DE1817954B2 - Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk - Google Patents
Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem SchuhwerkInfo
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- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D25/00—Devices for gluing shoe parts
- A43D25/047—Devices for lasting with adhesives or for gluing together insoles and uppers
- A43D25/053—Devices for lasting with adhesives or for gluing together insoles and uppers with rotating gripping means
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk mit
einer rotierenden Schnecke, die jeweils mit ihrer im wesentlichen runden ManJelfläche den Zwickeinschlag
nach innen zieht und gegen die Brandsohle drückt.
Diese Verwendung einer Schnecke geht aus der deutschen Patentschrift 8 68 713 hervor. Die Achse der
Schnecke liegt im wesentlichen senkrecht zum Zwickrand. Die Schnecke besitzt dabei eine derartige
Drehrichtung, daß ihr Gewinde über den Zwickrand ständig nach innen läuft, so daß auf den Zwickrand ein
entsprechender Zug nach innen ausgeübt wird, wobei gleichzeitig der Zwickrand gegen die Brandsohle
gedrückt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Krümmung des Zwickrandes berücksichtigen zu können,
vor allem also auf dem Wege vom Gelenk zum und über den Ballen. Erfindungsgemäß geschieht dies
dadurch, daß die Schnecke an einer im wesentlichen senkrecht zur Brandsohle stehenden Achse gelagert ist,
die an einer Steuerung hängt, die die Achse und damit die Schnecke in ihrer jeweiligen Lage zum Zwickrand
ausrichtet.
Es ist an sich gemäß der DT-PS 19 17 448 bereits vorgeschlagen worden, im Zusammenhang mit dem
Anschärfen eines Zwickrandes eine als Anschärfwerkzeug dienende Raspelscheibe an einer im wesentlichen
senkrecht zum Leistenboden stehende Achse zu lagern und die Raspelscheibe jeweils dann zu drehen, wenn sie
von der einen auf die andere Seite des Schuhes geführt wird. Durch das betreffende Patent wird jedoch nicht
der Gedanke geschützt, beim Ankleben des Zwickeinschlages an der Brandsohle eine hierzu verwendete
Schnecke bei deren Wanderung längs des Zwickeinschlages jeweils im wesentlichen senkrecht zum
Zwickrand auszurichten.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Vorrichtung mit zwei Schnecken, die an
der rechten und linken Seite eines Schuhes vorgesehen sind,
Fig. 2 das Prinzip des Hubmechanismus in der Vorrichtung gemäß Fig. 1,
F i g. 3 die Lagerung der Schnecke.
Gemäß Fig. 1 ist über dem Leisten 4 mit dem übergeholten, nicht dargestellten Schaft das Kurvenstück
122 angeordnet, das von der als Taster dienenden Führungsstange 121 abgetastet wird, wozu das Ende der
Führungsstange gegen die Kontur des Kurvenstückes 122 anliegt. Die Abtastung geht folgendermaßen vor
sich: Die Führungsstange hängt an einer Strebe 116, die drehbar auf dem Bolzen 117 sitzt, der auf dem Schlitten
118 befestigt ist. Der Schlitten 118 gleitet zwischen zwei
Führungen 119. die auf einer Tragplatte 120 ruhen. Durch eine nicht dargestellte Einrichtung wird dieser
Schlitten 118 hin- und hergeschoben. Dabei wirkt die Spannung der Feder 130 so auf die Strebe 116, daß diese
die Führungsstange gegen das Kurvenstück 122 drückt. Im Verlauf der Vorschubbewegung des Schlittens 118
macht also die Strebe 116 zusammen mit der Führungsstange 121 eine leichte Drehbewegung um den
Bolzen 117. An die Strebe 116 ist nun über den Drehbolzen 115 der Traghebel 111 angelenkt, an dessen
Ende die Schnecke 101 gelagert ist. Diese Anlenkung des Traghebels 111 gestattet nun den Ausgleich der
Sprengung. Wird nömlich die Schnecke 101 beim Vorschub des Schlittens 118 entlang des Zwickrandes
geführt, so paßt sich die Lage des Traghebels 111 jeweils
der Höhe der betreffenden Steile des Zwickrandes an. Ein Gewicht sorgt dabei dafür, daß die Schnecke 101
ständig mit praktisch gleichbleibendem Druck auf dem Zwickrand aufliegt. Mit Hilfe dieses angelenkten
Traghebels 111 lassen sich alle in der Praxis vorkommenden Sprengungen ohne weiteres beherrschen,
insbesondere also auch die relativ hohen Sprengungen bei hochhackigen Damenschuhen. Als
Gewicht reicht entweder dasjenige des Traghebels Ul mit der gesamten Lagerung der Schnecke 101 aus oder
es ist zusätzlich ein Gewicht an dem Traghebel Ml anzubringen.
