DE1815985B2 - Steuereinrichtung fur Nahmaschinen - Google Patents
Steuereinrichtung fur NahmaschinenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D05B69/00—Driving-gear; Control devices
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- D05B69/16—Devices for changing speed or for reversing direction of rotation mechanical
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für Nähmaschinen mit einem zur Vermeidung der gleichzeitigen
Einschaltung unterschiedlicher Funktionen mindestens zwei unabhängige Schaltstellungen aufweisenden
Steuerglied, das über ein Betätigungsgestänge die Kupplung des Antriebsmotors einrückt und bei
einer Bewegung in entgegengesetzter Richtung einen Fadenschneider einschaltet.
Pedalsteuerungen sind bei Nähmaschinen allgemein üblich. Aus dem DT-Gbm i 7 17 087 ist eine Steuereinrichtung
bekannt, bei der im Betätigungsgestänge zwischen Kupplung und Pedal eine mittels Elektromagneten
lösbare Verbindung angeordnet ist. Die Verbindung wird durch einen Pedalkontakt jedesmal gelöst, wenn
das Pedal in Ruhestellung gebracht wird, um die Bremse zum Stillsetzen der Nähmaschine anzuziehen. Bei
dieser Steuereinrichtung erfolg» die zeitraubende Gestängeunterbrechung bei jedem Anhalten der Maschine.
Sie ist damit als Steuerung für einen Fadenschneider nicht geeignet.
Bei Nähmaschinen mit Fadenschneider finden Steuereinrichtungen Verwendung, bei denen das
Steuerglied, in der Regel ein Pedal, wenn es in die eine Richtung bewegt wird, die Kupplung des Antriebsmotors
einrückt und bei einer Bewegung in entgegengesetzter Richtung die Zusatzeinrichtung einschaltet.
Durch diese erforderliche gegenläufige Bewegung des Pedals zum Einschalten der unterschiedlichen Funktionen
wird ein gleichzeitiges Einrücken der Kupplung und Einschalten des Fadenschneiders verhindert. Trotz
dieser Sicherheitsvorkehrung läßt es sich aber auf Grund der Trägheit elektrischer Schaltelemente nicht
vermeiden, daß nach Einschalten des Fadenschneiders und plötzlichem Umschalten zum Einrücken der Kupplung
die Nähmaschine anläuft, bevor der Arbeitszyklus des Fadenschneiders abgelaufen ist. Dadurch können
die Nähwerkzeuge auf Teile des Fadenschneiders schlagen und diesen beschädigen.
Vorliegender Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nähmaschine so zu steuern, daß nach Auslösen des
Fadenschneidvorganges ein erneutes Anlaufen der Maschine erst dann möglich ist, wenn der Fadenschneider
seine Ausgangslage wieder eingenommen hat.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im Betätigungsgestänge eine an sich bekannte mittels Elektromagneten
ausgerüstete lösbare Verbindung angeordnet ist und daß der Elektromagnet über einen Schalter mit
dem Einschaltvorgang für den Fadenschneider betätig
bar ist
Durch die Anordnung einer an sich bekannten lösbaren Verbindung im Betätigungsgestänge nach vorliegender
Erfindung wird ein Einrücken der Kupplung des Antriebsmotors für die Nähmaschine solange verhindert
wie der Arbeitszyklus des Fadenschneiders abläuft
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise
dargestellt Es zeigt
ίο F i g. 1 einen Nähtisch mit Nähmaschine und Antriebsmotor,
von vorne gesehen,
F i g. 2 einen Ausschnitt des Schaltgestänges in F i g. 1. zum Teil aufgeschnitten,
F i g. 3 den Ausschnitt des Schaltgestänges nach F i g. 2, von der Seite gesehen.
