DE176236C - - Google Patents

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DE176236C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G9/02Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils in retorts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das gewöhnliche Verfahren zur Herstellung von Ölgas, bei welchem öl allein in einer Retorte zur Vergasung gebracht wird, zeigt bekanntlich den Ubelstand, daß die Zersetzung der Öle nur an den Retorten wandungen erfolgt, während in dem Innenrautne der Retorte keine genügende Zersetzung und Vergasung, sondern meistens nur eine Verdampfung der öle stattfindet. Wegen seines
ίο geringen Wasserstoffgehalts (etwa 15 Prozent) ist das Ölgas für Gasglühlichtbeleuchtung wenig geeignet; es hat ferner große Neigung .zur Rußbildung und gibt nur bei starker Luftzufuhr eine vollständig entleuchtete Flamme. Die Zufuhr großer Mengen Verbrennungsluft hat aber den Nachteil, daß dadurch die Verbrennungstemperatur im Glühlichtbrenner erniedrigt und infolgedessen die Lichtstärke wesentlich herabgesetzt wird.
Ähnliche Übelstände zeigen sich bei der Verwendung des reinen Ölgases zu Heiz- und motorischen Zwecken. Die sich bei der Herstellung des ölgases bildenden, nur verdampften öle scheiden sich nachträglich in den an die Retorte angeschlossenen Apparaten und Rohrleitungen ab, wodurch unliebsame Betriebsstörungen entstehen. Andererseits wird bei diesem Verfahren das ziemlich teure Gasöl nicht genügend zur Gaserzeugung ausgenutzt.
Man hat daher das bekannte ölgasverfahren dadurch zu verbessern gesucht, daß man das Öl auf eine in der Retorte befindliche, glühende Koksfüllung leitete. Durch die Koksfüllung wird nun zwar eine günstige Verdampfungsfläche für das .zu vergasende öl geboten, gleichzeitig aber die Gefahr einer zu weitgehenden Zersetzung der Kohlenwasserstoffe nahegelegt, die eine sehr starke Graphitbildung zur Folge hat. Deshalb hat sich auch dieses Verfahren in der Praxis nicht bewährt.
Um das an schweren Kohlenwasserstoffen reiche ölgas zu verdünnen, hat man ferner vorgeschlagen, das nach dem bekannten Verfahren erzeugte Ölgas durch in die Retorte eingeleitetes Wassergas zu verdünnen, ohne jedoch hierbei durch Verwendung von porösen Füllkörpern für eine ausreichende Zersetzung und Vergasung des Öles Sorge zu tragen.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Kombination dieser beiden an sich bekannten Verfahren und bezweckt hierdurch ein kohlenstoffreiches permanentes Mischgas zu erzeugen, das besonders für die Gasglühlichtbeleuchtung geeignet ist.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird in eine gewöhnliche ölgasretorte, welche mit glühendem Koks gefüllt und von außen erhitzt ist, das öl zwecks Zersetzung eingeleitet. Gleichzeitig wird aber auch Wasssergas, welches etwa 50 Prozent Wasserstoff enthält, in die Retorte eingeführt. Die ölgaserzeugung findet alsdann in einer Wasser- 65' gasatmosphäre statt, wobei durch die Koksfüllung eine sehr günstige Vergasung des Öles gewährleistet, gleichzeitig aber durch das
Wassergas einer zu weitgehenden Zersetzung der Kohlenwasserstoffe des Ölgases vorgebeugt wird.
Bei diesem kombinierten Verfahren werden die Paraffinkohlenwasserstoffe fast vollständig in aromatische Kohlenwasserstoffe sowie in Methan und Wasserstoff zersetzt. Die Menge ■ des sich bildenden Wasserstoffes wird gegenüber dem gewöhnlichen Verfahren wesentlich
ι vergrößert und durch den Zusatz von Wassergas, d. h. infolge der in der Wassergasatmosphäre stattfindenden ölzersetzung noch vermehrt.
Bei dem Durchleiten der Öle durch glühen-
den Koks wird das öl zunächst aufgesogen, dann verdampft und vergast, und zwar nicht nur auf der Oberfläche des Koks, sondern auch in dessen Poren. Die Zersetzungsrückstände der öle werden hierbei von dem Koks zurückgehalten, dessen Wert als Feuerungsmaterial hierdurch wesentlich gesteigert wird. Dadurch, daß hierbei die Graphitbildung innerhalb der Retorte möglichst vermieden wird, werden die Retortenwände sehr geschont, während andererseits ein Verstopfen der an die Retorte angeschlossenen Leitungen nach Möglichkeit verhütet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ■'
    Verfahren zur Erzeugung eines kohlenstoffreichen permanenten Mischgases durch ölgaserzeugung unter Zuführung von Wassergas, dadurch gekennzeichnet, daß kontinuierlich zugeführtes öl unter gleichzeitiger Einleitung von Wassergas in einer mit Koks gefüllten Retorte vergast wird.
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