DE176331C - - Google Patents
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21K—NON-ELECTRIC LIGHT SOURCES USING LUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING ELECTROCHEMILUMINESCENCE; LIGHT SOURCES USING CHARGES OF COMBUSTIBLE MATERIAL; LIGHT SOURCES USING SEMICONDUCTOR DEVICES AS LIGHT-GENERATING ELEMENTS; LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F21K5/00—Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices
- F21K5/02—Light sources using charges of combustible material, e.g. illuminating flash devices ignited in a non-disrupting container, e.g. photo-flash bulb
- F21K5/023—Ignition devices in photo flash bulbs
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung an durch seitliches Einschieben
eines sich entzündenden Streichhölzchens in das Blitzlichtpulver zur Explosion
zu bringenden Blitzlichtlampen, welche das Pulver gegen äußere Einflüsse bis zum
Moment der ■ Entzündung schützt, die Gefahr einer unbeabsichtigten Explosion ausschließt
und ein äußerst bequemes Einführen des
ίο Streichhölzchens in die schießende Falle gestattet,
wobei die Angriffsteile dieser Vorrichtung in dem hohlgestalteten Handgriffe untergebracht sind und vom Handgriffe aus
in bequemster Weise betätigt werden können.
Fig. ι ist eine Seiten- und Fig. 3 eine Vorderansicht
der Pulverbüchse mit Handgriff, Fig. 2 eine Hinteransicht der Büchse, Fig. 4
eine Unteransicht des Bodens der Büchse, Fig. 5 die Rückansicht des Schloßkastens mit
aufgestelltem Büchsendeckel, Fig. 6 ein Grundriß der Auflagerplatte der Büchse und
des Schloßkastens, sowie der inneren Einrichtung des letzteren in gespannter Stellung;
Fig. 7 zeigt die Stellung der Schloßkastenteile nach dem Abbrennen in Oberansicht;
Fig. 8 und 9 sind Ansichten dieser Teile in den Stellungen nach Fig. 6 bezw. 7. Fig. 10
ist ein Grundriß des hinteren Teiles der Auflagerplatte mit Schloßkasten. Die Fig. 11, 12
und 13 zeigen Einzelheiten der Schloß einrichtung,
lüg. 14 ist das Schaubild einer abgeänderten
Form der Pulverbüchse, Fig. 15 ein senkrechter Schnitt durch den Schloßkasten
und den Handgriff, Fig. 16 ein Schnitt nach Linie 16-16 in Fig. 7 und Fig. 17 ein Schaubild
des Schloßkastendeckels.
Die Pulverbüchse 24 (Fig. 1) von zweckmäßig
rechteckiger Form hat einen auf ihren abgeschrägten Seitenwänden ruhenden, mit der Hinterwand durch Scharniere 62 (Fig. 2
bis 5) verbundenen Klappdeckel 63, der durch Federn 64 in aufgeklappter Stellung gehalten,
wird. Ein unter dem Boden der Büchse 24 befindlicher Knopf 23 (Fig. 4) dient zur Befestigung der Büchse in der
Bajonettnut 22 (Fig. 6) einer Auflagerplatte 21, auf der auch das oben offene und mit
einem Deckel 26 (Fig. 1, 6, 15 und 16) versehene
Schloßgehäuse 25, an die Hinterwand der Büchse anstoßend, angebracht ist. Die
Auflagerplatte 21 hat einen hohlen Handgriff 20 (Fig. i, 3 und 15)', in dem der Abzug-
und Sicherheitshebel für den Schloßmechanismus angeordnet sind.
An der Hinterwand der Büchse ist ein Schieber 36 (Fig. 1, 2 und 4) mittels durch
Schlitze 37 des Schiebers gehende Schrauben 38 befestigt. Der Deckel 26 des Schloßkastens
25 hat einen Ausschnitt 41 (Fig. 16 und 17), der eine Längsyerschiebung dieses
Schiebers gestattet, um eine Bohrung 39 des Schiebers in Linie mit einer Bohrung 40
(Fig. 5) in der Hinterwand der Büchse zu bringen oder diese letztere zu verschließen.
In Linie mit der Bohrung 40 befinden sich in den Schloßkastenwänden Bohrungen 29
und 30 (Fig. 16), durch welche ein zur Entzündung des Pulvers in der Büchse dienen-
des Streichholz unter einer Führung 32 (Fig. 6, 7, 10 und 16), mit seinem Kopf an
den Schieber 36 anstoßend, eingeführt wird. Ein über der Führung 32 auf einem Blocke
56 (Fig. 10, 12 und 13) mittels Drehzapfen
befestigter und etwas nach aufwärts beweglicher oder federnder Vorstoßer 57 (Fig. 6,
7, 9, 12 und 16) ist mit einem Bügel 59 versehen, dessen Zähne 60 (Fig. 12 und 16) das
Streichholz in der Führung 32 festhalten. Die Bewegung des Vorstoßers 57 wird bewirkt
durch eine schießende Falle 33 (Fig. 6, 7, 8, 9 und 11), deren äußerer Anschlagzapfen
34 (Fig. 8, 9 und 11) zum Angriffe mit einer
Schulter 35 (Fig. 2) des Schiebers 36 in einem Ausschnitte 28 der Schloßkastenwand
gleitet, während ein innerer Anschlag 42 der Falle 33 in Angriff mit der geschweiften
Innenkante des Vorstoßers 57 (Fig. 6 und 7) steht. An einem die gegenüberliegende
Wand des Schloßkastens berührenden Stifte 43 der Falle 33 ist die an einem Wandbolzen
61 (Fig. 6) eingehängte Spiralfeder 44 befestigt, welqhe den Rückschlag der gcspannten
Falle veranlaßt, \vobei der Vorstoßer nach einwärts schwingt, indem sein Arm 58 durch
Eingriff in eine Nut 48 (Fig. 11) der Falle mitgenommen wird. Die Vorwärtsbewegung
der Falle 33 wird begrenzt durch einen Anschlag 46 (Fig. 6, 7, 8 und 10), unter wf-1-cher
der vordere abgesetzte, mit Schulter 45 . (Fig. 11) versehene Teil der Falle gleitet.
Das hintere ebenfalls abgesetzte Ende 47 (Fig. 11) der Falle geht durch einen Schlitz
27 (Fig. 1) im Schloßkastendeckel 26 und dient zum Auslösen des Ausrückhebels 70
(Fig. I, 2, 3 und 4) dieses Deckels gegen die Spannung einer Feder 71. Der Hebel 70
dreht sich um einen Zapfen unter dem Boden der Pulverbüchse und ist mit einem Gelenkstabe
67 (Fig. 4) verbunden, deren freies hakenförmiges Ende 66 in eine an der Deckelflansche
befestigte Schließplatte 65 eingreift und dessen hin- und hergehende Bewegung
durch eine im Büchsenboden befestigte und durch einen Schlitz 68 des Stabes gehende
Schraube 69 begrenzt wird (Fig. 4).
Außer dem Stifte 43 dient zur Führung der Falle 33 ein durch einen Schlitz 50 (Fig. 10)
im Boden des Schloßkastens hervorragender Ansatz 49 (Fig. 11), auf dem bei 52 (Fig. 8
und 9) eine Hülse 51 festgeschraubt ist, die einen Handgriff zum Spannen der Falle
bildet.
Die Unterkante der schießenden Falle 33 hat nahe dem Ansätze 49 eine Kerbe 53
(Fig-. 11), von der aus ein Arm 54 etwas nach oben abgebogen ist. Ein Zahn 55 am
finde dieses Armes dient zum Anstoß an den Kopf des Streichholzes.
Unter dem Vorstoßer 57 greift das umgebogene Ende einer Stange J2>
(Fi§f- 3» 6 bis IO
und 15) an, die durch eine Öffnung in der Platte 21 geht und mit dem kürzeren Arme
72 (Fig. 3) eines in dem oberen Teile des Handgriffes drehbar angebrachten und mit
Druckknopf 75 an seinem längeren Arme 74 versehenen Winkelhebels angelenkt ist. Der
Arm 74 steht im Angriffe mit dem langen Arme eines Winkelhebels 76, der zur Sieherung
der gespannten Falle dient und weiter unten im Handgriffe drehbar befestigt ist.
An dem kürzeren Arme JJ dieses Winkelhebels ist ein in· einem Schlitze 79 des Handgriffes
gleitender Schieber 78 angebracht.
Der untere Teil 80 des Abzughebels hat einen Druckknopf 84; sein oberes Ende ist
mit dem oberen. Teile 81 des Abzuges in einem Schlitze 83 mittels Schraube 82 verstellbar
verbunden. Der Teil 81 ist in dem Handgriffe rechtwinklig abgebogen und durch
eine Spiralfeder 85 (Fig. 3 und 15) nach oben gehalten. Das zugeschärfte Ende von
81 greift unter den Arm 54 der Falle 33, um beim Spannen in die Kerbe 53 einzufallen
(Fig. 8, 9 und 11).
Das Pulver wird in die Pulverbüchse eingestreut, nachdem der Hebel 70 zurückgezogen
worden ist, um den Deckel 63 zum Aufspringen zu bringen, worauf das Pulver in geeigneter Weise auf dem Boden der
Büchse verteilt und Bedacht darauf genommen wird, daß sich das Loch 40 mit Pulver
füllt, während selbstverständlich der Schieber 36 dieses Loch abschließt (s. punktierte
Linien in Fig. 2). Der Deckel der Büchse wird nun zugeklappt, die Falle 33 gespannt
und die Büchse mittels des Bajonettverschlusses auf ihrer Auflagerplatte befestigt,
wobei der Ansatz 34 der Falle in Angriff mit der Schulter 35 des Schiebers 36 kommt.
Ein Druck auf den Knopf 75 bewirkt den Eingriff des Armes 76 des Sicherheitshebels
in eine Schulter 86 (Fig. 3) des Abzughebels 80 und hält so das obere Glied 81 des letzteren
im Eingriff mit der Kerbe 53 der Falle 33 (Fig. 11). Zugleich hebt sich der Stab 73
und drückt den Vorstoßer 57 nach oben, so daß durch die Öffnung 30 ein Streichholz in
den Schloßkasten eingeführt werden kann, das beim Loslassen des Druckknopfes 75 von
den Zähnen 60 des Vorstoßers festgehalten wird (s. punktierte Linien in Fig. 16).
Will man nun das Blitzlichtpulver entzünden, so löst man die Sicherung durch
Niederschieben ■ des Schiebers 78 aus und drückt auf den Knopf 84, worauf die vorschnellende
Falle 33 den Verschluß des Klappdeckels 63 auslöst, den Schieber 36 zurückschiebt,
um die Bohrung· 40 frei zu geben und eine Schwingung des Vorstoßers bewirkt,
durch welche das Streichholz durch
die Öffnungen 29 im Schloßkasten und 40 in der Pulverbüchse gedrückt, dabei entzündet
wird und das Pulver zum Aufflammen bringt. Anstatt mit einer Pulverbüchse mit Klappdeckel
kann auch eine einfache Pfanne 87 (Fig. 14) mit fester Rückwand 88 mit der
vorbeschriebenen Vorrichtung zum Abfeuern des Pulvers verbunden werden, wobei selbstverständlich
die Vorrichtung zum selbsttätigen Öffnen des Deckels in Wegfall kommt. Die Sicherung 76 hat sich als zweckmäßig erwiesen,
kann jedoch weggelassen werden.
Claims (6)
- Pate nt-An Sprüche:i. Vorrichtung zur Erzeugung von Blitzlicht für photographische Apparate, gekennzeichnet durch einen mit der Auflagerplatte (21) der Pulverpfanne oder Büchse verbundenen, mit Handgriff (20) versehenen Schloßkasten (25, 26), dessen gespannte schießende Falle (33) durch einen im Handgriffe angeordneten Abzug (80,81) ausgelöst wird, um ein in den Schloßkasten eingelegtes Zündholz mittels eines Vorstoßers (57) durch eine Bohrung (40) in der Rückwand der Pulverpfanne zu drücken und dabei das Zündholz und das Pulver zur Entzündung zu bringen.
- 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch· 1, gekennzeichnet durch einen Druckknöpf (75) am Handgriffe, dessen Bewegung mittels bekannter technischer Mittel, z. B. Winkelhebel (72,74), Stange (73), auf den mit der Falle (33) in Verbindung stehenden. Vorstoßer (57) übertragen wird, so daß dieser hochgehoben wird, .zum Zwecke, unter dessen Zähne (60) ein Streichholz einführen zu können.
- 3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen rnit einer Öffnung versehenen Schieber (36), welcher die Öffnung (40) in der Wand (88) für gewöhnlich verschließt, und von der vorschießenden Falle verschoben wird, zum Zwecke, beim Einführen des Streichholzes diesem einen. Anschlag zu geben, und das .Vordringen des Strcichholzkopfes durch die Öffnung (40) in das Pulver nur dann zu gestatten, wenn mittels der am Handgriffe befindlichen Auslösevorrichtung der Falle diese freigegeben wird.
- 4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, gekennzeichnet durch einen Verschluß für einen über dem Blitzlichtraume angebrachten, durch Federwirkung (64) sich selbsttätig aufrichtenden Deckel (63), welcher kurz vor der Explosion von der vorschießenden Falle bei Auslösung derselben freigegeben wird, und dazu dient das Pulver gegen schädliche Einflüsse der Witterung, Zugluft oder dergl. zu schützen.
- 5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Niederdrücken des Druckknopfes (75) gleichzeitig ein Sperrarm (76) vor einen Ansatz (86) an der Auslösevorrichtung (80) für die Falle gelegt wird, zum Zwecke, eine Zündung bei unbeabsichtigtem Berühren des Knopfes . (84) zu verhüten.
- 6. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Schieber (78) zur Auslösung der Sperrvorrichtung für die Auslösevorrichtung (Knopf 84, Stange 80) der schießenden: Falle.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE176331C true DE176331C (de) |
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|---|---|
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0
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