F i g. 4 einen Ausschnitt aus einem Schaltgestänge mit einer anderen Ausführungsform eines Sicherheitsgliedes und
F i g. 5 ein Schaltbild
Die Nähmaschine 1 nach F i g. I wird von einem Motor 2 über einen Riemen 3 angetrieben. Der Motor 2
hat eine Kupplung, die von einem Schalthebel 4 ein- und ausgerückt wird. Der Schalthebel 4 ist über ein Gestänge
S mit einem Pedal 6 verbunden. Das Pedal 6 liegt schwenkbar auf einer Querstrebe 1 des Gestelles 8
des Nähtisches, der mit einer Tischplatte 9 versehen ist. Die Tischplatte 9 trägt sowohl die Nähmaschine 1 als
auch den Antriebsmotor 2.
Der Motor 2 bzw. dessen Kupplung ist in üblicher Weise über einen Synchronisator 11 derart gesteuert,
daß er die Maschine mit der Nadel 12 in oberster oder unterster Endstellung anhält. Außerdem wird vom Synchronisator
H der bei 13 angedeutete Fadenschneider gesteuert. Um diesen Fadenschneider 13 einzuschalten,
wird das Pedal 6 über die Normal- oder Ruhelage hinaus rückwärts getreten. Dies kann aus dem vollen Lauf
der Maschine heraus geschehen. Der Motor wird dann bis auf eine bestimmte Drehzahl abgebremst und bei
der letzten halben Umdrehung läuft der Arbeitszyklus des Fadenschneiders 13 ab.
Um zu verhindern, daß die Kupplung durch Niederdrücken des Pedals 6 nach vorn wieder eingerückt
wird, bevor der Arbeitszyklus des Fadenschneiders beendet ist, ist ein Sicherheitsglied vorgesehen.
Nach F i g. 1 befindet sich in dem Gestänge 5 eine Klinke 14, die an einen Mitnehmer 15 angreift. Die
Klinke 14 wird durch einen Elektromagnet 16 gesteuert. Wie im einzelnen aus den F i g. 2 und 3 hervorgeht,
ist die Klinke 14 mit einem Bolzen 17 schwenkbar in einem Führungsstück 18 gelagert und wird durch
eine Feder 19 in Richtung auf den Mitnehmer 15 gezogen Der Mitnehmer 15 ist an der im Führungsstück 18
verschiebbar gelagerten Stange 5a befestigt und legt sich beim Niederdrücken des Pedals 6 nach hinten gegen
das Führungsstück 18 und nimmt dieses mit. Das Führungsstück 18 nimmt seinerseits die in diesem befestigte
Stange 5b mit, die den Schalthebel 4 verschwenkt. Beim Niedertreten des Pedals 6 nach vorn
zum Einrücken der Motorkupplung legt sich der Mitnehmer 15 an die Klinke 14 an, die über das Führungsstück 18 und die Stange 56 ein Verschwenken des
Schalthebels 4 in entgegengesetzter Richtung bewirkt.
Wird nun durch Niederdrücken des Pedals 6 nach rückwärts der Arbeitszyklus des Fadenschneiders 13
ausgelöst, so wird gleichzeitig der Elektromagnet 16 erregt und sein Anker 21 zieht an. Der Anker 21 drückt
mit der in diesen eingeschraubten Schraube 22 gegen die Klinke 14 und rückt diese aus. Wird nun, solange
der Arbeitszyklus des Fadenschneiders 13 abläuft, das
Pedal 6 nach vorn niedergetreten, um die Motorkupplung einzurücken, so läuft der Mitnehmer 15 an der
Klinke 14 vorbei und das Gestänge 5 zieht sich auseinander, ohne daß eine Schaltbewegung air Schalthebel 4
erfolgt Um die beiden Stangen 5a und 5b wieder miteinander zu koppeln, bedarf es lediglich eines kurzen
Zurückschwenken des Pedals in die Ruhestellung nach Ablauf des Arbeitszyklus des Fadenschneiders 13.
