DE1817954C3 - Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk - Google Patents
Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem SchuhwerkInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung /.um
Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk mn einer rotierenden Schnecke, die jeweils mit ihrer im
nesentiichen runden Mantelfläche den Zwickeinschlag
nach innen zieht und gegen die Brandsohle drückt.
Diese Verwendung einer Schnecke geht aus der deutschen Patentschrift 8 68 713 hervor. Die Achse der
Schnecke liegt im wesentlichen senkrecht zum Zwickrand. Die Schnecke besitzt dabei eine derartige
Drehrichtung, daß ihr Gewinde über den Zwickrand ständig nach innen lauft, so daß auf den Zwickrand ein
entsprechender Zug nach innen ausgeübt wird, wobei
gleichzeitig der Zwickrand gegen die Brandsohle gedrückt wird.
Der Erfindung lieg; die Aufgabt zugrunde, die
Krümmung des Zwickrandes berücksichtigen zu können. vor allem also auf dem Wege vom Gelenk zum und
über den Ballen. Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, daß die Schnecke an einer im wesentlichen
senkrecht zur Brandsohle stehenden Achse gelagert ist. die an einer Steuerung hängt, die die Achse und damit
die Schnecke in ihrer jeweiligen Lage zum Zwickrand ausrichtet.
Es ist an sich gemäß der DT-PS 19 17 448 bereits
vorgeschlagen worden, im Zusammenhang mit dem Anschürten eines Zwickrandes eine als Anschärfwerkzeug
dienende Raspelscheibe an einer im wesentlichen senkrecht zum Leistenboden stehende Achse zu lagern
und die Raspelscheibe jeweils dann zu drehen, wenn sie von der einen auf die andere Seite des Schuhes geführt
wird. Durch das betreffende Patent wird jedoch nicht der Gedanke geschützt, beim Ankleben des Zwickeinschlages
an der Brandsohle eine hierzu verwendete
Schnecke bei deren Wanderung längs des Zwickeinschlages jeweils im wesentlichen senkrecht zum
Zwickrand auszurichten.
In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F 1 g. 1 eine Vorrichtung mit zwei Schnecken, die an
der rechten und linken Seite eines Schuhes vorgesehen sind,
Fig. 2 das Prinzip des Hubmechanismus in der
Vorrichtung gemäß Fig. 1.
F 1 g. 3 die Lagerung der Schnecke.
Gemäß F1 g. 1 ist über dem Leisten 4 mn dem
übergeholten, nicht dargestellten Schaft das Kurven stück 122 angeordnet das son der als Taster dienenden
Führungsstange 121 abgetastet wird. wo.<:! das Ende der
Führungsstange gegen die Kontur des Kurvenstückt·«.
122 anliegt. Die Abtastung geht folgendermaßen vor
sich: Die Führungsstange hängt an einer Strebe 116. die
drehbar auf dem Bolzen 117 sitzt, der auf dem Schlitten 118 befestigt ist. Der Schlitten 118 gleitet zwischen zwei
Fuhrungen 119, die auf einer Tragplatte 120 ruhen.
Durch eine nicht dargestellte Einrichtung wird dieser Schlitten 118 hin- und hergeschoben. Dabei wirkt die
Spannung der Feder 130 so auf die Strebe 116, daß diese
die Führungsstange gegen das Kurvenstück 122 drückt. Im Verlauf der Vorschubbewegung des Schlittens 118
macht also die Strebe 116 zusammen mit der Führungsstange 121 eine leichte Drehbewegung um den
Bolzen 117. An die Strebe 116 ist nun über den Drehbolzen 115 der Traghebel Ul angelenkt, an dessen
Ende die Schnecke 101 gelagert ist. Diese Anlenkung des Traghebels 111 gestattet nun den Ausgleich der
Sprengung. Wird nämlich die Schnecke 101 beim Vorschub dis Schlittens 118 entlang des Zwickrandes
geführt, so paßt sich die Lage des Traghebels 111 jeweils
der Höhe der betreffenden Stelle des Zwickrandes an. Ein Gewicht sorgt dabei dafür, daß die Schnecke 101
standig mit praktisch gleichbleibendem Druck auf dem
Zwickrand aufliegt. Mit Hilfe dieses angelenkten Traghebels 111 lassen sich alle in der Praxis
vorkommenden Sprengungen ohne weiteres beherrschen, insbesondere also auch die relativ hohen
Sprengungen bei hochhackigen Damenschuhen. Als Gewicht reicht entweder dasjenige des Traghebels 111
mit der gesamten Lagerung der Schnecke 101 aus oder es ist zusätzlich ein Gewicht an dem Traghebel 111
anzubringen.
Um nun auch bei nach außen abfallenden Abschrägungen des Zwickrandes eine gute Auflage der
Schnecke 101 über den gesamten Zwickrand zu erzielen,
enthält die Lagerung der Schnecke 101 eine Drehbeweglichkeit um den Bolzen 112. Der Bolzen 112 ruht
drehbar in dem Ende des Traghebels 111 und trägt an seiner aus dem Traghebel 111 herausragenden Seite
einen Halter 105. der beim Drehen um den Bolzen 112
eine Bewegung ausführt, die bei der Anordnung gemäß F1 g. 2 aus der Zeichenebene heraus- und in diese
zurückführt. Wie aus den F i g. 1 und 3 hervorgeht, führt dabei die Schnecke 101 eine auf einer Kreisbahn
liegende Bewegung aus, wobei also diese Kreisbahn konzentrisch zum Bolzen 112 liegt. Damit sich nun die
Schnecke 101 stets in ihrer Schräglage an die Neigung des Zwickrandes (Bezugsziichen 9 in F i g. 3) anpassen
kann und die Schnecke 101 dabei auch ständig gegen den Zwickrand gedrückt wird, besitzt der Bolzen 112
eine durch eine Blattfeder 113 ausgeübte Vorspannung.
Die Blattfeder 153 ist mittels der Befestigungsschraube 114 mit ihrem einen Ende an den Traghebel 111
befestigt. Ihr anderes Ende liegt in einem Schlitz des Bolzens 112. Die Blattfeder 113 ist so gestaltet, daß sie in
der in F i g. 3 dargestellten Lage der Schnecke 101 diese gegen den Zwickrand 9 drückt. Hierzu erteilt die
Blattfeder 113 mit ihrem in den Schlitz des Bolzens 112
steckenden Ende dem Bolzen eine entsprechende Torsionsspannung. Wenn sich also beim Vorschub der
Schnecke 101 der Zwickrand mehr oder minder neigt, so kann sich unter der Wirkung der Spannung der
Blattfeder 113 und der Drehbeweglichkeit um den Bolzen 112 die Schnecke 101 in ihrer Schräglage dem
Zwickrand 9 ständig anpassen.
Da nun der auf der Innenseite eines Schuhes liegende
Zwickrand auf dem Wege vom Gelenk zum und über den Ballen eine relativ starke Krümmung aufweist, ist
der Lagerung der Schnecke 101. welche die Bearbeitung
dieses Teiles des Schuhes übernimmt, eine weitere
Drehbeweglichkeit gegeben. Diese wird durch den Bolzen 104 herbeigeführt, der in dem Haller 105
drehbar siui und an seinem aus dem Halter 105
iierausragenden Ende eine Gabel 103 trägt, welche die s
eigentliche Lagerung der Schnecke 101 darstellt. D:-s
andere Ende des Bolzens 104 sit/t fest in einer Lasche 106. auf die in einer weiter unten dargestellten Weise ein
Drehmoment ausgeübt wird, wodurch der Bolzen 104 gedreht wird und dabei die Gabel 103 mii der Schnecke
10* entsprechend mitnimmt. Durch die Verdrehung der Lasche 106 folgt die Schnecke 101 dem Zwickrand so.
daß ihre Achse 102 stets im wesentlichen senkrecht /um Zwickrand verläuft. Die dabei eingenommene jeweilige
Lage der Schnecke 101 ist in der F i g. 1 in strichpunktierter Linienführung dargestellt. Die entsprechende
Bewegung der Lasche 106 wird durch den Zylinder 109 herbeigeführt, der in seinem Inneren einen
Kolben enthält, an dem die Kolbenstange 108 sit/t. Der Kolben in dem Zylinder 109 wird in hier nicht naher
interessierender Weise durch irgendeine pneumatisch oder hydraulisch wirkende Einrichtung betätigt. Der
Kolben nimmt dabei die Kolbenstange !08 mn. Jie in
einem Kugelgelenk 126 endet. An diesem Kugelgelenk hangt mit seinem einen Ende der Kugelbol/en 107. der
mit seinem anderen Ende an der Lasche 106 befestigt ist. Der Zylinder 109 hängt über den weiteren Kugelbol/en
110 an dem Traghebel 111 und macht aKo im
wesentlichen die Bewegung des Traghebels mit. Durch eine in diesem Zusammenhang nicht interessierende
Steuerung, die in bekannter Weise ausgeführt sein kann,
wird nun die Bewegung der Kolbenstange 108 in Abhängigkeit von der Abtastung der Formierung 122
gesteuert, so daß also die Schnecke 101 nii; liner -\chse
102 jeweils im wesentlichen die richtige Lage /um
Zwickrand einnimmt. Die Kugelbol/en 107 und 110 sind
darum vorgesehen, damit sich bei der Schwenkung der Schnecke 1Ol um den Bolzen 112 keine Verklemrnungen
ergeben.
Im linken Teil der F i g. 1 ist eine weitere Schnecke
128 dargestellt, die jedoch eine einfachere Lagerung als die im rechten Teil der F i g. 1 dargestellte Anordnung
besitzt. Es fehlt nämlich die Drehbeweglichkeil um eine
senkrecht /ur Schnecke liegende Achse. In gleicher Weise w ie bei der im rechten Teil der F i g. 1
dargestellten Anordnung besitzt die Lagerung fur die Schnecke 128 den angelenkten Traghebel 127 und den
Bolzen 131. an dessen Ende der Halter 129 sit/t. Bolzen
131 und Halter 129 wirken hier in gleicher Weise wie die
entsprechenden Teile 112 und 105 im Zusammenhang mit der Lagerung der Schnecke 101 im rechten Teil der
Fig. 1. Auf die um eine senkrechte Achse mögliche
Drehbeweglichkeit der Schnecke 128 wird hier darum verzichtet, weil die betreffende Seite des Schuhes keine
solch starken Krümmungen aufweist, wie dies im gegenüberliegenden Teil des Schuhes der Fall ist.
Oberhalb der Schnecke 128 ist deren weitergeführte Lage in strichpunktierter Weise gezeichnet, woraus sich
ergibt, daß die Schnecke auch in dieser Lage noch ir, der
gewünschten Weise auf den betreffenden Zwickrand wirken kann.
Die Abtastung der Formführung 122 mMiels der
Führungsstange 121 geschieht hier darum, da die Formführung 122 starr gelagert ist und infolgedessen
die Führungsstange in ihrer Höhenlage unverändert bleiben muß. Demgegenüber verändern sich aber die
Höhenlage der Schnecken 101 b/.w. 128 unter Umstanden erheblich, so d.iii diese Ar der Lagerung
der Schnecken über den angelenkten I'raghebel 111
b/w. 127 es erforderlich macht, daß die '-'ührungsstange
demgegenüber abgeset/i gelagert ist. nämlich an der
Strebe 116.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk mit einer rotierenden Schnekke. die jeweils mit ihrer im wesentlichen runden Mantelfläche den Zwickeinschlag nach innen zieht und gegen die Brandsohle drückt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnecke (101) an einer im wesentlichen senkrecht zur Brandsohle stehenden Achse (104) gelagert ist. die an einer Steuerung (107, 126, 108, 109) hängt, die die Achse und damit die Schnecke in ihre jeweiligen Lage zum Zwickrand ausrichtet.«5
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681817954 DE1817954C3 (de) | 1968-12-03 | Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681817954 DE1817954C3 (de) | 1968-12-03 | Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1817954A1 DE1817954A1 (de) | 1975-04-30 |
| DE1817954B2 DE1817954B2 (de) | 1975-12-11 |
| DE1817954C3 true DE1817954C3 (de) | 1976-07-22 |
Family
ID=
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