DE179484C - - Google Patents

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DE179484C
DE179484C DENDAT179484D DE179484DA DE179484C DE 179484 C DE179484 C DE 179484C DE NDAT179484 D DENDAT179484 D DE NDAT179484D DE 179484D A DE179484D A DE 179484DA DE 179484 C DE179484 C DE 179484C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Safety Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Einrichtung zum Überleiten von Dampf aus einem Hochdruckbehälter in einen Niederdruckbehälter.
Die Neuerung besteht darin, daß außer einer Überleitung, in welche in bekannter Weise ein Druckminderventil und ein Ventil eingeschaltet ist, das sich erst bei Erreichung einer bestimmten Druckhöhe öffnet und
ίο Dampf in den ..Niederdruckbehälter einströmen läßt, noch eine, zweite Überleitung angeordnet ist. Diese besitzt ein Hilfsventil, das gewöhnlich geschlossen bleibt, sich aber öffnet, sobald die Durchströmungsgeschwindigkeit in. der ersten Überleitung eine bestimmte Größe erreicht hat. Das Hilfsventil ist mit einem kolbenartigen Teil ausgestattet, der in einem mit der Überleitung in Verbindung stehenden Raum spielt, so daß bei Erreichung einer bestimmten Dampfgeschwindigkeit in der Überleitung eine Druckminderung in dem Raum über dem kolbenartigen Teil des Ventils entsteht und letzteres infolgedessen geöffnet wird.
Die Einrichtung ist auf der beiliegenden Zeichnung in einem Querschnitt durch die den beiden Druckbehältern zugeordneten Ventileinrichtungen dargestellt.
Die Verbindung der auf der Zeichnung nicht dargestellten beiden Druckbehälter erfolgt durch Ventilgehäuse hindurch, welche mit A und B bezeichnet sind. Die Ventilgehäuse A und B stehen durch eine Überleitung e miteinander in Verbindung; außerdem steht das Gehäuse A durch eine zweite Überleitung a, an welche sich bei b eine nach dem Niederdruckbehälter führende Leitung anschließt, mit dem Gehäuse B in Verbindung. Das Gehäuse A ist ferner durch eine bei c sich ansetzende Leitung mit dem Hochdruckbehälter und das Gehäuse B durch einen Stutzen d mit der Außenluft verbunden. Die .·.·. Mündung des Kanals e nach dem Gehäuseinnern A ist mit f bezeichnet. .Dieser Mündung ist ein Kegelventil g zugeordnet, das mittels .der A^entilspindel h durch eine federnde Platte i gesteuert wird. In dem Ge-. häuse A ist ferner ein Hilfsventil k angeordnet ; dasselbe besitzt einen Ventilteller I1 mit welchem es sich auf seine Sitzfläche aufsetzt, und einen Kolbenteil in, der im Gehäuse geführt ist. Der Hochdr.uckdampf, der von : unten gegen den Ventilteller / drückt, wird durch einen Überführungskanal w nach der Gehäuseabteilung· n1 oberhalb des Kolbens in geleitet, so daß er infolge des gegenüber dem Ventilteller / größeren Durchmessers des Kolbens m das Ventil in der Regel bezw. bei geschlossenem Ventil g geschlossen hält. Wenn indessen das Ventil g geöffnet wird und der Dampf durch die Überleitung e mit einer bestimmten Geschwindigkeit nach dem Ventilgehäuse B abströmt, findet eine hinreichende Entlastung des Kolbens m statt, so daß das Ventil k geöffnet wird und dem HochdruQkdampf einen Ausweg nach dem Niederdruckbehälter durch die Leitung b eröffnet. Dies ist beim Überleiten sehr großer Dampfmengen
erforderlich, denn das Ventil g muß, da es erst von der federnden Platte i bewegt wird, - verhältnismäßig klein gehalten werden. Das Gleiche gilt von dem noch zu besprechenden Ventil q.
Der Hilfsventilkegel k sitzt auf einer Stellspindel η mit Handrad ο und kann außer durch die Wirkung der Dampfspannungen in den Druckbehältern durch Drehung des
ίο Handrades ο nach Belieben geöffnet und geschlossen werden.