Um nun auch bei nach außen abfallenden Abschrägungen des Zwickrandes eine gute Auflage der
Schnecke 101 über den gesamten Zwickrand zu erzielen, enthält die Lagerung der Schnecke 101 eine Drehbeweglichkeit
um den Bolzen 112. Der Bolzen 112 ruht drehbar in dem Ende des Traghebels 111 und trägt an
seiner aus dem Traghebel 111 herausragenden Seite einen Halter 105, der beim Drehen um den Bolzen 112
eine Bewegung ausführt, die bei der Anordnung gemäß Fig. 2 aus der Zeichenebene heraus- und in diese
zurückführt. Wie aus den F i g. 1 und 3 hervorgeht, führt dabei die Schnecke 101 eine auf einer Kreisbahn
liegende Bewegung aus, wobei also diese Kreisbahn konzentrisch zum Bolzen 112 liegt. Damit sich nun die
Schnecke 101 stets in ihrer Schräglage an die Neigung des Zwickrandes (Bezugszeichen 9 in Fi g. 3) anpassen
kann und die Schnecke 101 dabei auch ständig gegen den Zwickrand gedrückt wird, besitzt der Bolzen 112
eine durch eine Blattfeder 113 ausgeübte Vorspannung.
Die Blattfeder 113 ist mittels der Befestigungsschraube
114 mit ihrem einen Ende an den Traghebel 111 befestigt. Ihr anderes Ende liegt in einem Schlitz des
Bolzens 112. Die Blattfeder 113 ist so gestaltet, daß sie in
der in F i g. 3 dargestellten Lage der Schnecke 101 diese gegen den Zwickrand 9 drückt. Hierzu erteilt die
Blattfeder 113 mit ihrem in den Schlitz des Bolzens 112
steckenden Ende dem Bolzen eine entsprechende Torsionsspannung. Wenn sich also beim Vorschub der
Schnecke 101 der Zwickrand mehr oder minder neigt, so kann sich unter der Wirkung der Spannung der
Blattfeder 113 und der Drehbeweglichkeit um den Bolzen 112 die Schnecke 101 in ihrer Schräglage dem
Zwickrand 9 ständig anpassen.
Da nun der auf der Innenseite eines Schuhes liegende Zwickrand auf dem Wege vom Gelenk zum und über
den Ballen eine relativ starke Krümmung aufweist, ist der Lagerung der Schrecke 101, welche die Bearbeitung
dieses Teiles des Schuhes übernimmt, eine weitere Drehbeweglichkeit gegeben. Diese wird durch den
Bolzen 1G4 herbeigeführt, der in dem Halter 105 drehbar sitzt und an seinem aus dem Halter 105
herausragenden Ende eine Gabel 103 trägt, welche die
eigentliche Lagerung der Schnecke 101 darstellt. Das andere Ende des Bolzens 104 sitzt fest in einer Lasche
106, auf die in einer weiter unten dargestellten Weise ein Drehmoment ausgeübt wird, wodurch der Bolzen 104
gedieht wird und dabei die Gabel 103 mit der Schnecke
101 entsprechend mitnimmt. Durch eile Verdrehung der
Lasch? 106 folgt die Schnecke 101 dem Zwickrand so, daß ihre Achse 102 stets im wesentlichen senkrecht zum
Zwickrand verläuft. Die dabei eingenommene jeweilige
Lage der Schnecke 101 ist in der Fig 1 in strichpunktierter Linienführung dargestellt. Die entsprechende
Bewegung der Lasche 106 wird durch den Zylinder 109 herbeigeführt, der in seinem Inneren einen
Kolben enthält, an dem die Kolbenstange 108 sitzt. Der Kolben in dem Zylinder 109 wird in hier nicht näher
interessierender Weise durch irgendeine pneumatisch oder hydraulisch wirkende Einrichtung betätigt. Der
Kolben nimmt dabei die Kolbenstange 108 mit, die in einem Kugelgelenk 126 endet. An diesem Kugelgelenk
hängt mit seinem einen Ende der Kugelbolzen 107. der mit seinem anderen Ende an der Lasche 106 befestigt ist.
