DE178024C - - Google Patents

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DE178024C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B11/00Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes
    • C05B11/04Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid
    • C05B11/12Fertilisers produced by wet-treating or leaching raw materials either with acids in such amounts and concentrations as to yield solutions followed by neutralisation, or with alkaline lyes using mineral acid using aqueous hydrochloric acid

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTSCHRIFT
- Jig 178024 -KLASSE 16. GRUPPE
Dr. ADOLF CLEMM in MANNHEIM.
Behandelt man Phosphat, z. B. Florida-Algier-Phosphat, Knochen und dergl. mit Salzsäure, zieht die gebildete Lösung vom Rückstand ab, stumpft einen etwa vorhandenen Überschuß von Salzsäure ab, bis sich eben ein Niederschlag zu bilden beginnt, und unterwirft diese Lösung von saurem phosphorsaurem Salz und Chlormetall der Elektrolyse, so entwickelt sich an der Anode
ίο Chlor, während sich an der Kathode unter Wasserstoffentwickelung ein Niederschlag von Phosphat abscheidet, welcher in zweiprozentiger Zitronensäurelösung vollständig und leicht löslich ist. Man ist also in der Lage, gleichzeitig aus der angewendeten Salzsäure Chlor als solches zu gewinnen und das Phosphat in eine Form umzuwandeln, in welcher es durch seine Zitratlöslichkeit und seine Reinheit eine sehr erhebliche Wertsteigerung gegenüber dem Rohphosphat erfährt.
Es ist einleuchtend, daß man die Zusammensetzung der zu elektrolysierenden Flüssigkeit auch noch auf andere wie die oben erwähnte Weise erzielen kann, z.B.
durch Zusammenmischen einer Lösung von saurem phosphorsaurem Kalk mit Chlorcalcium (oder Chlormagnesium und dergl.), deren Elektrolysierung dann denselben Effekt ergibt.
Die erste Art des Arbeitens wird sich überall da empfehlen, wo größere Mengen von Salzsäure zu annehmbarem Preis zur Verfügung stehen, während die zweite Art da besonders in Betracht kommt, wo Chlorcalcium oder Chlormagnesium möglichst kostenlos als Nebenprodukte oder Abgänge zu haben sind und wo sich eine Lösung von saurem phosphorsaurem Kalk, wie sie z. B. bei der Extraktion niedergrädiger Phosphate durch Behandeln derselben mit verdünnter Schwefelsäure erhalten wird, auf billigere Weise als beim Arbeiten mit Salzsäure beschaffen läßt.
Wie ersichtlich, stellt das vorliegende Verfahren eine Kombination zweier an sich bekannter Verfahren dar, nämlich eines solchen zur elektrolytischen Zerlegung von Chlorcalcium in Kalkhydrat und Chlor und eines weiteren zur Fällung saurer Calciumphosphatlösungen mit Kalkhydrat zwecks Herstellung zitratlöslicher Phosphate. .
Diese Kombination ist jedoch keine willkürliche und dem bloßen Aneinanderreihen der beiden Verfahren gleichwertige. Vor letzterem hat sie nicht allein den naheliegenden und bei fast allen Kombinationsverfahren selbstverständlichen Vorteil der Ersparnis an Arbeitsmitteln und Zeit voraus, sie führt auch, im Gegensatze zu der einfachen Aneinanderreihung der beiden in Betracht kommenden Einzelverfahren, mit Sicherheit zu einem triphosphatfreien, auch nach dem Trocknen dauernd zitratlöslichen Dicalciumphosphat. Es wird nämlich bei dem vorliegenden Verfahren gar kein Kalk ausgefällt, sondern direkt Ca% H2 P2 O8, während bei der bloßen Aneinanderreihung der beiden Verfahren zuerst Kalk gefällt wird, welcher dann wiederum zur Ausfällung der sauren Phosphatlauge dient. Bei dieser Manipulation bildet sich aber kein absolut konstanter und
unter allen Umständen zitratlöslicher zweibasischer phosphorsaurer Kalk, sondern eine erhebliche Menge von dreibasischem phosphorsaurem Kalk.
Dieser dreibasische phosphorsaure Kalk wird aber nach dem Trocknen größtenteils zitratunlöslich und macht dadurch das Endprodukt in hohem Grade minderwertig. Wenn dagegen, wie es bei dem vorliegenden Kombinationsverfahren der Fall ist, die beiden Komponenten in keinem Stadium des Verfahrens als fertige Zwischenprodukte in der Reaktionsmasse vorhanden und nachweisbar sind, sich vielmehr sofort und im Zustand ihres Entstehens miteinander verbinden, so bildet sich stets und ausschließlich die stabile, . unter allen Umständen zitratlösliche zweibasische Kalkphosphatverbindung, und zwar nach der Formel:
Ca Cl2 + Ca · (H2 P OJ 2
= 2 Ca H
2 Cl + 2 H.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Herstellung von Chlor unter gleichzeitiger Gewinnung von zitratlöslichem Phosphat durch elektrolytische Zersetzung von in Salzsäure gelöstem Phosphat (insbesondere phosphorsaurem Kalk) oder einer im Effekt gleichwertigen Mischung von gelöstem saurem phosphorsaurem Salz mit Chlormetall, z. B. von saurem phosphorsaurem Kalk mit Chlorcalcium oder Chlormagnesium.
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