DE1768447B - 2-Dichloracetamido-3-chlor-l ,4naphthochinon und dieses enthaltende algizide Mittel - Google Patents

2-Dichloracetamido-3-chlor-l ,4naphthochinon und dieses enthaltende algizide Mittel

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DE1768447B
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DE
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chloro
naphthoquinone
dichloroacetamido
salts
algicidal
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Pending
Application number
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English (en)
Inventor
Otto Dr. 6232 Bad Soden; Röchling Hans Dr. 6240 Königstein. F22b 37-24 Scherer
Original Assignee
Farbwerke Hoechst AG, vormals Meister Lucius & Brüning, 6000 Frankfurt

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Description

.:.·-. Als Dispergierstoffe eignen sich Salzs von Sulfit-
"— ablaugen und Salze der Naphthalinsulfonsäure sowie
. . ,. hydratisierte Kieselsäuren oder auch Kieselgur.
■·'■'■■ 15 /Jg MahlhiJfsmittel können geeignete organische
oder anorganische Salze wie Natriumsulfat, Ämmon-
Die Erfindung be/.eht sich auf 2-Dichloracetam.do- sulfat, Natriumcarbonat, Natriumsulfat Natrium-3-chlor-l,4-naphthochinon sowie auf algizide Mittel, stearat oder Natnumacetat verwendet werden,
welche als wirksame Komponente einen Gehalt an
der genannten Verbindung aufweisen. 2O Beispiel!
Es ist bekannt, daß 2,3-Dichlor-l,4-naphthochinon , ,, ,. ,,, .
und 2-ChIoracetamido-3-chlor-l ,4-naphthochinon üap. 2-Dichloracetamido-3-chlor-l ,4-naphthochinon
Pat. Sho-41-184 520) algizide Eigenschaften aufweisen. ,Λ _ .. , _ . .
Das neue Naphthochinonderivat 2-Dichloracet- Eine Suspension von 41,5 g (0 2 Mol) 2-Amino-
amido-3-chlor-l,4-naphthochinon wird in an sich ^5 3-chlor-l,4-naphthochinon in 15OmI getrocknetem
bekannter Weise durch Umsetzung von 2-Amino- Xylol wird mit 53,2 g (0 22MoI) Dichloressigsaure-
3-ch.or-l,4-naphthochinon mit Dichloressigsäurean- anhydrid und 10 ml Dichloresslgsaure versetzt Ur1J
hydrid in Gegenwart von zweckmäßig 10 bis 30 Mol- 90 Minuten zum Rückfluß erhitzt.
Prozent Dichloressigsäure oder p-Toluolsulfonsäure Beim Abkühlen auf Raumtemperatur fallt em
oder einer Mineralsäure, z. B. Schwefelsäure oder 3o Festkörper aus, der abfiltnert, mit kaltem Xylol
Salzsäure oder durch Umsetzung von 2-Amino- gewaschen und getrocknet wird.
3-chlor-l ,4-naphthochinon mit Dichloressigsäurechlo-
rid in Gegenwart einer säurebindenden Substanz, Ausbeute: 53 g (83% der Theorie)
vorzugsweise 0,8 bis 1,2 Molprozent einer tert. Base, ρ . y\y bis 213°C
wie Triethylamin, hergestellt. 35 ^"
Als Lösungsmittel eignen sich alle gebräuchlichen, Analyse: Ci2H6Cl3NO3 (318,5)
unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungs- Berechnet 45 2°/0C, 1,88 °/0 H, 4,4°/0 N;
mittel z.B. Benzol Toluol Xylol, Chlorbenzol, gefunden '.'.'. 45>/0C, l,9°/„ H, 4,2%, N.
Cyclohexanon oder Ligroin. Die Reaktionen ver- °
kufen bei Temperaturen von 25 bis 1400C, Vorzugs- 4°
weise jedoch bei Temperaturen von 100 bis 140°C. Beispiel 2
Die neue Verbindung zeigt eine ausgezeichnete
Wirkung gegen Grünalgen der Gattung Chlorella Grünalgen der Gattung Chlorella wurden im
sowie gegen Spirogyra spp. und Vaucheria spp. Die Laboratorium in SOO-ccm-Flaschen bei +24 CWasser-
beiden letztgenannten Algenarten treten z. B. in 45 temperatur unter kontinuierlicher, I .ngsamer Durch-
Wasserreiskulturen auf und können durch die er- strömung mit Luft in Nährlösung und unter Dauer-
findungsgemäßen Präparate wirksam bekämpft wer- belüttung in Kultur gehalten. Sie wurden mit 2-Di-
den, ohne die Reiskulturen zu schädigen. chloracetamido^-chlor-l^naphthochinon, das als
Die neue Verbindung hatte durchweg eine bessere 25°/oiges, in Wasser suspendierbares Pulver auf-
algizide Wirkung als z. B. 2,3-Dichlor-l,4-naphtho- s° bereitet war, behandelt. Die Wirkstoffkonzentrationen
chinon und 2-Chloracetamido-3-chIor-l,4-naphtho- betrugen 5, 1,25 und 0,03 ppm im Nährmedium