Der Zylinder 109 hängt über den weiteren Kugelbolzen 110 an dem Traghebel 111 und macht also im
wesentlichen die Bewegung des Traghebels mit. Durch eine in diesem Zusammenhang nicht interessierende
Steuerung, die in bekannter Weise ausgeführt sein kann, wird nun die Bewegung der Kolbenstange 108 in
Abhängigkeit von der Abtastung der Formführung 122 gesteuert, so daß also die Schnecke 101 mit ihrer Achse
102 jeweils im wesentlichen die richtige Lage zum Zwickrand einnimmt. Die Kugelbolzen 107 und 110 sind
darum vorgesehen, damit sich bei der Schwenkung der Schnecke 101 um den Bolzen 112 keine Verklemmungen
ergeben.
Im linken Teil der Fig. 1 ist eine weitere Schnecke
128 dargestellt, die jedoch eine einfachere Lagerung als die im rechten Teil der Fig. 1 dargestellte Anordnung
besitzt. Es fehlt nämlich die Drehbeweglichkeit um eine senkrecht zur Schnecke liegende Achse. In gleicher
Weise wie bei der im rechten Teil der Fig. 1 dargestellten Anordnung besitzt die Lagerung für die
Schnecke 128 den angelenkten Traghebel 127 und den Bolzen 131. an dessen Ende der Halter 129 sitzt. Bolzen
131 und Halter 129 wirken hier in gleicher Weise wie die entsprechenden Teile 112 und 105 im Zusammenhang
mit der Lagerung der Schnecke 101 im rechten Teil der Fig. 1. Auf die um eine senkrechte Achse mögliche
Drehbeweglichkeit der Schnecke 128 wird hier darum verzichtet, weil die betreffende Seite des Schuhes keine
solch starken Krümmungen aufweist, wie dies im gegenüberliegenden Teil des Schuhes der Fall ist.
Oberhalb der Schnecke 128 ist deren weitergeführte Lage in strichpunktierter Weise gezeichnet, woraus sich
ergibt, daß die Schnecke auch in dieser Lage noch in der gewünschten Weise auf den betreffenden Zwickrand
wirken kann.
Die Abtastung der Formführung 122 mittels der Führungsstange 121 geschieht hier darum, da die
For.nführung 122 starr gelagert ist und infolgedessen die Führungsstange in ihrer Höhenlage unverändert
bleiben muß. Demgegenüber verändert sich aber die Höhenlage der Schnecken 101 bzw. 128 unter
Umständen erheblich, so daß diese Art der Lagerung der Schnecken über den angelenkten Traghebel 111
bzw. 127 es erforderlich macht, daß die Führungsstange demgegenüber abgesetzt gelagert ist, nämlich an der
Strebe 116.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk mit einer rotierenden Schnekke, die jeweils mit ihrer im wesentlichen runden Mantelfläche den Zwickeinschlag nach innen zieht und gegen die Brandsohle drückt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnecke (101) an einer im wesentlichen senkrecht zur Brandsohle stehenden Achse (1041) gelagert ist, die an einer Steuerung (107, 126, 108, 109) hängt, die die Achse und damit die Schnecke in ihrer jeweiligen Lage zum Zwickrand ausrichtet."5
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681817954 DE1817954C3 (de) | 1968-12-03 | Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681817954 DE1817954C3 (de) | 1968-12-03 | Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1817954A1 DE1817954A1 (de) | 1975-04-30 |
| DE1817954B2 true DE1817954B2 (de) | 1975-12-11 |
| DE1817954C3 DE1817954C3 (de) | 1976-07-22 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1817954A1 (de) | 1975-04-30 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |