DE176835C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R31/00—Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
- G01R31/50—Testing of electric apparatus, lines, cables or components for short-circuits, continuity, leakage current or incorrect line connections
- G01R31/58—Testing of lines, cables or conductors
- G01R31/59—Testing of lines, cables or conductors while the cable continuously passes the testing apparatus, e.g. during manufacture
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- Coil Winding Methods And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. - Ja 176835 KLASSE 21 e. GRUPPE
Vorliegende Erfindung bezweckt das Auffinden schadhafter Isolierung, beispielsweise
an Leitungsdrähten, und besteht aus. einem Fühler oder Wächter, durch dessen Tätigkeit
die Isolierung von Drähten z. B. während deren Aufwicklung auf Spulen selbsttätig
derart untersucht werden kann, daß beim Wickeln von Elektromagneten jede Windung
geprüft und das Wickeln sofort unterbrochen wird, wenn der Wächter gegen eine lockere
oder schadhafte Schicht der Isolierung trifft, wodurch es möglich ist, z. B. elektromagnetische
Spulen mit fehlerlosen Wicklungen zu liefern. Demgemäß eignet sich diese Vorrichtung
ganz .besonders für Spul- oder Wickelmaschinen.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigt:
Fig. ι eine schematische Anordnung der Einrichtung nach vorliegender Erfindung an · einer Spulwickelmaschine;
Fig. ι eine schematische Anordnung der Einrichtung nach vorliegender Erfindung an · einer Spulwickelmaschine;
Fig. 2 ist eine in vergrößertem Maßstabe
dargestellte Ausführungsart der Vorrichtung im Schnitt nach Linie A-A durch Fig. 3 und
Fig. 3 zeigt eine um 900 verdrehte Ansicht der Fig. 2.
In der Zeichnung ist 2 die Wickelspindel beispielsweise einer Spulmaschine, oder einer
■ Drahtziehwalze oder sonst einer Aufwindetrommel zum Aufwickeln von isoliertem
Draht von einer \Aorratsspule 3; 4 ist ein
Zwischenorgan, im vorliegenden Falle eine Führungsrolle, über welche der aufzuwickelnde
Draht geführt wird. Mit der Spindel 2 verbunden ist irgend eine Arretiervorrichtung
bekannter Konstruktion, wie sie beispielsweise zum selbsttätigen Abstellen von Wickelmaschinen bei Schadhaftwerden oder
Erschöpfen des aufzuwickelnden Fadens verwendet wird. In der Zeichnung ist eine Arretiervorrichtung
dargestellt, welche die Unterbrechung des Wickeins bewirkt, wenn die Isolierung des Drahtes eine schadhafte Stelle
oder sonst eine die Isolation störende Unvollkommenheit aufweist. Die Spindel 2, die
Vorratsspule 3, die Führungsrolle 4 und die Arretiervorrichtung bilden in dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel Elemente einer Spulwickelmaschine. An der Spindel dieser Maschine
oder mit derselben verbunden ist ein Sperrad 5 angeordnet. Diesem benachbart verbolzt ist ein Hebel 6, in welchem eine
Klinke 7 hin- und hergleiten kann und mit einer Nase 8 versehen ist, die unter gewöhnlichen
Verhältnissen mit dem Sperrad S außer Eingriff steht und in dieser Stellung beispielsweise
durch das Gewicht des Hebels 6 gehalten wird. Diesem Hebel 6 benachbart ist ein Elektromagnet 9, welcher in einem
elektrischen Stromkreis liegt, dessen Strom von einer geeigneten Stromquelle 10 herrührt.
Der Stromkreis verläuft von der Quelle 10 aus zur Welle 11 der Vorratsspule 3 und
durch dieselbe in den Draht 12, dessen eines Ende mit der Maschine bezw. mit der Strom-
quelle durch die Maschine in irgend einer Weise leitend verbunden ist. Dies ist aus der
Zeichnung nicht ersichtlich, doch ist es leicht verständlich, daß diese Verbindung z. B. dadurch
bewirkt werden kann, daß das metallische Ende des Drahtes 12 mit der Spindel 11
in Berührung liegt.
Der zweite Pol der elektrischen Quelle ist mit dem Elektromagneten 9 verbunden und
durch diesen mit der Rolle 4, mit welcher der Magnet, wie in Fig. 1 dargestellt, durch
direkte Verbindung mit dem Drehzapfen 14 oder, wie in Fig. 2 dargestellt erscheint, durch
eine gegen die Nabe dieser Rolle anliegende Bürste verbunden ist. Wenn die Verbindung
wie in Fig. 2 dargestellt erfolgt, ist die Rolle 4 von den übrigen Bestandteilen der
Maschine isoliert, wie dies in Fig. 3 ersichtlich ist, dadurch, daß der Zapfen 14 in einem
aus Isoliermaterial bestehenden Futter 15 gelagert ist, während der Bolzen 16 und die
Schraube 17 durch Isolierzwischenlagen 18 und 19 von den benachbarten Metallteilen getrennt
sind.
Der Stromkreis, der unter normalen Verhältnissen offen ist, läuft von dem positiven
Pol der Stromquelle zur Rolle 4 einerseits und andererseits von dem negativen Pol durch
die Vorratsspule 3 in den isolierten Draht 12, welcher über die Rolle 4 geführt ist. Wenn
dieser Draht mit keiner Isolierung bedeckt wäre, oder wenn die Isolierung so locker
wäre oder schadhafte Stellen aufwiese, daß der Draht mit der metallischen Rolle 4 in
leitender Berührung stände, so würde der Stromkreis geschlossen sein. Dadurch würde,
der Magnet 9 erregt, der Hebel 6 angezogen und die Klinkennase 8 in die Zähne des Sperrrades
5 gerückt werden, um das weitere Aufwickeln des Drahtes auf die Spule 2 selbsttätig
zu.unterbrechen. Die Isolierung aber ist nicht immer so schadhaft, daß die Berührung
metallischer Teile des Drahtes mit der Rolle 4 eintritt. Vielmehr zeigt oft die Isolierung
ganz unwesentliche Fehler oder ist so wenig schadhaft, daß der Draht, unter normalen Verhältnissen
über die Rolle 4 geleitet, überhaupt keine metallische Berührung" mit dieser Rolle
haben kann. Es ist daher notwendig, die.
Empfindlichkeit der Vorrichtung zu erhöhen, ohne daß die Isolation des Drahtes darunter
leidet. Dies wird bewirkt durch die Anordnung einer als Fühler oder Wächter dienenden
Feder 20, welche die Gestalt einer endlosen bezw. ringförmigen Spirale besitzt, die
aus glattem Draht hergestellt und in die Nut 21 der Rolle 4 gebettet ist. Der isolierte
Draht 12 wird über die Rolle geleitet, und zwar vorteilhaft, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist,
seitlich zur Feder 20. Da die Nut 21 und der Draht der Feder glatt sind, und da die Spannung
der Feder eine nur unwesentliche ist, leidet die Isolierung keinen Schaden, wenn
der Draht entlang der Feder gezogen wird. Die Windungen der Spiralfeder sind ' unter
einem solchen Winkel gelegen und ihre Spannung ist derart bemessen, daß, wenn die Isolierung
z. B. abgewetzt oder fadenscheinig oder locker geworden ist, eine oder mehrere der Federspiralen durch dieselbe zum Drahtkörper
dringen und dadurch den elektrischen Stromkreis zwischen Draht 12 und Rolle 4
schließen. Die Wirkung der geschmeidigen Feder 20 ist daher die eines Fühlers, indem
ihre Spiralen tastend entlang des Drahtes wirken; es ist ersichtlich, daß das Aufwinden
des Drahtes sofort selbsttätig abgestellt wird, wenn sich eine schadhafte Isolationsstelle
zeigt, die dadurch auch sofort auffindbar angedeutet wird.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Auffinden schadhafter Isolationsstellen an . Leitungsdrähten,
dadurch gekennzeichnet, daß der in einem Stromkreis liegende isolierte Draht gegen eine feine Drahtspirale geführt
wird, deren metallische Windungen zwischen lockere Isolationswindungen
oder gegen die schadhaften Stellen der Isolierung treten und den durch die Isolierung
des Drahtes sonst unterbrochenen Stromkreis schließen.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahtspirale in der Umfangsnut einer Rolle gebettet ist, über welche der zu untersuchende Draht geführt wird.
3. Aus.führungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Fühlfeder (20) tragende Rolle (4) einesteils direkt mit einem und anderenteils durch den zu untersuchenden
Leitungsdraht (12) mit dem anderen Pol einer Stromquelle verbunden ist, derart,
daß der Stromkreis durch die Isolierung des Leitungsdrahtes unterbrochen bleibt,
durch metallische Berührung des Leitungsdrahtes mit der Rolle aber sofort geschlossen·
wird, um beispielsweise eine zum Wickeln des isolierten Drahtes dienende Vorrichtung selbsttätig abzustellen.
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in den zu untersuchenden, durch
. den Leitungsdraht geregelten Stromkreis ein Elektromagnet geschaltet wird, dessen
Anker beim Schließen des Stromkreises
mit den Zähnen eines beispielsweise auf der Wickelsptxle des Drahtes angeordneten
Sperrades in Eingriff kommt und das Weiterwickeln abstellt..
5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der zu untersuchende Draht von einer Vorratsspule abgewickelt wird, deren Spindel einesteils leitend mit dem
zu untersuchenden Draht und anderenteils mit einem Pol der Stromquelle verbunden
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE176835T | 1906-03-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE176835C true DE176835C (de) | 1906-09-17 |
Family
ID=33557908
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1906176835D Expired DE176835C (de) | 1906-03-15 | 1906-03-15 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE176835C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760040C (de) * | 1939-11-16 | 1953-10-12 | Siemens Schuckertwerke A G | Einrichtung zum Pruefen der Oberflaechenleitfaehigkeit der Isolation von elektrischen Leitungen |
-
1906
- 1906-03-15 DE DE1906176835D patent/DE176835C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760040C (de) * | 1939-11-16 | 1953-10-12 | Siemens Schuckertwerke A G | Einrichtung zum Pruefen der Oberflaechenleitfaehigkeit der Isolation von elektrischen Leitungen |
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