
Zweck, unter Absperrung des von den Heizkörpern zurückfließenden Wassers das Wasser im Kessel, Steigerohr und im
Hauptausdehnungsgefäß (a) so erhitzen zu können, daß in letzterem ein höherer
Wasserstand herrscht als in dem zweiten, mit der Rücklaufleitung (r) verbundenen
Ausdehnungsgefäß (b), und dann nach dem öffnen der Absperrvorrichtung (g) zeitweise
mit beschleunigtem Wasserumlauf heizen zu können.
2. Ausführungsform der Warmwasserheizung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Absperrvorrichtung (g) als selbsttätiges Regelungsventil mit einem von der Temperatur des Kesselwassers
beeinflußten Temperaturregler (t) verbunden ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT32676D AT32676B (de) | 1904-11-18 | 1907-03-23 | Warmwasserheizung mit beschleunigtem Umlauf, bei welcher neben dem vom Heizkessel zu einem Ausdehnungsgefäß emporreichenden Steigrohr ein unmittelbar zum Heizkessel führendes Rückleitungsrohr vorhanden ist. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE182032C true DE182032C (de) |
Family
ID=446160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1904182032D Expired - Lifetime DE182032C (de) | 1904-11-18 | 1904-11-18 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE182032C (de) |
-
1904
- 1904-11-18 DE DE1904182032D patent/DE182032C/de not_active Expired - Lifetime
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