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Frischdampfzusatzregler für Abdampfvorwärmer Die Erfindung bezieht
sich auf Frischdampfzusatzregler für Abdampfvorwärmer, die mit Hilfe eines vom Druck
in der Dampfzuleitung zur Lokomotivmaschine im Sinne des Schließens beaufschlagten,
in einer von der Speisepumpendampfleitumg ,abgezweigten Leitung angeordneten Steuerventils
nur beim Arbeiten der Speisepumpe und bei Abnahme des Druckes in der Dampfzuleitung
zur Lokomotivmaschine Frischdampf zum Vorwärmer lassen. Die Erfindung besteht darin,
daß die von der Speisepumpendampfleitung abgezweigte Leitung, in der das Steuerventil
liegt, zu einem im Sinne des Öffnens auf das Frischdampfventil einwirkenden Kraftkolben
führt, von dessen Zylinderraum eine mit einer Drosselstelle versehene Leitung zu
einem Raum niederen Druckes, vorzugsweise zum Von wärmer, ,geführt ist. Durch die
Erfindung wird ein schnelles Abschließen des Frischdampfzusatzventils bei nicht
laufender Speisepumpe ,gesichert.
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Im Gegensatz zur Erfindung erzeugt bei einem bekannten Frischdampfzusatzregler
der in Frage stehenden Art der von d-ex Dampfleitung der Speisepumpe zugeführte
Dampf keimen Öffnungsdruck am Kraftkolben des Frischdampfventils, sondern mit Hilfe
einer in diesem Kraftkolben angebrachten Drosselstelle einen Schließdruck. Erst
wenn dieser
Schließdruck durch das vom Abdampf gesteuerte Steuerventil
aufgehoben wird, kann der Kraftkolben das Frischdampfzusatzventil öffnen und den
Pumpenzusatzdampf zum Vorwärmer strömen lassen.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ,dargestellt.
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Abb. i zeigt in Seitenansicht die Einrichtung bei einer Lokomotive.
Ferner zeigen in größerem Maßstabe Abb. 2 einen senkrechten Schnitt durch das Frischdampfventil.
und -Abb.3 einen senkrechten Schnitt durch das zugehörige Steulerventil.
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In Abb. i bezeichnet i o den Langkessel der Lokomotive, i i den Oberflächenvorwärmer
für das Speisewasser und 12 die Speisepumpe. Zum Antrieb der Speisepumpe 12 dient
Frischdampf, der vom Regler 13 des Dampfdomes durch eine Leitung 14. zugeführt wird.
In diese Leitung 14. ist ein am Führerstand angeordnetes Absperrventil 15 eingeschaltet.
Der Vorwärmer i i wird im Regelbetrieb mit Abdampf durch eine von der Lokomotivmaschine
17 kommende Abdampfleitung 16 beheizt. Ist die Speisepumpe im Betrieb, aber steht
zeitweise kein oder nicht genügend Abdampf zur Vorwärmung des Speisewassers zur
Verfügung, so wird dem Vorwärmer Frischdampf durch eine Leitung 2o, 2o', zugeführt.
Das in dieser Leitung ang-eo-rdnete selbsttätige Regelventil ist mit 21 bezeichnet.
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Wie Abb. 2 zeigt, ist in dem Gehäuse 22 des Frischdampfventils 21
ein Absperrventil 23 angeordnet, das eine Schließfeder 24. gegen seinen Sitz. zu
halten sucht. Mit dem Absperrventil 23 arbeitet ein im einem Zylinder 25 geführter
Stufenkolben 26, 27 zusammen" der dazu bestimmt ist, das Ventil 23 entgegen
der Kraft der Feder 24 zu öffnen. Dabei drückt der abgesetzte Teil 27 des Stufenkolbens
gegen .einen in den Zylinderraum i9 des Kolbenteiles 27 hineinragenden zapfenförmigen
Ansatz 23' des Ventils 23. Der Zylinderraum i9 ist durch eine Bohrung 28 mit der
Austrittskammer 29 des Frischdampfventils verbunden. Infolgedessen wirkt der Dampfdruck
in der Kammer 29 im Sinne des Schließens auf den Kolben 27 ein. Zwischen der Kammer
29 und dem zum Speisewasservorwärmer i i führenden Leitungsteil 2o' ist eine Drosselstelle
z9" vorgesehen, so daß in der Kammer 29 der volle Frischdampfdruck herrscht, der
ein beschleunigtes Schließen des Ventils gewährleistet. -Der Zylinder 25 ist durch
ein Rohr 3o mit einer Leitung 3I, 3I' verbunden, die von der Speisepumpendampfleitung
I4 abgezweigt ist. Ein in der Leitung 31, 31' angeordnetes Steuerventil 32 regelt
den Dampfzufluß zum Zylinder 25, um den Druck des Antriebsdampfes der Speisepumpe
:auf den Kolben 26 einwirken zu, lassen. An die Leitung 3 i' ist hinter dem Anschlußrohr
3o zum Zylinder 25 eine zur Abdampfkammer des Speisewasservarwärmers I I
;gehende Verbindungsleitung 33 angeschlossen. In dieser Verbindungsleitung 33 ist
eine Drosselstelle 34. angeordnet, deren Querschnitt wesentlich kleiner ist als
der Durchflußquerschnitt des Steuerventils 32. Infolgedessen strömt nur eine geringe
Dampfmenge aus der Pumpendampfleitung 14. zur Leitung 33.
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Auf das Kolbenventil 35 des Steuerventils (Abb. 31 wirkt eine einstellbare
Feder 36 ein, die das Kolbenventil in der Offenstellung zu halten sucht. Das eine
Ende des Ventilkolbens 35 ragt in eine Kammer 37, in die ein von der Zudampfleitung
der Lokomotivmaschine abgezweigtes Rohr 38 :einmündet.
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Die von der Pumpendampfleitung 1.1 kommende Leitung 3 i mündet in
eine Kammer 39 des Steuerventils ein. Von der Kammer 39 führt eine durch das Ventil
35 absperrhart Öffnung 4o in eine Kammer 4 i, .an welche die zum Frischdampfventil
führende Leitung 31' angeschlossen ist. Mit .12 ist ein Entlüftungs- und Entwässerungsrohr
des Steuerventils und mit 4.3 ein :entsprechendes Rohr des Frischdampfventils bezeichnet.
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Die Wirkungsweise ist «de folgt: Wird die Speisepumpe 12 durch Öffnen
des Ventils 15 angestellt, so strömt Frischdampf von der Pumpendampfleitung 14 durch
das Rohr 31 in die Einlaßkammer 39 des Steuerventils 32. Infolge der Verbindung
der Zudampfleitung der Maschine durch das Rohr 38 mit der Kamnier 37 des Steuerventils
herrscht in der Kammer 37 der Eintrittsdruck der Maschine. Solange die Maschine
mit einer solchen Leistung arbeitet, daß der Maschinenabdampf zur Vorwärmung des
Speisewassers im Vorwärmer i i ausreicht, wird: das Steuerventil 35 durch den in
der Kammer 37 herrschenden Dampfdruck geschlossen gehalten. Dadurch ist der Zufluß
des Pumpendampfes zum Rohr 31' und weiter durch das Rohr 3o zum Zylinder 25 des
Frischdampfventils lobgesperrt. Infolgedessen bleibt das Frischdampfventil 23 unter
der Wirkum;g der Schließfeder 2.1 und des von oben auf das Ventil einwirkenden Frischdampfdruckes
;geschlossen.
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Wird aber die D;ampfzu£uhr zur Maschine 17 abgesperrt oder so weit
gedrosselt, daß eine genügende Erwärmung -des Speisewassers durch Maschinenabdampf
nicht mehr erfolgt, so, sinkt entsprechend der Dampfdruck in der Kammer 37 des Steuerventils.
Infolgedessen kann die Feder36 das Steuerventil35 öffnen. Der durch die Leitung
3 I zuströmende Teil des Pumpendampfes gelangt durch das geöffnete
Steuerventil,
die Leitung 3 i' und das Anschlußrohr 30 in den Zylinder 25 und unter den Kraftkolben
26, 27 des Frischdampf-. ventils. Durch den Kolben 26, 27 wird das Frischdampfventil
geöffnet, so. daß nunmehr Frischdampf vom. der Leitung 2o zur Leitung 20' und ZUM
Vorwärmer i i strömen kann.
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Wird die Maschine wieder mit einer solchen Leistung betrieben, daß
ihr Abdampf zum; Vorwärmen des Speisewassers ,ausreicht, so steigt auch in der Kammer
37 des Steuerventils der Druck so- hoch an, daß das Ventil 35 geschlossen und der
Zufluß von Pumpendampf zum Frischdampfventil unterbrochen wird. Infolgedessen wird
auch das Frischdampfventil 23 geschlossen und der Frischdampfzutritt zum Speisewasservorwärmer
abgesperrt. In gleicher Weise wird das Frischdampfventil 23 - geschlossen, wenn
durch Schließen des Ventils 15 in der Pumpendampfleitung die Speisepumpe stillgesetzt
wird und damit ,auch der Zufluß von Pumpendampf zum Steuerventil aufhört. Bei der
Schließbewegun,g des Kraftkolbens 26, 27 des Frischdampfventils kann :der im Zylinder
25 enthaltene Dampf in die Leitung 33 und weiter zum Speisewasservorwärmer oder
an eine andere geeignete Stelle niederen Druckes abströmen, so daß sich das Ventil
23 schnell schließt. -