chinon. (ppm = Gewichtsteile Wirkstoff pro Million Ge-
Die Warmblütertoxizität der beanspruchten Ver- wichtsteile des Nährmediums).
bindung ist gering. Sie beträgt 15 000 mg/kg Ratte oral. . .
Die neue Verbindung.kann in den üblichen Mi- 55 Als Vergleichsmittel dienten:
schungen mit festen oder flüssigen inerten Träger- 2-Chloracetamido-3-chlor-l,4rnaphthochinon
stoffen, Haft-, Netz- und Dispergier- sowie Mahl- (jap. Patentanmeldung Sho-41-184 520)
hilfsmitteln als Spritzpulver, Emulsionen, Streumittel, 2,3-Dichlor-l,4-naphthochinon (Handelspräparat)
Suspensionen, Stäube und Granulate zubereitet wer- Triphenylzinnacetat (Handelspräparat).
den. Sie läßt sich mit anderen Insektiziden, Fungi- 6o
ziden, Nematoziden und Herbiziden mischen. Als Die Beobachtungsdauer der Versuche betrug 7 Tage.
Trägerstoffe für die genannten Formulierungen eignen Die Beurteilung der Wirkung erfolgte nach dem
sich mineralische Stoffe wie Aluminiumsilikate, Ton- Augenschein. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zu-
erden, Kaolin, Kreiden, Kieselkreiden, Talkum, sammengestellt und zeigen, daß die neue Verbindung
Kieselgur oder hydratisierte Kieselsäuren oder Zu- 65 eine bessere algizide Wirkung besitzt als 2,3-Dichlor-
bsreitungen dieser mineralischen Stoffe mit speziellen 1,4-naphthochinon und an die von Triphenylzinn-
Zusätzen, z. B. Kreide mit Natriumstearat gefettet, acetat und 2-Chloracetamido-3-chlor-l,4-naphthochi-
forner alle gebräuchlichen und geeigneten organischen non herankommt.
Tabelle 1
Algizide Wirkung in Prozent bei ppm Wirkstoffmenge in der Spritzbrühe
KofiTfflt ration in ppm
5 j 1^5 j 0,03
99
100
10
78
0
10
0
0
17
o
l-Dichloracetamido-S-chlor-
1,4-naphthocbinon
Vergleichsmittel
2-ChIoracetamido-3-chlor-
1,4-naphthochinon
2,3-Dichlor-l,4-naphtho-
chinon
100
100
80
100
0
Triphenylzmnacetat
Unbehandelt
Beispiel 3
Im Gewächshaus wurden bei +240C an Wasserreis (Oryza sativa) und Grünalgen (Spirogyra spp. und Vaucheria spp.) Versuche in Kick-Brauckmann-Gefäßen a^f sandigem Lehmboden derart durchgeführt, daß letztere nach Einsaat von Wasserreis 7 cm hoch über der Erdschicht mit Wasser aufgefüllt wurden. Anschließend wurden die Algenkulturen aufgebracht. Die Suspensionen des als 25°/oiges Spritzpulver eingestellten Präparats:
A: 2-Dichloracetamido-3-chIor-l,4-na^hthochinon wurden zugegeben, nachdem die Algendecke geschlossen und die Reispflanzen durchschnittlich 3 bis
ίο 4 cm hoch waren; die Gesamttiefe des Wasser? belief sich auf 8 cm. Die Prüfkonzentrationen betrugen dann 2,5 ppm, 1,25 ppm und 0,06 ppm in der gesamten Wassermenge des Gefäßes.
Die Vergleichsmittel waren:
B: 2-Chloracetamido-3-chlor-l,4-nephthochinon C: 2,3-Dichlor-l,4-naphthochinon.
Die Versuchsdauer betrug 6 Wochen; die Wirkung der Präparate auf die Algen und den Wasserreis ao wurde nach dem Augenschein bewertet.
Die neue Substanz A hatte bei guter Verträglichkeit durch Reis eine bessere algizide Wirkung als die Vergleichsmittel B und C.
Tabelle 2
A
Vergleichsmittel
B
C
Unbehandelt
Algizide Wirkung in % Konzentration in ppm 7.5 I 1,25 I 0,06
100
90
10
70
60 8 0
Vefüleichsnüttel
B
C
Unbehandelt
Phytotoxis in ·/« be Wasserreis
Konzentration in ppai 2,5 ; 1,25 j 0,06
10
0
0 0

Claims (2)

ί ϊ 768 447 1 2 Lösungsmittel, z.B. Toluol, Xylol, DiacetonalkohnL Benzine Weißöle, Dioxan, Dimethylformamid, Di-Patentansprüche: methylsulfoxid, Äthylacetat, ßutylacetat, Tetrahydro- ·-,. , furan oder Ciilorbenzol. . _ „ ,
1. Z-Dichloracetamido-a-chlor-l^-naphtho- S Als Haftmittel können leimarttge Zeihdoseprodukte chinon. oder Polyvinylalkohole verwendet werden.
2. Algizide Mittel, gekennzeichnet durch einen Als Netzstoffe eignen sich aUe geeigneten Emul-Gehaltiw a-Dichloracetamido-S-chlor-l^naph- gatoren wie oxäthyherte Alkylphenole Salze von thochinon. Aryl-oder Alkylarylsulfonsauren, Salze von Methyl-
ip taurin. Salze von Phenylkogasinsulfonsauren oder

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