Das der Mündung der Nebenleitung e nach dem Ventilgehäuse B zugeordnete Ventil ist mit q bezeichnet. Dasselbe ist als Kolbenventil ausgebildet und vermag sich in der Mündungskammer r der Überleitung e zu verschieben. Das Ventil q wird durch die Ventilspindel ^ von einer federnden Platte t gesteuert, auf welcher der Druck des Niederdruckbehälters lastet. Das Ventil q steht
. . außerdem in fester Verbindung mit einem Ventil u, welches der Auspuffleitung d züge- · ordnet ist. Mit ν ist ein Sicherheitsventil be-
"■ kannter Art bezeichnet, welches in Tätigkeit tritt, sobald der Druck in dem Niederdruckbehälter die vorgeschriebene Höhe übersteigt. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : ■ ■ . . '
Wenn der Druck in dem Hochdruckbehälter den Mindestdruck übersteigt, welcher unter allen Umständen vorhanden sein soll, bevor eine Druckabgabe nach dem Niederdruckbehälter eintreten darf (z. B. 9,7 Atm.), wird durch Einwirkung dieses Druckes auf die federnde Platte i das Ventil g geöffnet, so daß Dampf aus dem Hochdruckbehälter durch die Mündung f in die Überleitung e und aus dieser, sofern das Ventil q des Ventilgehäuses B geöffnet ist, in den Niederdruckbehälter einzutreten vermag. Ist eine beträchtliche Öffnung des Ventils g erfolgt und das Ventil q vollkommen geöffnet, so wird durch das Abströmen von Hochdruckdampf durch die Überleitung e nach dem Niederdruckbehälter eine so starke Druckverminderung in der Gehäusekammer n1 herbeigeführt, daß das Hilfsventil k des Gehäuses A geöffnet wird, und der Hochdruckdampf außer durch die Überleitung e auch noch durch die zweite Überleitung α nach dem Niederdruckbehälter entweicht. Diese Abströmung von Dampf aus dem Hochdruckbehälter nach dem Niederdruckbehälter findet so lange statt, bis entweder der Druck'in dem Hochdruckbehälter unter das für denselben vorgesehene Mindestmaß (z. B. 9,7 Atm.) gesunken ist, oder bis der Druck in dem Niederdruckbehälter den für letzteren vorgesehenen Höchstdruck (ζ. Β. 4 Atm.) überstiegen hat. In dem ersteren Falle schließt sich das Ventil g, da der Druck auf die federnde Platte i nicht groß genug ist, das Ventil geöffnet' zu halten. Infolge des Schlusses des Ventils g- gleicht sich der Druck in der Gehäusekammer n1 mit dem Druck im Hochdruckbehälter aus, so daß durch den Überführungskanal w wieder der volle Hochdruck auf die Oberseite des: Kolbens m geleitet wird, der den Ventilteller I des Hilfsventils k auf seinen Sitz niederdrückt. Es erfolgt also .unmittelbar .nach Schluß des Ventils g auch ein Schluß des Hilfsventil k und somit, eine völlige Unterbrechung der Verbindung zwischen dem Hochdruckbehälter und dem Niederdruckbehälter.
Diese Unterbrechung währt so lange, bis der Druck in dem Hochdruckbehälter wiederum über das vorgeschriebene Mindestmaß' gestiegen ist, in welchem Falle sich das oben beschriebene Spiel von neuem wiederholt.
Sollte aber infolge des Übertritts von Dampf aus dem Hochdrückbehälter in den Niederdruckbehälter der Druck in dem letzteren die zulässige Höhe erreichen, so erfolgt durch Druck auf die federnde Platte t des Ventilgehäuses B ein Schluß des Ventils q vor der Öffnung r. Dies hat zur Folge, daß selbst bei geöffnetem Ventil g des Ventilgehäuses A Dampf aus dem Hochdruckbehälter in den Niederdruckbehälter nicht überzutreten vermag. Auch durch Ventil k kann kein Dampf treten,: denn, wenn auch Ventil g geöffnet ist, so findet doch der Dampf durch Rohr e keinen Abfluß, und der volle Dampfdruck steht nicht nur in e, sondern ebenso in der Überführung w und in der Kammer n1. Steigt der Druck in dem Niederdruckbehälter etwa durch gesonderte Wärmezuführung· zu demselben über den für diesen Behälter vorgeschriebenen Höchstdruck, so wird das Kolbenventil q weiter in die zylindrische Mündung der Kammer r für die Überleitung e hineingezogen. Die Folge hiervon ist, daß das Ventil u, welches der Auspuffleitung d zugeordnet ist, geöffnet wird und der Dampf aus dem Niederdruckbehälter durch d ins Freie entweicht. Ist der durch· das Ventil u freigelegte Auspuffweg zu eng, um den gesamten Drucküberschuß aus dem Niederdruckbehälter abzuleiten, so - tritt in bekannter Weise das Sicherheitsventil ν in Tätigkeit.
Bei der beschriebenen Wirkungsweise ' des Ventils ist vorausgesetzt, : daß die Stellspindel η des Hauptventils k so : eingestellt ist, daß sie die Bewegung dieses Ventils .unter dem Einfluß der Dampfspannungen nicht u5 hindert. Soll aber, etwa wegen Stillsetzens der Maschinen, der gesamte im Hochdruckbehälter entwickelte Dampf nach dem Niederdruckbehälter abgeleitet werden, so wird durch entsprechende Drehung des· Handrades 0 die Stellspindel η so hoch gehoben, daß' das Hilfsventil k dauernd geöffnet bleibt. Umgekehrt
wird bei Ausschaltung der Dampferzeugung im Hochdruckkessel die Spindel η so herabgeschraubt, daß das Hilfsventil k dauernd geschlossen bleibt und das Entweichen von Dampf vom Niederdruckkessel nach dem außer Betrieb befindlichen Hochdruckkessel vermieden wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Einrichtung zum Überleiten von Dampf aus einem Hochdruckbehälter in einen Niederdruckbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß außer der Überleitung (e), in welche in bekannter Weise ein Druckminderventil (q) und ein Ventil (g) ^eingeschaltet ist, das sich erst bei Erreichung eines einstellbaren Druckes öffnet :und Dampf in den Niederdruckbehälter feinströmen läßt, noch eine zweite Überleitung mit einem Hilfsventil (k) angeordnet ist, das für gewöhnlich geschlossen bleibt, sich hingegen öffnet, sobald die Strömungsgeschwindigkeit in der Überleitung (e) eine bestimmte Größe erreicht hat. .
  2. 2. Einrichtung zum Überleiten von Dampf aus einem Hochdruckbehälter in einen Niederdruckbehälter . nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsventil (k), das der Hochdruck zu öffnen bestrebt ist, mit einem kolbenartigen Teil versehen ist, der in einem mit der Überleitung in Verbindung stehenden Raum (V J spielt, so daß bei Erreichung einer bestimmten Dampfgeschwindigkeit in der Überleitung (e) eine Druckverminderung in dem Raum über dem kolbenartigen Teil des Ventils entsteht und letzteres infolgedessen geöffnet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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