Nach F i g. 4 ist in einem Gestänge 5c 5ct das das
Pedal 6 nvl dem Schalthebel 4 verbindet, ein Permanent-Magnet
27 mit einer elektrischen Erregerwicklung an der Stange 5i/und eine Eiesenplatte 28 an der Stange
5c befestigt. Die Stange 5c ist außerdem mit einem ''»ügel 29 verbunden, der ein Führungsstück 30 trägt, in
dem die Stange 5t/verschiebbar geführt ist Der Permanent-Magnet
zieht bei ausgeschalteter elektrischer Erregerwicklung die Eisenplatte 28 an, wodurch eine Verbindung
der beiden Stangen 5c und 5d hergestellt wird, die ein Schalten des Schalthebels 4 durch das Pedal 6 in
beide Richtungen gestattet. Durch Einschalten der elektrischen Erregerwicklung wird in an sich bekannter
Weise das Magnetfeld des Permanent-Magnet neutralisiert, wodurch die Verbindung zwischen den beiden
Stangen 5c und 5d aufgehoben wird. Diese elektrische
Erregerwicklung ist in gleicher Weise wie der Elektromagnet 16 geschaltet
Die Schaltung ist in Fig.5 dargestellt In einem
Stromkreis mit dem Elektromagnet 16 bzw. der Erreserwicklung 27 liegt ein Schalter 31, der vom Schaltrelais
zum Einschalten des Fadenschneiders gesteuert ist Der Schalter schließt mit Einschalten des Fadenschneiders
und erregt die Spule des Magnet 16 bzw. die Erregerwicklung 27. Um zu verhindern, daB nach
Ablauf des Arbeitszyklus des Fadenschneiders und damit Öffnen des Schalters 31 bei irgendeiner Störung,
bei der der Fadenschneider in ausgefahrener Stellung stehenbleibt, die Motorkupplung wieder eingerückt
wird, ist ein weiterer Schalter 32 in einem parallelen Stromkreis vorgesehen. Dieser Schalter 32 wird von
einem Teil des Fadenschneiders gesteuert und schließt, sobald sich der Fadenschneider aus seiner Ruhestellung
bewegt und öffnet erst wieder, wenn der Fadenschneider die Ruhelage wieder einnimmt Sofern also durch
irgendeine Störung der Fadenschneider nicht wieder in die Ruhelage zurückkehrt, bleibt die Spule des Magneten
16 bzw. die Erregerwicklung 27 erregt, wodurch ein Einrücken der Motorkupplung verhindert wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
18 15 986
Patentanspruch:
Steuereinrichtung für Nähmaschinen mit einem
znr Vermeidung der gleichzeitigen Einschaltung unterschiedlicher Punktionen mindestens zwei unabhängige Schaltstellungen aufweisenden Steuerglied,
das fiber ein Betätigungsgestänge die Kupplung des Antriebsmotors einrückt und bei einer Bewegung in
entgegengesetzter Richtung einen Fadenschneider einschaltet dadurch gekennzeichnet, daß
im Betätigungsgestänge eine an sich bekannte mittels Elektromagneten ausgerüstete lösbare Verbindung
(14, 15) angeordnet ist und daß der Elektromagnet über einen Schalter (31) mit dem Einschaltvorgang
für den Fadenschneider betätigb?r ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681815985 DE1815985B2 (de) | 1968-12-20 | 1968-12-20 | Steuereinrichtung fur Nahmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681815985 DE1815985B2 (de) | 1968-12-20 | 1968-12-20 | Steuereinrichtung fur Nahmaschinen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1815985A1 DE1815985A1 (de) | 1970-07-02 |
| DE1815985B2 true DE1815985B2 (de) | 1975-08-21 |
Family
ID=5716890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681815985 Granted DE1815985B2 (de) | 1968-12-20 | 1968-12-20 | Steuereinrichtung fur Nahmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1815985B2 (de) |
-
1968
- 1968-12-20 DE DE19681815985 patent/DE1815985B2/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1815985A1 (de) | 1970-07-02 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |